Magdeburger Koepfe
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Katharina Novoselov Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Sachsen-Anhalter leben gern in ihrem Bundesland
20 Jahre nach der Wende fühlen sich die Sachsen-Anhalter immer mehr mit ihrem Land verbunden. Das ist eines der Ergebnisse des aktuellen Sachsen-Anhalt-Monitors, den die Bundeszentrale für politische Bildung zum 20-jährigen Jubiläum des Bundeslandes veröffentlicht hat. Den Ministerpräsidenten freut das Ergebnis.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) lacht während einer Pressekonferenz in Magdeburg.
Verbundenheit mit Sachsen-Anhalt erneut gestiegen
Drei von vier Sachsen-Anhaltern fühlen sich ihrem Bundesland verbunden oder sogar stark verbunden. Das ist Ergebnis des aktuellen "Sachsen-Anhalt-Monitors", den die Bundeszentrale für politische Bildung am Dienstag in Magdeburg vorgestellt hat. Noch 1995 hatte mehr als die Hälfte der Bewohner Probleme, sich mit der "neuen Heimat" zu identifizieren. Gerade einmal jeder Dritte fühlte sich damals dem eigenen Bundesland verbunden, mehr als die Hälfte hatte gar keinen Bezug zu Sachsen-Anhalt - dem einzigen Bundesland, das nach der Wiedervereinigung nicht auf eine eigene Historie aufbauen konnte.
Ministerpräsident Wolfgang Böhmer zeigte sich erfreut über den aktuellen Trend. Auf der Landespressekonferenz sah Böhmer in diesem Ergebnis den "Ausdruck der Aufbauleistung, die wir in den letzten beiden Jahrzehnten gemeinsam vollbracht haben". Positiv sei auch, dass die überwiegende Mehrheit der Sachsen-Anhalter gern in ihrem Land lebe und die persönlichen Aussichten meist als gut eingeschätzt würden.
Trotz der hohen Verbundenheit könnte sich ein Fünftel der Bevölkerung Sachsen-Anhalts vorstellen, in einem anderen Bundesland zu leben. Das Lieblingsbundesland der Sachsen-Anhalter ist Bayern. Jeder Fünfte würde gern dort sein Leben verbringen. Bei den Bundesländern in Ostdeutschland hat Sachsen die Nase vorn. Hier würde gern rund jeder zehnte Sachsen-Anhalter wohnen.
Sachsen-Anhalter sind sehr optimistisch
Bemerkenswert ist die mehrheitlich zuversichtliche Grundstimmung im Land. Mehr als die Hälfte der Sachsen-Anhalter blickt optimistisch in die eigene Zukunft. Am optimistischsten sind die Harzer. 59 Prozent der Menschen dort sehen ihre Zukunft durchweg positiv. Schlusslicht sind die Altmärker, hier sind "nur" 46 Prozent optimistisch. Lediglich 13 Prozent der Sachsen-Anhalter insgesamt sehen ihrer persönlichen Zukunft pessimistisch entgegen.
Diese Ergebnisse sind umso bemerkenswerter, als dass gerade einmal ein Drittel der Sachsen-Anhalter die allgemeine wirtschaftliche Lage im Land positiv bewertet. Damit wird die allgemeine wirtschaftliche Lage deutlich negativer eingeschätzt als die persönliche.
Entwicklung der Demokratie
Nur ein Drittel der Sachsen-Anhalter sind der Meinung, dass sich die Demokratie in Sachsen-Anhalt seit der Wende zum Negativen entwickelt hat. Knapp zwei Drittel sind dagegen überzeugt, dass sich die Demokratie im Land gut entwickelt. Damit ist auch die Bindung an die Demokratie seit der Wende stärker geworden.
Gastlich, traditionsverbunden, weltoffen
Wenn die Sachsen-Anhalter ihr Land beschreiben würden, dann würden mehr als zwei Drittel der Sachsen-Anhalter ein gastfreundliches, traditionsverbundenes und trotzdem weltoffenes Bundesland zeichnen. Dagegen nehmen die wenigsten ihr Bundesland als ein wirtschaftlich erfolgreiches oder großzügiges Bundesland wahr.
1.001 Sachsen-Anhalter wurden befragt
Die Studie wurde im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung durch infrtest-dimap erhoben. Insgesamt wurden 1.001 Sachsen-Anhalter telefonisch danach befragt, wie sie ihr Bundesland wahrnehmen. Damit wurden keine objektiven Fakten, sondern vielmehr subjektive Meinungen erhoben. Die Befragten entsprechen dem Durchschnitt der Bevölkerung von Sachsen-Anhalt.
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- 26 Oct 2010, 7:29 pm
