contemporary fine ARTISTS int.

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  • Jennifer Gregorian
    Jennifer Gregorian    Premium Member
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    Schillermarkt, leider doch nicht zu empfehlen …
    Liebe Künstler_innen, nun komme ich nicht darum herum, Euch vor dem Schillermarkt in Neukölln zu warnen.



    Wie einige von Euch wissen, hatte ich am 26.11.2011 einen Stand auf dem Adventsmarkt. Soviel zur Theorie.

    Für den Markt hatte ich wieder mal hinreichend Werbung gemacht und ließ mich auch nicht davor abschrecken, dass im Vorfeld einiges durcheinander gekommen ist: Ich erfuhr eher zufällig und recht spät von der Veranstaltung. Dennoch reichte es, um mich rechtzeitig anzumelden und sie vielfach anzukündigen. Dann wurde jedoch meine Anmeldung verschlampt. Die Ersten, die selbige rechtzeitig absenden, erhalten einen kostenfreien Marktstand. Ich ging davon aus, dass ich zu dieser Kategorie gehörte und/oder zumindest mitberücksichtigt wurde, da ich mich für den Markt eingesetzt hatte.

    Im Gegenteil: Irgendwann morgens erhielt ich von der Marktverwaltung den Anruf, dass ich gefälligst die zehn Euro Standgebühr mitbringen soll. Das ist zwar nicht viel Geld, aber mir ging es eher ums Prinzip. In dem Moment konnte ich aber kaum reagieren, da sie außerhalb meiner Geschäftszeiten angerufen hatte und mich aus dem Tiefschlaf gerissen hat – die Telefone sind immer für den Notfall an. Nur war das kein verdammter Notfall! Aber egal ...

    Nach einem Kaffee rief ich zurück, um die Sache zu klären. Angeblich soll es nicht an der späten Registrierung wegen der verschlampten Anmeldung gelegen haben, dass ich zur Kasse gebeten wurde. Laut Marktverwaltung sollen sich bereits zehn der insgesamt circa fünzehn Künstler_innen vor mir angemeldet haben. Meine Zweifel sowie mein Einsatz für den Markt wurden abgetan mit: „Was wollen Sie denn jetzt noch? Wir hatten vorhin schon telefoniert und ich dachte es sei alles klar.“

    Da sich meines Erachtens der Schillerkiez e. V., der die Kunstmärkte organisiert, viel Mühe gegeben hatte, ließ ich es darauf beruhen und rückte am 26.11.2011 an. Dort stellte ich fest, dass ich keinen Stand hatte (!). Drei mal lief ich über den ganzen Markt, um die Verwalterin oder die Organisatorin vom Schillerkiez e. V. zu treffen. Vergebens! Verärgert zog ich nach einer Dreiviertelstunde ab.

    Ich entschied, erst mal nichts Negatives zu erwähnen, da der Verein das Debakel nicht verursacht haben konnte. Dachte ich, und schrieb der Organisatorin eine Mail. Später rief sie mich an, da ihr viel daran läge, die Sache zu klären. Sie hatte herausgefunden, dass eine Frau mit Kunsthandwerk meinen Stand hatte, während ihrer frei blieb. Die Ursache dieser Verwechslung war ihr jedoch noch ein Rätsel und sie wollte die Sache umgehend mit der Marktverwaltung klären sowie sich über den Ablauf beschweren. Eine diesbezügliche Mail hatte sie bereits verfasst und mir sogar vorgelesen. Zudem wollte sie ein Gespräch mit der Verwalterin führen.

    Das hat anscheinend alles nicht stattgefunden: Heute klingelte wieder am frühen Vormittag das Handy. In der Annnahme, in Deutschland sei ein Atomkraftwerk in die Luft geflogen oder dergleiche,n nahm ich an. Die Marktverwalterin wollte sich erkundigen, weshalb ich am 26. nicht dort gewesen sei. Nicht zu fassen!!! Eine Mail vom Verein soll sie auch nicht erhalten haben. Ich kläre sie also über den Sachverhalt auf und bin immer noch entsetzt, dass sie nichts davon wusste. Entweder hat sie die Mail der Organisatorin ebenfalls verschlampt oder sie leidet an Demenz und konnte sich weder an die Nachricht noch an das anschließende Gespräch erinnern. Oder die Mail war ein Bluff. :) :) :) Ich beschließe jedenfalls, aus dem „Wer verarscht hier wen?“-Spielchen auszusteigen.

    Das Geilste kommt aber noch: Nachdem ich die Dame von der Verwaltung aufgeklärt hatte, nahm ich an, sie würde sich für meine Unannehmlichkeiten entschuldigen. Im Gegenteil: Sie fuhr mich an, dass ich nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hätte, um die Sache vor Ort zu klären. ….

    Nun liebe Künstler_innen, wenn ihr euch beim Schillermarkt anmeldet, denkt immer daran, dass es Euch ebenso ergehen könnte. Und vor allem vergesst nicht, „alle Möglichkeiten auszuschöpfen“, um die Chaos selbst in Ordnung zu bringen. Das gehört nämlich zum Service. :) :) :)