NLP – The World of Neuro-Linguistic Programming
Posts 1-10 of 10
-
Ralf Dannemeyer Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Die Landkarte ... und dazu eine Geschichte
Guten Morgen, zusammen,
ich lese morgens gern die Online-Dienste derjenigen Zeitschriften, die auch mal Hintergründiges schreiben - meistens auf der Suche nach Geschichten, die irgendwie zu meinem Lieblingsthema passen ... NLP, Hirnforschung, Entwicklung, Veränderung. Heute morgen stieß ich auf die Geschichte einer Frau, die uns ein wunderbares Beispiel liefert für "Die Landkarte ist nicht die Landschaft" und "Hinter jedem Verhalten steckt eine positive Absicht".
Es ist die Geschichte einer Kerstin aus Berlin, die auf einer Zugfahrt in die bayerische Provinz ihren, sagen wir, ungewöhnlichen Neigungen, nachgeht. Während sie reist, macht sie, worauf sie Lust hat, und erregt damit "öffentliches Ärgernis".
Lest doch mal:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,759063,00.html
Was bedeutet "Die Landkarte ist nicht die Landschaft" für Dich im Alltag, zum Beispiel, wenn Dir eine wie Kerstin aus der Spiegel-online-Geschichte im Zug begegnen würde? Oder wenn sonst irgend etwas passiert, was Deine Landkarte "sprengt"?
Jetzt freue ich mich auf zwölf Führungskräfte aus Pflege- und Gesundheitsberufen, die in unserem Training seit Mittwoch mit großer Liebe dabei sind, ihre Landkarten zu erweitern.
Herziche Grüße in den jungen Morgen
Ralf Dannemeyer
- 29 Apr 2011, 06:35 am
-
Post visible to registered members
-
Jochen Ulbing Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Die Landkarte ... und dazu eine Geschichte
Hallo Ralf!
"Hinter jedem Verhalten steckt eine positive Absicht".
Ich denke dass ich die positive Absicht erkennen kann - klar in dem Fall persönlicher Lustgewinn. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass ich das Verhalten - so es mich stört - hinnehmen muss. Ich denke allerdings, dass die Handlungsmöglichkeiten breiter gefächert wären, als einen Schaffner ins Geschehen hineinzuziehen.
Was bedeutet "Die Landkarte ist nicht die Landschaft" für Dich im Alltag, zum Beispiel, wenn Dir eine wie Kerstin aus der Spiegel-online-Geschichte im Zug begegnen würde? Oder wenn sonst irgend etwas passiert, was Deine Landkarte "sprengt"?
Vielleicht am ehesten, dass ich vom Verhalten nicht direkt auf den Menschen schließen kann/soll. Wer "schlecht" (in meiner Legende) handelt muss noch kein "schlechter Mensch" in meiner Legende sein. Was konkret in einer Situation passiert kann ich nicht sagen - hängt doch sehr vom Kontext und der Art und "schwere" der Verletzung meiner Legende/Landkarte ab.
lg
Jochen
- 29 Apr 2011, 12:03 pm
-
Moritz ElsäßerThe company name is only visible to registered members.Re^2: Die Landkarte ... und dazu eine Geschichte
Meine Landkarte findet an dem Punkt ne Grenze, die ich für mich gewahrt sehen möchte, wo die (NLP-)Regel "Erst (entsprechenden) Kontakt, dann Info" ansetzt.
- 29 Apr 2011, 5:41 pm
-
Post visible to registered members
-
Ralf Dannemeyer Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Die Landkarte ... und dazu eine Geschichte
K.Z. schrieb:
Und für Dich, Rolf, bezogen auf eine kranke Straftäterin ?
Liebe Karin,
das ist doch gerade, zumindest für mich, das interessante, herauszubekommen, wie das ist: Es gilt für Dich diese Grundannahme, Du willst sie leben und achten, und dann passiert sowas ...
Ich sehe die Frau in der Story weder als Straftäterin noch als krank an. Du offenbar schon.
Sie verhält sich in einer bestimmten Weise, die mir nicht gefällt, Dir wahrscheinlich auch nicht, und die im Strafgesetzbuch als Straftat und im psychiatrischen Lehrbuch als krank definiert ist.
Das interessante an der Geschichte ist für mich nicht, was diese Frau tut oder lässt, sondern wie Menschen damit umgehen, was sie da macht. Weil Du nach dem Sinn meiner Frage fragst, liebe Karin: Mir begegnen so viele Menschen, die sich merkwürdig verhalten. So total an meinen Werten vorbei. Und dann? Wie ist das in einem solchen Fall mit den Grundannahmen: Gelten sie nur, solang alles in der akzeptierten Bahn läuft?
