METAPHYSICS

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  • Michael Rajiv SHAH
    Michael Rajiv SHAH    Premium Member   Group moderator
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    Gefunden in PRESSE.com - das Lesen hat Spass gemacht ;-)

    E
    s wird enden das Jahr, in dem großes Ungemach im Osten herrschte und die Verwirrung im Westen zunahm. Und zu Beginn des Jahres, das aus diesem geboren wird, werden sich die Schreiber erheben und an den Sternen zweifeln . . . "

    Aus der Kenntnis dieser mir exklusiv vorliegenden apokryphen Prophezeiung des Nostradamus war mir längst bewusst, dass Anfang 2007 mindestens zwei deutschsprachige Zeitschriften mit Coverstorys über Astrologie erscheinen werden.

    Das kann mich nicht davon abhalten, in der Zeit vor Epiphanias beziehungsweise vor Tourneestart der Sternsinger ein wenig gegen den Aberglauben zu sticheln. Lieber mit dem Florett freilich als mit dem Prügel: Die Überschrift, die das "profil" für seinen - in der Sache völlig akzeptablen - Generalangriff auf die Astrologie gewählt hat, "Schwachsinn Astrologie", ist mir doch zu grob.

    Man soll an die Vernunft glauben, sage ich - und will annehmen, dass die meisten, die sagen, dass sie an Astrologie glauben, nur damit kokettieren, wie ein Sechsjähriger, der den Eltern mit lieblichem Augenaufschlag vorspielt, er glaube, dass das Christkind die Geschenke bringt.

    Das Schöne am Getändel mit der Sterndeuterei ist, dass es uns mit der Kränkung versöhnt, die es bedeutet, sich bewusst zu machen, wie determiniert man ist. Hier die Gene, dort die Umwelt, überall Kausalitäten, wo bleibt da der Freiraum? Die Astrologie ist ein bewährter Trick, um sich die Illusion eines solchen zu verschaffen: Man sagt augenzwinkernd, dass die Sterne einen bestimmen, weiß genau, dass das ein Unsinn ist - und hat, hurra, das Gefühl von Freiheit gewonnen, ohne es auszusprechen. Es ist wie mit einem de facto machtlosen Herrscher: Er lässt seinen Untertanen die schönste Freiheit - jene, die auch frei von Verantwortung ist.

    Vor allem für junge Männer ist das Spiel mit der Sterngläubigkeit auch in der Arena der Geschlechter wichtig, schließlich sind zwei Drittel der - angeblich oder tatsächlich - an Astrologie interessierten Menschen weiblich. Ein Jüngling, der brüsk erklärt, dass ihn Waage, Krebs & Co. gern haben sollen, mindert seine Chancen beträchtlich. Dabei reichen ein paar Grundkenntnisse aus, um halbwegs ehrbar durch Astro-Smalltalks zu kommen, ich spreche aus Erfahrung.

    S
    o tut man gut daran, bei Erwäh nung von Wassermann (egal in welchem Haus und auf welcher Party) einen tiefsinnigen, raunenden Tonfall anzunehmen; erklärt sich eine Dame dagegen als Skorpion, ist es gestattet, eine - in Maßen - anzügliche Bemerkung zu wagen oder taktisch zu erröten, je nach Charakter (pardon: nach Horoskop).

    Sonst bewähren sich naheliegende Assoziationen: Waage = gerecht, Zwilling = gespalten, Löwe = machtbewusst usw. usf., wenn's absolut nicht passt, ist der Aszendent schuld oder eine schlampig ausgefüllte Geburtsurkunde. Wer sich als Stier outet, sollte sich nicht wundern, wenn eine sterngläubige Gesprächspartnerin ab sofort langsamer und deutlicher spricht und das Thema auf Hausbau und Kinderaufzucht bringt. Ist ja auch nicht so schlimm, sage ich, ein Stier mit so gut wie allen Planeten in Erdnähe, dem seine stellare Konstitution leider verbietet, an höhere Geistes-Emanationen wie Astrologie zu glauben. Bitte um Nachsicht!

    Quelle: Presse.com
    http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=m&ressort=...

