Emotionales Marketing - Emotionale Werbung
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Friederike Baum Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^8: emotionales Klopapier...
Heißt das, man könnte sagen:
Low-Involvement kann auch durch noch so gutes Marketing nicht zu High-Involvement gemacht werden, sondern allenfalls das Involvement um Nuancen steigern und dadurch zur Präferenz gegenüber Wettbewerbern
beitragen.
?
Diese Aussage ist allerdings bedeutend weniger knackig-markig als die andere...
- 11 Dec 2007, 5:20 pm
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Michael Wehe Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^9: emotionales Klopapier...
Eindeutig jein.
Wenn ich das Involvement einer Person oder Gruppe steigern will, setze ich an deren Einstellungen an, die ich entsprechend manipulieren muss. Das funktioniert aber nur bedingt und ist darüber hinaus nicht nur eine Frage des Marketings. Grundsätzlich lässt sich Involvement schon steigern, nehmen wir nur mal die ganze Umweltthematik. Von früher "kein Interesse" ist die heute sehr ins allgemeine Interesse gerückt. Das funktioniert aber nicht durch Marketing-Tricks von jetzt auf gleich.
Im Falle des Klopapiers würde das nur funktionieren, wenn es z. B. eine erheblich höhere gesellschaftliche Brisanz erhielte .... Eher unwahrscheinlich. Aber reden wir hier eigentlich wirklich von Involvement?
Ich möchte die Eingangsaussage mal so interpretieren: Durch einen erlebbar höheren Nutzwert (auch durch einen subjektiv so empfundenen) lässt sich eine niedrige Präferenz in eine hohe steigern.
- 11 Dec 2007, 5:43 pm
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Till Neitzke Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^10: emotionales Klopapier...
Kurz die Definition von Involvement:
Von Involvement spricht man im Marketing, wenn der Konsument empfindet, dass ein Produkt etwas mit dem Konsumenten selbst und dessen Persönlichkeit zu tun hat, dass ein Kauf also eine spürbare Auswirkung auf den Käufer zur Folge hat. Involvement kennzeichnet das Engagement, mit dem sich Konsumenten einem Angebot zu wenden. Der Begriff kommt aus dem angelsächsischen Wirtschaftsjargon und bedeutet soviel wie Einbezogenheit oder Einbindung. Mittlerweile hat sich auf Deutsch der Begriff Miteinbezogenheit als Synonym etabliert
Niedriger Miteinbezug (Low Involvement) [Bearbeiten]Produkt des alltäglichen Bedarfs mit geringem Kaufwert und geringer Verbrauchsdauer (z. B. Reinigungsmittel), mit dem sich der Kunde in der Regel nur oberflächlich beschäftigt, und bei dem die Kaufentscheidung meist ausschließlich anhand des Preises gefällt wird. Konkurrierende Produkte unterscheiden sich in Preis und Qualität nicht oder nur minimal. Solche Produkte werden vom Kunden als austauschbar empfunden.
Hoher Miteinbezug (High Involvement)
Produkt mit hohem Kaufwert oder hoher Verbrauchsdauer (z.B. ein Auto oder ein Haus), für dessen Erwerb sich der Kunde mit dem Produkt sehr gründlich auseinandersetzen muss, und welches seine Einschätzung erfordert. Da der Kunde für die Entscheidungsfindung direkt eingebunden ist, entwickelt er eine höhere Markentreue als bei niedrigem Miteinbezug. Hier greift das Egoprinzip, da der Kunde seine eigene Kaufentscheidung in der Regel als richtig ansieht.
Quelle dieser Definition ist Wikipedia
- 12 Dec 2007, 2:04 pm
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Michael Wehe Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^11: emotionales Klopapier...
Till Neitzke schrieb:
Niedriger Miteinbezug (Low Involvement) Produkt des alltäglichen Bedarfs mit geringem Kaufwert und geringer Verbrauchsdauer (z. B. Reinigungsmittel), ...
Hoher Miteinbezug (High Involvement) Produkt mit hohem Kaufwert oder hoher Verbrauchsdauer (z.B. ein Auto oder ein Haus), für dessen Erwerb sich der Kunde mit dem Produkt sehr gründlich auseinandersetzen muss, ...
