NLP – The World of Neuro-Linguistic Programming

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  • Stefan Gros
    Stefan Gros    Premium Member   Group moderator
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    Gruppen-Newsletter: Newsletter NLP - Die Welt des Neuro-Linguistischen Programmierens
    Liebe NLP-Interessierte!

    Der heutige Newsletter fällt etwas aus dem üblichen Rahmen. Robert Wegner hat mich gebeten etwas Werbung für sein Projekt zu machen. Im Gegenzug habe ich ihn gebeten einen Newsletter zu erstellen. Hier das Ergebnis. Solltet ihr Inhalte haben, die für einen Newsletter geeignet sind, Informationen, Formate oder Ähnliches schreibt mir doch bitte!

    Hier der Link zu Roberts Beitrag mit der Bitte von mir ihn dabei zu unterstützen!

    https://www.xing.com/net/nlp/verwandte-themenkreise-20741/st...


    Zum Abschluss noch ein Zitat von Mathias Varga von Kibed, einem durchwegs beeindruckendem Menschen: "Ich glaube nicht das es soetwas wie "Glaubenssätze" gibt, das hat mich aber noch nie davon abgehalten mit ihnen zu arbeiten. "


    Stefan

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    Liebe Forenmitglieder,

    dieser Newsletter fällt wohl ein wenig aus der Reihe, nicht nur, weil er eingangs nicht von „NLP-Community“ spricht, sondern auch inhaltlich ein wenig bricht und nicht zuletzt von einem „ganz normalen Forenmitglied“ geschrieben wurde, das dazu keine (fundierte) Ahnung vom Neurolinguistischen Programmieren hat.

    Große Verwunderung mag bei dem ein oder anderen aufsteigen, möglicherweise auch schon der Impuls die Nachricht an dieser Stelle wegzuklicken und nicht weiter zu lesen. Vielleicht ist dennoch auch für diese, wie auch für alle anderen, diese abweichende Form von Interesse. Der Blick auf NLP jenseits einer Identitätsstiftenden Gruppenzugehörigkeit und fernab der Befolgung festgeschriebener Techniken und Modelle. Die Art und Weise, wie man sich nur beiläufig mit NLP beschäftigen und dennoch davon profitieren kann.

    Robert

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    Vom laienhaften Umgang mit NLP

    Im Gegensatz zu vielen, die die Methoden des NLP in professioneller Manier lernen und anwenden, benutze ich es, ohne es zu benutzen. Wäre dem nicht so, hätte ich nach Absprache mit der Moderation irgendein schönes Format erklärt, beschrieben und somit meinen Teil unserer Vereinbarung erfüllt. So bleibt mir „nur“ die Möglichkeit meine formatlose Herangehensweise darzulegen, die – im weitesten Sinne – sich nicht nur auf das Neurolinguistische Programmieren, sondern das gesamte Leben bezieht.

    Nachdem ich in einem ersten Entwurf einen emotional gefütterten Fließtext hatte, habe ich mir gedacht „Nein, das kannst du den Leuten doch nicht bieten.“, einhergehend mit der Frage, wie ich meine Nutzung mit NLP adäquat, verständlich und nachvollziehbar darstellen kann. Es folgt der Versuch einer Aufschlüsselung, die zumindest mir – mal wieder, bin ich versucht zu sagen – explizit gezeigt hat, wieso ich an dieser Stelle nur in der Position und Lage bin einen laienhaften Beitrag abzuliefern.


    1. Kosten-Nutzen-Betrachtung

    Ich bin ein Freund von maximalem Nutzen bei minimalem Aufwand. Das sind wir wohl alle, jedoch mögen unsere Betrachtungen und Bewertungen von „Aufwand“, „Nutzen“, „maximal“ und „minimal“ voneinander abweichen. Unabhängig möglicher Unterschiede stellt sich uns allen dieselbe Frage: „Welchen Nutzen habe ich davon und welchen Aufwand muss ich dafür betreiben?“ beziehungsweise „Ist der Nutzen den Aufwand wert?“.

