mountainbike and road bike
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Markus A. WössnerThe company name is only visible to registered members.FAIR geht vor - Biken mit Kopf und Umsicht...
o-tour bike Obwalden 2011
von Mario Fellner
Am 11. September stand wieder ein Bike Marathon in meiner Agenda. Die o-tour in Obwalden (Zentralschweiz) lockte mit 88 km und 3000 Hm. Diese Distanz reizte mich. Doch es kam anders als erwartet. Nach mehr als 20 Rennjahren fuhr im zum ersten Mal als Schlussfahrer ins Ziel. Wie es dazu kam? Das erfährt ihr am Schluss!
Es war kurz nach 07.30 Uhr als ich beim Startbogen in die dritte Reihe aufschloss. Die Bedingungen versprachen optimale Verhältnisse: Trockene Strecke und eine Tagestemperatur von fast 30° C. Mir war klar, dass ich mich auf ein heisses und schnelles Rennen einstellen musste.
Nach dem Startschuss fuhren wir 500 m gerade aus. Danach ging es lange 15 km bergauf. Die ersten 800 Hm standen an. Mit grossem Tempo fuhr das Feld den Berg hoch. Ich musste kämpfen und fuhr schneller als es mir lieb war. Um den Motor nicht zu überhitzen schaltete ich einen Gang runter. Was dann passierte war mir klar: Die Konkurrenz fuhr schonungslos an mir vorbei!
Ich brauchte viel Zeit, bis ich meinen Rhythmus fand. Mir wurde schnell bewusst, dass dieser Sonntag nicht mein Tag war. Ich entschied mein persönliches Rennen zu fahren und genoss die herrliche Bergwelt und die abwechslungsreiche Strecke.
Nach der ersten langen Bergfahrt folgte eine sehr anspruchsvolle Abfahrt. Über unzählige Wurzeln und grobe Steine führte der Singletrail runter ins Tal. Mein Hardtail „Focus Raven“ meisterte den Trail mit Bravur. Mein Bremssystem „Avid ELIXIR R“ funktionierte zuverlässig und einwandfrei. Andere Fahrer überschlugen sich oder fuhren in den Kurven gerade aus. Die ersten Defekte liessen einzelne Fahrer ausscheiden.
Nach 60 gefahrenen Kilometern begann ein sehr steiler Aufstieg. Ein Hinweisschild zu Beginn des Streckenabschnittes zeigte, was uns bevorstand: 4 km und 400 Hm. Der kleinste Gang kam zum Zug. Gerne hätte ich noch weiter runter geschalten, aber es gab keinen Gang mehr. An diesem Berg habe ich meine „20-fach“ verflucht. Das war einfacher, als den Beinen die Schuld zu geben.
20 Km vor dem Ziel führte uns die Strecke durch ein Kieswerk. Wir wurden bereits am Start gewarnt: Achtung Glatteis, Rutschgefahr (platt gefahrene Lehmstrasse)! Und es war tatsächlich extrem rutschig. Vor mir stürzte ein Fahrer zur Seite und blieb am Boden liegen. Der rechte Arm war mit Blut überströmt. Sein rechter Oberschenkel schmerzte brutal. Ich fuhr den Berg wieder hoch, um beim letzten Kontrollposten die Sanität zu holen. Es waren zum Glück nur einige hundert Meter.
Es vergingen unzählige Minuten. Die Minuten kamen uns wie Stunden vor. Ich blieb mit der Samariterin beim Verletzten bis der Krankenwagen eintraf. Kurz nach dem Krankenwagen traf auch der „Besenwagen“ (Motocrossfahrer) ein. Ich vereinbarte mit dem Motocrossfahrer, dass ich als Schlussfahrer das Rennen zu Ende fahren werde. So kam es, dass ich als Letzter, dafür ohne Panne und unverletzt, den Zielbogen überquerte.
Bilder unter:
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- 19 Sep 2011, 09:33 am
