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  • Re: Visualisieren - Workshop und Netzwerken am 25.11. 01.11.2009, 12:36

    Hallo Mike,

    da ich in der letzten Zeit des öfteren Vorträge gehalten habe, habe ich eine lustige visualisierende Methode entwickelt, wie ich mit einer kleinen Gedankenstütze ziemlich frei reden kann.
    Hier zum anschauen und nachmachen:
    http://www.flickr.com/photos/22071300@N02/?saved=1

    Das klappt ganz wunderbar, besonders weil man sich beim Malen ganz schön den Kopf zerbrechen muss, wie man abstrakte Wörter visualisiert.

    Einen Tag voller Geistesblitze wünscht Euch, arielle
  • Re^2: Visualisieren - Workshop und Netzwerken am 25.11. 02.11.2009, 09:59

    Ariellchen, Sonnenschein,

    ich komm nicht drauf - um was ging es in Deinem Vortrag? Bilderrätsel waren noch nie meine Stärke :)

    Montagmorgengrüße an alle
    Kathleen
  • Re^3: Visualisieren - Workshop und Netzwerken am 25.11. 02.11.2009, 19:17

    Liebe Kathleen,

    ich glaub, da würde auch niemand drauf kommen. Diese Methode ist absolut geheimdiensttauglich, besonders wenn einer ohne Softwarehilfe nur krakeln kann, wie ich.
    Auf der Karte gehts um die Geschichte der Tafelkultur mit besonderem Augenmerk auf Fürst Pückler.
    Ich hab mal den Textbaustein zur allgemeinen Unterhaltung drangetan:

    (Auszug...)

    Mancher von Ihnen kennt vielleicht die schockierenden Geschichten vom spanischen Hofzeremoniell, wo ein König, der in einem Sessel am Kamin saß, schwere Verbrennungen erlitt, weil der Oberkammerherr nicht anwesend war, der der einzige war, der den königlichen Sessel wegrücken durfte.
    Zu beneiden waren diese Könige nicht. Ludwig XIII z.B. aß immer allein, denn nur Ranggleiche durften an einem Tisch sitzen. Sein Hof aber stand währenddessen um ihn herum „machte Umstände“, und bediente ihn zeremoniell so feierlich, dass die Speisen meist kalt auf seinen Teller kamen.
    Pückler war auch mit höfischer Etikette aufgewachsen. Aber so verrückt ging es in Muskau nicht zu. Als sein Vater starb und er die Standesherrschaft übernahm, änderte er allerdings so einiges. Englands Reichtum und Modernität beeindruckten ihn schon vom Hörensagen. Dort glichen die Kutscher Erzbischöfen und fließendes Wasser kam aus der Wand.
    Auf dem Kontinent dagegen starrte der Dreck allerorten, die Häuser waren rauchig, die Misthaufen direkt vor den Fenstern und die Menschen mufften.
    Dringender als vieles andere wollte der junge Pückler gesellschaftlich anerkannt sein, und so musste er en vogue oder gar stilbildend, sein Haus also englisch sein. Bevor Lucie nach Muskau kam, übte er mit einigen Damen des Ortes die Tischsitten und machte sie tafelfähig. U.a. schenkte er Ihnen dafür vorzeigbare Handschuhe. Auf der anderen Seite spürte Pückler die Leere und Lächerlichkeit dieser „vielfach pedantischen Sitten“. Er sehnte sich nach Einfachheit und Authentizität. Er erkannte, dass die Darstellung des Überflusses (denn mit dem Überfluss war es nicht weit her bei Pückler) mehr für andere als für sich selbst bedeutsam war.
    In einem Brief an Lucie träumte er davon Muskau zu verkaufen, mit ihr in ein einfaches Bauernhaus zu ziehen und sie würde für ihn Pfannkuchen backen.
    Je älter er wurde, desto mehr passte er die Regeln seinen eigenen Vorstellungen an.


    herzliche Grüße in die weit entfernte Landeshauptstadt, arielle
  • Re^4: Visualisieren - Workshop und Netzwerken am 25.11. 03.11.2009, 11:04

    ...so fügt es sich zusammen - in der Tat ist die Zeichnung nur mit dem richtigen Code lesebar ;)
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