    (mp)
    This post was modified on 31 Jan 2007 at 12:42 am.
  • Michael Rajiv SHAH
    Michael Rajiv SHAH    Premium Member   Group moderator
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    20 Mar 2007, 01:29 am
    Kritiker und Vermarktung FINDEN sich
    Berlin - Mic Schneider, Musiktexter und Buchautor, gilt seit seinem Buch „Prophet oder Profit“ als streitbarer Kenner der Astrologie-Branche. Seine intensive Auseinandersetzung und persönliche Erfahrung mit dem Thema der esoterischen Lebensberatung machen ihn zu einem der gefragtesten Gesprächspartner in den Medien. Beginnend mit der Aprilausgabe schreibt er eine eigene Kolumne in „Zukunftsblick“, dem führenden Magazin für Astrologie, Horoskope und Tarot.

    Denn sowohl Schneider, als auch die Questico AG, Herausgeber des Magazins, haben im Grunde das gleiche Ziel: Qualität und Professionalität für Ratsuchende.
    Quelle: Hochrhein Zeitung
    http://www.hochrhein-zeitung.de/index.php?option=com_content...
  • Michael Rajiv SHAH
    Michael Rajiv SHAH    Premium Member   Group moderator
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    "Wenn die Astrologen wirklich so gut sind - warum müssen sie dann noch arbeiten?" fragt er. Der Unternehmensberater engagiert sich seit fünf Jahren ehrenamtlich für die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften GWUP (Slogan: "Willkommen bei den Skeptikern"). http://www.welt.de/data/2007/01/02/1161301.html?s=2
    Stellungnahme von Manfred Zimmel:
    zu FINDen unter http://www.amanita.at/d/lesen/07/d-070510-gwup.htm

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    Wenn man sich für einen Skeptiker hält, tut man gut daran, gelegentlich auch an seiner Skepsis zu zweifeln. (Sigmund Freud)

    Anfang des Jahres wurde in der "Welt", der auflagenstärksten deutschen Qualitäts-Tageszeitung, ein Artikel mit dem Titel "Aktien-Astrologen warnen vor Hyperinflation" veröffentlicht (http://www.welt.de/print-welt/article705553/Aktien-Astrologe...). Neben einigen korrekt wiedergegebenen Zitaten von mir kommt auch ein Herr Kunkel von der GWUP zu Wort:

    Der Unternehmensberater [Michael Kunkel, Anm.] engagiert sich seit fünf Jahren ehrenamtlich für die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften GWUP (Slogan: "Willkommen bei den Skeptikern"). Kunkel hat die Vorhersagen mehrerer Astro-Analysten ausgewertet. "Zumindest die Prognosen Zimmels sind äußerst vage, und im Nachhinein findet er immer etwas Passendes."

    Idente Bemerkungen finden sich auch auf der GWUP-Homepage (http://www.gwup.org/themen/texte/wahrsager/prognosen2006.htm...). Mit diesem Artikel möchte ich mich gegen solche Verleumdungen zur Wehr setzen und auch die GWUP einer skeptischen Überprüfung unterziehen. Die Behauptung, daß meine Prognosen "äußerst vage" seien, ist an Absurdität nicht zu überbieten: seit etlichen Jahren werden die absolut konkreten Handelssignale überprüft und von der Ratingagentur "Timer Digest" mit anderen Marktimern verglichen, was "äußerst vage Prognosen" ausschließt. Dazu gibt es natürlich auch die Amanita-Trades.

    Solche falschen Behauptungen sind leider an der Tagesordnung bei der GWUP. Klaus Schmeh, ein anderer GWUP-Autor, veröffentlichte Ende 2006 den Artikel "Börsenastrologie - Seriöse Analysemethode oder Unfug?" (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23742/1.html), mit ihm führte ich eine längere Diskussion und stellte fest, daß er von der Börsenastrologie so gut wie überhaupt keine Ahnung hatte und nicht einmal in den grundlegendsten Dingen beschlagen ist (geschweige denn die Basis-Literatur kannte). Es ist so, als würde man eine Kritik des Christentums schreiben, ohne jemals in die Bibel geschaut zu haben... Selbstredend werden von ihm die zahlreichen quantitativen Studien überhaupt nicht erwähnt.

