NLP – The World of Neuro-Linguistic Programming

NLP – The World of Neuro-Linguistic Programming

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  • Peter Fanker
    Peter Fanker
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    NLP pseudowissenschaftlich? - ein Blick in die Wikipedia
    Hallo,

    ich bin neu bei Xing und auch beim Thema NLP. Nun habe ich mir den Wikipedia-Artikel über NLP durchgelesen und war etwas erschrocken, da ich immer dachte, NLP würde funktionieren. Dort lese ich aber, dass es mehrere Studien gibt, die die Wirksamkeit der einzelnen Methoden anzweifeln oder widerlegen. Außerdem steht da bei der Kritik NLP könne als Pseudowissenschaft gesehen werden, da es Dinge behaupte, die gar nicht funktionieren würden. Jetzt bin ich ganz verunsichert.

    In einem anderen Thread hier hab ich gelesen, dass NLP neurowissenschaftlich belegt sei. Stimmt da nun die Wikipedia nicht? Vielleicht kann man ja die Studien nennen und in die Wikipedia einbauen?

    Eigentlich wollte ich mal so ein Seminar an der VHS machen, aber jetzt weiß ich echt nicht was ich vom NLP halten soll.

    Vielleicht könnt ihr mir ja bei meiner Verunsicherung helfen,

    euer Peter
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  • Peter Fanker
    Peter Fanker
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    Re^2: NLP pseudowissenschaftlich? - ein Blick in die Wikipedia
    Da hast du bestimmt recht. Und danke für deinen Tip, vielleicht werd ich das wirklich mal machen.

    Aber was ist denn da jetzt dran: Ist denn NLP tatsächlich so umstritten? Und wenn ja, warum?

    Ich mein, wenn ich jetzt zu einem Trainer gehe und den befrage wird der mir natürlich erzählen, dass das alles tolles Zeug ist. Das ist ja schließlich sein Job, NLP zu trainieren und zu coachen.

    Aber was ist, wenn der sich irrt? Und an Dinge glaubt die nicht funktionieren und so psychologischen Effekten aufliegt, wie einer Selbsterfüllenden Prophezeiung oder dem Barnum-Effekt.

    Was, wenn man als NLPler gar nicht erkennen kann, dass einzelne Methoden nicht wirken, einfach weil man zu sehr an NLP glaubt und sich auch schon so sehr damit beschäftigt hat?

    Bei der Wikipedia ist unter anderem eine Quelle angegeben, die ich heute mal gelesen hab. Da hat sich ein Professor so gut wie alle Studien aus 25 Jahren NLP-Forschung angeschaut. Sein Vorgehen hat er mit zwiebelschälen verglichen: Erst hat er sich die ganzen unwichtigen Schichten (die nix über die Wirksamkeit aussagen) entfernt und als er am Kern angelangt ist, war er den Tränen nah. Da blieb wohl nicht viel übrig.

    Mir kommt es so vor als habe man auf der einen Seite nun die glühenden Verfechter des NLP und auf der anderen Seite die Wissenschaft, die da einen Strich durch die Rechnung macht. Das passt alles irgendwie nicht zusammen und verunsichert mich.

    Sollte NLP tatsächlich nicht funktionieren (zumindest nicht so wie angepriesen) dann müssen es andere Effekte sein, die die NLPler NLPler bleiben lässt. Zum Beispiel die Identifikation mit einer Gruppe, oder aber ein Bedürfnis nach Selbstveränderung oder Macht, dass da zumindest (scheinbar) bedient wird. Vielleicht auch, dass sich NLPler -unabhängig von den Methoden- mehr mit der Wirkung auf andere Menschen auseinandersetzen, dadurch aufmerksamer sind und deshalb auch anders wirken (was eine klassische Selbsterfüllende Prophezeiung wäre).

