360° Panorama-Fotografie

360° Panorama-Fotografie

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  • Helge Mühr
    Helge Mühr
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    Re^9: Stitchen und stitchen lassen
    Gude zusammen,

    kommt es nicht einfach darauf an, welchen Anspruch man an die Panoramen stellt?
    Klar besteht ein Unterschied, ob man diese für den Print- oder Online-Bereich verwenden will, dass unterscheidet auch das Equipment für die Aufnahme.
    Für den Webbereich reicht es in der Tat aus, ein One-Shot-Objektiv zu verwenden und es vermeidet lästige Zeit beim stitchen, meine Meinung.
    Für den Webbereich und somit auch der Benutzerfreundlichkeit sind natürlich noch ganz andere Punkte zu berücksichtigen:
    - Ladezeiten
    - Verbreitungsgrad des Plugins
    - Performance des Plugins
    - Multimediafähigkeit (hinzuladen von zusätzlichen Animationen oder Filmen)
    - Funktionalität (Was kann ich alles im Panorama bewegen, welche Objekte kann ich anklicken und welche Infos bekomme dazu und über das Bild an sich?
    - Navigierbarkeit (Rundgang)
    - Übersichtlichkeit (Rundgang)
    - etc.

    Wenn wir den Anspruch auf "nur" schöne und qualitativ hochwertige Panoramen legen, dann hat der Josh Recht.
    Panoramen sind am schönsten, wenn sie eine gute Qualität besitzen und schön groß sind, damit man viel sieht.
    Geht es aber um einen virtuellen Rundgang, den man immer mit einem realen Rundgang vergleichen sollte, das heißt, man hat in der Regel in einer fremden Stadt immer einen Reiseführer dabei, der einem auf einer Karte den Weg beschreibt und zusätzliche Informationen bietet.
    In solch einem Rundgang kommt es vielleicht nicht so stark darauf an, wie qualitativ hochwertig das Panorama ist sondern mehr darauf, was ich da eigentlich sehe, wo ich eigentlich bin, in welche Richtung ich gerade gucke und was das dort für eine Sehenswürdigkeit vor mir ist.
    Somal man ja hochauflösende Panoramen zusätzlich anbieten kann.

    Hier unterscheidet sich natürlich auch der Fotograf vom Informatiker, die Ansprüche und Prioritäten sind einfach verschieden gesetzt. Dennoch lassen sich viele Ansprüche heute miteinander verknüpfen und ich meine nicht nur die verschiedenen Techniken oder Sichtweisen, ich rede von Kooperationen!

    Liebe Grüße
    Helge

    Bsp.: http://www.fulda-virtuell.de oder http://www.360-fulda.de
    This post was modified on 21 Oct 2005 at 12:13 pm.
  • Olaf Vernunft
    Olaf Vernunft    Premium Member
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    Re^10: Stitchen und stitchen lassen
    Helge Mühr schrieb:

    kommt es nicht einfach darauf an, welchen Anspruch man an die Panoramen stellt? ....
    ... Hier unterscheidet sich natürlich auch der Fotograf vom Informatiker, die Ansprüche und Prioritäten sind einfach verschieden gesetzt. Dennoch lassen sich viele Ansprüche heute miteinander verknüpfen und ich meine nicht nur die verschiedenen Techniken oder Sichtweisen, ich rede von Kooperationen!
    Hallo Herr Mühr,

    ... denke ich ebenso...
    Deshalb "konnte ich es auch nicht vermeiden", meinen Kommentar zu schreiben.. ;-)

    Hinsichtlich Ihrer Meinung zum Thema "Kooperationen" kann ich ergänzen, dass wir sowohl grosse Portale als Contentnutzer und Vertriebspartner (Kooperationspartner) für unsere Panoramen haben und gerade neue hinzugewinnen , als auch Kooperationen mit anderen Panoramafotografen betreiben...
    ... Obwohl wir nicht "QTVR / Fullscreen" liefern.

