Krankenpflege

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  • Diana Gerke
    Diana Gerke    Premium Member
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    Wer und was hilft?
    Hallo @all,
    die Firma Simvelop hat ein biometrisches Zeiterfassungssystem erstellt und erweitert dieses speziell für die Zielgruppe der Pflegebereiche. TipTimes erfasst die Komm - und Gehzeiten durch einfaches Fingerauflegen und bietet über eine vollständige Schnittstelle, Web-Interface und einen Touchscreen vielfältigste Einsatzmöglichkeiten. Was für Ideen haben Sie zu diesem System? Was wünschen Sie sich für Informationen für Ihren Arbeitsalltag? Was ist aus Ihrer Sicht nötig? Ich freue mich über Ideen, Anregungen und Meinungen zu TipTimes für den Bereich der Krankenpflege.
    Gespannte Grüße
    DG
    http://www.tiptimes.de
  • Sven Stoebling
    Sven Stoebling
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    Re: Wer und was hilft?
    Hallo
    mir fallen da viele Sachen dazu ein...zuerst einmal...was sagen denn dazu Betriebsräte?
    und,
    wenn die so engmaschige Überwachung gut heissen...
    bezahlt der Arbeitgeber tatsächlich für ein Gerät dass ihm zeigt dass die ohnehin bekannten Mehrarbeitsstunden tatsächlich echt sind...?Vielleicht sogar noch höher liegen?
  • Diana Gerke
    Diana Gerke    Premium Member
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    Re^2: Wer und was hilft?
    Hallo Herr St.,

    vielen Dank für Ihre Fragen, auf die ich Ihnen anschließend gern antworte.

    Der Arbeitgeber ist nach dem Arbeitzeitgesetz verpflichtet im Fall von Mehrarbeit seiner Arbeitnehmer diese aufzuzeichnen und die Nachweise für zwei Jahre aufzubewahren.

    Zeiterfassungssysteme sind für diese Aufgabe ein probates Mittel. Ein biometrisches System hat zum Kartensystem den Vorteil, dass das Identifikationsmerkmal garantiert nur einem Nutzer des Systems gehören kann. Damit werden Aufwende in der Verwaltung reduziert und Kosten durch Kartenersatz entfallen.

    Zur Datensicherheit werden alle biometrischen Daten doppelt und unabhängig voneinander mit dem AES Verfahren verschlüsselt. Durch diese unabhängige Doppelverschlüsselung ist es Herstellern, Entwicklern, Systembetreibern sowie unberechtigten Dritten unmöglich die biometrischen Daten zu entschlüsseln. Die Biometrie ist aus Datenschutzsicht damit eine Verbesserung gegenüber den Kartensystemen.

    mir fallen da viele Sachen dazu ein...zuerst einmal...was sagen denn dazu Betriebsräte?
    Dem Betriebsrat, der in Deutschland dem Betrieb dieser Anwendung mitbestimmt, wird die Zustimmung dadurch erleichtert, dass das System zusätzlich auf die freiwillige Nutzung der biometrischen Identifikation ausgelegt ist. Damit hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit das System auch ohne Biometrie zu nutzen

    wenn die so engmaschige Überwachung gut heissen...
    Im Vergleich zu anderen Zeiterfassungssystemen ist eine biometrische Zeiterfassung keine Veränderung in der Überwachung, jedoch eine Verbesserung in der Prozessgeschwindigkeit und eine Verminderung im laufenden Verwaltungsaufwand.

    bezahlt der Arbeitgeber tatsächlich für ein Gerät dass ihm zeigt dass die ohnehin bekannten Mehrarbeitsstunden tatsächlich echt sind...?Vielleicht sogar noch höher liegen?
    Ja, zum einen aus der gesetzlichen Verpflichtung zum weiteren um die Gesundheit und Arbeitskraft seines Arbeitnehmers zu erhalten und Fluktuation im Unternehmen vorzubeugen.

    Informationen zum Arbeitszeitgesetz finden Sie außerdem unter
    de.wikipedia.org/wiki/Arbeitszeitgesetz
    bundesrecht.juris.de/arbzg/index.html

    Mit freundlichen Grüßen
    DG
  • Ruprecht Helms
    Ruprecht Helms
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    Re^3: Wer und was hilft?
    Guten Tag Frau Gerke,

    biometrische Zeiterfassungssysteme haben im Datenschutz und der Schutz vor Manipulationen Pluspunkte vorzuweisen. Den Prozess, gerade auch in Bezug auf die schnelle Erfassung beschleunigen diese nicht unbedingt.
    Wesentlich beschleunigen tun hier Erfassungssysteme, die mit RFID funktionieren.