    Bitte versteht meine Bedenken: Ich will nicht Zeit und Geld für Dinge ausgeben, die nur scheinbar funktionieren, selbst wenn sie trotzdem gefallen bereiten. Ich bin da irgendwie skeptisch.

    euer Peter
    This post was modified on 14 Jul 2011 at 08:56 pm.
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  • Michael Match Luther
    Michael Match Luther    Premium Member   Group moderator
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    Re^3: NLP pseudowissenschaftlich? - ein Blick in die Wikipedia
    Hallo Peter,

    klasse Gedanken, oder besser gesagt: Fragen. Mit einer solchen "Mitgift", einem Bündel an neugierigen und kritischen Fragen bist Du auf jeden Fall schon einen entscheidenden Schritt näher an "der Materie" dran, als mancher, der "sich einfach mal überraschen lassen will" oder "erwartungsbefreit" an die Sache herangeht ... und sich oftmals über das Ergebnis wundert.

    In der Tat kennt NLP viele verschiedene Richtungen und Ausprägungen, von Therapie über Persönlichkeitsentwicklung bis hin zu Business. Alle gleichwertig - und doch alle sehr verschieden. Und dabei auch immer noch alle abhängig vom Trainer, von der persönlichen Wellenlänge zwischen TN und Trainer, von der Gruppe und ihrer Dynamik und vielen weiteren Faktoren.

    Den Punkt, die Katze nicht im Sackk zu kaufen - gerade in einem Bereich der ganz viel mit "Wellenlänge" und persönlichen Prozessen zu tun hat, haben mittlerweile viele Trainer bzw. Seminaranbieter erkannt. Mein Tipp: Ein persönliches Gespräch zwischen Dir und dem Trainer mag hilfreich sein - ich würde an einem (mittlerweilen von vielen Instituten angebotenen) SCHNUPPERKURS oder zumindest Informationsabend teilnehmen. Weil: Hier lernst Du den Trainer in Aktion, und in Interaktion mit Dir und der Gruppe, also "live", kennen. Und oft ist es so, dass sich hieran eine Ausbildung anschließt, was den Vorteil hat, dass sich dann auch ein Teil der Gruppe schon kennengelernt hat. UNd das ist m.E. genauso wichtig, wie der gute Draht zum Trainer.

    Zum Punkt "NLP ist umstritten": Das ist es m.E. noch immer - und das ist auch gut so. Meine Meinung: Wenn sich alle einig wären in einer Methode (NLP), die gleichzeitig für Therapie und Business, für Lernen/ Pädagogik und Persönlichkeitsentwicklung, für Kommunikation und Teamentwicklung und noch einiges mehr taugen soll, dann wäre es eine "eierlegende Wollmilchsau" ... und DANN würden sich mir einige Fragen stellen. So bleibt die AUFGABE, 1. für mich selbst im Vorfeld zu definieren (oder zumindest zu formulieren), welche Richtung mir selbst wichtig ist, und dann 2. per google - oder z.B. per Nachfrage bei einem Dachverband, wie z.B. der DVNLP - Trainer dieser Fachrichtung ausfindig zu machen; um dann 3. (s.o.) bei ihnen an einem Schnupperabend/ -wochenende teilzunehmen.

    Umstritten ist NLP sicherlich noch aus einer Reihe anderer Perspektiven; z.B.:
    - "anerkannte ("bewiesene" Psychotherapie trifft jüngere, sich über (etablierte) Regeln hinwegsetzende ("unbewiesene") Stilrichtung"
    - marktschreierische Auftritte mancher NLPler in der "Jung-Steinzeit" des NLPs (in den achtziger Jahren), um Aufmerksamkeit zu erregen
    - die, gleichfalls in den achtziger Jahren, laut gewordenen Manipulationsvorwürfe
    - die, speziell wieder von Seiten der "etablierten Psychotherapien" geäußerten Vorbehalte, dass NLP nicht bewiesen sei

    Interessant fände ich die, m.E. entscheidende Frage: Was ist Dir wichtig? Wofür würdest Du, wenn, NLP gerne erlernen, entdecken, nutzen? Wo liegt Dein FOKUS?
    Aus reiner Neugierde? Zum persönlichen Wachstum? Als Ersatz einer Psychotherapieausbildung? Um besser kommunizieren zu können? Um effektiver lehren und trainieren zu können? Um im Business ziel- und erfolgsorientierter handeln zu können? Um ...?
    Just l'art pour l'art? Oder mit einem (oder mehreren) konkreten Hintergedanken?