    Schmeh beruft sich schwerpunktmäßig auf eine Performance-Auswertung eines sich selbst als Börsenastrologen titulierenden Karsten Krönke - nichts gegen Herrn Krönke, den ich nicht kenne: aber er ist nicht einmal der 7. Zwerg von links in der Börsenastrologie-Welt, sondern ein gänzlich unbekannter No-Name (keine Veröffentlichungen usw.). "Börsenastrologe" ist keine geschützte Bezeichnung, jeder kann sich so bezeichnen, auch wenn er nicht mal weiß, daß der DAX ein Börsenindex ist und Neptun ein Planet. Es ist vollkommen vermessen, zur Beurteilung der Börsenastrologie jemanden heranzuziehen, der überhaupt nicht repräsentativ ist.

    Recht lustig auch die Kritik Schmehs, daß es in wirtschaftswissenschaftlichen Zeitschriften keine Artikel zum Wirtschaftsastrologie gäbe. Die Geschichte der astrologischen Forscher an Universitäten ähnelt leider moderner Hexenverfolgung: dem wohl bekanntesten Astro-Forscher der Geschichte, Michel Gauquelin, wurde etwa das Betreten der Universitätsbibliothek verboten. Auf meine Diplomarbeit und Doktorarbeit an der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien wurde aus allen Rohren geschossen: mein Diplomarbeitsbetreuer bekam massive Schwierigkeiten und warf mir vor, seine Karriere ruiniert zu haben. Einige Jahre nach meinem letzten Kontakt zur WU kam (nach Medienberichten) plötzlich der "Befehl" von der Universitätsleitung, ich müsse den Link von meiner Homepage zur WU entfernen, widrigenfalls drohe die Aberkennung (!) des akademischen Titels. Solche stalinistischen Methoden sind natürlich das Gegenteil jeder Wissenschaftlichkeit, zeigen aber gut, daß jeder Prügel kassiert, der in einem Tabubereich wie der Astrologie neue Erkenntnisse generieren will.

    Ich brach die Diskussion mit Herrn Schmeh mit dem Hinweis ab, daß eine Fortsetzung der Diskussion nur sinnvoll sei, wenn er mal 5-10.000 Seiten als allererste Einführung gelesen habe. Nicht umsonst ist Astrologie am Kepler College in den USA ein ganz normales 8semestriges Diplomstudium. Das Problem ist, daß es für die Astrologie fast keine kompetenten Skeptiker gibt (Geoffrey Dean ist einer der wenigen, er war auch früher praktizierender Astrologe), idealerweise sollte jeder Kritiker ein abgeschossenes Bachelor-Studium der Astrologie am Kepler College oder eine vergleichbare Ausbildung haben, sonst ist es laienhafte Geschreibsel, das das Papier nicht wert ist, auf dem es steht.

    Diese Aussagen zeigen eindrucksvoll zeigt, warum seriöse Skeptiker wie Edgar Wunder u.a. die GWUP schon lange verlassen haben. Edgar Wunder war Gründungsmitglied der GWUP und Jahre sogar Redaktionsleiter und kennt daher diese Organisation wie kaum ein anderer. Er hat mich bereits bei meiner Diplomarbeit und Doktorarbeit unterstützt, wo ich ihn als strengen und äußerst kompetenten Berater kennenlernte. Als Soziologe hat er seine Erkenntnisse im Artikel "Das Skeptiker-Syndrom" verdichtet (http://www.skeptizismus.de/syndrom.html). Hieraus möchte ich einige Schlüsselpassagen zitieren:

    Es gibt innerhalb der GWUP eine ganze Reihe von Mitgliedern, die ohne hinreichende fachliche Kenntnis der jeweiligen Materie eine Art Weltanschauungskampf gegen alles führen wollen, was sie mit dem Begriff „paranormal“ assoziieren, die dabei auch (bewußt oder unbewußt) eine selektiv-einseitige Darstellung der Fakten und Argumente sowie zuweilen auch emotional-unsachliche rhetorische Taktiken in Kauf nehmen, während sie an wissenschaftlichen Untersuchungen zu Parawissenschaften höchstens insofern interessiert sind, als deren Ergebnisse „Kanonenfutter“ für öffentliche Kampagnen liefern könnten. [...]

