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Susanne Haun Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Warum im Zeitalter der Photografie Portrait malen?
Ich male begeistert Portrait. Mir sind dabei nicht die äußeren Ähnlichkeiten wichtig - ich möchte Charakterzüge wiedergeben und ein lebendiges Bild malen. Ich möchte das Wesen des Portraitierten zeigen. Ich unterhalte mich erst lange mit dem Modell. Was ist ihm/ihr selber persönlich wichtig, was mag er/sie nicht an sich selber, wie siehe ich das Modell... Ich male immer mehrere Portraits von einer Person .... versuche alle Seiten zu beleuchten und zu erforschen....
Dazu arbeite ich mit Acryl auf Leinwand oder Papier. Acryl ist Material unseren Jahrhunderts. So können diese Portraits auch nur in unserer Zeit mit diesem Material entstehen.
Wer malt noch Portraits? Warum? Wer malt keine Portraits? Warum? Wie gehen die Fotografen an die Portraitfotografie heran? Wie schafft man ein besonderes Portrait....
Gruß Susanne
http://www.susannehaun.de
- 23 Jan 2006, 8:05 pm
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Mike FriedrichThe company name is only visible to registered members.Re: Warum im Zeitalter der Photografie Portrait malen?
die intentionen eines fotografen und eines malers mögen ja gleich sein, jedoch unterscheiden sich beide in art und weise schon derart, dass keine der beiden visualisierungsmöglichkeiten der anderen den rang ablaufen könnte.
beide arten der momentaufnahme haben ihren eigenen reiz.
|mf
- 11 Feb 2006, 9:32 pm
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Berthold Stephan MAICHEL Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Warum im Zeitalter der Photografie Portrait malen?
Gibt es denn überhaupt ein Zeitalter der Photographie?
Ist die photographische Technik nicht eher eine Erfindung in einem oder eines Zeitalters oder deren mehrerer?
Sind Malerei und Photographie nicht nur zwei unterschiedliche Methoden oder Mittel und von daher auch keine sich ausschliessende Gegensätze?
Ist die Malerei nicht etwas gestaltet Gedachtes und die Photographie das optisch Erfasste?
- 13 Feb 2006, 9:00 pm
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Susanne Haun Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^2: Warum im Zeitalter der Photografie Portrait malen?
Ich denke schon, dass die Aufgabe der Malerei sich mit der Erfindung der Fotografie geändert hat.
Vor der Fotografie hatte die Malerei die Aufgabe zu dokumentieren. Sicher hat die Malerei diese Aufgabe immernoch, aber reel müssen die Bilder nicht mehr sein. Während der Kaufmann im 16. Jahrhundert sich noch auf dem gemalten Bild erkennen wollte, ist das heute nicht mehr das wichtigste Kriterium für ein gemaltes Portrait.
Heute wie damals ist ein gemaltes Portrait auch sicher ein Statussymbol.
Gruß
http://www.susannehaun.de
- 14 Feb 2006, 08:33 am
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Susanne Haun Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^4: Warum im Zeitalter der Photografie Portrait malen?
Hallo Sven,
ich radiere und sehe es da mit dem Foto wie du - es kann eine Skizze sein aber immer wird der Druck ein eigenes Kunstwerk. Denn der Künstler selber fließt in die Gestaltung des Druckes mit ein.
Was haltet Ihr alle von Fotoübermalungen? Da fällt natürlich sofort Arnulf Rainer ein.
Übrigens - auch Picasso benutze Fotos als Vorlage - es ist also keine Schande! Das hört man ja oft von Leuten, die sich selber nie mit dem Foto auseinander gesetzt haben. Auch das möchte ich hier zur Diskussion stellen -- Foto statt Zeichnung als Skizze - ein interessantes Thema....
Ich muss aber trotzdem gestehen, dass ich "lebendige Modelle" lieber mag, denn dort fließt jeder Augenblick der kleinsten Bewegung des Modells ein.
Gruß Susanne Haun
http://www.susannehaun.de
- 21 Mar 2006, 5:48 pm
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Charlotte von ElmThe company name is only visible to registered members.Re^5: Warum im Zeitalter der Photografie Portrait malen?
Hallo Susanne
Hallo Forumsteilnehmer,
dass Künstler Fotografien als Grundlage oder Ausgangspunkt ihrer Arbeiten benutzt haben und benutzen, sieht man besonders gut bei zeitgenössische Ikonen wie Gerhard Richter, Sigmar Polke, H.P. Adamski. Aber auch Neo Rauch, Tim Eitel, Oliver Kaatz (u.a.) belegen dies einerseit durch ihre Arbeit und anderseits, dass sie es auch öffentlich bekannt gaben (Richter, Polke). Eine Generation zurück sind Picabia, Andy Warhol und überhaupt die ganzen Popart-Künstler zu nennen.
Die ganze Geschichte geht jedoch bereits mit Erfindung von optischen Linsen und Spiegeln los: seit Anfang des 15. Jahrhunderts benutzen Künstler optische Hilfsmittel: Maler wie Leonardo da Vinci, Velazques, Caravaggio, van Eyck, Holbein, Peter Claesz u.a.
Was für Aussenstehende wie eine "Entzauberung" des künstlerischen Genies erscheint, ist für den damit arbeitenden Künstler lediglich ein
Hilfsmittel, das ihm weder die Hand führt, noch den künstlerischen Impetus ersetzten kann.
Wer sein Interesse an der Entwicklung Optischer Hilfsmittel in der Malerei vertiefen möchte, dem sei das Buch von David Hockney "Geheimes Wissen - verlorene Techniken der alten Meister wiederentdeckt", Knesebeck Verlag, empfohlen. Ich teile zwar nicht alle dort dargelgten Thesen, im wesentlichen ist dieses Buch jedoch eine wichtiger Beitrag zur Kunstgeschichte.
(Übrigens arbeitet Hockney sowohl im Medium Malerei als auch mit dem Medium Fotografie.)
Herzlich
Charlotte von Elm
- 11 Apr 2006, 11:50 am
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Susanne Haun Premium MemberThe company name is only visible to registered members.David Hockney
Hallo Charlotte, hallo ihr anderen Forenteilnehmer und -leser!
Ja, die Fotografien von David Hockney gefallen mir auch sehr gut. Besonders die Fotokollagen. Die wurden irgendwann in Bonn ausgestellt und ich habe einen Katalog davon.
Es ist keine Frage, das das Foto heute auch aus der Malerei nicht mehr als Inspirationsquelle wegzudenken ist.
Aber wie seht ihr das gemalte Portrait?
Hängt ihr euch ein Foto vom Fotograf "über eurem Bett" oder lieber ein gemaltes Portrait? Was erwartet ihr von einem gemalten Portrait?
Fragen über Fragen :-)
- 11 Apr 2006, 2:10 pm
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