NLP – The World of Neuro-Linguistic Programming

NLP – The World of Neuro-Linguistic Programming

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  • Dr. Nico Rose
    Dr. Nico Rose    Premium Member   Group moderator
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    09 Jan 2007, 12:03 pm
    Die Grundannahmen des NLP
    Grundannahmen oder Axiome sind Annahmen, die einer Lehre zugrunde liegen und die selber nicht widerlegt oder bewiesen werden (können).


    Modell der Welt
    Jeder Mensch hat sein eigenes berechtigtes Modell der Welt. Jeder lebt in seinem eigenen Modell der Welt.

    Die Landkarte ist nicht das Gebiet. Menschen reagieren nicht auf die Realität sondern auf ihr Abbild der Realität!

    Es gibt keine objektive Wahrheit.

    Menschen treffen - innerhalb ihres Modells der Welt - zu jedem Zeitpunkt, die beste, ihnen mögliche, Wahl.

    Das beste Modell ist das mit den meisten Wahlmöglichkeiten.

    Verhalten
    Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht zugrunde.

    Der positive Wert des Individuums bleibt konstant, die Angemessenheit des Verhaltens kann bezweifelt werden.

    Jedes Verhalten ist nützlich. Es gibt jeweils zumindest einen Kontext, in dem jedes Verhalten nützlich ist.

    Veränderung
    Was ein Mensch erreichen kann, kann prinzipiell jeder erreichen, solange die Aufgabe in genügend kleine Schritte zerlegt wird.

    Wenn einer etwas gut kann, ist es möglich, ihn zu modellieren und diese Fähigkeit sich selbst und anderen beizubringen.

    Menschen verfügen bereits (potentiell) über alle Ressourcen, die sie brauchen, um die von ihnen angestrebten Veränderungen zu erreichen!

    Wenn du von jemandem etwas möchtest, schaffe einen Kontext, indem die erwünschte Veränderung, wie von allein geschehen kann.

    Veränderungen müssen nicht über das Bewusstsein laufen.

    Veränderungen müssen ökologisch sein, sonst gibt es Problemverschiebungen, oder sie werden überhaupt nicht umgesetzt.

    Flexibilität
    Wenn Du etwas machst, das nicht funktioniert, dann mach (irgend)etwas anderes.

    Handle stets so, dass weitere Möglichkeiten entstehen.

    Es gibt in jeder Situation mindestens drei Möglichkeiten.

    In jedem System übernimmt dasjenige Element mit der größten Flexibilität die Kontrolle.

    "Widerstand" des Klienten ist eine Aussage über den Therapeuten.

    Kommunikation
    Die Bedeutung von Kommunikation liegt in der Reaktion, die man erhält. Die Intention des Kommunikators ist nicht die Bedeutung der Kommunikation.

    Verstehen geht vor verstanden werden.

    Es gibt kein Versagen, es gibt nur Feedback.

    Man kann nicht nicht kommunizieren.

    Kommunikation geschieht über den Austausch sinnlicher Erfahrungen. Man kommuniziert immer in mehreren Sinneskanälen gleichzeitig.

    Individuen haben zwei Ebenen der Kommunikation, die bewusste und die unbewusste.

    Die Basis für wirksame Kommunikation ist der Rapport. Rapport heißt, dem andern in seinem Modell der Welt zu begegnen.

    Andere
    Es gibt keine schlechten Menschen, es gibt nur schlechte Zustände.

    Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen.

    Es gibt keine Probleme, sondern nur Entwicklungsmöglichkeiten.


    Körper und Geist sind systemische Prozesse. Körper und Geist sind Teil der gleichen kybernetischen Struktur.
    Alles, was in einem Teil des Systems geschieht, hat Auswirkungen auf alle anderen Teile.

    (Text geklaut bei http://www.nlpedia.de)


    Welche Erfahrungen habt Ihr mit diesen Grundananahmen gemacht? Welche erscheinen Euch einleuchtend? Welche rufen vielleicht Widerstände hervor?

    Ich z.B. glaube nicht kategorisch daran, dass jeder Mensch alles erreichen kann, z.B. aufgrund von genetisch bedingten Kapazitätsgrenzen...

    Viele Grüße

    Nico
  • Robert Padelek
    Robert Padelek    Premium Member
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    26 Jan 2007, 01:04 am
    Re: Die Grundannahmen des NLP
    Hallo Nico,

    für mich sind die (alle) Grundannahmen ein wesentliches Element um mich immer wieder selbst "auszurichten" und zu "kalibrieren". Vor schwierigen Sitzungen oder Verhandlungen im beruflichen Umfeld, habe ich sie mir auf einen "Schummelzettel" geschrieben und lese sie vorher ein oder zweimal durch. Dadurch bin ich besser in der Lage auf meine Gegenüber zuzugehen. Dieser "Rahmen der Kommunikation und Veränderung" bringt mich immer wieder auf den Boden meiner persönlichen Realität und damit kann ich die Realität meiner Gesprächspartner besser annehmen.