    Wenn die Pflegekraft in ihrer persönlichen Dienstkleidung den Dienst antritt und ganz nebenbei von der Zeiterfassung registriert wird, da im Schwesternkleid oder am unteren Rand des Oberteils ein wasser- und hitzebeständiger RFID-Transponder eingenäht wäre, dass wäre dann wirklich innovative Zeiterfassung. Und da würde auch die Zeit zur Registrierung erheblich verkürzt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ruprecht Helms
    http://www.rheyn.de
  • Diana Gerke
    Diana Gerke    Premium Member
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    Re^4: Wer und was hilft?
    Guten Morgen Herr Helms,

    vielen Dank für Ihren Beitrag.

    Die RFID Technik ist mir gut bekannt. Beispielsweise für Türen, die berührungslos und gesichert zu öffnen sind oder für Besucherausweise, die sich vorab für einen Eingeladenen erstellen lassen und einen Zutritt nur für einen kurzen Zeitraum gestatten.

    TipTimes wurde mit der RFID-Technik ausgestattet, um den Nutzern die freiwillige Nutzung der biometrischen Authentifizierung zu ermöglichen.

    TipTimes ist ein vielfältig erweiterbares Zeiterfassungssystem, bei dem die Daten- und Informationssicherheit der Nutzer die oberste Priorität hat. Gebäudesicherheit, Arzneimittelsicherung, Apparatursicherung und Patientensicherheit lassen sich im Bedarfsfall hinzufügen.

    Was sind Ihre Erfahrungen hierzu im Bereich der Krankenpflege und was für Verbesserungen wünschen Sie sich?

    Ich freue mich auf weitere Beiträge und wünsche allen einen schönen Freitag.

    Mit freundlichen Grüßen
    DG
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  • Ruprecht Helms
    Ruprecht Helms
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    Re^6: Wer und was hilft?
    Guten Abend Frau Müller,

    ein Zeitkonto zu führen macht für mich vorallem dann Sinn, wenn man Gleitzeit arbeiten kann. Leider ist man gerade im Stationsdienst praktisch nicht in der Lage hier so zu arbeiten, dass das Personal einen gewissen Spielraum hat wann es kommt und wann es geht.

    Ich hatte es mal erlebt wo offensichtlich Gleitzeit auf Station praktiziert wurde. Das sah dann so aus - Schwester A kam um 6, Schwester B um 8:30, Schwester D gegen 11:00 usw. Natürlich mussten sich diese Personen dann selbst informieren wie der Stand der Dinge bei den Patienten aussah. Und im Prinzip ist das auch nicht so fruchtbar was dann die Patientenübergabe für die Spätschicht, die idR. um 13:00 beginnt - betrifft.

    In meinem 1/2 Jahr, in dem ich mal auf Station gearbeitet hatte hatte ich zugeteilte Kleidung gehabt - waren glaube ich 5 Kasaks und Hosen. Aber die kamen nicht täglich in die Wäsche sondern vielleicht 1 mal die Woche. Wenn es mal knapp wurde, dann hatte ich die mit dem Bügeleisen (gabs in der Waschküche des Personalwohnheims) einfach mal drübergebügelt.

    Auf Intensivstation könnte ich es mir mit der Zeiterfassung in Kombination mit einer Zugangskontrolle vorstellen. Hier könnte das Personal entweder einen speziell kodierten Schlüssel haben, eine Magnet- oder Barcodekarte oder eine Karte, die mit Induktion oder Funktechnik (RFID) haben und bei der zum einen die Komm- und Gehzeit sowie die Berechtigung geprüft und weitergeleitet wird. Sonst macht eine Zeiterfassung eher im Funktionsdienst Sinn, die meistens feste Zeiten haben oder bei OP-Dienst, der meist auch eine feste Zeit haben und wo vielleicht gerademal einer oder 2 vom Personal Nachtbereitschaft haben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ruprecht Helms
    http://www.rheyn.de