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  • Gottfried Frais
    Gottfried Frais    Premium Member   Group moderator
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    Gruppen-Newsletter: Motorradmuseum Eggenburg: Ende und Neubeginn

    Liebe Oldtimerfreunde,
    liebe Motorradfreunde,

    wie schon mehrfach berichtet schließt das Motorradmuseum Eggenburg in Niederösterreich mit Ende dieses Jahres seine Pforten, als letzte Konsequenz von politischen Intrigen, Verbreitung von Halbwahrheiten und Lügen seitens der Gemeinde Eggenburg und Boykottierung des Museumsbetriebes.

    Ich habe die Geschichte des Museums sowie die Ereignisse, die zur Schließung des Museums führten, an Hand von Presseaussendungen, sowie ergänzenden Informationen, die mir Prof. Ehn freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, auf 3 Seiten zusammengefasst.

    Wer es also genau wissen will kann sich den Text hier runterladen:

    www.lichtzeichen.cc/XING/Motorradmuseum.pdf

    Und wer den Text zu Ende liest erfährt auch gleich eine Neuigkeit, die erst seit wenigen Tagen offiziell ist:

    Das Motorradmuseum besteht weiter, nur 8 km von Eggenburg entfernt, in Sigmundsherberg.

    Dort hat Prof. Friedrich Ehn schon 2005 einen alten Bauernhof (1638 erstmals urkundlich erwähnt), als Depot für seine Motorräder gekauft und liebevoll restauriert.
    In weiterer Folge hat er das neben dem Bahnhof Sigmundherberg gelegene Fabriksgebäude gekauft, in dem in Zukunft das Museum untergebracht sein wird - ohne Subventionen, ohne Steuergelder und ohne Förderungen oder finanzielle Unterstützungen von Politikern oder Parteien.

    Aktuelle Neuigkeiten dazu werden auf der homepage des Museums zu finden sein www.motorradmuseum.at

    Ich wünsche Ihnen allen eine schöne Saison und gute und unfallfreie Fahrt

    mit herzlichen Grüßen aus Wien

    Gottfried Frais



    --
    Dieser Newsletter wurde von Moderator Gottfried Frais für die Gruppe "Oldtimer" verfasst.

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  • Gottfried Frais
    Gottfried Frais    Premium Member   Group moderator
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    Re: Gruppen-Newsletter: Motorradmuseum Eggenburg: Ende und Neubeginn
    Hier der ganze Text des PDF:

    Anfang und vorläufiges Ende des Österreichischen MotorradMuseums
    Sammlung Friedrich Ehn in Eggenburg

    Das ÖSTERREICHISCHE MOTORRADMUSEUM Sammlung Friedrich EHN wurde im Jahr 1980 mit den damaligen Stadtvätern unter Bürgermeister Hofer auf Handschlagbasis gegründet.
    1982 wurde, nach 2-jährigem Probebetrieb, ein Museumsvertrag abgeschlossen.

    Das zur Verfügung gestellte Gebäude, eine ehemalige Möbelfabrik und danach KfZ-Berufsschule, war in desolatem Zustand und wurde in den darauf folgenden Jahren kontinuierlich mit Hilfe von Eco Plus, dem Stadbaumeister Metzger und großem persönlichen und finanziellen Einsatz von Prof. Ehn renoviert und in den heutigen Zustand gebracht. Dabei flossen allein 2 Mio. Schilling [ca. € 150.000,-] aus Prof. Ehns Privatvermögen in den, nach wie vor der Gemeinde Eggenburg gehörenden, Gebäudekomplex. Weiters stellte er die, bis heute in seinem Besitz befindlichen Ausstellungsobjekte, sowie einige Leihgaben Dritter, zur Verfügung.

    Aus dem operativen Betrieb des Museums erwuchsen der Gemeinde ebenfalls bis heute keine Kosten.

    Des Weiteren verzichtete Prof. Ehn auf ein Geschäftsführergehalt, obwohl im Vertrag vereinbart. Als Äquivalent stellte die Gemeinde nach 9 Jahren 2 Helfer [30-Stunden/Woche] zur Verfügung, die aber in erster Linie für die Pflege der Liegenschaft [ebenfalls in Gemeindebesitz] zuständig waren.

