NLP – The World of Neuro-Linguistic Programming
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Ralf Dannemeyer Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^10: Was bringt NLP in Unternehmen?
L.H.W.W. schrieb:
Hallo Ralf,
hättest Du Lust, bei den Piraten mitzumachen und zu helfen neuer Politik professionell den Boden zu bereiten?
Lieber Lür,
sofort. Wenn die mich fragen, bin ich da! Die Piraten sind Veränderer mit brennenden Herzen, doch mangelnder Professionalität. Wenn ich helfen kann, das zu ändern ...
Karin Z. schrieb
könntest Du etwas Zeit zwischen den eingestellten Beiträgen/Aufsätzen lassen?
Danke, liebe Karin, für den Hinweis. Werd' mich dran halten. Mehr kommt erst am Montag.
Herzlich,
Ralf
This post was modified on 20 Jan 2012 at 10:51 am.- 20 Jan 2012, 10:48 am
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Ralf Dannemeyer Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^11: Was bringt NLP in Unternehmen? Heute: Teams und Typen
Teams, Typen, Organisationen - das ist eine Spezialität in unserer Arbeit am perspektiven-Institut. Entweder kommen die Menschen aus Organisationen oder Unternehmen zu uns in unser Seminarzentrum, oder wir fahren hin. Ab kommenden Montag etwa arbeiten wir eine Woche lang mit einem großen Team in Ostwestfalen-Lippe. Das ist viel Zeit, da ist viel drin!
Die Frage bei der Teamentwicklung ist für mich: Wie setzt sich das Team zusammen? Und von wo nach wo will es sich entwickeln?
Menschliches Verhalten ist nicht zufällig, sondern es folgt Mustern. Damit ist es klassifizierbar und bis zu einem gewissen Grad vorhersagbar. Die unterschiedlichen Muster sind Grund oder Schlüssel für gelingende oder misslingende Kommunikation, für lösungs- oder konfliktorientiertes Handeln, für Verständnis oder Abneigung, für effektiv oder ineffektiv handelnde Teams und Organisationen.
Daher macht es Sinn, zunächst einmal die Wahrnehmung für die eigenen typischen Verhaltensmuster zu schärfen. Das ist eine gute Voraussetzung, so finde ich, sich anschließend ein Bild von den typischen Neigungen anderer Menschen in meiner Umgebung, in meinem Team, unter meinen Mitarbeitern, zu verschaffen.
Dafür bietet NLP wiederum einen reich gefüllten Methodenkoffer:
Da sind die Wahrnehmungspositionen, die es uns auf recht einfache Art ermöglichen, bewusst in die Mokassins eines anderen zu schlüpfen und dessen subjektives Erleben wahrnehmen zu lernen. Eine gute Beschreibung der Anwendung finden Sie hier:
http://nlpportal.org/nlpedia/wiki/Wahrnehmungsposition
Dann haben wir die so genannten „Metaprogramme“. Das sind die Filter, durch die wir die Welt sehen und festlegen, wie wir die durch unsere Sinne hereinkommende Information verzerren, tilgen und verallgemeinern, und wie wir Zugang zu unserem inneren Archiv bekommen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, wenn wir auf Erinnerung zurückgreifen. Leslie Cameron-Bandler hat diese entwickelt und beschreibt 60 verschiedene Metaprogramme. Eine gute Auswahl finden Sie hier:
http://nlpportal.org/nlpedia/wiki/Metaprogramm
Die Entdeckung der Meta-Programme geht auf die "psychologischen Typen" von Carl Gustav Jung zurück (1923). Die jungsche Typenlehre wurde in den 1940ger Jahren von Isabell Briggs-Myers und Katherine Myers erweitert zu den Myers-Briggs-Typen (Myers-Briggs-Typenindikator, MBTI). Dieser MBTI ist eine weitere Möglichkeit, bestimmte Muster menschlichen Verhaltens verständlich und transparent zu machen. Er kann in der Personalplanung (z. B. Auswahl, Entwicklungsplanung), in der Teamentwicklung und in der Organisationsentwicklung genutzt werden.