    Diese Kalkulation ergibt bei mir – momentan – in der Summe den „laienhaften Umgang“. Ich nehme Methoden, Modelle, Fähigkeiten beiläufig mit, die sich (von mir) beiläufig mitnehmen lassen. Für eine tiefgründige, professionelle und umfassende Beschäftigung ist die Zeit noch nicht gekommen – und da lasse ich finanzielle Gesichtspunkte einmal gänzlich außen vor.
    Es ist nicht notwendig, dass ich von den Möglichkeiten des NLP durchzogen bin. Ich brauche sie nicht – sie bringen mir nichts, zumindest nicht momentan.

    Mit dem letzten Satz berühre ich meine eigenen Glaubenssätze, die Betrachtung, dass mir Wissen und Fähigkeiten nur dann etwas bringen, wenn ich sie im Interesse und zum Nutzen anderer einsetzen kann und ein Selbstzweck – es einfach nur (für mich) zu können – mir nicht ausreicht. Das ist mir bekannt, die Auseinandersetzung damit immer wieder äußerst spannend und (mir) nicht zuletzt mehr wert, kann ich darüber und daraus eine Menge lernen.

    Sollte ich es als „notwendig“ erachten mich professioneller mit NLP (oder anderen Facetten des Lebens) zu beschäftigen, sei es, weil ich in beruflicher Hinsicht davon profitiere (Es vielleicht sogar Zugangsvoraussetzung ist.) oder ich mich aus persönlichen Gründen dafür entscheiden, werde ich es tun. Momentan ist weder der Leidensdruck noch die Attraktivität gegeben und nein, ich bin nicht daran interessiert zu „reframen“. Ich weiß, dass ich mich früher oder später – in naher Zukunft – in diesem und anderen Bereichen weiterentwickeln werde. Nichts, was man mit Zwang nach vorne ziehen müsste. Abwarten und kommen lassen.


    2. Verknüpfung

    „Propositionales Netzwerk“ hieß das bei uns im Studium. Das, was mir meine beiläufige Erweiterung ermöglicht. Sei es, weil ich Sachen anderweitig schon mal gehört oder im Zuge meiner Lebenserfahrung für mich selbst erkannt habe. Beim Lesen diverser NLP-Bücher tauchte oft ein „Kenn ich schon.“, „Mach ich schon.“, „Ah, so heißt das also.“ (bzw. „So kann man es auch nennen.“) oder „Das ist so ähnlich, wie…“ auf. Alles andere, darüber hinaus, wurde – siehe Punkt 1 – zur Kenntnis genommen, aber erst einmal fort geschoben.
    So kam es dazu, dass „Ankern“ bei mir nichts anderes als „Konditionierung“ ist und das vermutlich auch bleibt, zumindest so lange, bis mir jemand die Unterschiede entsprechend vermittelt. „Modelling“ ist nicht mehr als Modelllernen nach Bandura, außer, dass man den Organismus als Gesamtheit beobachtet, nachahmt, adaptiert und nicht nur sein Verhalten. Lösungsorientierung und die Betrachtung von Ressourcen findet man auch im Systemischen usw. usf.

    Die gezogenen Parallelen mögen nicht immer ganz gerade und zulässig sein, für mich sind sie hilfreich und bisher reichen sie aus.


    3. Die eigene Sprache

    Dieser Punkt greift mit dem Vorangegangenen ineinander. Ich übersetze das, was ich im NLP (und anderswo) finde, in meine eigene Sprache, verwebe es mit meinen eigenen Erfahrungen und meiner eigenen Welt. Modifiziere es, dass es zu mir passt. Das führt dazu, dass ich sage „Man stellt sich die Zukunft vor, wie man dort erfolgreich handelt, schaut, was man alles braucht, wie es sich anfühlt etc. pp.“ – ein NLPler sagt „Future Pace“.
    In Bezug auf Nutzung und Handhabbarkeit finde ich das vollkommen ausreichend, zur Verständigung „nach außen“ sogar recht hilfreich. Einige NLPler mögen sagen „Der Junge hat ja überhaupt keine Ahnung.“ und mindestens in Bezug auf die „Fachtermini“ mag das zutreffend sein, aber das ist wie gesagt auch nicht mein (momentaner) Anspruch. Und selbst, sollte ich irgendwann – neben den Fähigkeiten - die „gruppeneigene Sprache“ beherrschen, werde ich mich (kontextübergreifend) nie (primär) als NLPler sehen.
    Integration statt Separation, auch über NLP hinaus (das ja anfangs auch nur „integriert“ hat). Zumal selbst innerhalb derselben Schule zwei Klassen (DVNLP und Society) aneinander stoßen. Aber das ist wohl ein anderes Thema.


