METAPHYSICS

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  • Birgit X. Fischer
    Birgit X. Fischer    Premium Member   Group moderator
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    Anne Wills neue Talkshow
    Hallo,

    was sagen meine kollegen zur neuen talkshow mit Anne Will

    starttermin 16.09.2007 21.45 Uhr

    ein tag für lang andauernde projekte - allerdings von der konstellation sehr wassserlastig und in bewegung
    das heißt wenig fokus und in bewegung - wenig stabiliät - veränderung ist angesagt
    durchsetzungskraft ist gefragt und vorhanden


    bin gespannt auf die diskussionen - das wird eine last sein sehr viel gerede und kommunikation drumherum


    das bühnenbild war psychedelisch - erinnerte stark an die 70er - kein fokus - eine lustige mischung von typen

    Beck SPD, Obermann Telekom, Rüttgers CDU, Käsmann Bischöfin - thema hartz 4,

    gute träume nach einem sanften latesommertag

    beste grüße

    bxfischer
    This post was modified on 17 Sep 2007 at 09:04 am.
  • Birgit X. Fischer
    Birgit X. Fischer    Premium Member   Group moderator
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    Re: Anne Wills neue Talkshow
    erste Resonanz aus dem Kölner Stadtanzeiger

    Mehr als keckes Lächeln http://www.ksta.de/html/artikel/1189361593420.shtml
    VON JOACHIM FRANK, 16.09.07, 23:33h
    Bild: dpa
    Die TV-Moderatorin Anne Will mit ihren Gästen SPD-Chef Kurt Beck (l) und Jürgen Rüttgers.

    Ob sie das mit der Kanzlerin auch gemacht hätte? Vier A-Promis - so sagt man ja wohl - bilden die illustre Runde zur Premiere von Anne Wills gleichnamiger Sendung. Und was macht die Moderatorin? Steht auf und spricht erst einmal mit Kerstin Weser, einer Frau, die unter widrigsten Bedingungen ihren Job macht, um nicht von staatlichen Leistungen abhängig zu sein.

    Das ist offensichtlich dazu gedacht, die Talk-Profis Kurt Beck und Jürgen Rüttgers, Telekom-Chef René Obermann und Landesbischöfin Margot Käßmann am Schwadronieren zu hindern. Führt aber dazu, dass sie allesamt balsamig Betroffenheit deklamieren. Und wenn Will im Verlauf ihrer Sendung immer wieder an „Frau Weser“ und deren Situation anknüpft, wirkt das ähnlich schablonenhaft wie weiland Paul Kirchhofs Appell an die „Durchschnitts-Krankenschwester“.

    Wer geglaubt hat, Sabine Christiansens unsägliche Einspielfilmchen seien passé, sieht sich getäuscht. Die Unterbrechung der bis dahin hin- und hertrudelnden Runde kommt zwar erst nach der Hälfte der Sendung, hat dramaturgisch aber nur die Funktion, einen weiteren Gesprächspartner einzuführen. Es ist, als hätte Wills Redaktion einen solchen Horror vor Durchhängern, dass sie konzeptionell ständig draufgesattelt hat. Das führt zu einer Art Nummern-Revue, in der kein Element wirklich zur Geltung kommen kann.

    Beck zeigt sich entschlossen, partout garstig zu sein. Zu Jürgen Rüttgers sowieso, aber auch zu Will. Ihren Seitenhieb, warum der SPD-Chef seine Meinung zum Mindestlohn geändert habe, pariert er mit einem schweren Körpertreffer: „Das stimmt nicht. Ich weiß nicht, wer Ihnen das gesagt hat.“ Das hatte schon fast „Wie lasse ich Christiansen auflaufen?“-Qualität. Aber Christiansen ist ja nicht mehr da.

    Will spürt, was Beck da mit ihr spielt. Das zeigt ihr spöttisches Lächeln. Aber sie lässt es geschehen, kontert nicht. Jürgen Rüttgers assistiert ihr derweil mit eifrigem Grimassieren. Kleine sachliche Patzer Wills überspielt der NRW-Regierungschef betont charmant.

    Und Anne Will? Ist bemüht. Sie hat sich detailliert vorbereitet, hat einen Haufen Daten und Fakten auf Lager. Aber sie ist nervös. Alles andere wäre auch unmenschlich. „Rüttgert“ statt „Rüttgers“, solche Versprecher sind gewiss nicht schlimm, lassen aber erkennen, dass die in den „Tagesthemen“ fast traumwandlerisch sicher agierende Moderatorin die neue Rolle noch finden muss. Dompteuse will sie nicht sein. Sie nimmt sich zurück, neigt den Kopf und lächelt - ihr freundliches und bisweilen keckes Lächeln. Eingefleischte Will-Fans mögen sagen, schon dafür lohne sich das Zuschauen. Für den Erfolg ihrer Sendung reicht das aber noch nicht.