NLP – The World of Neuro-Linguistic Programming
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Ralf Dannemeyer Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Gruppen-Newsletter: Von Landkarten und Landschaften
Liebe NLP-Community,
was ist die wichtigste Erkenntnis aus einer NLP-Ausbildung? Da war so vieles, damals, was meine Welt auf wunderbare und abenteuerliche Weise auf den Kopf stellte. Was davon war die Schlüssel-Erkenntnis?
Nun, für mich war es die Grundannahme „Die Landkarte ist nicht die Landschaft“ und alles, was daraus folgte. Und wenn ich heute Absolventinnen und Absolventen meiner Ausbildungen befrage, erhalte ich mehrheitlich die gleiche Antwort.
Hinter diesem kleinen Satz verbirgt sich so viel! Emotionale Freiheit zum Beispiel, Toleranz, Resonanz mit sich selbst und anderen. Und, vor allem, der Glaube daran, dass jeder unbefriedigende Zustand eine Etappe auf dem Weg ist …
Dieser Newsletter handelt von den Landschaften und den Landkarten, die es Dir ermöglichen, zu werden, wer du sein willst - indem Du Deine Landkarte erweiterst.
Viel Freude damit!
Herzliche Grüße,
Ralf und Michael + Stefan und Nico
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In diesem Newsletter lesen Sie:
NLP verstehen I:Von Landschaften und Landkarten
Oder: Wie der Mensch seine Realität kreiert
NLP verstehen II:„Denken heißt tilgen“
Oder: Vom Metamodell und von Metamodell-Monstern
Chancen:Themenvorschau der Zeitschrift „Kommunikation & Seminar“
2 Jahresabos zu gewinnen
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NLP verstehen I:
Von Landschaften und Landkarten
Oder: Wie der Mensch seine Realität kreiert
Vorschau: Wir geben in diesem Artikel einen Überblick über das Kommunikationsmodell des NLP und der daraus abgeleiteten Bedeutung der Grundannahme „Die Landkarte ist nicht die Landschaft“. Diese erklärt, wie Menschen ihr subjektives Erleben kreieren und folglich auch verändern können.
Metapher:
Anne ist eine scheinbar gewöhnliche Frau, die auf einem norddeutschen Dorf aufgewachsen ist und nun in Hamburg arbeitet. Sie ist das Abbild einer normalen - und unzufriedenen - Frau mittleren Alters. Heftiger Druck am Arbeitsplatz veranlasst sie von einem Tag auf den anderen, ihren gut dotierten Job in einem großen Verlag zu schmeißen - sie hält es einfach nicht mehr aus. In unserer ersten Coaching-Sitzung frage ich sie sehr früh, was sie sich in Wahrheit vom Leben wünscht. Anne antwortet, dass sie eigentlich „NACH HAUSE“ möchte. Wir beginnen eine Reise, in deren Verlauf sie Abenteuer und Prüfungen in einem erstaunlichen Land mit Ahnen, Lehrern, Glaubenssätzen und finsteren Kreaturen bestehen wird. Die Landkarte, die sie mitgebracht hat, ist dafür nur teilweise tauglich. Doch eine andere haben wir nicht und wir werden damit anfangen, zu arbeiten ...
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„Landkarten“, die nicht „Landschaften“ seien, objektive Realität, konstruierte Realität … - Begriffe wie diese tauchen in Diskussionen in diesem Forum immer wieder in unterschiedlichster Form auf. In den Ohren derer, die hier neu sind und eine erste Orientierung suchen, klingt das manchmal wie der Jargon eines okkulten Zirkels. Doch in Wahrheit darf das alles ganz einfach sein.
„The Map is not the territory“ - Diesen Satz prägte der Philosoph Alfred Graf Korzybski (1880 - 1950). Was er bereits in den 1930er Jahren als "Neurolinguistisches Training" bezeichnete, darf als ein Vorläufermodell des NLP gelten. Seine wesentliche Aussage: Eine Landkarte ist nicht das Gebiet, das sie repräsentiert, sondern ein Modell davon. Gemeint ist: Was ein Mensch für wahr hält, ist nicht die Wahrheit, sondern sein Modell der Welt.
Wie ist dann aber Erkenntnis möglich? Wie kann dann jemand beurteilen, was „Realität“ sei?