    Die eigene Gruppe wird nicht als „wissenschaftliche (Forschungs-) Gemeinschaft“ verstanden, sondern als soziale Bewegung, als „verschworene (Gesinnungs-) Gemeinschaft“ mit letztlich politischen Zielen, nämlich der eigenen Vorstellung von „Rationalismus“ in der gesamten Gesellschaft zum Durchbruch zu verhelfen. Man müsse sich hinsichtlich des Vorgehens und anderer Fragen deshalb auch bei politischen Parteien ein Vorbild nehmen, nicht etwa bei wissenschaftlichen Gesellschaften. [...]

    Sogar entdeckte, teils peinliche nachweisliche Fehler und Falschbehauptungen von einzelnen Mitgliedern werden organisationsintern kaum kritisiert (und schon gar nicht öffentlich!), sondern werden geduldet, solange sie hinsichtlich ihrer Zielrichtung den eigenen Überzeugungen nicht zuwider laufen. „Hauptsache dagegen!“ scheint für viele die Devise zu sein. So war es beispielsweise möglich, dass ein früheres GWUP-Mitglied jahrelang Gauquelins These eines „Mars-Effekts“ mit nachweislich falschen Argumenten heftig attackierte. Sogar als diese Person (aus anderen Gründen) nicht mehr GWUP-Mitglied war, sah sich außer mir keiner zu einer kritischen Aufarbeitung genötigt. In vielen anderen Beispielen haben mir Mitglieder unter vier Augen gesagt, dass sie diese und jene Behauptungen anderer Mitglieder für nachweislich falsch hielten, sie aber nicht offen kritisieren wollten, „um der skeptischen Bewegung nicht zu schaden“. [...]

    Nach meinen Erfahrungen hat z.B. ein ganz erheblicher Anteil der GWUP-Mitgliedschaft keine Ahnung, was etwa der Unterschied zwischen „Tierkreiszeichen“ und „Sternbildern“ ist [...]

    Ich habe die Debatte zu den Gauquelin-Studien (das größte astrologische Forschungsprojekt der Geschichte) in den 90ern verfolgt und war entsetzt ob der Niveaulosigkeit. Einige prominente Skeptiker wie etwa Dennis Rawlins verließen daraufhin (wie Edgar Wunder) die US-Skeptikerorganisation CSICOP, weil sie die betrügerischen Methoden nicht mehr mit ansehen konnten, mit denen man versuchte, die astrologischen Effekte "wegzumanipulieren".

    Die GWUP kann man daher guten Gewissens als Propaganda-Organisation mit gewissen sektiererischen Zügen bezeichnen (Skeptizismus verstanden als eine Art Ersatzreligion und dogmatische Heilslehre...). Überhaupt schlage ich parallel zur Unschuldsvermutung in der Jurisdiktion aus naheliegenden Gründen für die GWUP eine Unsinnsvermutung vor: solange nicht das Gegenteil bewiesen wurde, muß man als vorläufige Hypothese davon ausgehen, daß es sich bei GWUP-Behauptungen um Unsinn handelt (quasi eine "Beweislastumkehr").

    Da leider auch in der Astrologie nur allzuviel Unsinn kursiert, ist seriöser Skeptizismus das Gebot der Stunde. Die von Edgar Wunder gegründete Gesellschaft für Anomalistik e.V. (http://www.anomalistik.de/) ist zweifellos die führende und seriöseste Organisation, die tatsächlich die Wahrheitsfindung und nicht billige Propaganda zur Zielsetzung hat. Der Arbeitskreis Astrologie wird von Ulrike Voltmer und Christoph Weidner (Stellvertreter) geleitet
  • Birgit X. Fischer
    Birgit X. Fischer    Premium Member   Group moderator
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    Na - das sind ja mal wieder spannende themen rund um wahrsagen oder schicksalsprognosen und zukunftscoaching...
    ein weites feld - auf allen seiten mit großem ernst und wo ist denn der gegner betrieben - entspannen und cui bono
    bringt mich etwas in die richtige spur und ich kann mein leben selbstbestimmt gestalten -

    frohes schaffen nach vienna

    herzlich

    bxfischer
  • Michael Rajiv SHAH
    Michael Rajiv SHAH    Premium Member   Group moderator
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    Hi Birgit ...

    frohes schaffen nach vienna
    ... ne ne

    bis zum 19. in D'dorf
    wenn Du Montag Abend Zeit und Inderesse hast
    freu ich mich Dich auf dem Treffen des INDIEN-Forums zu sehen:

    https://www.xing.com/app/events?op=detail&id=119750

    LG
    miSha
  • Michael Rajiv SHAH
    Michael Rajiv SHAH    Premium Member   Group moderator
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    13 Jun 2007, 1:16 pm
    GWUP - Bizarre Forschungsblüten
    Habe eben einen Kommentar der GWUP gefunden, der sich mit 'wissenschaftlicher' Akribie gegen Lehrgänge an der Kremser Donau-Universität aufbäumt.