Quelle dieser Definition ist Wikipedia
Das ist eben das Problem mit Wikipedia. Teilweise richtig, teilweise nicht oder zumindest missverständlich, keinesfalls zitierfähig. Tatsächlich gibt es keine wirklich übereinstimmende Definition von Involvement. Low oder High-Involvement meint jedoch in keinem Fall das Produkt, sondern die Beziehung des Menschen zum jeweiligen Thema. Diese hat Auswirkungen auf das das Entscheidungsverhalten. Hohes Involvement muss aber keineswegs mit hohem Kaufwert einhergehen, sondern ist einfach eine Frage der subjektiven Wertschätzung.
Wenn wir uns allerdings eng an die einschlägigen Definitionen halten (einschließlich der in Wikipedia), kann man die Aussage, dass low zu high Involvement wird, wenn das Produkt einen echten Mehrwert im Vergleich zur Konkurrenz zu bieten hat, kaum noch gelten lassen. Ich vermute weiterhin, dass es hier statt dessen um eine Frage der Präferenz geht.
LG,
Michael Wehe
- 12 Dec 2007, 3:06 pm
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Katja HerterThe company name is only visible to registered members.Re: emotionales Klopapier...
Der Mehrwert von Charmin erschließt sich doch jedem, der den Spot mal gesehen hat: man braucht weniger Toilettenpapier und es ist kuschelig weich.
Das Konzept ist ganz klar auf vermeintliche "Sparfüchse"(der Mehrpreis gegnüber No-Name Marken muss ja gerechtfertigt werden!) mit Hämorrhoiden(schonmal Recyclingpapier mit ebensolchen genutzt?) gemünzt.
Spätestens seit dem Dschungelbuch stehen Bären ein wenig für den Hedonismus nehme ich an - Charmin ist also etwas für besonders anspruchsvolle Toilettenpapiernutzer. Wer denkt bei dem Spot nicht gleich an Balu den Bären, dessen Hüftschwung hier sogar genau imitiert wird?
Die Werbung ist gar nicht so ungeschickt, und ich nehme an das man bei Disney nichtmal was zahlen musste, um diese Assoziation zu bekommen.
LG
- 28 Oct 2008, 10:36 am
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Pepe (Josep) SubiranaThe company name is only visible to registered members.Re^11: emotionales Klopapier...
Till,
Respect! Wir sprechen von P&G (Procter & Gamble) hier.... first-class marketing.
Was gehört über "CODES"? (siehe Clotaire Rapaille). Es geht darum ein Symbol für Dein Produkt zu finden, das in unserem reptile brain das Produkt repräsentiert. Z.B...
-Den CODE von einem "Wagen" ist ein "Pferd". "Ferrari" ist das "weisse Pferd eines Prinzs". "JEEP" ist das "wilde Pferd von einem Indianer" usw.
Worauf will ich hin? Was hat des mit Klopapier zu tun?
Stellt Dir vor, dass P&G erforscht hat und dabei gefunden hat, dass den CODE für "Kuschelichkeit" ist ein Bär (Man denke Teddybär z.B.).
Es folg, dass wenn der Verbraucher den CODE "Bär" mit P&G's Klopapier assoziiert, nimmt er automatisch das Mehrwert "Kuschelichkeit" für diesen Produkt wahr.
Was meints Du? Ich bin der Meinung, dass man durch einen CODE (Symbol, eg. Bär) einen Mehrwert vermitteln kann.
Pepe
P.S. Sorry for my German, I use to write in English ;-)
- 29 Oct 2008, 9:19 pm
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David Perlbach Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^4: emotionales Klopapier...
In Polen hat man bei einer Tageszeitung einfach mal die Farbe des Papiers geändert, nach dem Vorbild der Financial Times. Ergebnis: 15%ige Steigerung der Abos. Soviel zum Thema "Farbe" bei Low-Involvement Produkten. Wobei eine Zeitung wahrscheinlich eher ein High-Involvement Kanditat ist. Spätestens dann, wenn das Klopapier alle ist.
- 26 May 2009, 5:07 pm
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