    Last but not least: Die Zeit- und Ortsfrage: In einem Stück (z.B. in einem Camp) oder auf Wochenblöcke oder Wochenende verteilt? Wohnortnah, etwas entfernt (eigentlich immer empfohlen) oder im Urlaub?

    Wenn es zeitlich für Dich nicht sofort eine komplette Ausbildung sein muss, und der Entscheidungsprozess ausgereift sein soll, gibt es auch noch (mindestens) zwei weitere MÖGLICHKEITEN:

    1. Das Metaforum, einer der größeren NLP-Anbieter in Deutschland, bietet im Rahmen seines Sommercamps in Abano (Italien) einen 2-tägigen Wochenendkongress, wo man viele NLPler (oft sogar berühmte Urväter/ -enkel aus dem Gründerland) in kürzeren Workshops live erleben kann.
    Näheres unter http://www.metaforum.com

    2. Im Oktober veranstaltet der deutsche Verband (DVNLP) ihren mehrtägigen Kongreß, an dem man ebenfalls in kürzeren Workshops einen guten ersten Eindruck von NLP bekommen kann.
    Näheres unter http://www.dvnlp.de

    Zur "wissenschaftlichen Fundiertheit" noch: Da hat NLP m.E. als doch recht junge Disziplin in der Tat noch Nachholbedarf. Die FRAGE bleibt für mich: Wodurch bist Du auf NLP aufmerksam geworden; wofür möchtest Du es nutzen; und: Wo liegt Deine PRIORITÄT? In der wissenschaftlichen Fundiertheit (die keinen Garant für ein Gelingen in der Praxis darstellt)? Oder in der praktischen Wirksamkeit (die u.U. keinen wissenschaftlichen Boden hat)? Oder noch woanders?

    Vielleicht wäre es ideal, wenn es beides (oder noch mehr) gäbe. Vielleicht ist aber auch eines davon, was für Dich den Ausschlag gibt. Worauf Du den meisten Wert legst.

    Und "manchmal" ist eine Methode auch in der ein oder anderen Sache Vorreiter, und es dauert lange, bis die Beweisführung folgt. Ein Beispiel: Eines der grundliegendsten und praxiswirksamen NLP-Konzepte (aus den Anfängen, Mitte der 1970er Jahre) ist das "Pacen" (i.S.v. Angleichen) als Grundlage eines guten Kontaktes. Erst nach der Jahrtausendwende (etwa 30 Jahre später) wurde in der Neurophysiologie das Konzept der "Spiegelneuronen" entdeckt, das als theoretisches Fundament des "Angleichen-Konzeptes" betrachtet werden kann.
    As time goes by ...

    Ich bin gespannt, wo Dich Deine gesunde Skepsis als Sprungbrett hinführen wird und eintauchen lässt, und freue mich, mehr davon zu hören und auf den weiteren Dialog.

    Mit neugierigen Grüßen
    Michael
    This post was modified on 14 Jul 2011 at 11:30 pm.
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  • Barbara Mertins
    Barbara Mertins
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    Re^3: NLP pseudowissenschaftlich? - ein Blick in die Wikipedia
    Peter Fanker schrieb:

    Aber was ist, wenn der sich irrt? Und an Dinge glaubt die nicht funktionieren und so psychologischen Effekten aufliegt, wie einer Selbsterfüllenden Prophezeiung oder dem Barnum-Effekt.
    Was, wenn man als NLPler gar nicht erkennen kann, dass einzelne Methoden nicht wirken, einfach weil man zu sehr an NLP glaubt und sich auch schon so sehr damit beschäftigt hat?


    Klar kann es sein, dass er sich irrt. Das passiert immer wieder, das sich Menschen irren.

