Numismatik und Münzen sammeln
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Marco MüllerThe company name is only visible to registered members.Eine "kurze" Vorstellung
Hallo,
heute möchte ich die Gelegenheit nutzen und eine kleine Vorstellung von mir und meinem Sammelgebiet posten.
Trotz meines jungen Alters von 21 Jahren, kann ich mittlerweile auf über 10 Jahre Erfahrung im Bereich der Numismatik zurückblicken. Schon im Kindesalter (Grundschule) sammelte ich sämtliche Kursmünzen aus dem In- und Ausland, die mir Verwandte, Bekannte und Freunde mitgebracht hatten, oder ich selbst im Geldbeutel fand. Dabe achtete ich noch nicht auf Dinge wie Erhaltung etc., sondern erfreute mich an den schönen Stücken und wollte diese einfach nur - im wahrsten Sinne des Wortes - "Begreifen". Aus diesem Grund waren auch prägefrische Stücke in der damaligen Sammler, von denen ich nur eine Hand voll hatte, voll mit Fingerabdrücken. Dies stellte für mich damals allerdings kein Problem dar, da mich dies nicht störte, sondern ich die Motive und verschiedenen Stücke "erforschen" wollte. Bedauerlicherweise lies diese erste Sammelleidenschaft nach ca. 3 Jahren spürbar nach, bis ich dann die Sammlung gänzlich aufhörte, aber glücklicherweise nicht abgegeben habe.
Zu Beginn des Jahres 2001 und den damit verbundenen Vorbereitungen zur Einführung des Euro, kam bei mir das Interesse an der Numismatik wieder zurück. Ich packte meine alte Sammlung aus und besorgte mir Literatur dazu. In dieser Zeit legte ich mir etliche Grundsteine in den Bereichen Sammlungsaufbau und -umgang, Erhaltung, Aufbewahrung und Handhabung. Mein erstes Stück der neuen Sammlung wurde dann, durch ein Geschenk meines Großvaters, das 1 DM Stück in Gold. Von diesem Stück förmlich fasziniert, begann ich mich intensiv in die Materie einzuarbeiten. Bis zum Ende des Jahres war mein Hauptsammelgebiet dann, die damalig noch kursgültigen, DM-Münzen. Mit der Einführung des Euro kam dann dieses Sammelgebiet mit hinzu, wobei ich mich auf die dt. Ausgaben (Kurs- und Gedenkmünzen), sowie die Kursmünzen der weiteren Eurostaaten beschränkt habe. Durch die Vielzahl der Ausgaben kam dann als Schüler leider das große Problem der Finanzierung des Hobbys hinzu, was mich dann dazu bewegte Zeitungen auszutragen und Ferienjobs zu suchen. Weiterhin eignete ich mir viel Wissen mit dem Umgang von Münzen an und knüpfte zahlreiche Kontakte mit Sammlerinnen und Sammlern im In- uns Ausland. Auch die Interessengebiete im Rahmen des Euro, wie z.B. Fehlprägungen, Privat-KMS, etc. kamen hinzu, wobei ich diese nur sporadisch in die Sammlung mit aufnahm. In dieser Zeit begann ich mich in numismatischen Foren zu beteiligen und auch für, mit der Numismatik verbundenen Internetseiten, Artikel über Münzausgaben oder anderen Themenbereiche der Numismatik zuschreiben. Es entwickelten sich zahlreiche Freundschaften zu anderen Sammlern, die bis heute Bestand haben.
