NLP – The World of Neuro-Linguistic Programming

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  • Robert Wegner
    Robert Wegner
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    Operationalisierung des Gefühls
    Ausgehend von dem anderen Thread:

    Ah, das hab ich eben erst gelesen. Bin trotzdem neugierig: Was weckt bei dir diese Eindrücke?
    Nachfragen, Erklärungen in Fachsprache, kongruente Körperhaltung, Redeanteil?
    Oder eher eine bestimmte Art von Reaktion auf deine "Tests"?

    Wie gesagt, es ist ein Gefühl (Intuition). Und das ist letztendlich ein Konglomerat aus Körpersprache, Intonation, Aufmerksamkeit, Gesprächsführung, Verständnis, Akzeptanz, Selbstkenntnis und Selbstreflektionsfähigkeit (des Coachs), Fähigkeit zur Metakommunikation etc. pp.. Am einfachsten lässt es sich wohl mit "Flow-Zustand" beschreiben. Dass der Coach mitgeht und mitgehen kann. Sei es in wohlwollender Betrachtung, als auch bei intellektuellen Diskussionen und Infragestellungen.

    "Tests" sind übertrieben. Aber gerade in so einer Situation gehört der Gegenüber natürlich gefordert. Sozusagen ein spielerischer Schlagabtausch, um zu erkennen, dass man einander "würdig" ist - bzw. in dem Fall der Coach. Ich meine, man legt ja eine gute Summe Geld auf den Tisch, damit man (schneller/zielführender) voran kommt. Und zumindest ich würde in dem Fall Ergebnisse sehen wollen. Und da ich viele meiner Angriffs-/Kernschwachpunkte - wenn wir sie so nennen wollen - bereits kenne (meinetwegen auch Vulnerabilitäten, Verletzungen, empfindliche Stellen, wie auch immer) und mir selbst einige Kompetenz zuschreibe (wenngleich mit einem Mantel aus Über- und Unterschätzung *lach*), könnte ich sagen "Das, das und das." - "Wieso?" - "Weil ich da selbst nicht rankomme.", fertig. Dass der Prozess dann woanders hinführen würde, geschenkt. Aber das macht dann ja den guten Coach aus. (Zumindest unter der Annahme, dass ich ihn nicht zur Optimierung aufsuche, sondern um meine - nennen wir es ruhig Defizite, oder zumindest dysfunktionalen Eigenschaften abzupuffern oder zu normalisieren, ohne die Vorzüge derer mit zu tilgen.)

    Wobei ich sagen muss, dass der Ersteindruck in der Hinsicht bisher ziemlich zuverlässig war (im privaten/beruflichen Kontext). Klar fallen damit mitunter auch Personen raus, die vielleicht auch toll sind, aber für den engsten Kreis hat sich dieses Vorgeben bisher als äußerst funktional erwiesen. Man erkennt eben die Menschen, die zu einem passen (oder sagen wir, ich tue es - zu einer hohen Wahrscheinlichkeit). Und so ist es wohl auch bei Coach und Coachee. Jeder findet (früher oder später) den, den er braucht. (Ist zumindest zu hoffen.) Ob ihm seine Kriterien dafür bewusst sind oder nicht, ist sekundär, stellt die Intuition wie gesagt das Ergebnis als dieser Abwägungsprozesse zur Verfügung.

    Das ist ja das Gute. Dass es für jeden passende Gegenstücke gibt (mal mehr, mal weniger Exemplare). Soll ja auch Menschen geben, denen Wahrsager, AstroTV oder esoterisch angehauchte Coachings/Beratungen/Interventionen/whatsoever helfen. Für mich wäre es nichts, aber umgekehrt kämen und kommen auch genug mit mir nicht klar. Und solange der jeweilige Dienstleister für seine Klienten (bzw. im Sinne derer) handelt (was ich bei AstroTV bezweifel - aber gut, das ist ja auch kein Coaching), ist der Rest "egal" respektive "Geschmackssache". Der eine legt den Fokus auf Zertifikate, der andere auf die Interaktion, der Dritte auf Wärme und Verständnis, usw. usf.. Solange der jeweilige Coach seine Kompetenzen für das Wohl des Coachees (und nicht sein eigenes - Weltbild aufdrücken, Lösungen durchdrücken etc.) einsetzt, ist alles okay. Und das ist eine hohe Kunst, aus sich selbst raus- und von eigenen "Befangenheiten" und Mustern wegtreten zu können. Oder wie meinte mein "Chef": "Das unterscheidet Professionalität von irgendwelchem Dahergelaber."

    Nun ja, ich hoffe, das hat das ein wenig erklärt. Hoffe, das führt den Thread nicht zu sehr OT. (Das hat sich ja geklärt *hehe*)

    Robert