    Über 20 Jahre funktionierten der Betrieb und die Zusammenarbeit mit der Gemeinde weitgehend problemlos.

    Die Probleme begannen 2001 unter Bürgermeister Jordan (ÖVP), als die Gemeinde die Kosten für notwendige Sanierungsarbeiten [Dach, Dachrinnen], an den in ihrem Besitz befindlichen Gebäude, nicht übernehmen wollte.

    Ende 2005 erklärte die Gemeinde in einer Sitzung, mit Bgm. Jordan und der sogenannten & selbsternannten „Museumskommission”, sie müsste im Auftrag des Landes NÖ am Museumsbetrieb Einsparungen vornehmen - angeblich würde dieser die Gemeinde 1,2 Mio. € kosten - wofür diese aufgewendet werden blieb allerdings bis heute im Dunkeln.
    Ebenfalls in dieser Sitzung bot Prof. Ehn die in seinem Besitz befindlichen Fahrzeuge des Museumsfundus der Gemeinde zum Kauf an.
    Nach „nur” 10 Monaten flatterte ein Schreiben ins Haus, in dem angekündigt wurde, dass ab 2008 eine Reinigungskraft eingespart werde. Prof. Ehn antwortete, dass ohne Reinigungskraft das Museum nicht zu führen sei.

    Darauf war wieder Stille.

    2007 gab es dann auf Verlangen von Prof. Ehn wieder ein Gespräch mit Gemeindevertretern, zu den Themen Einsparungen und Ankaufsoption, neuerlich ohne Ergebnis.

    2008 spitzte sich dann die Situation zu.

    Prof. Ehn bot, unter Einhaltung aller Ausfuhrbestimmungen und unter Beiziehung, sowie mit Genehmigung des Bundesdenkmalamtes, 200 in seinem Besitz befindliche Fahrzeuge, beim renommierten Auktionshaus Bonhams in London, zur Versteigerung an.

    Diese Veräußerung war wesentlicher Teil einer zukunftsorientierten Museumsführung [für in Museums-angelegenheiten völlig unbedarfte, unerfahrene und ahnungslose Provinzpolitiker natürlich schwer nachvollziehbar]:
    • Alle 200 Fahrzeuge hatten einen geringen oder gar keinen Österreichbezug und waren zum größten Teil auch nie im Museum ausgestellt.
    • Die Gemeinde war und ist weder willens noch in der Lage Fahrzeuge anzukaufen, man hat darüber nicht einmal nachgedacht oder auch nur ein Wort gesprochen oder geschrieben und auch keine Absicht dahingehend kundgetan.
    • Durch den Verkauf entstehende Raumreserven sollten für Sonderausstellungen genutzt werden.
    • Auch nach dieser Versteigerung blieb dem Museum das 2004 verliehene „Österreichische Museumsgütesiegel” selbstverständlich erhalten.
    • Das Österreichische Motorradmuseum ist nach wie vor das mit Abstand größte seiner Art in Österreich.
    Ungeachtet dieser Tatsachen kündigte die Stadtgemeinde den zwischen der Gemeinde und Prof. Ehn abgeschlossenen Museumsvertrag (der auch 2004 vom Land NÖ genehmigt worden war) per 26. Juni 2008, bereits 4 Tage vor der Auktion, mit der Begründung, dem Museum sei durch die Auktion die Geschäftgrundlage entzogen worden.
    Gleichzeitig heuchelte man aber Interesse am Fortbestand des Museums und verlangte die Erstellung von Konzepten und Businessplänen im Hinblick auf Förderungsmöglichkeiten des Landes NÖ.

    Prof. Ehn lehnte diese unsinnigen Forderungen mit der Begründung ab, dass ein „Businessplan” wenn schon, dann von beiden Vertragspartnern vorzulegen ist [einen „Businessplan” von jemanden, der fast 30 Jahre erfolgreich dieses Museum geführt hatte zu verlangen, empfand Prof. Ehn zu Recht als Affront]. Außerdem erfordere dieser Plan, als Bestandteil eines Vertrages, die kostenpflichtige Einschaltung eines Wirtschaftsprüfers - von wegen notwendige Einsparungen....
    Die Erstellung von Förderplänen wäre überdies alleinige Aufgabe des Rechtsträgers, also der Stadgemeinde Eggenburg.

