contemporary fine ARTISTS int.
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Marianne Blum Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Realismus vs. Abstraktion - kann man darüber streiten?
Seit einigen Jahren ist das verstärkte Interesse des Kunstmarktes an realistischer Malerei deutscher Herkunft vor allem auf Messen zu verzeichnen. Gerade die Amerikaner sind geradezu versessen auf solche Bilder.
Dagegen steht die eher abwartend-skeptische Haltung von Szene-Journalisten wie Dr. Restorff und Wieland Schmied von der KUNSTZEITUNG, um nur zwei zu nennen. Sicher, die Generation, der diese beiden und die meisten anderen in Deutschland meinungsbildenden Autoren angehören, hat bei "relistischer Kunst" immernoch Arnold Breker und Leni Riefenstahl im Hinterkopf und ist mit dem gesellschaftlichen Konsens aufgewachsen, dass Bilder "Flachware" seien und, vor allem wenn sie aus der Abteilung "Realismus" stammen, nichts Neues mehr erzählen könnten. Überhaupt sei "erzählen" vollkommen out, außer es handelt sich um ein Kunst-Video und dann auch nur wenn es mindestens drei Erzählebenen und einen ganz tiefen Hintersinn hat, den natürlich nicht jeder gleich begreift, aber dafür hat man schließlich Kunstwissenschaftler....
Dazu kommt das typisch deutsche - ja, man muss es zugeben, das ist typisch deutsch - Mißtrauen, wenn sich etwas gut verkauft. Dann kann es ja keine Kunst sein, sondern ist Kommerz und das eine kann per se nicht gleichzeitig das andere sein.
Ist das nicht langweilig und obendrein sehr eingeschränkt?
Es ist doch schwer genug, von der Kunst zu leben, aber wenn es dann mal einer schafft, dann wird gleich versucht, den Erfolgreichen auf das eigene Niveau kleinzureden, wobei ich gerne zugebe, dass nicht alle Erfolgreichen gute Kunst produzieren. Da ist in der Tat manchmal mehr Beziehungen, Marketing und Glück als Idee, Aussage und Können im Spiel. Aber nehmen wir doch mal diese drei Kriterien als Maßstab - also Idee, Aussage und Können, auch wenn das altmodisch ist, - um ein Kunstwerk zu beurteilen, dann fällt doch auf, dass es verdammt leicht ist, Talentlosigkeit hinter Abstraktion zu verstecken und reine Selbstdarstellung in eine überflüssige Installation zu verpacken. Kaum hängt es an der Wand oder füllt einen Galerieraum, wird es irgendjemanden geben, der es für (große) Kunst hält.
Jetzt wird der ein oder andere Künstler oder Liebhaber genau dieser Richtungen natürlich sagen: Die Autorin ist entweder von vorgestern oder mag die Abstrakten einfach nicht. Am Ende sei ja doch alles "nur" eine Geschmacksfrage*. Das ist falsch. Im Gegensatz zu den linientreuen Verfechtern einer Stilrichtung, habe ich Lieblinge in allen Jahrhunderten, Richtungen, Stilen, Techniken, also auch unter den Abstrakten und sogar unter den Videokünstlern (obwohl mir diese Kunstrichtung auf Ausstellungen mit dunklen Kojen und Kopfhörerzwang grundsätzlich erst einmal auf die Nerven geht), aber wirklich gute und wichtige Kunstwerke sind selten, viel seltener als einen all die Publikationen und Ausstellungsmacher glauben machen.
Also, immer schön kritisch bleiben und viele Ausstellungen besuchen. Der Vergleich macht's!
* "Sich nicht über Geschmack streiten können", hieß bei den Griechen übrigens nicht, dass Geschmack beliebig sei, sondern das es nur EINEN guten Geschmack gibt, über den sich nicht diskutieren lässt.
- 21 Jul 2007, 1:23 pm
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Peter Klint Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Realismus vs. Abstraktion - kann man darüber streiten?
Ich denke, dass man durchaus darüber streiten kann, bezweifle aber stark, dass es Sinn hat...
Ich selbst male seit Ewigkeiten gegenständlich und unterwerfe meine Kunst nicht den Regeln des Kunstmarktes.
In meiner aktuellen Ausstellung hier auf Sylt hängt 34 mal figurative Malerei und mittendrin ein einziges abstraktes Bild (
http://www.portraitfirma.de/bilder07_20.htm).
Gerade vor dieser Arbeit bildeten sich während der Vernissage immer wieder Grüppchen von Besuchern, die über Wirkung und Interpretationsmöglichkeiten des Bildes diskutierten.
Spannende Beobachtung, die mich jedoch keinesfalls dazu verleiten wird, nur noch 5-Minuten-Abklatsche zu produzieren.
