Medienpädagogik
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Sebastian Bacher Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Vorstellung
Hallo in die Runde,
zu meiner Vorstellung möchte ich ein paar Gedanken zum Thema Computerspiele und Kreativität einbringen.
Computerspiele sind ein Gegenstand aktueller Medienpädagogik - oft genug aus einem sehr kritischen Blickwinkel, bisweilen aber auch unter dem positiveren Aspekt der Lernspiele.
Computerspiele sind zugleich ein Bestandteil der Lebenswelt der meisten Kinder und Jugendlichen - und das überwiegend in einer Konsumhaltung, da das Erstellen von Computerspielen erhebliche technische Kenntnisse voraussetzt.
Computerspiele könnten nach meiner Überzeugung aber viel mehr sein als das - nämlich Medium für individuellen Ausdruck und Kreativität.
Wie kann das gehen? Der wichtigste Schritt ist aus meiner Sicht, die technischen Hürden für eine kreative Gestaltung von Computerspielen abzubauen. Für das Erstellen eines eigenen Kurzfilms muss man heute kein Experte mehr sein, zur Not reicht dafür die eingebaute Kamera im Handy. Genauso leicht sollten sich eigene Computerspiele von jedem erstellen lassen - das ist der Kerngedanke von Playotope.
In der aktuellen Version des Online-Angebots können die Nutzer bereits eigene Spiele aus einem Baukasten mit über 200 Elementen zusammensetzen. Dabei handelt es sich um "richtige" Computerspiele und keineswegs um billige Kopien eines Standardspiels. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Angebot ist kostenlos und kann in jedem aktuellen Browser genutzt werden.
Darüber sollen Spiele bis zum Ende des Jahres vollständig aus eigenem Material erstellt werden können - von den Hintergründen der Szenen über die Spielobjekte bis hin zu den animierten Spielfiguren. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt - vom Urlaubsfoto über eingescannte Zeichnungen bis hin zu fotografierten Modellandschaften ist vieles möglich.
Man denke nur kurz darüber nach, welche neuen didaktischen Möglichkeiten sich daraus z.B. für den Kunstunterricht an Schulen ergeben - und welche Motivation das bei den Schülern wecken kann. Auch für die außerschulische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hoffen wir, neue Wege zu öffnen.
Über Anregungen zu unserem Projekt aus dieser Runde würde ich mich sehr freuen.
Noch kurz zu meiner Person: Ich selbst habe Medienpädagogik im Nebenfach studiert, im Rahmen eines Lehramtsstudiums der Musik an der Universität der Künste, Berlin. Das Thema meines erziehungswissenschaftlichen Examens bei Prof. Georg Rückriem war "Erziehung im Internet".
Mit den besten Grüßen aus Berlin
Sebastian Bacher
- 24 Sep 2009, 01:30 am