    Vielleicht kommen Sie und wir ja auch irgendwann / irgendwie zusammen... ;-)

    Gruss nach Fulda.
    Olaf Vernunft
  • Josh von Staudach
    Josh von Staudach
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    Re^11: Stitchen und stitchen lassen
    Hallo die Herren Mühr und Vernunft,

    wie ich an Umsetzung und Betrieb ihrer Webseiten erkennen kann, gibt es offensichtlich eine Käuferschicht für das günstige Oneshot-Panorama. Das ist auch völlig in Ordnung, der Käufer entscheidet schließlich wofür er sein Geld ausgeben möchte.

    Gleichzeitig mag ich jedoch nicht von meiner Überzeugung Abstand nehmen, dass die (Panorama-) Fotografie hochwertig(er) sein sollte. Meinen Interessenten/Kunden empfehle ich jedenfalls, lieber auf Qualität als auf Quantität zu setzen. Gerne zeige ich bei Präsentationen dem geneigten Betrachter den Unterschied zwischen einem Oneshot (oder einem anderen niedrig aufgelösten) und (m)einem Fullscreen Panorama. Das Urteil fiel bisher immer eindeutig zugunsten der Fullscreen Lösung aus. Danach ist entweder die Bereitschaft da, etwas mehr Geld auszugeben oder auf Alternativen auszuweichen. Beispielsweise würde ich für ein Budget von 1000 Euro nicht 10 Panoramabilder verkaufen, sondern nur 2 - die dann entsprechend aussagekräftig geplant und hochwertig umgesetzt werden. Für den Rest des Budgets (ich bin ja mit der Kamera sowieso vor Ort) mache ich dann noch einige Einzelfotos. Gutes Beispiel Hotels: Eingangsbereich und Restaurant (oder wahlweise andere markante Räume) werden als Panorama abgebildet. Von allen anderen Räumen fertige ich saubere Weitwinkelaufnahmen an. Besonders in Hotelzimmern macht das Panorama selten Sinn - sie sind oft so klein, dass mit meinem 12 mm Weitwinkel schon zuviel drauf ist und man lieber nur einen Ausschnitt sehen mag.

    Was (meiner Meinung nach) also zählt ist das geeignete, individuell angepaßte Fotokonzept für den Kunden. Sein Objekt soll in idealer Weise präsentiert werden, sodass die gewünschte Aussage zum passenden Image für den späteren Betrachter auch sichtbar wird. Meinen Sie, dass dem gegenüber das Oneshot Panorama im 320x240 Pixel Fenster eine bessere Aussage hat? In solchen Bildern kann man beim besten Willen nicht allzuviel erkennen. Welches Image, welcher Eindruck wird damit nach außen transportiert?

    Machen wir zum Verständnis einen ganz kurzen Ausflug in die Geschichte des Panoramas. Es gibt die Panorama-Malerei seit ca. 1780 und die Panorama-Fotografie seit ca. 1845 - also nunmehr seit 160 Jahren. Warum? Weil es seit jeher die Künstler reizte, mehr Motiv einzufangen, als mit dem menschlichen Sehwinkel zu erfassen ist. Und weil es seit jeher den Betrachter erstaunte, soviel mehr auf einmal entdecken zu können. Das Panorama war im 19ten Jahrhundert DAS Massenmedium, welches Publikum in Scharen anzog. Unzählige (Rund-)Gebäude wurden eigens für die Gemälde erstellt, viele davon stehen heute noch (Liste siehe Wikipedia, u.a. http://de.wikipedia.org/wiki/Panoramabild). Freilich war es enorm aufwändig, solche Bilder zu malen (zu fotografieren) und die Künstler überlegten sich gut, was sie alles interessantes darstellen könnten. Sonst hätten sie ja auch die Besucher verloren. ... Als die Lithografie und später der Offsetdruck kamen, geriet das Panorama in Vergessenheit. Warum? Weil es sich durch sein extremes Breitformat weder für Plakate noch für Zeitungen besonders gut eignete.