    Am 25. 11. 2008 leitete Prof. Ehn das verlangte Zukunftskonzept in Form eines Memorandums an die Gemeinde weiter.

    Just zu dem Zeitpunkt, als kurz darauf Prof. Ehn wegen einer Hüftoperation im Krankenhaus lag, zog man auch, quasi über Nacht und hinter seinem Rücken, die 2 von der Gemeinde bereitgestellten Helfer aus dem Museum ab.

    Geradezu als Verhöhnung seiner Lebensarbeit empfand Prof. Ehn ein Schreiben von RA Dr. Nagl, vom 11. Dezember 2008, [eingelangt am 13. Jänner 2009] der ihm im Namen der Stadtgemeinde Eggenburg wortreich ausrichtete, dass durch die Bonhams Auktion die Basis des Weiterbestandes des Museums entzogen wurde, sein Memorandum kein Konzept für die Neuausrichtung des Museums darstelle und dieser Vorschlag (das Memorandum) noch nachteiliger (sic!) für die Stadtgemeinde Eggenburg sei, als es das bisherige Übereinkommen war.
    Da die Gemeinde parallel dazu seit über einem Jahr jedes Gespräch mit Prof. Ehn verweigerte, andererseits aber jede Menge unsinniger und unverschämter Forderungen aufstellte, sowie Halb- und Unwahrheiten verbreitete, beschloss Prof. Ehn das Museum mit Ende 2009 endgültig zu schließen, da von der Gemeinde nicht einmal ansatzweise eine Bereitschaft zur Kooperation oder gar eine Vertragstreue zu erkennen oder zu erwarten war.

    In weiterer Folge musste, auf Grund der nicht vorhersehbaren Entwicklung, die bereits fix geplante Begleitausstellung zur N.Ö. Landesausstellung 2009: „Hans und Erich Ledwinka – vom Tatra 11 zum Puch G”, unter Mitarbeit des Tatra Museum Koprvenice (CZ), des Technischen Museums Prag, sowie des Technischen Museums Wien, abgesagt werden.
    Nun, da der Karren endgültig an die Wand gefahren war, und man befürchten musste, dass nach und nach doch die Wahrheit ans Licht kommen würde, hatte man von Seiten der Gemeinde immer weniger Hemmungen und Skrupel, Gerüchte und Lügen in Umlauf zu bringen.

    So entblödete sich die sogenannte und selbsternannte „Museumsgruppe”, bestehend aus politischen Mandataren, die von Museen allgemein und dem Motorradmuseum im Speziellen keine Ahnung haben, ein Pamphlet gegen Ehn und sein Museum in der „Eggenburger Stadtzeitung” zu verfassen. Da dieses – mit öffentlichen Geldern gesponserte – Provinzblättchen zum überwiegenden Teil ungelesen zum Altpapier wandert, haben diese Schlaumeier den Text vergrößert, rot eingerahmt und an der Museumsmauer, anlässlich des letzten Flohmarktes des Museums, in Eggenburg affichiert, so dass es die Besucher (heuer wieder ca. 3.000) lesen konnten und sollten.

    Wir haben diesen Sudeltext, ebenso wie viele Brancheninsider, voll Empörung gelesen und Prof. Ehn um eine Stellungnahme gebeten:

    „Prof. Ing. Ehn hat dabei (im bisherigen Museumsvertrag, Anm.) seinen ausdrücklichen Wunsch bekundet, dass bei seinem Ableben die von ihm dem Museum zur Verfügung gestellten Exponate dem Museum gewidmet bleiben und in das Eigentum der Stadtgemeinde Eggenburg übertragen werden”.
    Prof. Ehn bezeichnet das treffend als „Erbschleicherei auf niedrigem Niveau” - und etwas Anderes ist es auch nicht, denn davon, dass er sein Privateigentum verschenkt, war nie und nirgends die Rede und schon gar nicht Bestandteil irgendeines Vertrages. Vielleicht spekulierte man auch damit, „zuerst schmeiß’ ma’n auße und dann halt ma d’Hand auf - der weiß eh nicht wohin mit dem alten Krempel”.

