Möbel
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Jessica Herrmann Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Ihr Lebenswerk in fremden Händen?
Die Unternehmensnachfolge ist ein unbequemes Thema. Es wird oft verdrängt, weil es auf das Ende eines Lebensabschnittes hinweist. Doch was menschlich nachvollziehbar ist, kann unter finanziellen und gesellschaftlichen Aspekten problematisch sein: Nach einer Studie des Instituts für Mittelstands- forschung (IFN) wird bis 2015 die Frage der Unternehmensnachfolge für rund 100.000 Unternehmer anstehen. Diese Betriebe beschäftigen insgesamt rund 1,4 Mio. Arbeitnehmer. Insofern ist das Thema Nachfolge für Volkswirtschaft und Unternehmer von großer Bedeutung. Hinzu kommt, dass eine frühzeitige Nachfolgeregelung den Zugang zu Kapital öffnet, weil sich das Rating verbessert.
Doch was ist zu tun, wenn die gesicherte Nachfolge aus der Familie ausbleibt?
Der erste Blick fällt dabei auf die Mitarbeiter. geeignete Kandidaten sollten möglichst frühzeitig identifiziert werden. Damit bleibt genügend Zeit, um den Aspiranten auf die Anforderungen der Geschäftsführung vorzubereiten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, neben fachlichem und betriebswirtschaftlichem Know-how, Erfahrungen zu vermitteln. Zudem sollte der Nachfolger im Kreise der Geschäftspartner (z. B. Lieferanten, Kapitalgeber) eingeführt werden. Nicht zuletzt muss die Finanzierungsfrage rechtzeitig geklärt werden. Hierfür stehen u. a. zahlreiche Förderprogramme des europ. Sozialfonds (ESF) zur Verfügung, die Zuschüsse (müssen nicht zurückgezahlt werden) und zinsgünstige Darlehen (derzeitiger Zinssatz ca. 2 – 3 %) beinhalten.
Welche Option verbleibt, wenn aus der Riege der Mitarbeiter kein Kandidat in Frage kommt?
Sofern sich das Gebäude im Eigentum befindet, wenden sich viele Möbelhändler an einen Immobilienmakler. Nach erfolgtem Abverkauf sollen damit zumindest Erträge aus dem Verkauf oder der Verpachtung generiert werden. Jedoch stellt sich die Frage, warum in diesem Fall der Unternehmenswert für 0 € veräußert wird. Vielen Händlern ist nicht bewusst, dass ihr Unternehmen neben Warenbestand und Einrichtung einen Wert hat. Die Zeit, die der Inhaber in den Aufbau und die Weiterentwicklung des Betriebes investiert haben, schlägt sich in der Geschäftsentwicklung der Vergangenheit, im Image und in den Bestandskunden nieder. Kombiniert mit der zu erwartenden Gewinnentwicklung der kommenden drei Jahre und einigen anderen Faktoren kann der Unternehmenswert ermittelt werden, der letztendlich die Grundlage des Verkaufsangebotes darstellt. Optionen zur Pacht oder zum Kauf der Immobilie können hierbei berücksichtigt werden. Der Ertrag erhöht sich merklich. Es entfaltet sich finanzieller Spielraum für den nächsten Lebensabschnitt und für die Verwirklichung persönlicher Träume.
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- 03 Jan 2011, 09:51 am
