mountainbike and road bike
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Matthias Mend Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Das swissteam RAAM 2008 - ein Traum wird war!
"Im Januar 2006 hat es begonnen. Projekt entwickeln, Businessplan erstellen, Rennpartner und Crewleute suchen. Der Plan: Im Zweierteam ans RAAM, 30er Schnitt, 8er Crew, unter die ersten drei. Die Fakten: 5000 KM nonstop, coast to coast, Tag und Nacht, einer fährt immer, der andere ruht sich aus, Wechsel alle zwei bis vier Stunden. Knapp sieben Tage und ca. 2.5 Millionen Herzschläge lang. Mit drei Fahrzeugen, gesteuert von Physiotherapeut, Arzt, Mechaniker, Koch, IT-Spezialist, Medienmacher, Elektriker, Allrounder. Müssen alles verrückte Burschen sein, denn lustig ist dieses Zigeunerleben spätestens nach dem dritten Tag mit vier Stunden Schlaf nicht mehr. Eine Woche durch drei Klimazonen, durch die Wüste, wo es tagsüber auf Pedalhöhe rund 50 Grad heiss ist, und nachts mit zwei Grad kälter als im Januar 2007 in der Schweiz. Die Rockies rauf und runter, durch Kansas mit dem ewigen Wind, am Ende noch über die Apallachen mit den bissigen Anstiegen. Und überall Indianer! Da zählt nicht, wie schnell du den Pfannenstil hinaufjagst. Beim RAAM gewinnt nicht der schnellste Fahrer, sondern das beste Team. Alle für einen, einer für alle. Keine Eitelkeiten, keine Sonderwünsche. Spass haben, aber im richtigen Moment Ruhe, Sicherheit, Willen und Ausdauer zeigen. Zusammenhalten, alles dem Ziel unterordnen.
RAAM heisst, immer im Moment zu leben und immer voraus zu denken. Kräfte einteilen, nicht bolzen. Das grosse Ziel in viele kleine aufteilen. Cool bleiben, wenn’s heiss wird: Jeder Berg hat einen Gipfel, jede Wüste ein Ende. Nichts ist ewig, nur weil es schier ewig dauert. RAAM heisst, Dinge zu tun, die andere für unmöglich oder für völlig verrückt halten. Stimmt das? Zumindest ist es nicht unmöglich, eine Woche lang verrückt zu sein. Das gilt für alle, Crew und Fahrer.
5000 Kilometer am RAAM sind für jeden Athleten nach unserem Plan jeden Tag rund 350 KM. Regen oder Hitze, Tag oder Nacht. Das muss man üben. Höchstens 30 Prozent jedoch lassen sich trainieren. Sonst müssten wir Profis sein, und der Aufwand ist bei zwei Tagen Simulation in Europa schon gigantisch. Wir können Infrastruktur, Betreuung und sportliche Leistung nur in Teilen erarbeiten und dann zusammensetzen. Wir fahren da mal ein Rennen über 180 KM, dort ein 24-Stunden-Race mit Boxenpiss von 90 Sekunden, ein Mannschaftszeitfahren beim Klassiker Trondheim-Oslo (540 KM), Paris-Brest-Paris (1200 KM) oder den Schweizer Radmarathon über 720 KM.
Jeder legt so rund 10-12 Tausend KM im Jahr zurück, 2008 werden wir mit circa 8000 KM in den Beinen an den Start in USA gehen. Keine Gnade für die Wade! Ernähren uns nur noch mit Flüssignahrung, schlürfen Fettgels, schmieren Kiloweise Babysalbe in die Hosen und schnallen uns zur Not ein Polster unter den Kiefer, damit der Kopf oben bleibt. Sonst fahren wir, solange wir können. Und das geht meistens ziemlich lange. Als ich letzten Sommer zum ersten Mal zu einem 630 Kilometer-Marathon antrat, hätte ich nach gut 23 Stunden reiner Fahrzeit und insgesamt 4 Stunden Pause noch gut einige Stunden weiter fahren können. Kommt immer aufs Ziel an. Man kann dann zwar noch ganz gut strampeln, aber die Betreuer müssen einen zum Pinkeln vom Rad lupfen.
