Outdoor Training
Posts 1-10 of 13
- Back
- Next
-
Gerald BiglerThe company name is only visible to registered members.Wer hat Ideen?
Hallo !
Für zwei 2-Tages-Trainings im Mai in der Steiermark/Österreich bin ich mir noch unschlüssig über den Ablauf bzw. über die Übung(en) die ich einbauen soll. Ich dachte mir vielleicht bekomme ich von euch Anregungen die ich aufgreifen kann. Auch die Location steht noch aus und wenn ich da Tipps bekomme, freue ich mich auch sehr (von Graz in 1 bis 2 Stunden mit dem Auto erreichbar):
Die TeilnehmerInnen (Pflegebedienstete, Krankenschwestern):
Die Belegschaft kann nicht als Gesamtgruppe am Training teilnehmen, Dienstplan im Pflegeheim muss aufrecht erhalten bleiben, deshalb zwei 2-Tage-Trainings mit je 9 Personen (7 Frauen) im Alter zwischen Anfang 20 und 40 Jahren (2 Damen sind etwas korpulent).
Das Training kann gerne etwas Abenteuercharakter ("Lagerfeuerstimmung") haben, aber auf keinen zu viel davon wie zB. Canyoning oder extreme Raftingtouren.
Unterkunft entweder feste Behausung, oder im Freien (Zelt zumindest) bzw. Mischform.
Folgende Punkte nannte der Auftraggeber als Anlass für eine passende Trainigsmaßnahme:
Interne Kommunikation funktioniert sehr schlecht
Prioritäten werden nicht richtig gesetzt
Das Wesentliche in ihrem Arbeit- bzw. im Aufgabenbereich können sie kaum erkennen
Ressourcen werden kaum richtig eingesetzt (verantwortlicher und sinnvoller Umgang mit Ressourcen)
Die Planung ihres Tagesablaufes einschließlich der ordentlichen Dienstübergabe (Informationsweitergabe) klappt nur schlecht
Die Leute drücken sich nicht klar aus
Kritik nehmen sie schlecht an, tun sich schwer konstruktive Kritik zu geben
Sympathie/Antipathie steht oft einer guten Zusammenarbeit im Wege
Sie erkennen nicht, dass Ihr Dienstauftrag an erster Stelle steht und Sympathie zweitrangig sein muss
Sie behalten bei Zwischenfällen nur schwer die Ruhe und schmeißen zu leicht die Nerven weg
Sie können selten Sicherheit und Professionalität vermitteln (nach außen)
Welche besondere negativen Merkmale nennt der Auftraggeber über die Gruppe:
Kommunikation: "hinten herum" Face 2 Face tun sie auf lieb. Selten wird nachgefragt.
Einstellung: Sie erzeugen "gern" eine Negativspirale und vermitteln damit Unsicherheit. Die grundsätzliche Arbeitseinstellung lässt zu wünschen übrig (wir arbeiten 8 h am Tag. .das ist es.. ). Sie erkennen anscheinend nicht wozu sie hier sind
Arbeitsleistung: Weniger Leute im Dienst schaffen oft wesentlich mehr als wenn mehr Leute im Dienst sind (sie verlassen sich dann zu sehr auf andere). Sie sind schnell überlastet.
Welche besondere positiven Merkmale nennt der Auftraggeber über die Gruppe:
Bereitschaft Leistung zu geben (zumindest bei einigen der MitarbeiterInnen - da gibt es eine alteingesessene KERNGRUPPE)
Sie sind bemüht...
Einige Patienten bekommen gute Leistung zu spüren
Sie nehmen sich Zeit für die Patienten und geben die Patienten nicht auf
Das Einspringen bei Dienstausfall eines/einer KollegIn funktioniert tadellos
Nehmen Neues im Projekt gerne an
Ziele des Auftraggebers/das sollen die Leute vom Training mitnehmen:
Wenn einer ausfällt steht höchst wahrscheinlich die ganze Gruppe
Die Leute sollen erkennen wie wichtig es ist die Ruhe zu bewahren, Nervenstärke zu zeigen und Ruhe nach außen auszustrahlen
Sie sollen lernen Sicherheit und Professionalität zu vermitteln
Ressourcen verantwortlich und sinnvoll nutzen, einsetzen
Sie sollen erkennen wie wichtig es ist zu planen, über die eigene Dienstzeit hinaus (also Dienstübergabe)
Location:
In Bad Aussee steht ev. eine Hütte zur Verfügung (aber ich erhalte erst genauere Informationen dazu).
Vielen Dank für jede Anregung!
LG
Gerald
- 17 Mar 2010, 12:09 pm
-
Carsten Gans Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Wer hat Ideen?
Hallo,
das hört sich für mich eher nach einem intensiven Coaching zu den Themen Kommunikation, Emotionale Kompetenz und Arbeitsorganisation an, das auch wunderbar draußen stattfinden kann.
Gerade, wei die Offenheit fehlt, erscheint es mir hier wichtig, nicht als Berater/ Trainer mit Ratschlägen zu kommen, sondern als Coach, die Erkenntnisse und Lösungsvorschläge aus dem Teilnehmerinnen zu locken.
Als Elemente sind bei Ihrer Gruppe weniger sportlich-aktive Elemente gefragt - entsprechend könnten Sie die Damen eher mit sinnlichen Erlebnissen und Methoden aufschließen, zum Beispiel zunächst mit einem Sinnes-Parcours individuell und mit einfachen Vertrauensaufgaben für mehr Offenheit in der Gruppe.
Viel Erfolg,
Carsten Gans.