- 21 Jul 2007, 1:39 pm
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Alexander C. Cornelius Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Realismus vs. Abstraktion - LEIPZIGER SCHULE -DER MUSIKANTENSTADEL AN DER WAND ?!
Na da juckt es mir doch in den Fingern auch meinen Senf dazu zu geben (übrigens kläre mich bitte einer auf woher die Redewendung mit dem Senf kommt )
Wie auch immer tummel ich mich in der Kunstszene seit mehr als 20 Jahren,war in New York,Venedig ,Shanghai ,Basel,Kairo,Amsterdam,London...bin ich hier nicht im Reiseforum?upps
Aber Spass beiseite ( war keiner-auch gut )
Ich behaupte aber hier und jetzt mal ganz großkotzig das ich eine verdammte Menge gesehen hab und in den
schnikesten Galerien und Museen war sowie in die schäbigsten kleinen Gassen gekrochen bin um Kunst zusehen ( z.B. Kairo...)
Abstrakt oder Figurativ.?!..HALLO 2007;
ICH FINDE ES GIBT EINFACH ZU VIEL UND ZU SCHLECHTE KUNST;
Riefenstahl (ging doch wohl eher um Foto und Film oder?und eigentlich mehr dokumentarisch)
Was ist mit PICASSO ,POLLOCK und TURNER UND MONET;gerade die letzt genannten gelten für mich als die ENTDECKER der abstrakten Malerei ,auch wenn ihnenund Ihren Zeitgenossen das nicht bewußt war.
Schaut man sich Picasso an fing er pup naturalistich an und hat dann 1907 mit Braque mehr oder weniger
den Kubismus entwickelt ,sorichtig abstrakt wie POLLOCK oder MALEWITSCH oder YVES KLEIN wars
aber noch nicht.
Warum sind diese Werke entstanden ?!
Es gind um den Bruch mit der HISTORIE;es ging um PROVOKATIO;es ging um UTOPIE;
aber das gab es jetzt schon alles ,unser Zeitalter ist eher geprägt von Pluralismus und einer beinahe Tabulosigkeit.Wenn man bedenkt das Bilder der Dadaisten und Surrealisten einmal täglich gsäubert werden mußten um sie vom Sputum der aufgebrachten betrchter zu befreien,in westlicher Zivilisatio doch heute undenkbar.
Undenkbar aber nicht ist das der Kunstmarkt aber anders als der Musikmarkt nicht Massenkompatibel oder Relevant ist ,und das seit spätestens Ende der 70er mit Verblassen überzogen idealistischer UTOPIEN.
Bestätigen kann ich das Deutschland,vielleicht sogar Österreich und ach die Schweiz anders TICKEN,
als der Rest der Welt. Hier gibt es die Unterteilung von U und E KUNST/ MUSIK/ LITERATUR/ WISSENSCHAFT
In anderen Ländern ist das nicht so,da sitzen die GESCHMACKSKNOSPEN wo anders oder reagieren
antipodich.
Was ich grundsätzlich falsch finde ist zu sagen alles as Picasso gemacht hat ist gut,alle wwas aus Leibzig kommt ist LEIPZIGER SCHULE und ist deshalb gut ( ODER SCHLECHT ):
Ersteinmal sollte jedes Werk für sich betrachtet werden,egal von wem es ist,woher es kommt und ob es abstrkt oder gegenständlich ist.
Der erste Schritt sollte sein BEWEGT ES MICH
Könnte ich KOTZEN oder MUST HAVE
zweitens und das mag sehr altmodisch klingen ,ist es handwerklich stimmig?
dann kann man sich mit KÜNSTLER und KONTEXT beschäftigen,
Stellt sich dann einem noch die FRAGE GEGENSTÄNDLICH ODER ABSTRAKT
UND JETZT SAGE ICH ENTSCHIEDEN JEIN
WENN ES UM GUT ODER SCHLECHT GEHT SAGE ICH NEIN
WENN ES UM MASSENKOMBATIBILITÄT UND SOMIT HOHE VERKAUFSWAHRSCHEINLICHKEIT GEHT
SAGE ICH JA
WARUM: Weil abstraktes Sehen eine interlektuelle Leistung erfordert die gelernt werden muss
Wenn man ab von (ACHTUNG DIES IST EINE IRONISCHEANMERKUNG VON DERSICH MENSCHEN UND TIERSCHUTZ VERBÄNDE ZUTIEFST GETROFFEN FÜHLENKÖNNTEN):
ROTES ABSTRAKTES BILD = DAS IST ABER SCHÖN hören will ,weil:
Ach rot ist meine Lieblingsfarbe , sagte die BLONDINE und schaute auf ihre Fingernägel
Kann man genauso gut sagen ,Firmenchef ,der seine ganze Zeit in das Aufbauen eines Imperiums verbrachte ohne einen ARTCONSULTER oder GALLERISTEN ( DER IHM EINE TOTSICHERE INVESTITIONVERSPRICHT)
eher äußern wird das das Bild ihm etwas sagen muß ( VORALLEM WAS ER ALS VORWAND HERSCHIEBEN KANN;SOLLTE ER MAL GEFRAGT WERDEN:::::WAS SOLL DAS DENN DARSTELLEN? DAFÜR GIBST DU GELD AUS?????
