Metakulinarik

Metakulinarik

Posts 1-1 of 1
  • Christian Rothwangl
    Christian Rothwangl    Group moderator
    The company name is only visible to registered members.
    Gastro-Krieg in Los Angeles
    Gourmet-Foodtrucks erobern Kalifornien

    Die Krise macht erfinderisch. Wenn der Gast nicht mehr ins Restaurant kommt, dann kommt das Restaurant eben zum Gast. Gourmet-Foodtrucks sind Trend in Los Angeles

    Wir sind spät dran, also bis gleich um sieben. Es gibt Gyros und Bunny Chow." Mehr als 140 Zeichen hat @KogiBBQ nicht, aber den Fans reicht das locker. Der Urvater der Gourmet-Foodtrucks macht an diesem Freitagabend an seinem Standardplatz in Sherman Oaks vor den Toren von Los Angeles Station, vermeldet die Twitternachricht. 2009 begründete der rote Kogi-Truck einen Trend, der sich schnell verselbständigt hat: Edle Snacks für den schnellen Hunger in der Mittagspause oder nach durchzechter Partynacht in Venice Beach. Wenn alle Restaurants längst geschlossen haben, halten die Gourmet-Laster noch immer etwas für jeden Geschmack bereit.

    Aus dem ersten Kogi-Truck sind mittlerweile über sechzig Nachahmer geworden, sie heißen Gastrobus, Kabob'n Roll, Papas Tapas, The Shrimp Pimp oder Dim Sum Truck. Auf der berühmten Miracle Mile zwischen Fairfax und Western Avenue stehen an sonnigen Wochenenden zehn oder mehr von ihnen Stoßstange an Stoßstange, eine mobile Instant-Schlemmerzone auf Zuruf zwischen Museen und Kunstgallerien. Seiten wie http://www.findlafoodtrucks.com bieten einen kompakten Überblick über die Szene und was sich Neues tut. Wo sie auftauchen, ist für die Restaurantbesitzer vor Ort das Geschäft gelaufen. Und die Zeiten sind hart: Erstmals seit zehn Jahren ist 2009 nach Analysen der NPD Group die Zahl der Restaurants in den USA gesunken, und zwar um sechs Prozent. Ein Drittel aller Schließungen gab es in Kalifornien.

    "Es ist einfach erstaunlich“, sagt Mike Heiss, während wir zusammen geduldig in der Schlange vor dem knallgelben "Gastrobus“ warten. "Eines Abends kam der KogiBBQ mal in unserer Gegend vorbei. Er stellte sich nur einfach so hin und keine zehn Minuten später standen vierzig Leute in der Schlange. So was habe ich noch nicht erlebt.“

    Quelle: Die Zeit

    http://www.zeit.de/lebensart/essen-trinken/2010-11/foodtruck...