- 17 Mar 2010, 12:54 pm
-
Gerald BiglerThe company name is only visible to registered members.Re^2: Wer hat Ideen?
Hallo Herr Gans,
stimmt, da haben Sie mich auf den richtigen Pfad gebracht. Vielen Dank.
LG
Gerald Bigler
PS: Freue mich dennoch über weitere Ideen dazu :-)
- 17 Mar 2010, 1:34 pm
-
Uwe Helms Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^3: Wer hat Ideen?
Hallo Herr Biegler,
ich stimme dem Kollegen Gans zu. Zu Sportlich sollte es nicht sein, die Begleitung während des Training durch einen Coach, der die Gruppe kennt und später weiterarbeitet scheint angebracht zu sein. Mir würde als Element ein Orientierungslauf bzw. GPS Tour einfallen, bei der Aufgaben eingebaut sind die auf der Metaebene die Probleme am Arbeitsplatz abbilden und während des Trainings die Probleme auftreten lassen. Durch den Coach können diese nachhaltig bearbeitet werden. Sportlich sollte dies für die Teilnehmer zu stemmen sein. Weiter würde ich raten, zwei einhalb Tage zu nehmen, das der "zweite Abend Effekt" der Gruppe evtl. sehr helfen könnte...
Viele Grüße,
Uwe Helms
- 17 Mar 2010, 2:26 pm
-
Gerald BiglerThe company name is only visible to registered members.Re^4: Wer hat Ideen?
Hallo Herr Helms,
vielen Dank für die tollen Inputs! Die 2 1/2 Tage wären wirklich eine Überlegung wert, aber ich muss erst klären, ob das mit dem Dienstplan der Leute vereinbar ist. Wie würden Sie den letzen halben Tag gestalten?
LG
Gerald Bigler
- 17 Mar 2010, 3:02 pm
-
Gerald BiglerThe company name is only visible to registered members.Re^4: Wer hat Ideen?
Könnte dieser Coach auch der Pflegedirektor bzw. der Pflegedienstleiter sein, mit dem ich das Gespräch geführt habe und von dem die Initiative für diese Maßnahme ausging?
LG
Gerald
- 17 Mar 2010, 3:35 pm
-
Uwe Helms Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^5: Wer hat Ideen?
Hallo Herr Biegler,
ich meinte, den ersten Tag als halben zu nehmen und den letzten vollständig. Wobei es sich auch bewährt hat, einen halben, einen ganzen und wieder einen halben zu nehmen. Entscheidend ist dabei der zweite gemeinsamme Abend, da dort erfahrungsgemäß die inhaltlich gehaltvollsten Gespräche stattfinden.
Als Coach den Direktor kann ich so nicht sagen, ich würde sagen es hängt von der Person ab. Wenn diese, am besten durch Ausbildung, gelernt hat Gruppenprozesse im Training zu steuern und dies auch schon getan hat, sollte dies kein Problem sein.
Den letzten Vormittag,, bei der 0,5-1,0,5 Variante würde ich zur Transfersicherung und -vorbereitung verwenden. Die 1,5 Tage vorher entsprechend für Inhalte.
Viele Grüße,
Uwe Helms
- 17 Mar 2010, 5:11 pm
-
Uwe Helms Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^5: Wer hat Ideen?
Hoppla, kleine Ergänzung (Wer erst den Eintrag liest, ist klar im Vorteil:)):
Da der Direktor offenbar der Vorgestezte der MA ist, würde ich raten, eine Zusammenarbeit zwischen Trainer und dem Direktor zu inizialisieren, da sonst Befangenheitsprobleme des Direks eine erhebliche Rolle spielen können...
- 17 Mar 2010, 5:13 pm
-
Gerald BiglerThe company name is only visible to registered members.Re^6: Wer hat Ideen?
Hallo.
Ja, der Direktor ist der Vorgesetzte und will selbst an der Maßnahme teilnehmen. Er ist auch als Coach ausgebildet und hat Erfahrung mit der Steuerung von Gruppenprozessen. Wie könnte die Zusammenarbeit zwischen Trainer und dem Direktor aussehen?
Ich danke für die wirklich hilfreichen Impulse!!
LG
Gerald Bigler
- 17 Mar 2010, 5:30 pm
-
Uwe Helms Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^7: Wer hat Ideen?
Da schon selbst erlebt, kurzer Erfahrungsbericht. In einer von der Größe her ähnlichen Gruppe ist die Führungskraft als "Teilnehmer" mitgelaufen. Ergebnis war, dass innerhalb von zwei Tagen in diesem Fall sich Gruppe und Führungskraft stark angenährt haben. Trotzdem blieb die Führungskraft als solche akzeptiert, konnte als Teilnehmer entsprechende Impulse aufnehmen und auch Kommentare "auf Augenhöhe" geben. Die Abschlussrunde für den Transfer gab den Teilnehmern und der Führungskraft entsprechende Vereinbarungen andie Hand, welche im Nachinein dann auch verwendet werden konnten. Durch die "Teilnehmer"-Rolle haben sich die Vorbehalte der Teilnehmer stark reduziert und das Ergebnis war durchaus beiendruckend von der Veränderung her.
Umgekehrt habe ich auch schon Führungskräfte erlebt, welche die "Führungsmütze" gegen "Coach-Hut" getauscht haben. Mein Eindruck war fast Ausnahmslos, dass viel potential nicht gehoben wurde, da TN aufgrund der Rollenkonflikte etwas zurückhaltend waren.
Viele Grüße,
Uwe Helms
P.S.: Nichts zu Danken, wenn Sie noch den Trainer brauchen..:)
- 17 Mar 2010, 5:46 pm
- Back
- Next