    LG
    Robert
  • Robert Padelek
    Robert Padelek    Premium Member
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    26 Jan 2007, 01:31 am
    Re: Die Grundannahmen des NLP
    Zum Thema Kapazitätsgrenen (genetisch oder nicht genetisch)

    Bitte beachte dabei, dass im Text steht:

    Wenn ein Mensch etwas kann, dann kann es POTENTIELL auch jeder andere

    Damit ist diese Grundannahme stimmig - denn ich schöpfe dann mein Potential so weit aus, dass ich möglichst nahe an mein Modell (das mir ja nicht zu weit weg sein sollte - Alter, Gesundheit, Statur, Geschlecht etc.) herankomme und gebe dann noch meine Individualität dazu ....

    Wenn also ein 80ig-jähriger übergewichtiger Mann, von einer 19jährigen Sportstudentin modellieren möchte, wie sie einen "Flick-Flack" macht, wird das etwas kompliziert werden .....
    Wenn ich aber von einem anderen 80jährigen, der auch ein Bierbäuchlein hat, modellieren möchte, wie er sich selbst dazu bringt täglich eine Stunde an die frische Luft zu gehen, sehe ich gute Chancen ....

    LG
    Robert
  • Christa Barbara Asal
    Christa Barbara Asal
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    26 Jan 2007, 11:14 am
    Re^2: Die Grundannahmen des NLP
    Einen kleinen Kommentar von mir :-)

    Ich bin der Meinung, dass ein 80jähriger, wenn er selbst auch mal sportlich war, ohne Weiteres seine Erinnerungen abrufen kann und damit ohne Weiteres zum Modelling fähig ist, vorausgesetzt er ist mental fit, das nehmen wir als Grundannahme!

    Unabhängig davon kann er mit NLP das Modelling "Flick-Flack" bei einer 19jährigen Studentin , meines Erachtens trotzdem modellieren, wenn er mit den NLP Methoden die Abfragen darstellt um dann die Modellierung des Flick-Flacks , sollte er nicht so sein, wie die Studentin das will, entsprechend zu verändern. Die praktische Ausübung geht dann nach der Mentalen.

    Liebe Grüße
    Christa
  • Christa Barbara Asal
    Christa Barbara Asal
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    26 Jan 2007, 11:26 am
    Re: Die Grundannahmen des NLP
    Zur letzten Aussage der Genetik, da schließe ich mich voll und ganz an.

    Wenn ein Mensch ein potentielles Können hat, hat jeder Andere dies auch stimmt überein, denn das ist wohl ein Mitbringsel aus der Evolution. In einer Dokumentation über Affen epxlizit Gorillas wurde dargestellt, dass, wenn ein Affe etwas Neues ausprobiert , der andere Affe , egal wo auf der Welt, diese Fähigkeit hat und diese dann anwenden kann, sogar ohne modellieren, fand ich absolut interessant.

    Daher leite ich also ab "potentiell" weil es mir nach der Darlegung auf evolutionärer Basis sinnvoll erscheint. Ich in meiner Welt kann das annehmen.

    In einem Axiom außerhalb meiner Welt kann ich auch annehmen und in meiner Welt einfügen, dass viele Menschen mit Disabilitäten , trotz Potential, auch durch Modelling nicht in der Lage sein werden, dies anzunehmen und in den entsprechenden Kontext zu transferieren.

    Ich habe auf diesem Gebiet Disabilität und Modelling noch keine Erfahrung sammeln können, kann mir trotzdem vorstellen, dass durch ein Modelling ein gewisser Grad an Akzeptanz und Umsetzung nach dem Modelling in einer , der Disabilität ensprechend ausdruckmöglichen Form, erfahren werden kann.

    Liebe Grüße Christa
  • Robert Padelek
    Robert Padelek    Premium Member
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    26 Jan 2007, 12:06 pm
    Re^3: Die Grundannahmen des NLP
    Liebe Christa,
    Ich stimme dir vollinhaltlich zu, dass für meinen Vergleich mit dem 80jährigen folgendes gilt: "Er hinkt!" Weiters stimme ich dir zu, dass es grundsätzlich möglich ist diesen Teilbereich (Flick-Flack) auch von einer 19jährigen zu modellieren - es wird nur der Aufwand des "übersetzens" für den 80jährigen in seine eigene Welt wesentlich schwieriger und langwieriger sein.
    Vielleicht haben wir es hier auch mit einem Missverständnis des Modellings zu tun, den ich immer wieder in der NLP-Community orte. Modelling ist nämlich nicht das "Allheilmittel" nach dem Prinzip: "Ich frage dich wie du das machst, mache es dann genauso und somit kann ich es auch!" Die Gefahr ist groß, dass daraus eine "Heilslehre" wird, die zu vielen Enttäuschungen führt, wenn dieser Prozess scheitert. Ich habe zu oft erlebt, dass jemand dann sagt: "ich habe beim Modelling etwas FALSCH gemacht - > ich bin ein schlechter Modellierer" und sich somit einen Glaubenssatz auf der Identitätsebene "einimpft" , der schlicht und ergriffen Schwachsinn ist!