    Was ich persönlich nicht verstehe, ist die Frage der individuellen Motivation der GWUP Aktivisten und die Frage, warum man.n/frau Menschen nicht einfach da lassen kann wo Sie sind ...?

    Diesmal geht es um CHINESE METAPHYSICS:

    Die asiatische Lehre, bekannt für innenarchitektonische Tipps zum Leben im Einklang mit dem "Qi", stammt aus einem chinesischen Ahnenkult und wurde auf ihrem Weg nach Europa mit einer Menge New Age und Esoterik angereichert. "In Zweifelsfällen kommt das Pendel zum Einsatz", weiß ein "Wellness- und Gesundheitslexikon" - herausgegeben von der Donau-Universität.
    "Grundemotionen"
    Dass derlei nun akademisch geadelt wird, ändert nichts daran, dass das im Lehrgangscurriculum als "ursprüngliche Wissenschaft" bezeichnete Feng Shui etwa so viel Wissenschaft enthält wie der Mondkalender.
    Das schlägt sich auch in der Beschreibung der Lehrgangsziele nieder, die mit dem bemerkenswerten Satz beginnt "Die AbsolventInnen erlernen, mit ihren 5 Sinnen Situationen zu erkennen und daraus Schlüsse zu ziehen." Eine der Lehrveranstaltungen, die dazu beitragen sollen, trägt den Titel "Westliche Entstehung von den 5 Grundemotionen" (sic!).
    Als Feng-Shui-Expertin lehrt u. a. eine Architektin mit Studienabschluss von der Uni Innsbruck, ausgewiesen als "Dr. Arch.".
    Meine Anm./Frage: Gibt es bei CHINESE METAPHYSICS in unseren Breiten nicht anerkannte Doktorentitel?

    Rätselhaft daran ist, dass ein solcher Grad in Innsbruck gar nicht verliehen wird. Die Lösung des Rätsels liegt vielleicht darin, dass die Dame aus Südtirol stammt. Dort ist es eine verbreitete Unsitte, in Österreich erworbene Diplomgrade ins Italienische umschreiben zu lassen, wodurch sie zum "dottore" werden, und dies dann flugs als "Dr." ins Deutsche zurückzuübersetzen.
    Zu den Methoden des Feng Shui zählt die Expertin auch die "Geburtsdatenanalyse, die gewisse Aufschlüsse über den Menschen gibt". Der Verdacht, dass an der Donau-Uni fernöstliche Astrologie gelehrt wird, wird auch dadurch nicht zerstreut, dass ein in der Lehrgangsbroschüre als "Astronom" bezeichneter Lehrbeauftragter in seinem anderswo zu findenden Lebenslauf zwar keine Ausbildung in Astronomie anführt, dafür aber "astrologische Studien, Vorträge und Seminare".
    Laut Curriculum ist er für die Astronomie zuständig. Die Zeile darüber, in der ihm einst auch das Fach "Astrologie" zugeteilt war, ist in der aktuellen Version verschwunden.
    Ob sich die 7485 Euro Lehrgangsgebühr auszahlen, müssen die Feng-Shui-Studierenden selbst entscheiden. Eines scheint aber festzustehen: Das neue Rektorat der Donau-Universität, ob in Zukunft von einem Mann oder einer Frau geleitet, wird es auch weiterhin nicht leicht haben. (DER STANDARD Printausgabe, 13. Juni 2007)
    Quelle: derStandard.at
    http://derstandard.at/?url=/?id=2916290

    Stutzig werde ich, wenn ich lese, dass der Autor Ulrich Berger Mathematiker und Ökonom an der Wirtschaftsuniversität Wien ist.