RAAM ist teuer. Wir brauchen etwa 80.000 SFr für das Ding. Wir brauchen Sponsoren, die uns Flüge, Hotels, Autos, Elektronik und Verpflegung finanzieren. Dazu Materialsponsoren. (Kleine Episode: Sponser – Sporternährung – hat uns ein tolles Angebot gemacht: 40 Prozent Einkaufsrabatt – und Bidons selbstverständlich gratis. Haben wir gelacht!) Der Trend in dieser Art von Hobbysport: Firmen sind interessiert, dabei zu sein, aber sie beuten die Sportler aus, weil sie wissen, dass sie auf alles angewiesen sind, und ist es noch so wenig. Wenn man aber sieht, wie viele Leute bei Jedermannrennen starten, weiss man, dass dieser Markt interessant ist. Wir verkaufen uns jedenfalls nicht für ein Butterbrot und eine Plastikflasche und wir haben auch bereits Materialpartner gefunden, die das kapiert haben. Schwieriger ist es aber, Partner für Cash oder gar einen grosszügigen, von der Idee angefressenen Gönner zu finden."
Mit dieser Story habe ich den Journalisten Johannes Kornacher, aus Uster/CH, einen der Fahrer vom swissteam RAAM 2008, kennengelernt. Ja, ich bin auch schon fast 300 KM am Stück auf dem Rad gesessen aber was ist das schon im Vergleich. Nachdem mich Johannes über XING angesprochen hat, ob ich nicht Lust hätte das Marketing für diese Projekt zu übernehmen, musste ich nicht lange überlegen. Die nächsten 8 Monate werde ich wohl ein paar Kilometer weniger trainieren aber nicht weniger mit dem Radsport zu tun haben. Die Jungs sind mindestens genauso verrückt wie ich und ich glaube davon gibt es noch mehr.
Was fällt Euch dazu ein? Wir können jede Unterstützung gebrauchen.
Unter
http://www.swissteamraam.ch könnt Ihr schon mal schauen und uns ein paar unterstützende Worte ins Gästebuch schreiben.
Velo nice days
Matthias Mend
- 05 Sep 2007, 10:51 pm
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Matthias Mend Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Das swissteam RAAM 2008 - ein Traum wird war!
Hallo Jens
Was die mediale Verwertung angeht, sprichst Du einen Kernpunkt an. So ziemlich bei allen Teilnehmern aus Europa ist nach der Teilnahme der Faden gerissen. Ein Einziger ist mir in Erinnerung, der es bis heute geschafft hat seine Erfahrungen aus dieser sicherlich einzigartigen Veranstaltung langanhaltend zu vermarkten - Hubert Schwarz. So ein Sponsering kann den Beteiligten nur dann einen echten Mehrwert bringen, wenn man sich von Anfang an ganz eng abstimmt. Doch die meisten Sponsoren schaffen es nicht ihr Engagement intern und extern ansprechend zu kommunzieren. Doch gerade ein solcher Event wie das RAAM schafft Emotionen, fordert äußerste Konzentration, ein eingeschworenes Team, eine präzise Planung, eine klare Zielsetzung mit vielen Zwischenzielen etc. Alles Aufgaben, die jeder gute Unternehmer und jedes Unternehmen täglich kommunizieren muss. Mit diesen Bildern schaffen wir für den Sponsor einen Transfer, sprich Tapetenwechsel, der seine gesamte Mitarbeiterschar motiviert und verbindet kann. Der Mehrwert innerhalb des Unternehmens steht außer Frage und alles live und authentisch. Eine interessante Aufgabe innerhalb Deiner Agentur einen Kunden zu finden, der in eine starken Expansion, vielleicht sogar nach Amerika, mit einem solchen Event ein ideales Motiv für sein Marketing hätte. Am besten als Auftakt für eine amerikaweite Roadshow mit Beginn in Atlantic-City und dem passenden Soundtrack von Dir...
Velo nice night
Matthias
This post was modified on 10 Sep 2007 at 10:15 pm.- 10 Sep 2007, 10:01 pm