Irgendwo da draußen - also außerhalb deines Selbst - ist sie, diese Realität („Landschaft“). Sie wird von den Menschen mit den Sinnesorganen wahrgenommen, also durch Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken. Dabei nutzen unterschiedliche Menschen ihre Sinne unterschiedlich intensiv: Sie nehmen also Impulse von außen unterschiedlich wahr und verarbeiten diese intern auf unterschiedliche Weise. Wir nennen das die bevorzugten Sinneskanäle oder Repräsentationssysteme.
Das wäre ja schon genug Kuddelmuddel mit der „Wahrheit“. Doch es wird noch komplexer: Die „Wahrheit“ muss obendrein noch durch die psychologischen Filter namens Tilgung, Verzerrung und Verallgemeinerung.Tilgung
ist wunderbar, wenn sie dazu dient, einen Reiz zu vernachlässigen, um sich auf eine andere Sache zu konzentrieren. Tilgung kann schützen, etwa, wenn ein Mensch eine traumatische Erinnerung nicht jeden Tag neu erleben muss. Sie wird zum Problem, wenn das Trauma an die Oberfläche will, oder wenn du wichtige Informationen tilgst, zum Beispiel jene, die dir nicht so gefallen.
Verzerrung
- ohne sie wäre die Erde eine Scheibe - denn die Dinge gedanklich zu „verzerren“ ist Grundlage jedes kreativen Prozesses, jeder Innovation, jeder Erfindung. Doch was, wenn jemand die Dinge so verzerrt, dass sie seine begrenzenden Glaubenssätze bestätigen? Beispiel: „Er schenkt mir keine Blumen - also liebt er mich nicht.“
Verallgemeinerung
dient dem Lernen und der Übertragung von Sachverhalten auf andere Zusammenhänge. „Die Herdplatte ist heiß“, ist zum Beispiel eine Information, die Kinder spätestens nach einer schmerzhaften Erfahrung verallgemeinern. Was aber, wenn der verlassene Mann seine einmalige Erfahrung mit „alle Frauen sind untreu“ generalisiert? Wie wird er künftig seine Beziehungen gestalten?
Nun verzerrt, tilgt und verallgemeinert jeder Mensch - doch welcher Filter mehr und welcher weniger genutzt wird, ist individuell unterschiedlich.
Die Impulse aus der Realität, die von irgendwo da draußen auf uns einwirken, haben also die biologischen und die psychologischen Filter durchlaufen, ehe der Mensch daraus eine „Wahrheit“ kreiert - seine Wahrheit, seine „Landkarte“. Der Mensch hat also keine Wahrheit, kann sie auch nicht haben, sondern verfügt nur über sein Modell der Wahrheit. So, wie eine Landkarte ein Modell der Landschaft (und nicht diese selbst) ist. Das führt zur wohl wichtigsten Grundannahme des NLP:
Die Landkarte ist nicht die Landschaft.
Und doch prägt deine Landkarte dein Leben. Von Geburt an formen wir sie, und viele andere helfen uns dabei gefragt und ungefragt, geschickt und ungeschickt, hilfreich und begrenzend. So tragen wir die MitGIFT von Mama, Papa, Großpapa und vielen anderen ständig mit uns herum.
Ethik, Moral, Weisheit und Bildung, eine optimistische oder eine pessimistische Grundhaltung, eine zurückhaltende oder eine zupackende Einstellung leiten sich also nicht aus der „richtigen“ Landkarte ab, sondern nur aus dem subjektiven Bild der Welt.
Daraus folgt eine ganze Menge, unter anderem Stoff für spannende philosophische Diskussionen über konstruierte Realitäten (Konstruktivismus). Im Mittelpunkt des Interesses einer Veränderungsmethode wie NLP jedoch steht nicht der theoretische Diskurs, sondern etwas anderes: Die Frage der Nützlichkeit einer Landkarte.
Für Dich selbst: Welche Anteile deiner Landkarte lassen dich deine Ziele erreichen, dein Glück finden, deine tiefste Sehnsucht stillen, deinen Lebenssinn finden? Und was in deiner Landkarte hindert dich daran?
Für den Umgang mit anderen: Toleranz in der Kommunikation, Resonanz im menschlichen Miteinander, Erforschen der Landkarte anderer, um daraus zu lernen (jemanden zu „modellieren“) oder um ihn zu unterstützen (z. B. in Coaching oder Therapie).