Auf der Grundlage des MBTI und der Metaprogramme lässt sich schließlich der „Charakter einer Organisation“ ermitteln und - verändern. Denn natürlich setzt sich ein Team, ein Unternehmen, aus Menschen zusammen und damit aus einer Summe von „Programmen“. Organisationsentwicklung aus einer typologischen Sicht bedeutet daher, das Verständnis so zu schärfen, dass der größere Zusammenhang aus Mitarbeitern, Entscheidungen, Tradition, Leitlinien und strategischer Ausrichtung verstanden wird. Und dann kann die Veränderung beginnen.
Um ein Beispiel zu nennen: Die Untersuchung mittels M. B. T. I. ergibt, dass ein Unternehmen „ST“-dominiert ist (= sinnesspezifisch wahrnehmend, analytisch beurteilend). Oder, an einigen Metaprogrammen beispielhaft (!) ausgedrückt: dass hier viele Detail-Typen, evtl. mit Richtungsfilter „weg von …“, Beweggrund-Filter „Notwendigkeit“ , Handlungsfilter „reaktiv“, Interessenfilter „Dinge“ (nicht: Menschen) arbeiten.
Das bedeutet, verkürzt dargestellt, dass der Sinn für formelle Abläufe, Präzision in Planung und Ausführung, Daten und Fakten sehr ausgeprägt ist. Diese Organisation erkennt schnell Risiken, analysiert Kosten-Nutzen-Relationen zuverlässig und schnell, schließt alle notwendigen Versicherungen ab und achtet auf Termin- und Konzepttreue. Wunderbar also, um die Organisation zu beschützen. Hat aber wenig kreatives Potenzial, wenn in Zeiten großer äußerer Veränderung rasche innere Veränderung erforderlich ist. Neigt dann zur „Abschottung“. Verschwindet unter Umständen genau deswegen bald vom Markt.
Organisationsentwicklung in diesem Unternehmen hieße also, das kreative Potenzial zu stärken, das "Träumer“-Potenzial zu aktivieren oder überhaupt erst ins Unternehmen zu holfen. Der "Träumer" / Visionär verkümmert in ST-Organisationen, falls überhaupt vorhanden (siehe meinen Beitrag vom 20.01.2012, 09:29 in diesem Tread).
Diese Erkenntnis hätte direkten Einfluss auf die Strategie der Personalentwicklung und der Einstellungspolitik. Und kann daher für ein Unternehmen überlebenswichtig sein.
Herzliche Grüße in den anbrechenden Morgen,
Ralf Dannemeyer
This post was modified on 25 Jan 2012 at 08:32 am.- 25 Jan 2012, 08:15 am
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Ralf Dannemeyer Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^13: Was bringt NLP in Unternehmen? Heute: Teams und Typen II
L.H.W.W. schrieb:
Es sei denn, Du hättest unabsichtlich eine Behörde beschrieben :-)
Tatsächlich, lieber Lür, findet man diesen Organisationscharakter in vielen Unternehmen vor. Die Leute, die darin arbeiten, merken das oft gar nicht, weil sie im System stecken. Von außen betrachtet, stellt man oft fest, dass das Hauptinteresse rationalen Fakten und betriebswirtschaftlichen Analysen gilt, dass von „unbedingtem“ Erfolgswillen gesprochen wird und die Gefühle der Menschen eher hinten anstehen. In der Extremform haben wir es mit seelenlosen Strukturen zu tun; die Phänomene unmäßige Überstunden, Mobbing, Burnout sind wahrscheinlich zu beobachten.
Das andere Extrem ist das strukturlose „Sich-Kümmern“ um die Menschen, das - nach meiner Erfahrung - seltener in wirtschaftlich ausgerichteten Untenehmen, dafür häufiger in Organisationen mit vor allem geistig-ideeler Zielsetzung (z. B. soziale Einrichtungen, Wohlfahrtsorganisationen, künstlerische Betriebe wie Theater etc.) anzutreffen ist.
In den Kategorien des in meinem letzten Beitrag erwähnten MBTI gesprochen: Wenn so ein Betrieb NF- oder SF-dominiert ist, dann begegnet uns hier ein möglicherweise warmherziges, aber konturloses Chaos und wahrscheinlich Erfolglosigkeit. Die Menschen sind sympathisch und freundlich, begeistert und voller Ideen. Sie sind im höchsten Maße geeignet für alle Berufe, die mit Betreuung, Beratung, praktischer Hilfe für Menschen, einfühlsamer Kommunikation zu tun haben. Und sie sorgen für ein prima Klima im Betrieb.
