Piano
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Alexander Meisen Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Boogie Woogie
Hallo Zusammen!
Ich heiße Alexander Meisen und spiele mit Unterbrechungen seit mehreren Jahren die sogenannte U- Musik.
Eine Variante, die mir speziell mit dem Boogie Woogie die größte Spielfreude bereitet. Ich bewahre mir bei meiner Spielweise ein notwendiges Maß an Skepsis und Kritikfähigkeit, so dass man tagtäglich mit großem Lernpensum eine immer größere Spielqualität erreicht. Allzuoft findet man bedauerlicherweise diesen Musikstil betreffend viele Veröffentlichungen bei YouTube, die die Musik eher in ein weniger anspruchsvolles und unterhaltsames Licht rücken.
Von daher bin ich wohlmöglich mit dieser Musikausrichtung nicht optimal in diesem Forum aufgestellt, hoffe dennoch darauf, Gleichgesinnte zu finden, die sich mit mir über die Besonderheiten dieses Klavierstils austauschen möchten, der, so er denn vom Klavierspieler ernstgenommen wird, sehr wohl auch anspruchsvoll, herausfordernd und vor allem sehr unterhaltsam sein kann.
Bis dahin wünsche ich uns allen weiterhin viel Freude mit dem schönsten Instrument der Welt - dem Klavier.
Liebe Grüße
Alex
- 23 Apr 2010, 09:22 am
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Hans StraubThe company name is only visible to registered members.Re: Boogie Woogie
Boogie Woogie ist ohne Zweifel Unterhaltung bzw. sogenannte U-Musik - ich sehe aber absolut keinen Grund, darauf oder auf "U-Musik" allgemein irgendwie herabzusehen oder sie als "wenig anspruchsvoll" zu qualifizieren. Und da der Stil des Boogie Woogie untrennbar mit dem Instrument Klavier verbunden ist, würde ich sicher sagen, Sie sind hier genau am richtigen Ort!
- 24 Apr 2010, 6:26 pm
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Alexander Meisen Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^2: Boogie Woogie
Hallo Herr Straub,
freut mich, dass Sie das so sehen! Viele Figuren (Licks) der linken Hand sind rein rhythmisch betrachtet recht anspruchsvoll.
Ich liebe an dieser Musik die freie Improvisierbarkeit, was mit minutiösem Anschlag klassischer Stücke natürlich nicht vergleichbar ist.
Klassische Musik lebt von exakter Notierung und feinfühliger Anschlagsdynamik, "meine" Musik eher von einer groovenden Linken Hand und einem sprudelnden Melodieverständnis.
Würde mich sehr darüber freuen, wenn es in diesem Forum Interessenten geben würde, die sich zu diesem Thema austauschen möchten.
Voraussetzung allen Klavierspiels ist und bleibt natürlich die solide klassische Ausbildung, die auch ich "genossen" habe. Klimperei ist auch nicht meine Vorstellung von Klaviermusik.
Liebe Grüße
Alex Meisen
- 26 Apr 2010, 3:02 pm
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Björn Sigurd KlowskiThe company name is only visible to registered members.Re^3: Boogie Woogie
Sehr interessant :-)
Auch ich veröffentliche meine Boogies auf YouTube und ernte dort stets großes Lob.
Leider bin ich nicht im Mindesten so gut wie Axel Zwingenberger, Gottfried Böttger & Co ...
Klar ist Boogie äußerst anspruchsvoll, er kommt ja, wenn man so will, vom Blues und Jazz und das ist
alles absolut hohe Kunst. Der schulmäßige Jazz ist für mich leider immer ein Buch mit 7 Siegeln geblieben,
ich bewundere Oscar Peterson u.a. wie sie über die verschiedenen Skalen mit einer unglaublichen Sicherheit
improvisieren ...
Der Zugang zum Boogie fällt mir leichter, weil die Pattern im Grunde nicht so schwierig sind. Timing ist jedoch alles und da pfusche ich immer noch sehr gerne ;-)
Heraushören und Nachspielen ist eine Möglichkeit, damit allein hätte sich das Boogie-Spiel mir jedoch nicht erschlossen. Irgendwann griff ich zu einem speziellen Notenbuch. Inzwischen bin ich leider wieder in einer Sackgasse: meine Impros und Licks sind stets dieselben, es geht nicht voran, ich entwickle mich nicht ... schade eigentlich.