Denn die Konsequenz aus dem Kommunikationsmodell des NLP lautet: Wenn deine Landkarte konstruiert ist, dann darfst du jederzeit die Entscheidung treffen, sie zu verändern, Erfahrungen auf Deiner Landkarte zu entmachten oder etwas Neues hinzu zu fügen. Möglicherweise brauchst du dabei Unterstützung - aber auf jeden Fall ist es möglich, wenn Du eine Entscheidung triffst.
Was die NLP-Begründer Richard Bandler und John Grinder vor 30 Jahren einfach mal behauptet und praktisch demonstriert haben, erfährt heute durch die moderne Hirnforschung ihre wissenschaftliche Untermauerung: Danach wird jeder Sinnesreiz erst mehrfach unbewusst gefiltert und in seiner Bedeutung gefärbt, bevor er überhaupt in Hirnregionen vordringt, in denen sich Bewusstsein bildet . Das Ergebnis wird im dem Cortex (in der Hirnrinde) durch weitere interne Schleifen geschleust. Die neurophysiologische Erklärung für die meist unbewussten internen Schleifen: Im Cortex beträgt das Verhältnis von Außen- zu Binnenverdrahtung von Nervenzellen eins zu 5.000 000. Auf jedes auf- oder absteigende Neuron kommen also fünf Millionen intracortikale (binnenverschaltete) Neurone, die die eingehenden Informationen untereinander hin- und herschicken – bis sich etwas „selbst Gewebtes“ (die Landkarte) daraus bildet. Das entspricht der NLP-Aussage nach der aus Erfahrungen und deren Generalisierung Glaubenssätze entstehen.
Das Ziel aller NLP-Interventionen ist es daher, eine reichhaltige, detaillierte Landkarte zu schaffen, „… to make the World a friendly place, where People want to belong ...“, wie Robert Dilts es formulierte, einer der bedeutenden Weiterentwickler des NLP („…um die Welt zu einem freundlichen Ort zu machen, zu dem Menschen dazugehören möchten.“).
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Metapher: Anne hat sich auf den Weg gemacht. Ihre Suche ist so ergreifend, humorvoll und erstaunlich, wie sie es sich nie hätte träumen lassen. Sie hat Ihrer Landkarte schon viele neue Berge, Täler, Bäche und Wege hinzugefügt. Ständig kommen neue Details hinzu. Und an einigen Weggabelungen hat sie Schilder aufgestellt: „Hier entlang!“ oder: „Sackgasse!“
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NLP verstehen II:
„Denken heißt tilgen“
Oder: Vom Metamodell und von Metamodell-Monstern
Peter ist frustriert. Gerade hat er im NLP-Practitioner das Metamodell der Sprache gelernt, und schon stößt er bei der Anwendung auf die Ignoranz der Unwissenden. Und das kam so: Melanie, eine Studienfreundin, klagte ihm abends in der Studentenkneipe ih Leid. Ihr Freund habe sie verlassen. Und überhaupt, sie sei zu keiner Beziehung …
Ah, Nominalisierung, analysiert Peter und unterbricht: „Wer bezieht sich da auf wen?“
Melanie guckt verwirrt, na, jededenfall, keine Beziehung halte …
Peter: „Keine, wirklich keine? Hat noch nie eine Beziehung längere Zeit gehalten?“
Melanie runzelt schon die Stirn, so ist er doch sonst nicht, der Peter, jedenfalls glaubt sie „ich bin gar nicht fähig, zu lieben!“
Peter: „Inwiefern bedeutet, dass wenn einer dich verlässt, du nicht fähig bist zu lieben?“
Melanie: „ … und vielleicht liegt es ja auch an mir, dass mich einfach keiner mag oder so …“.
Peter: „Keiner, wirklich keiner?“
Melanie (steht auf, hat Tränen in den Augen, geht): „Blödmann! Du mit deinem Mist-NLP!“
Peter verhält sich wie ein „Meta-Modell-Monster“. Er nutzt ein an sich segensreiches Instrument auf eine völlig ungeschickte Weise und, vor allem: Ohne, dass Melanie ihn darum gebeten hätte. Melanie brauchte einfach einen Freund zum Reden, keinen Coach, keinen Therapeuten.
