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Posts 1-10 of 29
  • Andreas Kaiser
    Andreas Kaiser
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    Kein Interesse an Python im deutschsprachigen Raum?
    Hallo,

    leider ist ja hier in diesem Forum nicht allzuviel los. Liegt es daran, dass im Allgemeinen kaum Interesse an Python vorherrscht?
    Für mich ist Python seit zwei Jahren eine der bevorzugten Programmiersprachen. Im deutschsprachigen Raum scheint mir die Verbreitung aber nicht allzu groß zu sein.
    Vielleicht kommt ja eine Diskussion zustande und einige openBCler mehr in dieses Forum.

    Viele Grüße
    Andreas Kaiser
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  • Andreas Kaiser
    Andreas Kaiser
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    Re^2: Kein Interesse an Python im deutschsprachigen Raum?
    Ich stimme dem zu, dass Python in D auf Interesse stößt. Es ging mir nicht darum, hier eine weitere Plattform zu schaffen, um technische Probleme zu diskutieren. Genau dazu sind ja die Newsgroups und Mailinglisten da. Dort herrscht auch reger Betrieb vor.
    Was ich mir aber hier vorstellen kann, wären Fragen wie:
    "Kann man Python für die Umsetzung eines Projektes in der Art XYZ problemlos einsetzen?"
    "Welchen Vorteil hätte Python gegenüber XYZ in Bezug auf ABC?"
    Sozusagen eine Plauderecke über Vor- und Nachteile, neue Pakete, ...
    Damit Python nochmehr in die Köpfe der Leute vordringt, die davon vielleicht noch gar nichts gehört haben.

    Andreas Kaiser
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  • Dr. Guy K. Kloss
    Dr. Guy K. Kloss
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    Re^4: Kein Interesse an Python im deutschsprachigen Raum?
    Python!!! Meine Lieblingssprache momentan. Kraftvoll und einfach :o)

    Man kann in Python auch "große" Projekte bearbeiten, wie wir es in unserer Abteilung mit einem Projekt zum technisch/wissenschaftlichen Datenmanagement getan haben. Desweiteren kann man Python aber auch ganz prima zum Scripten größerer Applikationen verwenden anstelle "yet another macro language" zu erfinden. Vor allem in diesem Zusammenhang ist auch Jython sehr interessant (Python in Java). Jython läßt sich auch ganz prima zum debuggen und austesten von Java auf der Kommandozeile einsetzten, ohne daß man immer einen kompletten edit/compile/run-Zyklus vollführen muß.

    Meines Erachtens ist Python eine extrem mächtige Sprache, mit der man in sehr vielen Fällen sehr viel anfangen kann. Vor allem als "Glue Language" um native-Code zu verbinden und anzusteuern, der entweder als Bibliothek gut ausgetestet schon existiert oder aus Performance-Gründen kompiliert vorliegt. Hiermit kann man die Entwicklungszeit von Applikationen gegenüber "mono-linguistischen" Entwicklungsmodellen enorm beschleunigen. Wie schon gesagt, zu viele (vorallem Entscheider) kennen dieses nur leider noch nicht.

    Ein weiterer Aspekt ist natürlich immer die ewig offene Frage zwischen typisiert/schwach typisiert bzw. interprätiert/kompiliert. Hierzu habe ich vor kurzem einen ganz interessanten Artikel gefunden, der in mir bislang unbekannter Weise die "Szene" analysiert und die Modelle gegenüberstellt:

    http://www.journalhome.com/codecraft/9003/

    Viel Spaß beim Schmökern,

    Guy
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  • Andreas Kaiser
    Andreas Kaiser
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    Re^5: Kein Interesse an Python im deutschsprachigen Raum?
    Guy K. Kloß schrieb:
    Python!!! Meine Lieblingssprache momentan. Kraftvoll und einfach :o)
    Sehr gut zum Ausdruck gebracht! Mit diesem Slogan könnte man direkt einen Fernsehspot machen ;-))

    Man kann in Python auch "große" Projekte bearbeiten, wie wir es in unserer Abteilung mit einem Projekt zum technisch/wissenschaftlichen Datenmanagement getan haben.
    Hier ist m. M. nach auch das momentane Haupteinsatzgebiet im prof. Umfeld. Durch die "Einfachheit" fällt es Wissenschaftlern recht leicht, ihre Datenmengen zu verarbeiten und in geeigneter Form darzustellen oder auszuwerten. Außerdem kommt noch der Punkt hinzu, dass in diesem Bereich der Anwender gleichzeitig der Entscheider ist.

    Desweiteren kann man Python aber auch ganz prima zum Scripten größerer Applikationen verwenden anstelle "yet another macro language" zu erfinden. Vor allem in diesem Zusammenhang ist auch Jython sehr interessant (Python in Java). Jython läßt sich auch ganz prima zum debuggen und austesten von Java auf der Kommandozeile einsetzten, ohne daß man immer einen kompletten edit/compile/run-Zyklus vollführen muß.
    Jython ist ein äußerst interessantes Produkt. Programmieren in seiner Lieblingssprache um auch im Java Umfeld Fuß fassen zu können. Selbst die IBM pusht Jython außerordentlich.

    Meines Erachtens ist Python eine extrem mächtige Sprache, mit der man in sehr vielen Fällen sehr viel anfangen kann. Vor allem als "Glue Language" um native-Code zu verbinden und anzusteuern, der entweder als Bibliothek gut ausgetestet schon existiert oder aus Performance-Gründen kompiliert vorliegt. Hiermit kann man die Entwicklungszeit von Applikationen gegenüber "mono-linguistischen" Entwicklungsmodellen enorm beschleunigen. Wie schon gesagt, zu viele (vorallem Entscheider) kennen dieses nur leider noch nicht.
    Was kann man gegen die Wissenslücke bei den Entscheidern machen?
    Ich habe Python bereits in den Bereichen betriebswirtschaftliche Standardsoftware, Prozeßsimulation (SimPY), Reporting unterbringen können. Geholfen hat mir dabei Moveable Python. Damit hat man die Möglichkeit, von CD oder Stick schnell mal etwas zu zeigen, ohne die Infrastruktur des Kunden zu "belasten". Und Prototyping ist eine große Stärke von Python. Meistens ist der Prototyp so gut, das es kaum zu einer Umprogrammierung in eine andere Sprache kommt. Dann ist Python im Boot.

    Ein weiterer Aspekt ist natürlich immer die ewig offene Frage zwischen typisiert/schwach typisiert bzw. interprätiert/kompiliert. Hierzu habe ich vor kurzem einen ganz interessanten Artikel gefunden, der in mir bislang unbekannter Weise die "Szene" analysiert und die Modelle gegenüberstellt:
     
    http://www.journalhome.com/codecraft/9003/
     

    Sehr interessant! Aber dieser "Krieg" wird wohl so schnell kein Ende finden.

    Viele Grüße
    Andreas
  • Jens Klein
    Jens Klein    Premium Member
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    Re^5: Kein Interesse an Python im deutschsprachigen Raum?
    Guy K. Kloß schrieb:
    [...]
     
    Ein weiterer Aspekt ist natürlich immer die ewig offene Frage zwischen typisiert/schwach typisiert bzw. interprätiert/kompiliert. Hierzu habe ich vor kurzem einen ganz interessanten Artikel gefunden, der in mir bislang unbekannter Weise die "Szene" analysiert und die Modelle gegenüberstellt:
     
    http://www.journalhome.com/codecraft/9003/

    Zu diesem Thema kann ich auch das mehrteilige Interview mit Bruce Eckel empfehlen:
    http://www.artima.com/intv/aboutme.html

    gruss Jens
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