Magdeburger Koepfe

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  • Katharina Aßmann
    Katharina Aßmann    Premium Member   Group moderator
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    "Motel One" will im Juli 2013 mit 150 Zimmern am Domplatz einziehen
    Liebe Magdeburger Koepfe,

    neben der geplanten Aufwertung des Domplatzes ab Mitte nächsten Jahres durch die Stadt (3,8 Millionen Euro Investition) soll das Eckgebäude zum Gouvernementsberg bis 2013 zum Hotel mit 150 Zimmern ausgebaut werden. Doch die Statikprobleme halten gegenwärtig nicht nur die Bauarbeiten, sondern auch die Archäologen auf.

    Das einstige Museum und geschichtsträchtige Haus am Domplatz 5 soll zu einem Hotel umgebaut werden. Der Mietvertrag mit der Hotelkette "Motel One" sei bereits unterschrieben, erklärte der Geschäftsführer der Grundtec Bauregie GmbH Rollandy Horvath. Eine entsprechende Tektur (Nachtragsgenehmigung) zur bestehenden Baugenehmigung sei bereits erfolgt. Ursprünglich sollte an der Stelle nämlich ein Büro- und Kongresshaus entstehen.

    Stattdessen sind 150 Hotelzimmer geplant. Im Parterrebereich soll ein Restaurant mit Terrassenbetrieb entstehen. An der Hinterfront entsteht ein Parkdeck mit zwei Etagen. "Da es hier ein abschüssiges Gelände gibt, ist es aber keine Tiefgarage", erklärt der Grundtec-Geschäftsführer.
    Sein Unternehmen hat unter anderem den Campus-Tower am Uniplatz und das Elbe-Office gebaut.

    Insgesamt sollen nach seinen Angaben rund neun Millionen Euro verbaut werden. Und: es dürfte die wohl schwierigste Baustelle für das Unternehmen werden. Denn die Statik macht dem Bauherrn von Anfang an Sorgen. "Wir haben hier eine besondere Situation. Während das Gebäude zu DDR-Zeiten 1988 wieder aufgebaut wurde, ist die Gründung (Tragelemente zur Einleitung von Lasten eines Bauwerks in den Untergrund d.Red) anders erfolgt, als es in den Plänen stand", erklärt Rollandy Horvath. Das Resultat war eine akute Einsturzgefahr und so mussten im Oktober die laufenden Ausgrabungsarbeiten der Archäologen unterbrochen werden. "Wir werden in den nächsten Tagen aber wieder grünes Licht geben können. Entsprechende Gespräche mit den Archäologen und der unteren Denkmalschutzbehörde sind geplant", sagte er weiter.

    Für die Archäologen ist die Baustelle eine Fundgrube und mindestens genauso bedeutungsvoll wie für die Magdeburger ein namhaftes Hotel an dieser historischen Stelle. Neben entsprechenden Funden aus der Ottonenzeit vermuten die Historiker an diesem Ort auch die Wohnstätte des Kaisers.

    "Aus archäologischer Sicht ist die Fundstätte höchst spannend", erklärt Grabungsleiter Peter Streitwolf. Bisher wurden neben Siedlungsresten auch Keramikabfälle aus dem 9. und 11. Jahrhundert gefunden, eben der Zeit Ottos des I.

    Wie lange die Ausgrabungen an der Stelle noch andauern ist unklar. Die Grundtec Bauregie GmbH will aber an ihrem Ziel der Fertigstellung im Juli 2013 möglichst festhalten.

    Quelle: http://bit.ly/uvKNK4

    Viele Grüße
    Ihr Magdeburger Koepfe - Moderatorenteam