Dieses „Metamodell der Sprache“ ist eine powervolle Methode, um mithilfe der Sprache Konstruktionen in der Landkarte eines Menschen erlebbar zu machen. Oft ist schon die richtige Metamodell-Frage eine Intervention, oft deckt sie begrenzende Glaubenssätze auf, regt zum vertieften Nachdenken über die eigene Wirklichkeitskonstruktion an. Und sie führt so schnell zum Kern, zur so genannten „Tiefenstruktur“, dass ihre Fragen auch schon mal befremdlich wirken können ...
Wer mehr wissen möchte: Die Autorin Anne Maus erklärt unter dem Titel „Denken heißt Tilgen“ das Meta-Modell anschaulich anhand zahlreicher Beispiele. Der Beitrag steht in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Kommunikation und Seminar“ (siehe auch den nachstehenden Artikel).
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Chancen:
Themenvorschau der Zeitschrift „Kommunikation & Seminar“
2 Jahresabos zu gewinnen
Die Zeitschrift „Kommuniktion & Seminar“ ist das führende Printmedium für NLP und Coaching (Auflage: 3.500 Exemplare) und erscheint im Junfermann-Verlag. Wir vom NLP-Forum auf XING sind stolz darauf, dass wir mit weit über 10.000 Mitgliedern ein ziemlich starkes Online-Forum auf dem Gebiet des NLP repräsentieren. So macht es Sinn, miteinander zu kooperieren. Deshalb veröffentlichen wir in unserem Newsletter künftig von Zeit zu Zeit Nachrichten und Ankündigungen aus dem Junfermann-Verlag und realisieren gleichzeitig Vorteile für unsere Mitglieder - diesmal sind es zwei Freiabos.
Die neueste Ausgabe (2/2011) von k & s erscheint am 25. April. Das Schwerpunkt-Thema heißt "Methusalems Enkel - wie wir im Alter wachsen". Chefredakteurin Regine Rachow beschreibt in einer lebendig geschriebenen Reportage, wie sich Senioren zu Schulmediatoren ausbilden lassen. Die NLP-Lehrtrainerin und Lehrcoach Barbara Knuth führt diese Weiterbildung unter dem Titel "Seniorpartner in School" in Braunschweig durch.
Dazu interviewt die Zeitschrift sechs NLP-Trainer über die Altersstruktur ihrer Klienten, und will wissen, wie sie, die Trainer, selbst im Alter leben möchten. Kleiner Hinweis am Rande: Der Autor dieses Newsletters, Ralf Dannemeyer, gehört zu den Befragten.
Wir verlosen zwei Jahresabos der k&s. Wer gewinnen möchte, sendet eine Email an Simone Scheinert vom Junfermann-Verlag unter
Scheinert@junfermann.de
In die Betreff-Zeile bitte „XING NLP-Forum: Frei-Abo K&S“. Die Freiabos werden unter den ersten 20 Einsendern verlost. Wer diesmal kein Glück hat, kann hier ein kostenloses Probeheft anfordern:
http://www.ksmagazin.de/service/probeheft/
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Dieser Newsletter wurde von Moderator Ralf Dannemeyer für die Gruppe "NLP - Die Welt des Neuro-Linguistischen Programmierens" verfasst.
Besuchen Sie hier die Gruppe:
http://www.xing.com/net/nlp/
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- 13 Apr 2011, 10:20 am
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Ralf Dannemeyer Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Gruppen-Newsletter: Von Landkarten und Landschaften
Guten Morgen,
die Freiabos der Zeitschrift „Kommunikation & Seminar “haben gewonnen:
Christine Deger aus Stuttgart und
Tanja Engel aus Mülheim an der Ruhr.
Herzlichen Glückwunsch und einen guten Start in den neuen Tag.
Ralf Dannemeyer
This post was modified on 15 Apr 2011 at 06:59 am.- 15 Apr 2011, 06:17 am
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Ralf Dannemeyer Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Gruppen-Newsletter: Von Landkarten und Landschaften
Für diesen Newsletter aus dem April 2011 ist eine Korrektur notwendig.
Unter der Überschrift
"NLP verstehen II: „Denken heißt tilgen“ Oder: Vom Metamodell und von Metamodell-Monstern"
ist von einer Autorin Anne Maus die Rede. Der Autor heißt in Wahrheit Arne Maus, ist männlich und stellt sich auf XING hier vor:
https://www.xing.com/profile/Arne_Maus.
Entschuldige, Arne, für diesen Fehler.
Herzlich,
Ralf Dannemeyer
- 26 Jan 2012, 08:12 am