    Und heute? Ich wage zu behaupten, dass das Panorama eine 'Renaissance' erfährt. Weil es die Computer mittels Internet möglich machen, die Bilder überall hin zu übertragen. Vor 10 Jahren war Quicktime eine der ersten Technologien, die zylindrische und kubische Panoramen perspektivisch korrekt berechnen und anzeigen konnte. Ein Meilenstein. Doch zu dieser Zeit kosteten Farbbildschirme ein kleines Vermögen, die Auflösungen waren niedrig und die Datenübertragung schnecken-langsam. Kein Wunder zwängte man ein Panoramafoto in die stärkste mögliche JPG-Kompression und in ein so kleines Fenster, dass es gerade noch als Foto erkennbar war. Vor 10 Jahren! Warum sollte man das heute noch tun?

    Die meisten 'ernsthaften' Internet-User haben doch heute DSL. Trotzdem kenne auch ich noch einige User, die mit Modem ins Netz gehen. Und sogar die haben mir gesagt, es lohne sich 2 Minuten auf den Aufbau eines Fullscreen-Panos zu warten, wenn das Ergebnis so erstaunlich ist, dass man es 5 Minuten anschauen möchte. Das ist zwar ein ganz spezieller Fall - aber ist es nicht sogar generell so, dass User bereit sind, mehr Zeit für die Betrachtung herzugeben, wenn es wirklich was erstaunliches zu betrachten gibt!?

    Tja, ich muss also zugeben, dass ich so 'vermessen' bleiben will, zu behaupten, dass geringauflösende Panoramen eigentlich keine Berechtigung haben. Denn ich finde in den Ergebnissen zuwenig lohnenswerte (Bild-) Information. Wenn in einem 360-Grad Bild nur 180 Grad interessant sind, dann genügen auch zwei einzelne Weitwinkelfotos mit 90 Grad Blickwinkel - die bei vergleichbarer Ladezeit mehr Fläche zeigen können. Ich habe auch schon Kunden gegenüber darauf bestanden, an manchen Stellen kein 360-Grad Bild zu machen, weil es nichts interessantes zeigt - sie haben es eingesehen. Ich wähle die Standorte sehr sorgfältig, 'komponiere' dadurch das Bild quasi so, dass möglichst in der vollen Drehung interessante Dinge zu sehen sind. Mit der Zeit gewinne ich an Erfahrung und nehme nur noch selten Panoramas auf, die ich später am Computer wieder lösche, weil sie nicht interessant genug waren.

    Nun, ich will (und kann) Sie gar nicht 'bekehren' ... ;-) ... sondern hoffe, davon überzeugen zu können, dass das Panorama 'anders', bzw. gezielter eingesetzt werden sollte. Was spricht dagegen, wenn Sie im Jahr statt ein paar tausend Panoramen nur noch ein paar hundert verkaufen - aber denselben Umsatz machen? Und Ihre Kunden womöglich noch zufriedener werden?? :-))

    Frohes Schaffen und viele Grüße wünscht
    Josh von Staudach
  • Helge Mühr
    Helge Mühr
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    Re^12: Stitchen und stitchen lassen
    Ja Herr von Staudach,

    ich habe ja nur begreiflich machen wollen, dass der Informatiker, der ausschließlich für`s Web produziert, die großen und hochauflösenden Panoramen eher weniger interessieren.
    Für einen virtuellen Rundgang sind One-Shot-Aufnahmen, aber in größeren Abmaßen wie 320x240, durchaus ausreichend, da es hier auf andere Dinge ankommt.
    So habe ich eben den Anspruch im Panorama viele interaktive Elemente unter zu bringen, um den Rundgang zu einem Erlebnis mit vielen interaktiven Agierungsmöglichkeiten zu machen.
    Wie man halt seine Prioritäten setzt!

    Also als „Daseinsberechtigung“ würde ich das schon bezeichnen.
    Der Markt und die Benutzer werden entscheiden, wie sie die Prioritäten legen!