    „Für das Museum grundlegende Entscheidungen wie der Ausstieg aus der Aktion des Landes Niederösterreich, der NÖ-Card oder die Entfernung des Namens Eggenburg aus dem Titel des Museums wurde von Prof. Ehn einseitig getroffen ...”

    ... denn lt. Vertrag war er auch der alleinige Verantwortliche für diese Entscheidungen. Die Namensänderung wurde bereits 1998 aus Marketinggründen getroffen und umgesetzt. 2009 hat das dann auch die Gemeinde endlich mitgekriegt . . . .

    „Anfragen der Stadtgemeinde Eggenburg über Besucherzahlen oder die konkrete Geschäftsgebarung des Museum blieben von Prof. Ehn unbeantwortet”.

    Die Buchhaltungsunterlagen lagen seit 1982 jedes Jahr bei der Gemeinde auf. Prof. Ehn wurde darüber hinaus auch immer wieder vom Finanzausschuss der Gemeinde geprüft. Natürlich sind Besucherzahlen und Geschäftsgebarung bekannt, zuletzt vorgelegt im Dezember 2005. Und im Übrigen sind diese Unterlagen ein Teil der jährlichen Einkommensteuererklärung Ehns am Finanzamt.

    „Selbst von der Versteigerung von rund 350 Fahrzeugen des Motorradmuseums Eggenburg in London und von der von Prof. Ehn verkündeten Neukonzeption des Museums in ein Museum vor allem mit landwirtschaftlichen Gräten (sic!), erfuhren die Verantwortlichen der Stadtgemeinde Eggenburg aus den Medien. Diesbezügliche Anfragen der Stadtgemeinde blieben wie immer ergebnislos”.

    Tatsächlich wurden rund 200 Fahrzeuge versteigert, und kein einziges davon gehört dem Museum, denn dieses besitzt keine Fahrzeuge und hat auch nie welche besessen. Es handelte sich, ebenso wie bei allen anderen, die im Museum stehen, um ausschließlichen Privatbesitz und im Eigentum von Prof. Ehn befindliche Fahrzeuge (mit Ausnahme von Leihgaben Dritter). Das „Museum vor allem mit landwirtschaftliche Gräten” ist übrigens nach wie vor ein Mysterium....

    „Durch den Verkauf der Museumssammlung erzielte Prof. Ehn gutes Geld”

    „Da Neid is a Luada” befand schon Johann Nestroy, als hätte er es geahnt.....
    Seit 2005 hatte die Stadtgemeinde das ihr eingeräumte Vorkaufsrecht nicht einmal ignoriert, 3 Jahre danach, als er einen Teil seines Privateigentums, für das er keinen Platz hatte, verkaufte, sprach man ihm das Recht dazu ab.

    „... hat der Gemeinderat einstimmig die Auflösung des Vertrags aus dem Jahr 1982 beschlossen und Prof. Ehn eingeladen, über die Neuausrichtung zumindest ein Konzept vorzulegen, da sämtliche Ausgaben des Museums das Gemeindebudget belasten und der Gemeinderat einfach wissen muss, wofür die Mittel für das Motorradmuseum verwendet werden”

    Das Konzept lag ja vor, nur die Herren Politiker wollten davon nichts wissen und es nicht sehen, obwohl sie es verlangt hatten. Prof. Ehn, und wahrscheinlich viele andere, nicht nur in Eggenburg, hätten natürlich auch gerne gewusst, wofür die Gemeinde tatsächlich die angeblichen 1,2 Mio. Euro (also über 16 Mio. Schilling) ausgegeben hat.
    Denn lediglich diese Ausgaben hat sie wirklich bestritten:
    • Erhaltungskosten eines Hauses, das ohnedies im Gemeindebesitz war und ist (und für dessen vollständige Sanierung sie bis heute nichts bezahlte!).
    • Kanalgebühr der WC Anlage für Besucher und Mitarbeiter
    • Lichtstrom für Ausstellungsräume, Werkstätte, Büro und Aufenthaltsräume
    • Betriebskosten des Museumsbüros mit Aufenthaltsräumen (Zimmer Küche Kabinett)
    • Ein Helfer (Hilfsarbeiterlohn)
    • Eine Reinigungsfrau mit 30 Wochenstunden (Teilzeitarbeitslohn)

    Der operative Betrieb sowie die Kustosleistungen und die wissenschaftliche Leitung des Hauses wurden von Prof. Ehn gratis gemacht. Darüber hinaus war in all diesen Jahren der operative Betrieb kostendeckend, für diesen musste die Stadtgemeinde Eggenburg ebenfalls bis heute nicht einen Cent [früher Groschen] ausgeben.

