NLP – The World of Neuro-Linguistic Programming

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  • Michael Schippel
    Michael Schippel    Premium Member   Group moderator
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    Newsletter 2/11 Frage 1: Welche Bedeutung hat die Zugehörigkeit zu einer Gruppe wie den NLPlern für die eigene Identität?
    Unser Newsletter 2/2011 war von einer anderen Art als die gewohnten. In dem Text von Robert werden einige Behauptungen und Fragen aufgeworfen. Nachdem sich sein Text nun erst einmal setzen konnte, ist es jetzt an der Zeit, sich diesen Fragen zu stellen. Wir haben den Text von Robert analysiert und 9 Fragen identifiziert. Bewegen wir uns aus der Komfortzone hinaus und stellen uns diesen Fragen. Die erste Frage lautet: 1. Welche Bedeutung hat die Zugehörigkeit zu einer Gruppe wie den NLPlern für die eigene Identität?
  • Robert Wegner
    Robert Wegner
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    Re: Newsletter 2/11 Frage 1: Welche Bedeutung hat die Zugehörigkeit zu einer Gruppe wie den NLPlern für die eigene Identität?
    Guten Morgen,

    aus sozialpsychologischer Sicht (und auch anderen Sparten) ist eine Gruppenzugehörigkeit... ich möchte fast sagen "unumgänglich". Zumindest merke ich oft genug als jemand, der sich versucht prinzipiell fernab irgendwelcher Gruppenidentifikationen zu bewegen, eine gewisse Schwierigkeit. Siehe dazu SIT (Social Identity Theory) bzw SCT (Self Categorization Theory). Von daher ist weniger die Frage, welcher Gruppe man angehört, sondern aus welchem Zweck und in welcher Form: Was man daraus macht.

    Zu Gruppen gehören wir alle oder werden ihnen zugeordnet. Die offensichtlichste auf uns beide bezogen wäre wohl "Männer", wobei je nach Implikationen/Stereotypen mich selbst in eine Subgruppe/-kategorie einordnen würde - oder in mehrere, je nachdem, um welche Kriterien es geht. Dann gibt es noch jeweils diverse andere, womit man In- und Outgroups erzeugen kann.

    In- und Outgroups sind so eine Sache. Einer meiner Lieblingssätze lautet "Ingroup-Love ist nicht gleich Outgroup-Hate.", sprich nur, weil ich mich (und meine Gruppe) besser finde, muss die andere nicht schlechter sein. Im Kontext des NLP gibt es vermutlich "Anhänger", die im DVNLP sind und trotzdem mit der Society und deren Mitgliedern leben können (umgekehrt as well). Gleichzeitig gibt es ja oft genug Spannungen und Konflikte. Stichwort: Bedrohung. Wer sich bedroht fühlt, verteidigt sich. Das geht mit diversen psychologischen Vorgängen einher: Minimierung der Unterschiede innerhalb der Gruppe ("Wir DVNLPler sind alle gleich."), Maximierung der Unterschiede dazwischen ("DVNLP und Society verbindet überhaupt nichts."), in den schlimmsten Fällen Depersonalisation etc. pp..

    Jetzt könnte man natürlich hinterfragen, wer fühlt sich wie, warum, wodurch bedroht, warum nicht alle usw. usf.. (Hypothesen/mögliche Erklärungen dazu überspringe ich einfach mal.) Oder fragen, wie man das "Problem" lösen kann (sofern überhaupt gewünscht, sind "Feindbilder"/Abgrenzungen ja auch recht hilfreich zur Schaffung der eigenen Identität). Die einfachste Variante diesbezüglich wäre übrigens nicht, dass man sich an einen Tisch setzt und einfach die Karten, Ängste, Wünsche, Sorgen auf den Tisch packt, sondern dass jemand wie ich daher kommt und ab und zu einfach mal NLP in Frage stellt. Dadurch schwenkt nämlich der Fokus (auch hier sicher nicht bei allen ;)) ziemlich schnell auf die Bedrohung nach außen: "Oh, da kommt so ein dahergelaufener Wicht daher und meint uns was vom Leben/zu NLP erzählen müssen. - Auf ihn!!!" und all jene, die sonst so erbittert gegeneinander streiten [Ich überzeichne ein wenig.], kämpfen nun Seite an Seite. Vielleicht erinnert sich ja auch noch jemand an Herrn W. mit seiner Hinterfragung der Wissenschaftlichkeit. DAS war auf jeden Fall (für einige) eine (wahrgenommene) Bedrohung.
    In diesem Beispiel schwankt jedenfalls - in Abhängigkeit des Kontextes - der Fokus von "DVNLP vs. Society" zu "NLP vs. Nicht-NLP" bzw. "NLP vs. NLP-Kritiker". Im Fall von Herrn W. hat das zu seinem Ausschluss geführt (oder ist er gegangen?), ich werde sogesehen als "Minoritäteneinfluss" geduldet *lach*

    Das ließe sich auch alles mit anderen Beispielen erklären, allen voran Fussball, zumal es da ja genug gibt, die sich deswegen aufs Maul hauen. Oder ob wir uns als "regionalspezifischer Deutscher" (innerdeutscher Vergleich) oder als "Deutscher" (europäisches/weltweites Ausland) oder gar "Europäer" (weltweites Ausland).

    Ich für meinen Teil versuche es als "Mensch". Als Mensch, der gewisse Eigenschaften, Fähigkeiten, Wünsche, Ängste, Hoffnungen, Sorgen und das alles hat, was man verschieden beschreiben und bewerten kann. Unsäglicherweise scheint es ziemlich wenige Menschen auf der Welt zu geben.

    Das als kleiner, nicht-erschöpfender Exkurs in die Sozialpsychologie. Anwendungsperspektive. Eine umfassend wissenschaftliche ist aus meiner weder nötig noch bin ich dazu motiviert. Zumindest nicht hier. Die Theatralik und Überzeichnung am Ende des letzten Absatzes war bewusst und intendiert. Natürlich gibt es genug Menschen, und vermutlich sogar genug, "die so denken wie ich". Aber das sind oftmals sehr eigene Charaktere, die sich schwer greifen lassen. Nicht was die Beschreibung/Einordnung angeht, sondern die "physische Greifbarkeit". Anyway.

    Robert