contemporary fine ARTISTS int.

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  • andreu ginestet
    andreu ginestet    Group moderator
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    Progression versus Stagnation
    Viele werden sicher hier schnell denken, dass damit Wachstum und Rezession gemeint sind, aber das ist nicht der Fall.
    Es geht vielmehr um den Gedanken der sich ein Stück weiter entwickelt, weil daran gearbeitet wurde und der es uns erlaubt die Grenzen des bisherig bekannten zu verlassen. So ist die Diskussion um Universum und eigenes Zentrum berechtigt, so wie es im Sinne der Intellektuellen Diskussion zwischen USA und Europa stattfindet, sofern die sie vorantreibenden Argumente nicht offenkundig sind. In einem der hier aufgemachten Artikel und dessen Diskussion fand ich wie zufällig, die Weiterführung dieser Meta-Diskussion zwischen den Kulturen wieder. Da treffen Extrovertiertheit und Egozentrik aufeinander so wie es in anderen Dimensionen auch passiert und dennoch fallen sie zusammen ineinader wieder, den sie treffen sich am Anfang und am Ende, weil sie beide in der Tat gleichberechtigt sind.

    Ich empfehle die Lektüre von Jeremy Rifkin, 2005,"The European Dream"

    Der Gedanke an und die gefühlte Nachhaltigkeit sind da um uns einen Rahmen zu geben in dem die Progression eine andere als eine lineare oder hyperbolische ist. Um wieviele Ecken muss man denken um einen wahren, weder ökonomischen, noch politischen, sondern humanen Fortschritt zu erzielen? Progressionen sind durchaus verschlungene Wege. Aber Nachhaltigkeit beinhaltet auch beides, extrovertierte sowie introvertierte Ausdrucksformen.

    Kunst und ästhetik waren schon immer historische Vorläufer späterer massenhaft umgesetzter politischer und wirtschaftlicher Abläufe. In der Kunst liegen oft Visionen und Bilder, welche 200 Jahre und mehr brauchen um sich zu entpuppen. Warum?

    In dem Sinne tun wir Künstler gut, durchaus sehr persönliche und private eigene Wege zu gehen, die sich auch klar voneinander abgrenzen um mit bedacht aber hoffentlich dann dennoch in der ganzen bunten Vielfalt vitale neue Impulse zu geben. Bewusst sind diese sehr bedeckte Vorsätze. Einen möchte ich hier noch verlauten: wer weit in die Zukunft möchte tut gut seine Fundamente weit in der Vergangenheit zu suchen und zu setzen. Das bedeutet auch nicht das er die Gegenwart überspringt.

    Andreu Ginestet
    This post was modified on 24 Oct 2005 at 01:33 am.