Anfang 2007 kam es dann zu einem einschneidenden Erlebnis meiner numismatischen Laufbahn. Ich bekam eine Münze gezeigt, die aus einem Metall bestand, welches mir bis dahin gänzlich unbekannt war. Es handelte sich um eine 40 Dollar Münze aus Australien, welche in Palladium (Pd) geprägt war. Der Glanz und die Beschaffenheit dieses Materials (und auch der Münze) faszinierte mich so sehr, dass ich beschloss meine Euro-Sammlung aufzulösen und mich nur noch Münzen aus diesem Material zu widmen. Im ersten Schritt begann ich mich nur mit den australischen Palladiummmünzen, dem "Emu", auseinanderzusetzen. Dabei entstand meine erste eigene numismatische Internetseite
http://www.emu-palladium.de, die seit September 2007 online verfügbar ist. Im nächsten Schritt suchte ich nach Literatur sowie nach Informationen im Internet, über die weiteren Palladiumprägungen. Leider musste ich schnell feststellen, dass es nur wenig Literatur und wenige Internetseiten zu diesem Thema gibt. Des weiteren ist ein Großteil der Literatur nur noch antiquarisch zu bekommen und enthalten keinesfalls eine vollständige Auflistung. Darüber hinaus tauchten sehr schnell widersprüchliche Angaben zu den einzelnen Ausgaben in der Literatur (und Internet) auf. Im nächsten Schritt kamen auch Medaillen, Token, Abschläge, Proben, Barren etc. aus dem Material Pd in meinen Fokus. Durch intensive Forschungen entdeckte ich dabei Ausgaben, die bis heute weder in der Literatur, noch im Internet zu finden waren. Darüber hinaus gibt es bei den Proben und Abschlägen sehr oft nur Einzelstücke. Auch bei diesem Sammelgebiet tauchte, noch schneller als bei der Eurosammlung, dass Problem der Finanzierung auf, da ich zur Zeit Student bin. Aus diesem Grund befasst sich ein Großteil meiner Tätigkeit im Bereich Palladiumprägungen damit, eine Datenbank aufzubauen, die möglichst viele Ausgaben mit detaillierten Informationen listet; kurz gesagt "Forschung". Auch das auffinden bis dato vergessener Ausgaben, nimmt einen Großteil meines Hobbys ein. Sicherlich findet auch das ein oder andere Stück in meine Sammlung, über die ich sehr stolz bin. In diesem Zusammenhang entstand Ende 2008 das Blog
http://www.palladiumblog.de. Rückblickend möchte ich die These wagen, dass ich mit diesem Sammel- und Interessengebiet genau mein Gebiet gefunden habe, welchem ich in den nächsten Jahrzehnten treu bleiben werde.
Anfang 2008 entschloss ich mich, einen Münzverein zu suchen und wurde in der Nähe meines Wohnortes fündig. Sehr schnell wurde ich Mitglied der Badischen Gesellschaft für Münzkunde Karlsruhe und 1 Jahr darauf zum stellv. Vorsitzenden dieser gewählt.
Durch die Einblicke in das Vereinsleben und in die Tätigkeiten der einzelnen Sammler, wurde mir sehr schnell bewusst, dass viele Sammler in Ihrem Sammelgebiet Untersuchungen betreiben, die für andere Sammler und auch für die Forschung, von großem Interesse sind. Aus diesen und weiteren Erkenntnissen kam ich zu dem Entschluss, dass möglichst viele Sammler und Interessierte einen für sich passenden Münzverein finden sollten. Da dies teils sehr schwierig ist, war und ist mir bewusst. Es gibt mittlerweile über das Internet die ein oder andere Auflistung, aber meist nur von Vereinen, die einer Organisation angehörigen. Aus diesen Gründen entstand deshalb vor wenigen das Projekt
http://www.muenzverein.de, wo sich jeder Münzverein im deutschsprachigen Raum kostenlos vorstellen kann. Ich hoffe, dass dadurch Sammler Ihren passenden Verein finden können.
Abschließend möchte ich allen Menschen danken, die mich bis heute tatkräftig in meinen "Numismatischen Unternehmungen" unterstützt haben. Vielen Dank!
Dies war ein kurzer Abriss meiner Vorstellung. Allen wünsche ich einen schönen Sonntag.
Viele Grüße
Marco
- 19 Apr 2009, 1:28 pm