Herzliche Grüße
Ralf
P.S.: Was mir noch einfällt: Die positive Intention der Frau ist doch wohl klar - sie steht direkt in der Geschichte drin. Aber die Absicht positiv zu sehen, verträgt sich nicht mit der Vorstellung, die Frau sei eine kranke Straftäterin. So what - haben demnach kranke Straftäter keine positive Absicht? Stimmt danach die Grundannahme gar nicht? Oder nur manchmal, wenn es mir gefällt?
This post was modified on 29 Apr 2011 at 08:21 pm.- 29 Apr 2011, 8:14 pm
-
Post visible to registered members
-
Robert WegnerThe company name is only visible to registered members.Re^3: Die Landkarte ... und dazu eine Geschichte
Hallo Ralf,
Ralf Dannemeyer schrieb:
P.S.: Was mir noch einfällt: Die positive Intention der Frau ist doch wohl klar - sie steht direkt in der Geschichte drin. Aber die Absicht positiv zu sehen, verträgt sich nicht mit der Vorstellung, die Frau sei eine kranke Straftäterin.
natürlich tut sie das. Zumindest in meiner Welt. Das ist so, als würde es keinen freien Willen geben, könnte der Straftäter dies als Rechtfertigung nehmen und sagen "Ich kann ja nichts dafür.". Das Witzige daran ist, dass es am Ergebnis nichts ändern würde (sollte), sagt die Justiz dann einfach "Das wissen wir und wir können dich verstehen, aber vielleicht verstehst du auch, dass wir dich gerade aus diesem Grund zum Schutze der Allgemeinheit wegsperren müssen. Wir können nichts dafür.". So wie der unfreie Wille den Straftäter zwingt, zwingt der Straftäter die Justiz.
Selbiges gilt für die positive Absicht, die der Frau und der gesellschaftlichen Institution. Wie heißt es so schön: "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint."?! Wenn ich irgendwelche korrupten Bänker oder Politiker über den Haufen schießen wollen würde und es täte, bekäme ich (höchstwahrscheinlich) auch keinen Orden.
Nur, weil ich etwas aus professioneller Haltung/Sicht verstehen und wertschätzen kann, heißt das nicht, dass ich es in meiner persönlichen Umwelt tun muss. Ich habe meine eigenen Grenzen - mitunter recht weit gesteckt -, aber nur, weil man in der Lage ist "alles zu verstehen", muss man es nicht immer tun. Eine unserer letzten Diskussionen wolltest du ja auch nicht fortführen, weil sie dir - meiner Wahrnehmung nach - persönlich gegen den Strich ging. Gleichzeitig denke oder hoffe ich zumindest, dass du meine Intention nachvollziehen und verstehen konntest. Sofern gewollt.
Von daher kann ich darauf verzichten, dass sich eine Frau in meiner Gegenwart auf mich und/oder sich befriedigt, außer, wenn das in meinem Interesse ist. Habe ich vollstes Verständnis für ihre Impulse, aber hat sie vielleicht auch ebensolches für meine und/oder die der Gesellschaft.
Inwieweit diese noch zeitgemäß, angemessen und funktional sind, ist in meinen Augen ein anderes Thema und kann diskutiert werden. Ich für meinen Teil brauche keine masturbierenden MitfahrerInnnen im Zug. Zumindest nicht ungefragt.
Robert
- 01 May 2011, 7:05 pm
-
Klaus Schmerbeck Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^4: Die Landkarte ... und dazu eine Geschichte
Guten Abend,
das Axiom 'hinter jedem Verhalten steckt eine positive Intention' hilft Verhalten
zuordnen zu können.
Das Axiom 'die Landkarte ist nicht das Gebiet' hilft Wahrnehmung und Zuordnung
zuordnen zu können.
Aber, wer braucht das jetzt?
Braucht das der Beobachter des Verhaltens? Nicht unbedingt! Es würde nur die
Welt ein wenig besser machen.
Braucht es derjenige, der interveniert? Nicht unbedingt! Es würde nur verhindern,
dass das Verhalten einer Person mit der Person selbst, unabhängig vom Kontext
verwechselt wird.
Diese zwei Axiome zu verstehen ist Basis für NLP.
Gratulation Herr Moderator, Sie verstehen es Ihr Auditorium auf falsche Spuren
zu locken.
Beste Grüße
Klaus Schmerbeck
- 01 May 2011, 9:45 pm
-
Post visible to registered members
