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Hans-Georg Bieschke Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Hallo liebe Mitglieder,30 May 2011, 10:43 amWorkshop Aufmerksamkeit für Jugendliche und Kinder / Erwachsene mit EEG-Technologie
hier mal ein Auszug aus einem Programm für Jugendliche und Kinder, die uns in den letzten Monaten unglaublich positive Rückmeldungen gebracht haben. So macht ARBEITEN Spaß ... Natürlich ist dieses Trainingsprogramm auch für Erwachsene einsetzbar . . . einfach genial! Euer Hans-Georg Bieschke
Ziel
Im 10stündigen Workshop Aufmerksamkeit beschäftigen sich die teilnehmenden Kinder mit den Phänomenen Aufmerksamkeit, Konzentration und Entspannung. In verständlicher Art und Weise werden hier Erkenntnisse aus der Wissenschaft (Psychologie, Neurowissenschaften) zu diesen Themenbereichen vermittelt und in eigenen Experimenten und Spielen aufbereitet und selbsterlebt nachvollzogen.
Am Ende des Workshops haben die Teilnehmer einen Einblick erhalten, wie sie „ticken“ und vor allen Dingen welche Möglichkeiten es gibt die Art und Weise des Denkens selbstgesteuert beeinflussen zu können.
Themenliste:
• Einführung was ist Aufmerksamkeit?
• Neuropsychologie zum Anfassen – Theorie für Kinder
• Experiment: Was passiert wenn Du einen Trickfilm anschaust im Vergleich zu einer Matheaufgabe?
Hier können die Kinder auch eigene Vorschläge machen welche Situationen sie miteinander vergleichen möchten. Möglich ist auch ein PC-Spiel oder eine Play-Station mitzubringen und sichtbar zu machen wie sich die gemessenen Werte ändern.
Training: Kannst Du die Werte die sich verändern selber beeinflussen?
Welche Techniken / Praktiken können die Kinder benutzen um ihre Aufmerksamkeit und Entspannung auch ohne EEG-Gerät zu regulieren (Atemübungen, Meditationsübungen, Imagination)? Wie kannst Du aus einem „schlechten Tag“ einen „guten“ Tag machen?
Wie kann das Lehrpersonal die von den Kindern gelernten Techniken in den Lehralltag einbauen und positiv zur Gestaltung des Unterrichts nutzen?
Selbsterfahrung: Führe ein Aufmerksamkeitstagebuch (von Workshop Stunde zu Workshop Stunde) – was verändert sich im Verlauf des Workshops? Kannst Du das selber spüren und wahrnehmen was sich verändert hat? Spürst Du einen Unterschied zwischen den verschiedenen Situationen?
Hintergrund:
Auch wenn im alltäglichen Sprachgebrauch ständig Begriffe wie Konzentration oder Aufmerksamkeit benutzt werden, ist jedoch nur wenigen Personen eigentlich bewusst wie sich Konzentration „anfühlt“ oder wie man einen solchen Zustand effektiv herstellen und nutzen kann. Meistens sagt man „Ich habe einen guten Tag“ wenn die Konzentrationsleistung wunschgemäß funktioniert. Sollte dieser Zustand einmal nicht so effektiv sein, hat man „einen schlechten Tag“ gehabt.
Speziell im schulischen Bereich kommt noch die Problematik hinzu das gute und schlechte Tage erst später identifiziert werden können, wenn beispielsweise die Benotung einer Klassenarbeit erfolgt ist. Aber woher soll der Betroffene dann noch genau wissen welche Faktoren zu einem guten oder schlechten Tag beigetragen haben?
Um Verhalten und Leistung effektiv und selbstgesteuert beeinflussen zu können wäre das aber ein sehr wichtiger Punkt: Wie funktioniert das mit meiner Aufmerksamkeit, welche Mittel und Rüchmeldungen stehen mir zur Verfügung um konzentriert sein zu können und dieses auch wahrzunehmen?
Darstellung von Aufmerksamkeit:
Eine Möglichkeit die eigene Denkleistung in Abhängigkeit von bestimmten Situationen zu erfassen, ist mit dem EEG und dem darauf aufbauenden Neurofeedback gegeben. Die Messung der elektrischen Hirnaktivität (Elektroencephalographie, kurz EEG) bildet die methodische Basis des Neurofeedback. Die Aktivität der Nervenzellen im Neocortex (oberste Schicht der Nervenzellen im Gehirn) wird erfasst, umgerechnet und als "Geschwindigkeit" angezeigt, mit der die Nervenzellen innerhalb funktioneller Einheiten kommunizieren ("Geschwindigkeit" = Frequenz mit der Einheit Hertz (Hz) =1/s). Die auf diese Weise ermittelte Frequenzverteilung, die vom Aufmerksamkeits bzw. Bewusstseinszustand (zum Beispiel wach, schlafend, aufmerksam, entspannt, gestresst) abhängig ist, kann zu diagnostischen (Stichwort: Neurologe) und eben auch Trainingszwecken oder spielerischen Experimenten genutzt werden. Die aktuelle Entwicklung im Bereich der Spieleindustrie hat die Messung des EEG unkompliziert und transportabel möglich gemacht. Wir verwenden ein NeuroSky – MindWave, was mit der Software HdA (Haus der Aufmerksamkeit) in Verbindung steht und für 219,- Euro auch letztlich "bezahlbar" super einsetzbar ist.
Methode
Die Darstellung der Hirnaktivität wird den Anwendern des Neurofeedback dabei in der Regel auf einem Monitor präsentiert. Je nach persönlicher Fragestellung bzw. Symptomatik, Aufgabenstellung und Indikation soll dann die dargestellte Aktivität gesteigert oder vermindert werden. Die Aufgabe kann noch durch eine zusätzliche Rückmeldung in ihrer Wirkung verstärkt werden, beispielsweise läuft eine Musik, eine Computeranimation oder ein Trickfilm nur weiter, wenn ein bestimmter Schwellenwert über- oder unterschritten wird. Auf diese Weise wird das Gehirn/Bewusstsein belohnt, wenn es vorteilhaftere EEG-Wellen generiert und damit positiv verstärkt. Tausende von Forschungsarbeiten haben mittlerweile bestimmten Verhaltenszuständen bestimmte Geschwindigkeitssignaturen oder Frequenzbänder im EEG zugeordnet. Befindet sich eine Person im Tiefschlaf, arbeitet der überwiegende Teil der Nervenzellen sehr langsam - ca. 0.5 – 4 mal pro Sekunde – im so genannten Delta-Frequenzband. Je aktiver wir Geschehnisse aus der Umwelt aufnehmen, aufmerksam sind und uns konzentrieren, desto mehr arbeiten die Nervenzellen im Beta-Frequenzband, dies geschieht zwischen 13 – 30 mal pro Sekunde. Ist die Aufmerksamkeit gestört, kommt es zu ungünstigen Verschiebungen in der Aktivität der Nervenzellen.
Beim Störungsbild der AD(H)S beispeilsweise dominiert die Theta-Frequenz (Geschwindigkeit: 4 – 8 mal pro Sekunde). Der Betroffene nimmt relativ wenige Reize aus der Umwelt bewusst auf und verarbeitet diese - in der Folge zeigt er daher häufig nicht angemesse Reaktionen. Dies betrifft sowohl Situationen des täglichen Lebens als auch insbesondere Leistungssituationen. Hier kann auch rechtzeitig gegengesteuert werden - als Basis dient dabei die Erkenntnis: Wie funktioniert das überhaupt mit meiner Aufmerksamkeit?
FRAGEN?
an Hans-Georg Bieschke
