Mediengestalter für Digital- und Printmedien

Mediengestalter für Digital- und Printmedien

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    Valentin Tomaschek
    (not a XING member)
    Die Zukunft der Mediengestaltung
    Oft höre ich, dass der Berufs des Meidengestalter/Inn eigentlich schon von gestern ist.

    Der Beruf ist zu überlaufen. In Zukunft werden alle ihre Produkte (ob Non-Print oder Print) selber machen, da dies ja angeblich immer einfacher wird mit den heutigen PCs / der heutigen Software etc...

    Ist es wirklich so, dass alle die nicht wissen was sie werden sollen nun statt Bankkaufmann/Bankkauffrau eine Ausbildung in unserem Beruf anfangen?

    Wird Darwin irgendwann zuschlagen und alle die Frontpage-MGs wieder aussortieren?

    Wie wird es weitergehen?
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  • Stefan Wehrmeyer
    Stefan Wehrmeyer
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    Re^2: Die Zukunft der Mediengestaltung
    Es spricht ja nichts dagegen, dass sich Amateur-Redaktionen zusammenfinden und als Laien ein Printerzeugnis zu gestalten. Wer gefallen an so was findet, orientiert sich vielleicht auch beruflich in die Richtung.
    Allerdings wird es sicher immer öfter vorkommen, dass Quereinsteiger ohne Ausbildung oder Studium mit Bezug auf den Beruf den Markt mitgestalten, was auch in Ordnung ist. Eine Forderung nach einer fachlichen Voraussetzung für den Kreativ-Sektor, wie Mediengestaltung ja einer ist, ist selbstverständlich Unsinn. Kreativität ist ja nicht an eine Ausbildung gebunden und Qualität setzt sich letztlich durch, egal von wem sie kommt.
    Eine Software macht natürlich noch keinen Mediengestalter, aber dass ein engagierter Laie mit heutiger Software etwas qualitativ besseres produzieren kann als ein Profi vor 50 Jahren, möchte ich nicht ausschließen. Außerdem meine ich zu bemerken, dass es unter Laien eine Tendenz zum professionelleren Produkt (eben nicht Frontpage) gibt. Mein Unternehmen betreut Abiturjahrgänge in der Erstellung ihrer Abizeitungen und was da teils rauskommt ist bemerkenswert.
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  • Stefan Wehrmeyer
    Stefan Wehrmeyer
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    Re^6: Die Zukunft der Mediengestaltung
    Katharina Pommerien schrieb:
    Es reicht nicht aus, eine gecrackte Photoshopversion zu besitzen, damit ist man noch kein guter MG. Niemand kaeme auf die Idee sich Fotograf zu nennen nur weil er eine Digitalkamera hat...
    Naja, genug Leute nennen sich sogar Fotograf, wenn Sie eine digitale Spiegelreflex besitzen. Ausrüstung sagt leider mit unter gar nichts. Auch wenn man mit seiner Ausrüstung gut umgehen kann, heißt das nicht, dass da zwangsweise Gutes bei raus kommt.
    Wenn jemand so mangelndes Allgemeinwissen aufweist, dann hat er sich vermutlich für die falsche Ausbildung entschieden. Oder ist anspruchsvolle Mediengestaltung letztlich gar kein Ausbildungsberuf mehr? Ich habe leider keine Ahnung, ich studier was ganz anderes :)
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    Barbara Waßenberg
    (not a XING member)
    Re^7: Die Zukunft der Mediengestaltung
    So lange das Gros der Kunden ausschließlich auf den Preis guckt und ohne Probleme Abstriche bei der Qualität macht (oder machen muss aus Kostengründen), so lange wird es die Dumping-Anbieter ohne Verstand und ohne Qualifikation geben.

    So lange Mediengestalter, Grafiker und sonstige Anbieter grafischer Leistungen die Preisschraube aktiv weiter nach unten drehen und diesen Zirkus mitmachen (müssen), so lange wird das Ansehen dieser Berufe von Amateuren, Corelschraubern und Hinterhof-Kopierern kaputt gemacht.

    Erst wenn der Kunde merkt, dass Qualität Geld kostet, ihm die finanzielle Bedeutung eines Imageschadens durch einen schlechten Werbeauftritt klar gemacht wird, unsere Berufsgruppe wieder einen gewissen Berufsschutz genießen darf (so wie z.B. Schornsteinfeger, Kfzettis, Ärzte oder Rechtsanwälte), die Branche sich konsequent an die empfohlenen Honorarsätze hält und eine bestandene Abschlussprüfung plus Berufserfahrung ein Qualitätssiegel ist – dann könnten die Geiz-ist-geil-Anbieter es schwer haben.

    Und es spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass ein Posting gar nicht reicht. Und während die diversen Vereinigungen, Handwerkskammer und IHKs noch Empfehlungen aussprechen, wie die Honorare zu gestalten sind, gehen an der nächsten Ecke wieder zwei Agenturen und eine Druckerei den Bach runter, weil sie sich die Lohnnebenkosten der Mitarbeiter nicht mehr leisten können...

    Aufklärungsarbeit kann nur jeder selbst beim Kunden betreiben und hoffen, dass es diesem einleuchtet, dass er keinen neuen Porsche für den Preis eines Fiat Panda bekommt – und das der, der ihm genau das anbietet, nicht ganz weiss, was er tut...

    Da fällt mir noch ein schöner Link ein:
    http://www.kampagnenstart.de/2005/05/24/konnen-sie-auch-altw...
    Ein wunderschöner Post, wie ich finde, der auch entfernt mit dem Selbstverständnis unserer Branche zu tun hat und verdeutlicht, das andere Branchen sich nicht so unter Wert verkaufen würden, wie wir das häufig tun.

    *uff* doch länger geworden, als gedacht – nix für ungut.
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