Krankenpflege
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Dr. Christine Pernlochner-Kügler Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Wie trauert man "gesund"?
Hallo zusammen!
Ich habe anlässlich Allerseelen ein Interview im Online-Kurier gegeben.
Der Artikel ist hier nachzulesen:
http://www.kurier.at/freizeitundgesundheit/gesundheit/251079...
Liebe Grüße
Christine
- 01 Nov 2008, 8:30 pm
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Dr. Christine Pernlochner-Kügler Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Wie trauert man "gesund"?
Hallo Christel,
ich formuliere das immer so offen, weil es natürlich auch immer vom Sterbefall und den jeweiligen Dispositionen der Angehörigen abhängt und ich nicht durch Zeitvorgaben einen "Erfolgsdruck" erzeugen möchte, was leider oft der Fall ist. In der Traumapsychologie meint man hier einen Zeitraum von Tagen bis zu ca. 3 Wochen. Innherhalb dieser Zeit sollten akute Belastungsreaktionen abklingen und der Alltag wieder bewältigbar werden.
Unterstützen kann man den "Normalisierungsprozess" dadruch, dass man dem Tagesgeschehen in den ersten Tagen und Wochen bewusst Struktur gibt (regelmäßige Essens- und Schlafenszeiten etc.) und spätestens nach 2 bis 3 Wochen (nach schweren Verlusten) wieder zu arbeiten beginnt.
Liebe Grüße
Christine
- 02 Nov 2008, 10:43 am
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Dr. Christine Pernlochner-Kügler Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^4: Wie trauert man "gesund"?
Nach einem Sterbefall sind 3 Wochen wirklich keine lange Zeit. Man ist voll im Realisierungsprozess, der mit vielen chaotischen Gefühlen verbunden ist (Wut, Schmerz, Angst, Trauer, Verzweiflung ....). Es beginnt eine längere Phase, in der diese starken Gefühle unkontrolliert aufbrechen. Das führt zum Eindruck des Kontrollverlustes, das verunsichert natürlich enorm. Hier darauf zu achten, dass man den Alltag trotzdem bewältigt (wenn es auch schwer ist), ist wichtig.
Das Gefühl wieder Kontrolle über unser Leben zu bekommen, geht am besten, wenn wir die alltäglichen Dinge wieder selber machen. Mir ist aber dabei auch wichtig zu betonen, dass man sich hier nicht überfordern darf. Wer wieder zur Arbeit geht, sollte auf alle Fälle dem Arbeitgeber und den Kollegen mitteilen, was passiert ist, wie man sich fühlt und auch welche Bedürfnisse man hat. Es ist auch wichtig zu deponieren, dass man nicht besonders belastbar ist und auf Rücksichtnahme angewiesen ist.
Liebe Grüße
Christine
- 02 Nov 2008, 5:27 pm