    4. Versuch und Irrtum

    Ausprobieren. Ich probiere mich aus, sowohl, was gewisse Ansichten und Betrachtungsweisen angeht, als auch im Verhalten. Rollen. „Unterschiede, die Unterschiede machen“, wie es im Systemischen heißt. „Wenn etwas nicht klappt, probiere etwas anderes.“ im NLP, soweit ich weiß. Wobei der Wortlaut für mich vernachlässigbar ist, solange der Inhalt stimmt (siehe Punkt 3). [Aber es gibt genug, die genau darauf, den „genauen Wortlaut“, Wert legen. Andere Geschichte.]

    So gehe ich in die Welt, versuche mich, scheitere, analysiere, lerne dazu, werde besser, versuche mich, scheitere, analysiere, lerne dazu, werde besser, versuche mich… bis ich irgendwann sterbe. Zwischenzeitlich habe ich auch Erfolg, aber Niederlagen beziehungsweise Misserfolge bieten das meiste Lern- und Entwicklungspotential. Nicht immer angenehm, aber mittel- bis langfristig weitaus Zielführender. Idealerweise ohne denselben Fehler zweimal zu machen. [Was sogesehen unmöglich ist.]

    Ich weiß, NLP kennt nur „Feedback“, das Systemische die „Neutralität“ und allen voran meine Eigenerfahrungen haben die Existenz von Gut und Böse, richtig und falsch aufgelöst und durch (Dys-)Funktionalität und (Nicht-)Passung ersetzt, aber in letzter Instanz bleibt auch der beobachtende und reflektierte Mensch nur ein Mensch. Ich zumindest.


    5. Wer nicht fragt, bleibt dumm

    Ich denke, ich überspringe spezifische Ausführungen, sollte sich dieser Punkt mühelos in die anderen einreihen lassen. Zwar ist es mitunter (für einen selbst) beschämend, dieses oder jenes nicht zu wissen oder zu können, aber wenn es einem hin und wieder gelingt sich von seiner eigenen Bewertungswelt zu lösen und die (möglichen) Bewertungswelten der anderen zu akzeptieren und sie als das zu betrachten, was sie sind, kann man sich auch in naiver und gutgläubiger Form vor anderen Menschen ausziehen. Zu seinen Stärken und Schwächen, seinen Wünschen, Ängsten, Hoffnungen und Sorgen stehen. Seine Maske abnehmen und andere einzuladen es ebenfalls zu tun. Sich freuen, wenn es ihnen gelingt, es „okay“ finden, tut es das nicht und Verständnis haben, wenn sie sich durch die eigene Nacktheit bedroht fühlen und dementsprechend reagieren.


    Passenderweise kann ich auch den zweiten Versuch mit demselben Zitat des ersten beenden. Es ist aus einem herausragenden Buch, welches ich gerade zum zweiten Mal lese:

    „Es gibt kein Für und Wider, keine Gründe für rechts oder links. Die menschliche Entscheidung ist nichts weiter als ein vortrefflich einstudiertes Spiel.“


    In diesem Sinne,

    Robert

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    Dieser Newsletter wurde von Moderator Stefan Gros für die Gruppe "NLP - Die Welt des Neuro-Linguistischen Programmierens" verfasst.

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  • Karsten Hansen
    Karsten Hansen    Premium Member   Group moderator
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    Re: Gruppen-Newsletter: Newsletter NLP - Die Welt des Neuro-Linguistischen Programmierens
    Klasse Teamwork ;o)))
    Danke Stefan und natürlich Danke Robert (macht immer wieder Spaß, Deinen Pragmatismus zu lesen ;o)) )