    Unbeantwortet bleibt natürlich auch die Frage, wie sich die Stadtgemeinde Eggenburg den Weiterbetrieb des Museums vorstellt, wenn sie nicht in der Lage ist, sich dieses, mit Sicherheit billigste Gemeindemuseum Österreichs, in Hinblick auf seine Größe und internationale Bedeutung, weiterhin zu leisten und nicht einmal eine Hilfskraft bezahlen kann oder will, von einer qualifizierten Museumsleitung ganz zu schweigen.

    „Selbst wenn Prof. Ehn medial verkündet, die Stadtgemeinde hätte dumm und unprofessionell gehandelt und einer Neuorientierung würde er nur zu seinen Bedingungen nicht im Weg stehen, steht der Gemeinderat zu seinem einstimmigen Beschluss, mit dem Prof. Ehn eingeladen wurde, gemeinsam und gleichberechtigt an einer Neuorientierung zu arbeiten”.

    So sieht also „Gleichberechtigung” nach Ansicht der Stadtgemeinde und Ihrer politischen Vertreter aus:
    von Seiten der Stadtgemeinde jahrelange Unterstellungen, Verleumdungen, Schikanen, Gesprächsverzögerungen und -verweigerungen, auf falschen Fakten und fadenscheinigen Begründungen beruhende Kündigung, danach wie zum Hohn Einräumung einer „letzten Frist” zur Präsentation längst gelieferter Unterlagen und einseitige Vertagsverletzungen - und wenn der Vertragspartner dann sagt, jetzt reicht’s mir endgültig, ist man auch noch stinkbeleidigt.

    Anscheinend sollte Prof. Ehn dafür wohl noch dankbar sein . . .



    Am 22. 4. 2009, also rund ein halbes Jahr nach der Kündigung, wurde Ehn unter dem Motto „haltet den Dieb” seitens der Museumsgruppe zu einem „allerallerletzten” Gespräch mit der Museumsgruppe und einem Mediator des Landes genötigt. Im Beisein seiner Gattin und eines Vertrauensmannes stellte er die Faktenlage noch einmal endgültig klar, die „Museumsgruppe” hat sich „für seine 30 jährige Arbeit hier bedankt und gleichzeitig versucht, Ehns Ärger über die Gemeinde zu verstehen”... Daraufhin wurde ihm auch ein „Fairnessabkommen” bis zur endgültigen Schließung abgerungen.

    Dies, damit die Gemeinde in Form der Museumsgruppe dann als die Braven und Guten in der NÖN (Woche18/2009) stolz verkünden konnte: „Motorradmuseum: Ende ist Entscheidung Ehns”.

    Prof. Ehn ist mit Eggenburg ohne Groll fertig, denn „die Verantwortlichen für die Museumsschließung sind mit sich selbst genug gestraft”.

    Bestärkt durch die vielen positiven Zurufe aus der Bevölkerung, von Museumskollegen, von vielen Freunden und Besuchern des Museums haben sich Ehn und seine Gattin Monika entschlossen:


    Es geht mit voller Kraft in Sigmundsherberg weiter!
    (Denn zum Vogerlfüttern im Park fühlen wir uns noch zu jung)


    Im definitiv 30. Betriebsjahr wird das Museum am neuen Standort in 3751 Sigmundsherberg, nur acht Kilometer vom bisherigen Standort neu entstehen. In einem bestens geeigneten Museumsgebäude, das ihm gehört, mit seinen eigenen Fahrzeugen, ohne jedwede „Förderung und Hilfe” von selbstherrlichen Provinzpolitikern (oder sonstigen, die öffentlichen Steuergelder von uns allen verschleudernden, Politfunktionären).

    Das neue Museum steht, mit eigenen Besucherparkplätzen, direkt neben dem Bahnhof!
    Informationen werden ab Ende der baulichen Adaptierungsarbeiten sofort veröffentlicht!
    http://www.motorradmuseum.at