    So long

    Liebe Grüße
    Helge
  • Olaf Vernunft
    Olaf Vernunft    Premium Member
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    Re^12: Stitchen und stitchen lassen
    Josh von Staudach schrieb:

    wie ich an Umsetzung und Betrieb ihrer Webseiten erkennen kann, gibt es offensichtlich eine Käuferschicht für das günstige Oneshot-Panorama. Das ist auch völlig in Ordnung, der Käufer entscheidet schließlich wofür er sein Geld ausgeben möchte.
    Ja. s.u. ;-)

    ... Besonders in Hotelzimmern macht das Panorama selten Sinn - sie sind oft so klein, dass mit meinem 12 mm Weitwinkel schon zuviel drauf ist und man lieber nur einen Ausschnitt sehen mag.
    WIeso? Dann irren sich also alle unsere Hotelkunden?
    Ausserdem bin ich - als User - ev. dankbar, alles zu sehen. Nicht nur den Ausschnitt, der mir gezeigt wird...

    ...Die meisten 'ernsthaften' Internet-User haben doch heute DSL...
    OK, aber warum sollte denn ein "nicht so ernsthafter" User nicht auch
    eine Möglichkeit bekommen, etwas im 360 Grad Blick zu sehen?

    ...- aber ist es nicht sogar generell so, dass User bereit sind, mehr Zeit für die Betrachtung herzugeben, wenn es wirklich was erstaunliches zu betrachten gibt!?
    Durchaus ja.
    Aber "erlauben" Sie doch den anderen Panoramafotografen, dass diese auch Panormen von vielleicht nicht "Erstaunlichem" erstellen. EInfach zur schnellen Information. Zum einmal "rumsehen".

    Tja, ich muss also zugeben, dass ich so 'vermessen' bleiben will, zu behaupten, dass geringauflösende Panoramen eigentlich keine Berechtigung haben.
    Das können SIe auch auch.
    Nur diskriminieren SIe damit alle Fotografen, die es verstanden haben, dass der Markt auch andere Panoramen benötigt...


    Nach meiner Erfahrung gehört ein Grossteil der Panoramafotografen / Firmen in diesem Forum zu den Produzenten, die "One-shot" / "Fisheye" bzw. andere "Low-Budget" Panoramen erstellen.
    Soweit ich diese persönlich kenne, wollen diese sich auch nicht "bekehren" lassen.

    Vielmehr sollte wirklich jeder Fotograf seinen Weg finden, jeder das produzieren was er kann und für welche Ausführung / Qualität er Kunden findet.
    Ihre historisch begründete "Renaissance" klingt ja recht interessant, aber der Markt verlangt oftmals (... aus Marketinggründen) Panoramen in der Form, in der (u.a.) wir sie produzieren. Es gibt Anwendungen, da zählen Ladezeit, PI´s etc. mehr als "Renaissance".

    Ich möchte hier keinen "Schlagabtausch" zw. den unterschiedlichen Standpunkten. Vielmehr sehe ich die unterschiedlichen Techniken / Qualitäten / Anwendungen als teilweise sinnvolle Ergänzung.
    Offenheit und AKtzeptanz für die unterschiedlichen Techniken und EInstellungen prägen unsere Einstellung.
    In diesem Zusammenhang freue ich mich über die hier bereits getroffenen Kontakte.

    Gruss aus Hamburg.

    Olaf Vernunft

    PS: Herr von Staudach: Sollte ich mal in Ihrer Gegend sein, würde ich dieses Thema mit Ihnen gerne bei einem Bier "weiterphilosophieren"... ;-)
  • Andreas Weigel
    Andreas Weigel    Premium Member
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    Re^13: Stitchen und stitchen lassen
    Hallo ...

    ich habe gerade mit großem Interesse die einzelnen Meinungen verfolgt und finde, dass eigentlich alles schon gesagt ist.

    Nach meiner Meinung geht die weitere Entwicklung in Richtung Qualität der 360° Panoramadarstellungen. Hierbei verstehe ich auf jeden Fall Kugelpanoramen und die qualitativ hochwertige Darstellung von 360° Fullscreenbildern.

    Beispiele hierfür findet Ihr auf http://www.diginetmedia.de/

    Gruß

    Andreas Weigel
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