    Was lässt einen Mathematiker und Ökonomen derart emotional schreiben ...?
  • Birgit X. Fischer
    Birgit X. Fischer    Premium Member   Group moderator
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    14 Jun 2007, 11:57 pm
    Re: GWUP - Bizarre Forschungsblüten
    Hi Misha,

    leider kommen immer wieder diese Überregungen - wie ich Sie nenne.
    Der Kult der sogenannten harten Wissenschaften - wo die Jungs und Mädels immer noch nicht mit bekommen haben, dass sich ihre neuesten Erkenntnisse und Theorien immer schneller verändern und über den Haufen geworfen werden - interessant ist hier immer das vollständige Vergessen / Verdrängen - was noch vor 10 Jahren als wahr verkauft wurde - mit dem entsprechenden Hype

    Habe von dieser Uni gehört - die Qualität keine Ahnung - da ich mich an asiatischen Standards orientiere - weiß ich nie so genau - was da so genau zertifiziert wird

    beste Grüße

    bxfischer
  • Michael Rajiv SHAH
    Michael Rajiv SHAH    Premium Member   Group moderator
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    18 Jun 2007, 07:18 am
    Studie - Sternenglaube in der Kirche
    ... wie gesagt gestern gefunden.

    Bemerkenswert daran ist der christliche Hintergrund und die Sorge der "christlichen Familienzeitschrift".

    Der Hang zu einer privaten Patchworkreligion scheint auch vor Menschen mit einem traditionell christlich geprägten Glaubenshintergrund keinen Halt zu machen.
    ... meinten Sie das Herr Blume ...?

    Dazu trägt neben der ständigen Präsenz der Horoskope in den verschiedenen Medien auch das Bemühen des Deutschen Astrologen-Verbandes (DAV) bei. Die Astrologie will sich als seriöse Erfahrungswissenschaft etablieren. Doch hier ist prüfende Vorsicht angesagt. Auch die tiefenpsychologisch geprägte Astrologie, die vom DAV heute in den Vordergrund gestellt wird, ist weder naturwissenschaftlich noch empirisch haltbar. Nach dem biblischen Zeugnis führt die Astrologie in die Irre und ist mit dem christlichen Glauben in jeder Hinsicht unvereinbar. Es erscheint offensichtlich nötig, diesen Sachverhalt in der Gemeindearbeit der Landes- und Freikirchen stärker zu betonen.
    Was mich persönlich schon interessiert ist eine Antwort zu folgendem Inhalt. Denn auch in meinen persönlichen Gesprächen (z.Bsp. mit Manfred Zimmel) meine ich im Hinterkopf zu haben, dass die heute 'modern' verwendeten astrologischen Tools 'fehlerhaft' seien.

    Die astrologischen Tierkreiszeichen wurden mit ihren Kalenderdaten um 150 v. Chr. festgelegt. Die heute am Sternenhimmel beobachtbaren Sternbilder haben sich demgegenüber um fast ein ganzes Tierkreiszeichen verschoben. Längst stimmen sie nicht mehr mit den Sternbildern überein. Diese naturwissenschaftlichen Hintergründe sind praktizierenden Astrologen bekannt. Für die uninformierte Öffentlichkeit werden die verwendeten Symbole zu Trugbildern.
    Quelle: Factum
    http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de/aktuell/2007_06_01_A...
  • Michael Rajiv SHAH
    Michael Rajiv SHAH    Premium Member   Group moderator
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    05 Jul 2007, 12:30 am
    Esoterik kann süchtig machen
    Ein relativ aktueller Artikel der Süddeutschen sagt über Eure Branche folgendes:

    Die Anbieter "füllen eine Marktlücke für Menschen, die in einer Notlage sind". An wen sollten sie sich sonst wenden? An die Telefonseelsorge, den Arzt, den Psychiater? Man fühlt sich ja nicht krank. An Freunde, Verwandte? "Kaum einer nimmt sich Zeit, dem anderen zuzuhören", sagt Frauke Zahradnik. Dass die Branche von der Anonymität großstädtischen Lebens profitiert, gibt auch Winfried Noé zu, dank Funk und Fernsehen so etwas wie der Astrologe der Nation: Esoterische Lebensberatung "ist für viele ein Ersatz für den Treppenhausratsch oder das Gespräch in der Familie".
    Besonders hervorgehoben ist natürlich der Branchenprimus Questico,

