Personalmanagement & Führung
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Ralf Spickermann Premium Member Group moderator Xpert AmbassadorThe company name is only visible to registered members.In diesem Jahr wird die Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V. 60 Jahre alt. Genau genommen fiel ihr Geburtstag genau auf den 7. Januar 1952.17 Jan 2012, 4:49 pm2012 ist Jubiläumsjahr: 60 Jahre DGFP - ein kurzer Rückblick
Ein kurzer Rückblick
In den 50er Jahren wurden Personalangelegenheiten nahezu ausschließlich administrativ bewältigt. Eine betriebliche Personalpolitik war weder konzipiert noch formuliert, und die Personalabteilung war im Unternehmen weder etabliert noch akzeptiert. Qualifizierte Führungskräfte und Mitarbeiter für eine professionelle Personalarbeit gab es noch nicht.
In der Nachkriegszeit, nach der Währungsreform 1948 und mit der Gründung der Bundesrepublik 1949 formierte sich in Deutschland das Konzept der sozialen Marktwirtschaft. Das beinhaltete dem Namen nach eine grundsätzlich marktwirtschaftliche Orientierung. Das Attribut „sozial“ verlangte aber auch ein außerwirtschaftliches Sicherungsnetz für sozial Schwächere. Hierzu gehörten u.a. die Regelungen für eine soziale Partnerschaft der Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Betrieb.
Infolge der Diskussion um Mitwirkung und Mitbestimmung trat 1952 das Betriebsverfassungsgesetz in Kraft. Der Inhalt des neuen Bundesgesetzes gab vor, dass die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern nicht gegeneinander, sondern auf Zusammenarbeit auszurichten seien. Doch bei der Frage nach einer angemessenen Beteiligung der Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Erfolg des Betriebes konnten in den kontroversen Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden keine Rahmenregelung zwischen den Sozialpartnerschaften herbeigeführt werden. Während die Sozialpartner noch diskutierten, entstand parallel eine Reihe kleinerer, unabhängiger Organisationen, die sich auf neutraler Ebene mit Fragen der betrieblichen Sozialpolitik und mit dem Thema „Ergebnisbeteiligung für Arbeitnehmer“ auseinandersetzten.
Zu dieser Zeit beauftragte die Freie Demokratische Partei in Nordrhein-Westfalen ihren Landtagsabgeordneten Walter Scheel, sich ebenfalls mit dem Problem der Ergebnisbeteiligung zu befassen. Die von Scheel daraufhin initiierten Veranstaltungen liefen letztlich darauf hinaus, dass sich die anwesenden Unternehmer künftig aktiv am Thema „Soziale Betriebsgestaltung“ beteiligen und ihre in Diskussionen erarbeiteten Ziele realisieren wollten. Dazu gründeten sie einen Verein von Unternehmen und Unternehmensorganisationen, der die Angelegenheiten am besten vorantreiben konnte.
"Der neue Betrieb"
Damals wurde also „Der neue Betrieb“ (DNB) von Walter Scheel (gemeinsam mit Prof. Müller-Armack) als rechtsfähiger Verein gegründet, aus dem am 16. Januar 1968 die DGFP hervorging. Er verfolgt unpolitische Ziele, ist gemeinnützig und nicht auf Gewinn gerichtet. Man wollte im Nachkriegsdeutschland neue Wege des betrieblichen Miteinanders gehen und nach fortschrittlichen sozialen Betriebsformen suchen. In der Satzung heißt das konkret: „Der neue Betrieb“ will die Bemühungen und Erfahrungen aller Vereinigungen, Institute, Unternehmen und Einzelpersonen zusammenfassen, die bestrebt sind, die menschlichen Beziehungen in den Betrieben zu verbessern und durch fortschrittliche Betriebsformen , insbesondere durch Ergebnisbeteiligung, zu fördern.
Bereits wenige Jahre nach der Gründung entstanden die ersten Gruppen zum Erfahrungsaustausch für Personalleiter, bald darauf erste Aus- und Fortbildungsangebote für Mitarbeiter des Personalwesens. Spätestens seit diesem Zeitpunkt wurden die Angebote und Aktivitäten in den Bereichen Personalpolitik, Personalführung und Personalwirtschaft, die heute die DGFP kennzeichnen, kontinuierlich ausgebaut.
60 Jahre können Unternehmen nun vom Erfahrungsaustausch und von Informationen über die neuesten Entwicklungen im Personalmanagement und einem breiten Qualifizierungsangebot profitieren. Dabei hat die DGFP die vielen wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte nicht nur begleitet, sondern teilweise aktiv mitgestaltet.
Quelle: DGFP-Portal (
http://www.dgfp.de)
