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Katharina Novoselov Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Ausstellung “Grenzen überschreiten” in Salzburg und Laufen
“GRENZEN ÜBERSCHREITEN. Bayern und Salzburg 1810 bis 2010“ ist eine Doppelausstellung zwischen dem Salzburg Museum und dem Alten Rathaus in Laufen. Die knapp sechs Jahre dauernde bayerische Herrschaft über Salzburg von 1810 bis 1816 und deren Folgen sind Thema der Sonderausstellung, die vom 11. Juni bis zum 31. Oktober 2010 läuft.
Vor rund 200 Jahren gab es durch die Napoleonischen Kriege gravierende Konsequenzen für beide Länder. Das geistliche Fürstentum Salzburg wurde 1810 in das Königreich Bayern eingegliedert und fiel 1816 endgültig an Österreich.
Wer waren die Mächtigen dieser Zeit? Es waren Erzbischof Colloredo, Kaiser Franz II. von Österreich, Napoleon I. Kaiser der Franzosen bis hin zu König Max I. Joseph von Bayern und Kaiser Franz I. Mehr als 2.000 Jahre reichen die Beziehungen Salzburgs zu Bayern zurück, bis in die römische Zeit, als der Verwaltungsbezirk Iuvavum vom Attersee bis zum Chiemsee reichte. Weiter heißt es im Pressetext des Salzburg Museums zur Ausstellung “Zwischen 1800 und 1816 hatte Salzburg mehrere militärische Besetzungen sowie insgesamt fünf Herrschaftswechsel zu erdulden. 1803 wurde das geistliche Fürstentum Salzburg in ein weltliches Herzogtum umgewandelt. Die kurz dauernde Wiedervereinigung mit Bayern erfolgte 1810, als Kaiser Napoleon das Herzogtum Salzburg an das Königreich Bayern als „Belohnung“ für dessen Bündnistreue im Krieg gegen Österreich übergab.”
Es werden in den Ausstellungsräumen in sehr anschaulichen Tafeln 2.000 Jahre gemeinsame Geschichte von Bayern und Salzburg gezeigt. Eine informative Darstellung ist etwa dem Thema “Salzburg der Spielball von Machtinteressen in der Napoleonischen Zeit” gewidmet sowie der sechsjährigen bayrischen Herrschaft über Salzburg (1810-1816). Woraus dann auch hervorgeht, wie 1816 Salzburg dann wieder endgültig zu Österreich kam. Ein besonderes Kapitel ist auch den “Salzburger Soldaten im Russlandfeldzug Napoleons” gewidmet.
Weiters werden auch bedeutende europäische Verträge und Dokumente (1801 bis 1816) im Original ausgestellt, darunter etwa der Friedensvertrag von Lunéville 1801, der den zweiten Koaltitionskrieg mit einem Waffenstillstand zwischen Frankreich und Österreich sowie dem Reich beendete, der Friedensvertrag von Schönbrunn 1809 zwischen Napoléon I. und Franz I. von Österreich oder der Pariser Vertrag von 1810 zwischen Bayern und Frankreich. Zu sehen ist zudem der Vertrag aus dem Jahr 1816 von München zwischen Bayern und Österreich.
Weiters werden auch noch zahlreiche Urkunden, Dokumente, Gemälde, Portraits und Alltagsgegenstände gezeigt.
Im Alten Rathaus in Laufen werden die Beziehungen über die österreichisch-bayrische Grenze in verschiedenen Facetten bis zur Gegenwart thematisiert. Themen der Ausstellung hier sind darüber hinaus: “Von Bayern nach Salzburg und zurück: Die Entwicklung von Auto- und Eisenbahn sowie Post- und Fernmeldewesen”, “Städte am Fluss”, “Salz – Rohstoff, Nahrungsmittel, Wirtschaftsgut. Das Salz- und Salinenwesen im Grenzbereich zwischen Bayern und Salzburg”, “Der Rupertiwinkel als alt-Salzburgscher Kulturraum”, “Untersberg und Obersalzberg” und nicht zuletzt “Politik”.
Die Doppel-Sonderausstellung im Salzburg Museum und im Alten Rathaus in Laufen ist im wahrsten Sinne des Wortes eine „grenzüberschreitende“ Kooperation und gibt einen interessanten Einblick in die gemeinsame Geschichte von Salzburg und Bayern.
Eröffnet wurde die Ausstellung am 11. Juni 2010 in der Alten Residenz im Carabinierisaal und im Anschluss in der Stiftskirche in Laufen durch den Landeshauptmann-Stellvertreter/Land Salzburg Dr. Wilfried Haslauer und dem Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Dr. Wolfgang Heubisch.
Zur Doppelausstellung ist auch ein umfangreicher Katalog „Bayern und Salzburg 1810 bis 2010 Grenzen überschreiten“ erschienen.
Bilder zu diesem Eintrag finden Sie unter:
http://artandevents.mediaquell.com/2010/06/22/grenzen-uebers...
- 24 Jun 2010, 11:00 am