Doch Sie können nur schwer kalkulieren, strategische Personalentscheidungen treffen, Kritik äußern und Abmahnungen aussprechen, ihr Produkt / ihre Dienstleistung anpreisen.
Wir haben eine große Wohlfahrtsorganisation irgendwo im Bayerischen beraten dürfen. Das war ein so aufgestellter Betrieb. Was war geschehen? Der so genannte „ambulante Pflegedienst“ schrieb seit Jahren rote Zahlen, und das gefährdete nun die Existenz.
Das ist für Kenner dieser Branche so eigentlich gar nicht möglich - ein gut organisierter ambulanter Pflegedienst expandiert gewöhnlich und ist ein echter Cash-Bringer - Verluste müssen einen besonderen Grund haben. Tatsächlic hatten die Mitarbeiter vor lauter Freundlichkeit (NF-Dominanz nach MBTI) jeden Auftrag eines hilfsbedürftigen Menschen angenommen und bei den Tourenplänen nur die Wünsche der Klienten erfüllt (nicht die Touren wirtschaftlich zusammen gestellt). Die Folge: Für einen Auftrag, der vielleicht 20 € einbrachte, wurden bis zu 35 € Kosten produziert.
Ein objektiv-analytischer Mitarbeiter (ST + entsprechende Metaprogramme, siehe Beschreibung im obigen Beitrag) hätte diese Abteilung vor der Pleite bewahrt, wahrscheinlich sogar ohne Einschränkungen in der Qualität. Er hätte das Projekt einfach so gamanagt, dass Aufgaben, Menschen und Ressourcen wirtschaftlich kombiniert werden. Allerdings hätte er auch durchgegriffen und wäre auch unfreundlich geworden, falls man ihm nicht zugehört hätte.
Wer das am besten kann, zeigen schnell die Metaprogramme und der MBTI. Das heißt für ein Unternehmen: NLP kann das Überleben in einem schwierigen Markt sichern!
Heute fahren meine Frau und ich zu einem einwöchigen Seminar. Da wird es auch um das Thema Potenziale in einem großen Team in einem Betrieb der Medienbranche gehen. Mit Aufträgen wie diesem haben wir uns unseren beruflichen Lebenstraum erfüllt :-)) .
Ich werde mich hier erst nächste Woche wieder melden und etwas über systemische Oraganisationsberatung & NLP schreiben.
Bis dahin freue ganz doll darüber, wenn hier weiter geschrieben und diskutiert wird.
Eine gute Woche voller Potenziale und
herzliche Grüße
Ralf Dannemeyer
- 29 Jan 2012, 09:00 am
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Ralf Dannemeyer Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Was bringt NLP in Unternehmen?
L.H.W.W. schrieb:
da hast Du den Versuch der Piraten aber schön beschrieben. Keine Delegierten, kein Fraktionszwang :-) Basisdemokratie über Liquid-Feedback.
Meinst Du? Dann werde ich diesen Politik-Stil mal genauer beobachten. Denn ich glaube, dass die Führungskräfte in Wirtschaft und Politik künftig nicht mehr vorrangig an den Inhalten, sondern an dem WIE ihres Tuns gemessen werden (und dabei fallen, meiner Meinung nach, fast alle Politiker durch).
Doch, was ich meine, darf nicht verwechselt werden mit einem Laissez-faire-Führungsstil. Ist das nicht bei den Piraten eher so?
Hier zeigt sich die Führungskraft gar nicht oder gibt sich zurückhaltend, gefühlsneutral und lenkt kaum. Die Mitarbeiter bleiben sich weitgehend selbst überlassen. Laissez-faire ist, genau genommen, das Gegenteil von Führung, ist Nicht-Führung. Dieser Führungsstil ist oft verbunden mit Geringschätzung und Abneigung gegenüber den Mitarbeitern. Lob, Bekräftigung, Feedback kommen ebenso selten vor wie angemessene Kritikgespräche.
