Android & Co - open source goes mobile

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  • Boris Jebsen
    Boris Jebsen    Premium Member   Group moderator
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    LiMo Foundation - ein Überblick
    Der LiMo (Linux Mobile) Foundation gehören u.a. AMD, ARM, Ericsson, LG, Montavista, Motorola, NEC, NTT DoCoMo, Orange, Panasonic, Samsung, ST Microelectronics, Trolltech, Vodafone und Wind River an. Damit ist sie rein zahlenmäßig die stärkste Gruppe, die sich mit der Entwicklung einer mobilen Linux Plattform befasst.
    Gerätehersteller in diesem Konsortium haben bereits konkrete Modelle mit LiMo-Firmware angekündigt. Motorola will u.a. das Moto U9, MotoZ6w, Rokr Z6, Rokr E8 und das Razr2 V8 für LiMo anbieten, NEC und Panasonic wollen für NTT DoCoMo die Modelle FOMA 905iµ, 705iµ und 705i auf den Markt bringen und Samsung kündigte bereits das SGH-i800 auf LiMo-Basis an.

    Mitte März 2008 veröffentlichte die LiMo Foundation die API, welche es Dritten in Zukunft ermöglicht, native Anwendungen für LiMo-Smartphones zu entwickeln. Das vollständige SDK (Source Development Kit) sollte bereits verfügbar sein, verschiebt sich aber offensichtlich noch um einige Monate.

    Das LiMo Projekt ist nicht OpenSource - im Gegenteil. Nach derzeitigen Wissensstand sollen sogar die Linux Common-Code Bestandteile der LiMo Plattform für Dritte verschlossen bleiben. Die LiMo-Foundation ist ein reines Industrie-Konsortium, nur Mitglieder können sich Lizenz- oder Patentkostenfrei aus dem Pool von Treibern, Modulen und Programmen bedienen. Da selbst eine einfache Mitgliedschaft in der LiMo-Foundation bereits 40000$ pro Jahr kostet, dürften freie Entwicklungen für die LiMo Plattform selber Mangelware sein. Nur Anwendungen können durch den Zugriff auf die LiMo-API entwickelt werden - theoretisch. Denn ohne SDK und einen brauchbaren Emulator, in dem man eigene Quellcodes testen kann, sind auch Applikationen für LiMo mehr als unwahrscheinlich. Zumal mit Android eine deutlich flexiblere Lösung für externe Entwickler verfügbar ist.
    Für Hersteller und Netzbetreiber stellt die LiMo Foundation dagegen eine attraktive Möglichkeit dar, Entwicklungskosten zu sparen.