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Beteiligen Sie sich aktiv an den Themen, die wir vorstellen. Informieren Sie sich über ungewöhnliche und außergewöhnliche Sichtweisen. Erlangen Sie selber neue Sichtweisen für alle Bereiche Ihres Lebens.


Viel Spaß!

News

  • 22 Nov 2009

    Als Kunstprodukt aus unausgegorenen Gedankenabfällen?

    Unausgegorene Gedankenabfälle

    Beim Gault Millau scheint ohnehin etwas Verwirrung zu herrschen. Xanthan im Tapetenkleister? Ist das nicht Methylzellulose? Und ist Xanthan nicht als Bio-Zusatzstoff zugelassen? Stolz spielt der Chefredakteur im Vorwort darauf an, dass man Jean Claude Bourgueil vom Düsseldorfer „Im Schiffchen“ wegen Glutamat-Gebrauchs zeitweise ganz aus der Bewertung genommen hatte. Im selben Vorwort wird als Chef einer erwünschten Vereinigung deutscher Spitzenköche der Fernsehstarkoch Alfons Schuhbeck vorgeschlagen. Den haben die Verbraucherschützer von „Food-Watch“ gerade wegen seiner Werbung für Tütensuppen angeprangert, die voll von „Glutamat, Farbstoffen, Verdickungsmitteln und Stabilisatoren“ seien.

    Und weil Schuhbeck in seinem Laden in München auch eigene Produkte mit Glutamatzusatz verkauft, kann man sich so einen Mann, am Montag unter den Gästen bei der Präsentation des Gault Millau im Münchner Hotel „Königshof“, wirklich nicht als Galionsfigur der deutschen Kochkunst vorstellen. Auch Harald Wohlfahrt von der „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn, den der Chefredakteur Kohnke ganz besonders schätzt, benutzt den genannten Heringskaviar – wird aber merkwürdigerweise nicht abgewertet. Das hat dann nun endgültig „Geschmäckle“. Harald Wohlfahrt: 18,5 Punkte! Was wäre das für eine Meldung gewesen? Und wie sollen wir nun eigentlich die sonstigen Bewertungen des Gault Millau einschätzen? Als Kunstprodukt aus unausgegorenen Gedankenabfällen?

    Quelle: Foodwach, FAZ

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  • 12 Nov 2009

    Wenn der Schoko- zum Wellnessriegel wird

    Nestle will mit "Functional Food" expandieren.

    Auch wenn sich der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestle erfolgreich gegen die Wirtschaftskrise gestemmt hat, scheint der Konzern vor weitreichenden Maßnahmen zu stehen, was seine Aufstellung für die Zukunft angeht.

    Nestle will, so brachte es zuletzt der britische "Economist" auf den Punkt, von einem Nahrungsmittelkonzern zu einem Ernährungs- und "Wellnesskonzern" werden.


    Stetes, solides Wachstum
    In den ersten neun Monaten des Jahres kam das Unternehmen auf ein organisches Wachstum von 3,6 Prozent (der Umsatz lag in diesem Zeitraum bei 79,5 Mrd. Franken, also 52,6 Mrd. Euro).


    Seit Jahren liefert Nestle beständig hohe Wachstumsraten. Im Neunmonatszeitraum legte vor allem die Getränkesparte zu. So konnte Nestle die Umsätze von Marken wie Nescafe, Nesquik, Nespresso und Nestea organisch um 9,8 Prozent steigern.


    Das Mineralwassergeschäft, bisher eher das Sorgenkind des Konzerns, konnte seinen Abwärtstrend etwas bremsen. Süßwaren, Babynahrung und Tierfutter erwiesen sich erneut als Wachstumstreiber.


    Aufbruch in neue Sparten
    Dennoch wollen die Konzernverantwortlichen von Nestle, Peter Brabeck-Letmathe und Paul Bulcke, offenbar den Umbau des Konzerns im Bereich "Functional Food" vorantreiben. Damit dieser Umbau nachhaltig ist, muss zunächst in Forschung investiert werden.