    Am Wühltisch der Wahrsager
    Winfried Noé ist Gesellschafter bei Questico, und als solcher kassiert er mit, wenn der Laden läuft. Man könne, sagt er, Questico nicht verantwortlich machen, wenn Leute süchtig würden. Questico sei lediglich ein Einkaufsladen: "Da gibt’s was am Grabbeltisch, und es gibt Mode von Daniel Hechter." Gewiss, die meisten Questico-Berater "legen Karten oder machen Rauchzeichen oder sonst was", das sei seine Sache nicht; aber es gebe auch solche, die seine Astrologieschule absolviert hätten, und die seien qualifiziert: "Jeder bekommt den Berater, den er verdient."
    Spannend finde ich folgende Aussage Noé's, der im übrigen nicht ganz 'unschuldig' an meinem metaphysischen Inderesse ist. Wenn man.n/frau seine Tagessätze kennt, wird der folgende Satz recht eindeutig:

    Dabei lässt Noé durchblicken, dass bei Questico mehr Wühltische als Daniel-Hechter-Modelle zu finden sind, was der Sterndeuter, der für eine persönliche Beratung 370 Euro nimmt, wiederum in einem Gleichnis vorträgt: "Meine Klientel ist Salzburger Festspiele, bei Questico ist auch viel Unterschicht dabei."
    ... ein bisserl zynisch ... oder?

    Und bei der Unterschicht sei die Gefahr größer, am Spielautomaten oder bei einem Berater hängen zu bleiben. Abhängigkeit sei nun mal eine Folge von "Ich-Schwäche". Er, Noé, versuche immer, den Selbstwert aufzubauen. Aber manchmal scheitert selbst er, wie ein Beispiel aus der Festspiel-Loge zeigt: "Ich hatte eine berühmte Schauspielerin als Klientin, die sogar angerufen hat, ob sie auf die Straße gehen solle. Da hab’ ich gesagt, tut mir leid, ich muss die Beratung abbrechen."
    Quelle: SZ
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/472/120321/5/
  • Sabine Eimke
    Sabine Eimke
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    05 Jul 2007, 11:34 am
    Re: Esoterik kann süchtig machen
    Hallöchen,

    das ist allerdings recht zynisch. Wenn er mit "Unterschicht" das Preisniveau meint, dann hat er Recht. Aber er ist sich dann ja auch nicht zu fein, an dieser Unterschicht mitzuverdienen! Hajo Banzhaf, bekannter Kartenleger und Buchautor, schreibt z.B. auch für den Zukunftsblick, die Zeitschrift von Questico, und was er dafür bekommt, stellt er dem Tarot e.V. zur Verfügung, weil auch Mitglieder des Vereines dort Artikel verfassen. Ob Herr Noé sein Geld ebenfalls für andere zur Verfügung stellt, weiss ich nicht. Ich kenne ihn nicht persönlich.

    Dass diese Beratungen süchtig machen können, steht ausser Frage. Es kann ja wohl so gut wie alles süchtig machen; es gibt Kaufsüchtige, Sexsüchtige, Arbeitssüchtige... Und ich denke, mit der Bemerkung, die Unterschicht sei da gefährdeter, hat er Unrecht. Das führt er ja direkt danach selbst ad absurdum, indem er von einer Schauspielerin erzählt, die ebenfalls danach süchtig zu sein scheint. Die gehört doch wohl sicher nicht zur Unterschicht.

    Und dann qualifiziert Herr Noé in Bausch und Bogen alle ab, die nicht bei ihm gelernt haben, als würde nur er allein qualifizierte Berater ausbilden können! Und das auch noch, wo Kartenlegen gar nicht sein Ding ist, er also gar keine Ahnung davon hat! Damit kann er über mindestens zwei Drittel der Questico-Berater eigentlich gar nichts aussagen. Wer sagt denn, dass die nicht ebenfalls versuchen, den Selbstwert aufzubauen?

    Ok, wenn ich mir Astro TV ansehe, kann ich manche Deutungen auch nicht nachvollziehen oder finde sie sogar aus meinen eigenen Erfahrungen heraus völlig daneben. Aber als selbst frischgebackene Questico-Beraterin werde ich im Kartenforum dazu auch noch etwas sagen.

    Liebe Grüße
    Sabine Eimke
 
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