Die Folgen sind: Frustration, Desinteresse und Unzufriedenheit bei allen Beteiligten. Die Interaktion zwischen Führungskraft und Mitarbeitern und unter den Mitarbeitern ist gestört, mitunter sogar feindselig und aggressiv. Die Organisation arbeitet wahrscheinlich sehr unproduktiv; Fehler werden vertuscht bzw. anderen zugeschoben.
Dieser Stil kann genau so den dissonanten Führungsstilen zugeordnet werden wie zum Beispiel "Führen durch Fordern" oder "Führen durch Befehl".
Eine systemische Orientierung fordert Führungsstile, die - situationsangemessen - mal visionär, mal gefühlsorientiert, mal demokratisch und mal coachingorientiert sind. Die so handelnde Führungskraft darf ihren damit erworbenen Vertrauensvorschuss nutzen, um in Notsituationen durch dissonantes Führen mit Befehlen den Organisationsdampfer durch schweres Fahrwasser zu lenken: Die Menschen werden folgen, weil Rapport und Resonanz vorher aufgebaut und die vorübergehend "harte" Führung erklärt wurden.
@ Christian:
mit NLP hat Spiral dynamics nun wirklich nichts zu tun, sieht man mal davon ab, dass natürlich alles NLP ist :-). In diesem Konzept Idee findet sich eine klare Vorstellung von der Entwicklungsrichtung einzelner Menschen, Organisationen und
Gesellschaften mit deutlichen (und bereits erprobten) Idee, wie man S.D. im Coaching einsetzen kann. So kenne ich das im NLP nicht.
Doch ich stehe hier selbst erst am Anfang...
... ich auch. Dennoch beinhalten beide Modelle Vorstellungen und Interventionen für die Entwicklungsrichtung von Individuen und Organisationen mit den entsprechenden (handwerklichen) Methoden. Deshalb sind sie nicht gleich, sondern äußerst kompatibel. Vieles, was in Spiral Dynamics verwendet wird (z. B. Werte, Glaubenssätze, die Veränderung von Glaubenssätzen usw.) gehört zum NLP-Repertoire.
@ all: Haben wir in unserem Forum jemanden, der sich genauer auskennt, vielleicht einen Spiral-Berater? Vielleicht kann jemand das noch genauer erklären.
Heute kommen zu uns unsere angehenden NLP-Practitioner. Sie werden einen Seminarraum vorfinden, den wir als "Glaubenssatz-Fabrik" umdekoriert haben. Überall hängen Glaubenssätze 'rum, zum Beispiel solche, die uns als Kinder eingetrichert wurden. Deutlich werden soll, wie Glaubenssätze entstehen und wie unsere gut gemeinte MitGIFT sie manifestieren hilft. Und, wenn man die Entscheidung erst getroffen hat, wie man sie transformieren und auflösen kann.
Das wird ein Spaß ...
Herzliche Grüße
Ralf Dannemeyer
This post was modified on 10 Feb 2012 at 08:32 am.- 10 Feb 2012, 08:30 am
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Ralf Dannemeyer Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Was bringt NLP in Unternehmen?
Soeben entdecke ich eine schöne Ergänzung zu unserem Thema:
Thomas Sattelberger, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom, äußert sich in einem Interview auf "Spiegel online" über die Qualität der Management-Ausbildungen. Unter dem Titel "Die großen Business Schools sind lebendige Leichen" erklärt er zum Beispiel:
"Ich halte es für ein Phantasiegebilde, dass Leadership im Vorlesungssaal vermittelt oder gelernt werden kann. Lernen kann ich Managementtechniken wie Ziele setzen, Delegieren, Controlling und Marketing - aber nicht Leadership. Da kommt es darauf an, Zukunftsbilder zu schaffen, schwierigste Geschäftsprobleme zu meistern und Menschen emotional und nachhaltig für neue Strategie und Veränderungsprozesse zu gewinnen. Das kann man nicht kopflastig antrainieren. (...)"
... stimmt. Aber in einer NLP-Ausbildung, da lernt man das :-))
Das ganze Interview steht hier:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,813654,00....
Herzlich,
Ralf Dannemeyer
This post was modified on 10 Feb 2012 at 09:29 am.- 10 Feb 2012, 09:29 am
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