    Wissenschaftlich geht man an die Dinge so heran.
    Wenn es funktioniert, versucht man eine Erklärung dafür zu bekommen, warum es funktioniert.
    Dabei unterscheiden sich die Erklärungsversuche logischerweise. Den ich erkläre immer nur das, was in meiner Vorstellungskraft und in meinem Erfahrungsraum liegen kann.
    Daher ist es, so merkwürdig es klingt, letztendlich egal, "warum" etwas funktioniert, wichtig ist das es funktioniert und sich damit etwas an der zuvor nicht gewollten Situation ändern hin zu einer Situation die man so will.

    Dabei ist es letztendlich auch egal, welche der verschiedenen Kommunikationsformen du verwendest, weil du es bist, der damit aufmerksamer wird. Es ist, m. E.niemals die Kommunikationsform wichtig, sondern immer der Mensch der kommuniziert. Kommunikationsformen sind immer nur Werkzeug, ob du mit einer Kneifzange oder einer Kombizange den Nagel rausholst ist Geschmackssache.


    Bitte versteht meine Bedenken: Ich will nicht Zeit und Geld für Dinge ausgeben, die nur scheinbar funktionieren, selbst wenn sie trotzdem gefallen bereiten. Ich bin da irgendwie skeptisch.
    Was in deinem Umfeld hast du sonst so geprüft.?
    Wie gehst du mit den Stühlen um auf die du dich setzt? Schaust du da nach einem Qualitätsurteil, und was ist wenn es das nicht gibt.

    Menschen fangen immer erst einmal an zu glauben, und dann machen sie die Erfahrung, mit dem was sie zuvor geglaubt haben.

    So ist es mit dem Glauben, das der Stuhl dich dauerhaft trägt und mit dem Glauben das NLP dir hilft bei der Kommunikation.
    Zuvor musst du aber den Stuhl gekauft haben und auch in NLP investiert haben.

    Das Risiko bleibt. :-)

    Lg
    Barbara
    This post was modified on 15 Jul 2011 at 09:53 am.
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  • Klaus Schmerbeck
    Klaus Schmerbeck    Premium Member   Group moderator
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    Re^5: NLP pseudowissenschaftlich? - ein Blick in die Wikipedia
    ich denke, Peter sollte sich nicht weiter mit NLP beschäftigen
  • Peter Fanker
    Peter Fanker
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    Re^6: NLP pseudowissenschaftlich? - ein Blick in die Wikipedia
    Hallo,

    erstmal vielen Dank für die vielfältige Resonanz: Das hätte ich so erstmal gar nicht erwartet. Aber erstmal der Reihe nach.

    @ Martin Match Luther:

    Erstmal danke für deinen langen und sehr ausführlichen Beitrag. Der Schnupperkurs hört sich tatsächlich gut an: Ein sanfter Einstieg wäre vielleicht das richtige. Auch ist so ein "Schnupperkurs" qualitativ sicher hochwertiger als ein einfacher VHS-Kurs, allein schon was die Ausbilder angeht. Vielleicht verstehe ich dann ja besser, woher die Begeisterung für das NLP kommt.

    Zur Wellenlänge zwischen mir, Trainer und der Gruppe: Du hast da die Gruppendynamik angesprochen. Ist die Gruppendynamik tatsächlich so wichtig? Für wie wichtig würdest du die Gruppendynamik halten? Meinst du es macht einen deutlichen Unterschied, zwischen einem NLPler der sein Wissen aus Büchern hat und in der Praxis umsetzt und einem, der es in Gruppenseminaren kennengelernt hat?

    Zum Punkt, das NLP umstritten ist: So gut finde ich das gar nicht. Warum ist NLP umstritten,. das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun aber nicht? NLP ist ja eine Kommunikations-Methodensammlung, das heisst, prinzipiell kann man jede einzelne Methode einzeln betrachten und schauen, ob sie funktioniert und gegebenenfalls warum. Ein Negativbeispiel wäre nun die Augenbewegungshypothese. Die scheint schon ewig widerlegt zu sein. Wird mir die auf Seminaren trotzdem beigebracht?