    Doch wenn man die Wachstumsraten vom klassischen Nahrungsmittelbereich mit dem Bereich "Functional Food" vergleicht, dann werden rasch Unterschiede deutlich.


    Steigender Umsatz mit "Functional Food"
    Laut einer Euromonitor-Studie wuchs der Markt für "Functional Food" zwischen 2004 und 2007 jährlich um 10,2 Prozent. Der Bereich von verpackten Lebensmitteln wuchs in diesem Zeitraum um 6,3 Prozent.


    In den USA stieg der Markt für "Functional Food" (Daten PricewaterhouseCoopers 2002 - 2007) gut fünfmal so kräftig wie der im klassischen Lebensmittelbereich (15,8 Prozent Wachstum zu 2,9 Prozent im klassischen Bereich).


    2013 errechnet PricewaterhouseCoopers einen weltweiten Umsatz im Bereich "Functional Food" von 128 Mrd. Dollar. 2007 waren es noch 78 Mrd. Dollar.


    Produkte mit Wellnessanteil wachsen stärker
    Laut einer Untersuchung der Harvard Business School erzielte Nestle mit Produkten, die "funktionale" Elemente aufwiesen, in den Jahren 2004 bis 2007 Zuwachsraten von über 27 Prozent im Jahr, während man mit dem normalen Nahrungsmittelprogramm 6,2 Prozent eingefahren habe.


    Doch der Umstieg von den Produkten mit geringeren Margen auf jene Linien mit höheren Zuwachsraten ist nicht ohne Risiko. Es muss viel Geld in Entwicklung gesteckt werden. Sowohl in den USA als auch in Europa werden die Richtlinien, was das Anreichern von Produkten betrifft, strenger.


    Nestle hat gute Erfahrungen mit aufwendig eingeführten und davor lange untersuchten Produktlinien, wenn man etwa an den Erfolg von Nespresso denkt. Doch nicht jedes Projekt, an dem lange geforscht wird, muss ein Erfolg werden.


    Vergleich mit Danone

    Auf der anderen Seite kann Nestle auf Konkurrenten wie den französischen Danone-Konzern schauen. Die Bestseller beim Joghurtverkauf waren zuletzt jene Produkte, die über Bakterienkulturen positive Effekte auf den Körper versprachen.


    Testhürden für neue Produkte

    Jedes Produkt müsse gesund sein, gibt die Nestle-Spitze den neuen Kurs vor. Mit einer "60-40-plus"-Analyse will man neuen und verbesserten Produkten auf den Zahn fühlen. Mindestens 60 Prozent der Tester müssen ein neues Produkt besser finden als ein entsprechendes Produkt der Konkurrenz oder das Vorgängerprodukt aus dem eigenen Haus. Und die Nährwertbilanz muss positiver ausfallen.


    So entwickelt man etwa ein Eis, bei dem man in der Molekularstruktur kleinere Kristalle anstrebt - und dadurch trotz geringeren Fettanteils ein ähnlich cremiges Eisprodukt erzielt.


    Kritische Blicke auf den Strategiewechsel

    Der Strategiewechsel von Nestle wird aber auch kritisch gesehen. Die Nahrungsmittelbloggerin Marion Nestle (die keinerlei Verwandtschaft zum Konzern aufweist) warnt vor den Illusionen, die rund um den "Functional Food"-Hype und sich umstellenden Nahrungsmittelmultis gemacht wird.


    "Die Ziele der Nahrungsmittelindustrie und der öffentlichen Gesundheit sind nicht dieselben", zitiert der "Economist" Nestle. Wenn sich Menschen gesünder ernähren wollten, dann sollten sie die Hände von verarbeiteten Lebensmitteln lassen.