Naja da ist doch Besser die Kuh auf der Weide,ein Seestück oder sonst irgendwas in beige ,grau oder braun Tönen was gut zu der Coachgarnitur und den Tapeten paßt,oder bei einem STARTUP UNTERNEHMEN sowas echt flashiges ,mit schrillen Farben, Zeitgeist und so ,ein bischen links orientiert....
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Na und was soll das alles ?Wahrnehmungspsychologie,Kunstgeschichte,Philosophie,
Der ganze Schnick Schnack....völlig WURSCHT es gibt Dinge die funktionieren und andere nicht.
Viel wichtiger ist doch die Frage WER ,WIE und WANN bekommt das KUNSTWERK und somit der KÜNSTLER
DIE CHANCE WAHRGENOMMEN ZU WERDEN
Zählt dann die MASSE oder eine sogenannte AUTORITÄT(EN) z.B: Bilderstreit
IST BILDENDE KUNST AUCH EIN WUNSCHKONZERT
IST LEIPZIGER SCHULE DER MUSIKANTENSTADEL AN DER WAND? ACC
- 29 Nov 2007, 9:17 pm
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Berthold Stephan MAICHEL Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Realismus vs. Abstraktion - LEIPZIGER SCHULE -DER MUSIKANTENSTADEL AN DER WAND ?!
Kunst? Ist das, was man damit gemeinhin verbindet, Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft? Warum Kunst? Man kommt der Sache wohl am nächsten, wenn man nach den Gründen der Erschaffung von Kunst zu fragen beginnt. Was bewegt, was treibt uns denn Kunst zu machen oder darüber nach zu denken? Ein Mangel in der realen Welt, eine Potenz der menschlichen Konstitution oder auch Beides? Kunst, ein Indikator, für das Maß der Vollkommenheit des Formwillens des Menschen in seinen Lebensäusserungen, als Spiegel der Unendlichkeit, der über das Bestehende hinaus weist. Kunst, ein Geist der ordnet, plant, gestaltet, das Chaos beherrscht und lenkt, ein Auftrag des Menschen, eine Bestimmung in seiner Spiritualität. Kunst, ein ewiges Geheimniss, ein unendliches Mysterium. Besser, ja leichter zu bestimmen, ist wohl das, was den Kriterien einer solchen Kunstvorstellung nicht entspricht, der Rest ist Suche, Versuch oder Methode, bestimmt jedoch immer nicht eine endgültige Lösung, ein absolutes Ende.
Dies für heute und vielleicht bald noch mehr zu diesem Thema.
- 30 Nov 2007, 10:37 pm
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Dominik von Loesch Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^3: Realismus vs. Abstraktion - LEIPZIGER SCHULE -DER MUSIKANTENSTADEL AN DER WAND ?!
als sehr wesentlich empfinde ich es hier die kunstgeschichte selber zu betrachten, denn diese spielt ja nicht nur in verschiedenen zeiten, sondern auch auf verschiedenen schauplätzen ihre rollen. und kunstgeschichte findet auch heute statt!
vor 500 jahren hat man kunst anders betrachtet als heute, ich empfinde es als wichtig und richtig, wenn man in 500 jahren die kunst wieder anders anschaut! sonst wären wir keine zeitgeister.
kunst ist kulturgut und kulturbildend gleichzeitig. vielleicht also ein kybernetisches system ähnlich der thermischen regelung einer gaszentralheizung?
ein kunstkritiker kann ja nur auf geschaffenes reagieren, erst dann reagieren künstler in weiteren arbeiten auf das was der kerl von sich gibt. der kerl wäre ohne kunst also arbeitslos. es ist folglich falsch wenn wir als produzierende künstler glauben wir seien abhängig von den kritikern, sie sind es erst einmal von uns! hier appelliere ich an die schaffenden sich von diesen dingen um himmels willen nicht lenken zu lassen, sondern dem eigenen geist nachzugehen, also schöpferisch zu arbeiten. und genau daraus folgt , dass man kein regelwerk aufstellen kann, welches behauptet kunst muss so, oder so sein.
- 01 Dec 2007, 09:33 am
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