    Wo liegt Deine PRIORITÄT? In der wissenschaftlichen Fundiertheit (die keinen Garant für ein Gelingen in der Praxis darstellt)? Oder in der praktischen Wirksamkeit (die u.U. keinen wissenschaftlichen Boden hat)? Oder noch woanders?
    Ich seh das anders herum. Etwas das sich in der Wissenschaft als nicht funktionierend herausgestellt hat, wird auch nicht in der Praxis funktionieren. Das wäre hier meine Priorität, nach der ich die Sache beurteile. Wenn etwas praktisch funktioniert, wird der Wirksamkeitsnachweis auch wissenschaftlich erbracht werden können. Aber gut, bis jetzt weiß ich nur von der Augenbewegungshypothese die Unfug sein soll. Die anderen Methoden wer ich jetzt mal sukzessive durchgehen. Aber das ist noch offen, genau so wie ich es bin. Da werd ich wohl nochmal in der NLP-Forschungsdatenbank stöbern.

    @ Barbara Mertins
    Was in deinem Umfeld hast du sonst so geprüft.?Wie gehst du mit den Stühlen um auf die du dich setzt? Schaust du da nach einem Qualitätsurteil, und was ist wenn es das nicht gibt.
    Hallo Barbara, üblicherweise bekomme ich -bevor ich mich setze- mit, ob ein Stuhl kaputt ist oder nicht. Genau so mach ichs beim Autokauf: Ich schau es mir an, lese das Werkstattgutachten und vergleiche den Preis mit dem Wert. Wie machst du das denn?

    Du kaufst das Auto und hoffst, dass dich niemand übers Ohr haut?

    Liebe Barbara, so bin ich nicht. Ich schaue mir natürlich vorher an, ob es funktioniert oder nicht. Dabei ist es nebensächlich wie es funktioniert. Ich muss ja schließlich auch nicht wissen, wie ein Auto im Detail funktioniert, hauptsache es fährt. Wichtig ist aber, dass es überhaupt fährt....

    @ Thomas Evers:

    Hier hab ich aber eine ganz andere Meinung:

    NLP besteht aus Methoden, diese kann man überprüfen. Dies ist bei der Augenbewegungshypothese geschehen, mit negativem Ausgang (tut mir leid, dass ich hier schon wieder drauf rumreite). Letztendlich sind es die Methoden, die Menschen benutzen um zu bewirken. Und sie bewirken besser oder schlechter, je nachdem wie gut die Methoden sind.

    Aber wirken können nur Menschen. Dies ist auch mein Problem mit diesen wissenschaftlichen Beweisen; diese versuchen häufig den Menschen auszuklammern um an "objektives Wissen" heranzukommen. Wie soll das funktionieren???
    In dem man sich eine gewisse (meist größere) Zahl von Menschen sucht, die diese Technik möglichst gleich gut beherrscht. Die führen die Technik an einer Gruppe von Leuten aus. Man misst das was man mit der Technik erreichen will, vor der Technik und danach. Dazu gibt es noch eine Kontrollgruppe, mit der man Zeit gar nichts macht außer messen. Außerdem gibt es noch eine Placebogruppe, die auch Kontakt mit einem Trainer hat, aber eine irrelevante Aufgabe bekommt. Auch hier misst man vor der Aufgabe und danach. Danach vergleicht man die Ergebnisse der Gruppen. Wie schon gesagt, es geht um die Technik, nicht um die Menschen. Je besser die Technik funktioniert, desto mehr bewirken auch die Menschen die sie ausführen.

    Jetzt will ich mir erstmal selbst ein Bild machen, welche Konzepte überhaupt überprüft sind und welche nicht. Diejenigen die widerlegt sind, werde ich eben meiden, die die funktionieren, sollen meinen Alltag bereichern. Und die bei denen der Test noch aussteht, sind einen Versuch wert.

    bis später

    euer Peter
    This post was modified on 15 Jul 2011 at 07:18 pm.