    Unterschiedliche Portionsgrößen erschweren Vergleich

    Andere NGOs, wie etwa Foodwatch, kämpfen wiederum für eine klare Kennzeichnung von Lebensmitteln, was Inhaltsstoffe wie Zucker, Fett und Salz betrifft. Hier begannen große Konzerne zwar teilweise selbst, Inhaltsstoffe in plakativerer Form aufzudrucken.


    Doch wer die Werte von Cornflakes-Packungen vergleichen will, der weiß, wie schwer man sich als Konsument vor dem Supermarktregal mit den Verweisen auf verschiedene Portionsgrößen tut.


    Verkaufsoption an Novartis

    Im kommenden Jahr wird sich Nestle jedenfalls fokussieren und sich auch von mancher Beteiligung trennen, etwa von seinem Mehrheitsanteil am Augenpflegemittelkonzern Alcon, und eine Verkaufsoption an den Pharmakonzern Novartis wahrnehmen. Dadurch dürfte nochmals ein größerer zweistelliger Milliarden-Dollar-Betrag in die Kasse gespült werden.


    Offen ist im Moment, ob Nestle in das Bieterrennen für die britische Cadbury einsteigt, für die sich bereits der US-Konkurrent Kraft interessiert. Dazu hielt sich der Schweizer Konzern zuletzt sehr bedeckt.


    Quelle: ORF

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  • 09 Nov 2009

    China erzeugt das meiste Schweinefleisch

    China ist mit einer Produktion von 48,5 Mio. Tonnen Schlachtgewicht der größte Schweinefleischerzeuger der Welt. Das berichtet der Landvolk-Pressedienst nach Berechnungen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums. In China wird fast jedes zweite Schwein weltweit gemästet. Gegenüber dem Vorjahr hat die Produktion um knapp fünf Prozent zugelegt.

    Nummer 2 in der Schweinefleischproduktion mit rund 22 Mio. t ist die EU-27. Allerdings werden die europäischen Länder die Erzeugung zum Jahresende das Vorjahresniveau voraussichtlich um 2,65 Prozent verfehlen. Mit großem Abstand folgen dann die USA und liegen mit einer Schweinfleischerzeugung von 10,45 Mio. t auf Platz drei. Brasilien dürfte in diesem Jahr 3,12 Mio. t Schweinefleisch und damit rund 3,3 Prozent mehr erzeugen als im Jahr zuvor. Die größte Produktionssteigerung zeichnet sich jedoch für Russland ab, und zwar um rund 6,8 Prozent auf 2,2 Mio. t Schweinefleisch. Weltweit wird mit einer Produktionssteigerung um 1,7 Prozent auf 100,24 Mio. t gerechnet. Der weltweite Verbrauch von Schweinefleisch dürfte um den gleichen Prozentsatz steigen und soll zum Jahresende insgesamt gut 100,02 Mio. t erreichen, berichtet der Landvolk Pressedienst weiter.
    Allerdings ist der internationale Handel mit Schweinefleisch gegenüber 2008 eingebrochen. So schätzt das amerikanische Landwirtschaftsministerium den weltweiten Importbedarf für dieses Jahr auf 5,32 Mio. t. Das sind rund 10 % weniger als im Vorjahr. Die Einfuhren Chinas sollen um knapp zwei Drittel gesunken sein, seitdem das Land die Veredlungsindustrie ausbaut und die Seuchenprophylaxe immer besser wird.
    Russland ist ein wichtiger Absatzmarkt für europäisches Schweinefleisch. Da Russland durch die Finanzkrise stark getroffen wurde, sollen die Importe um 28 Prozent auf 750.000 t sinken. Ebenso macht der schwache US-Dollar den europäischen Exporteuren der zu schaffen. Neben den Amerikanern können vor allem die Brasilianer profitieren, die ihr Schweinefleisch konkurrenzlos günstig am Weltmarkt anbieten können.




    Quelle: http://www.topagrar.com

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