    In meiner Welt ist (und das gilt für mich für alle NLP-Formate) das Prozessmodell ein Angebot "es so mal zu integrieren zu versuchen". Wenn ich also als Berater (Begleiter) durch das Format führe oder introspektiv ein Format anwende (was nicht bei allen Formaten empfehlenswert ist!) und es "funktioniert" nicht, also Widerstand gezeigt und/oder gefühlt wird, dann ist nicht das Format schuld, oder der Klient, oder der Berater! Es kann einfach sein, dass es für die Welt des Klienten besser ist zuerst andere Themen zu klären/integrieren. Das Unbewußte ist dabei wesentlich "weiser", als wir es ihm oft zutrauen!
    Ich halte es da mit Milton Eriksson, der (grob "übersetzt") gemeint hat: "Wenn ich auf Widerstand stoße, dann utilisiere ich genau diesen, denn damit bin ich in Diskussion mit dem Unbewußten meines Klienten, das wesentlich besser weiß was es braucht, als ich.

    Jedenfalls ist das immer wieder sehr spannend!

    Liebe Grüße
    Robert
    This post was modified on 26 Jan 2007 at 12:08 pm.
  • Lutz Schridde
    Lutz Schridde
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    21 Mar 2007, 1:22 pm
    Re: Die Grundannahmen des NLP
    Es fehlt mir eine Grundannahme beim NLP, oder spinne ich?

    "Es gibt immer eine Ausnahme."

    Allerdings nehme ich an, dass NLP in öffentlichen Verwaltungen nicht akzeptiert wird wegen der fehlenden wissenschaftlichen Grundlagen, die nun - wie im Thread angegeben - durch unbeweisbare "Grundannahmen" (nlpedia) verzichtbar seien.
  • Dr. Jörg Krenmayr
    Dr. Jörg Krenmayr    Premium Member
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    15 Aug 2007, 2:23 pm
    Re^2: Die Grundannahmen des NLP
    Lutz Schridde schrieb:

    Allerdings nehme ich an, dass NLP in öffentlichen Verwaltungen nicht akzeptiert wird wegen der fehlenden wissenschaftlichen Grundlagen, die nun - wie im Thread angegeben - durch unbeweisbare "Grundannahmen" (nlpedia) verzichtbar seien.
    Fehlende wissenschaftliche Grundlagen?
    Woher denn?
    Die Grundlagen sind da und mehr als einfach. Letztlich geht es darum über z.B. Bilder assoziative Areale zu aktivieren und damit zu harmonisieren. Es ist nichts anderes als Felder zu verbinden, die die eigenen Potentiale (auf Ziele ausgerichtete Fähigkeiten) erhöhen bzw. in Handlungen umsetzen.

    Die NLP tut ja nichts anderes als Vorhandenes bewusster zu nutzen, als es passiv die Situationen normalerweise verlangen. Wenn sich jemand den Sieg vor einem Match vorstellt, dann ist das schon NLP, weil sein Selbstbewusstsein steigt und damit seine Bewegungen flüssiger (weil weniger Zweifel) werden.

    Ich nutze die mentale Vorwegnahme von Bewegungen bei allen Sportarten. So gehe ich beim Tennis, wenn ich geistig fit genug bin, so vor, dass ich die Bewegung des Gegner betrachte, dann nach dessen Schlag die Richtung und Geschwindigkeit des Balls aufnehme.
    Dann wähle ich nach den Bewegungen des Gegners und der Schwierigkeit des Schlages das Ziel meines eigenen Schlages aus. Dann stelle ich mir klar vor wie ich den Ball treffen muss (Höhe, Winkel, Geschwindigkeit) und übertrage es dann in Bewegung (Schlägerhaltung, Kraft, Spannung), die dann wesentlich lockerer und koordinierter abläuft, als wenn ich nur reagieren würde.
    Gerade als ich nach langer Pause wieder angefangen habe, hat mir das unglaublich geholfen.

    Ich habe persönlich lange nicht verstanden für was NLP steht, weil mir keiner sagen konnte, was das eigentliche Konzept ist - es seinen nur Werkzeuge. Aber im Grunde ist es wirklich einfach und leicht mit den neuronalen Prinzipien (wenn man sie kennt und versteht) erklärbar.
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