Eine klassische Ausbildung am Klavier hab ich aber auch genossen und ich bin froh darüber - es hilft sehr ;-)
- 29 Apr 2010, 6:04 pm
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Alexander Meisen Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^4: Boogie Woogie
Das Thema der immer wiederkehrenden Licks ist auch mir sehr bekannt. Sowie ich das Gefühl bekomme, dass mich mein Spiel langweilt oder gar anödet, suche ich mir neue Figuren und Abfolgen heraus, die ich quasi hinzulerne.
Und - siehe da, es reizt wieder weiterzumachen. Zwingenberger und Co sind Ausnahmekönner, die eine Spielbreite liefern, die mir kalten Schauer über den Rücken bringen.
Zwingenberger hat mir mal persönlich bei einem seiner Konzerte in der Spielpause eine wichtige Aussage gegeben, die sowas von simpel ist, dass ich fast geglaubt habe, er wollte mich auf den Arm nehmen, dabei hatte er 100% `ig recht.
Ich hatte ihm gesagt, dass ich ein paar Jahre klassische Klavierausbildung gehabt habe, berufsbedingt lange lange nicht spielen konnte, jetzt aber gerne wieder einsteigen möchte - UND ob er sich das vorstellen kann, dass man nach sehr langer Pause wieder ins Boogiespielen reinkommt bzw. besser werden kann.
Seine trockene Antwort: ÜBEN!
So simpel ist manchmal die Welt. Schnelle Läufe, Walking Bass etc. kommen eben nicht von ungefähr.
Bei Youtube habe ich mich noch nicht getraut etwas reinzustellen - ganz ehrlich. Vielleicht ist das "Sichkleinermachen" auch nur purer Selbstschutz.
Wenn Interesse besteht, könnte man sich ja mal bzgl. verwendeter Noten austauschen bzw. Erfahrungswerte austauschen.
LG
Alex
- 29 Apr 2010, 9:57 pm
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Alexander Meisen Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^5: Boogie Woogie
Lieber Bernd Beckschwarte,
vieles von dem, was Sie sagen teile ich zu 100 %.
Die Notenmengen schrecken tatsächlich zunächst ab.
Mir hat bei dem Notenbuch von Zwingenberger bislang geholfen, dass ich nicht verkrampft ein einziges Stück von A- Z durchgeübt habe und durchübe, sondern vielmehr für mich gut klingende Passagen auch verschiedene Teile seiner Stücke einübe.
Diese Passagen packe ich zu "meinem" Boogie Repertoire zusammen und verfeinere meine Spielweise.
Mir hilft es sehr, dass ich mein Spiel mit Kamera und Mikro aufnehme, um meine eigenen Temposchwankungen im Spiel erkennen zu können. Da eiert man teilweise ganz schön hin und her.
Ich bin der Ansicht, dass ausschließlich das langsame - aber sehr präzise Spielen hilft und dass das zu schnelle Einüben eher Probleme mit sich bringt. Geschwindigkeit kommt bekanntlich von alleine, Fehler schleichen sich jedoch immer wieder ein. Deshalb hilft mir auch das immer wieder Hineinschauen in die Notenwerte und das Einüben der Hände in separater Form, um mich vollends auf die Notation konzentrieren zu können.
Die Verarbeitung bekannter Melodien mit Basic Licks und Grooves der linken Hand machen mir besonders viel Freude und kann ich nur jedem empfehlen, der Spaß am Nachspielen von Gehörtem oder aber schönen Melodien hat.
Als Boogie Woogie Pianisten finde ich bspw. Matthew Ball aus den USA sehr sehr beeindruckend. Man findet ihn bei Youtube unter boogiewoogiekid. Mein Lieblingsstück von ihm: Roll`em Pete, welches er anlässlich eines Besuches in einer Seniorenresidenz o.ä. auf einem uralten Schulpiano spielt. Erstaunlich, was er aus diesem alten Kasten rausholt.
Groovende Grüße
Alex
This post was modified on 06 May 2010 at 10:26 pm.- 06 May 2010, 1:14 pm
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Matthias Heiligensetzer Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^6: Boogie Woogie
Liebe Boogie Freunde,
freut mich dass hier so reges Interesse für diese wunderbar heiße und energiegeladene Musik besteht.
Seit meinem 14. Lebensjahr spiel ich diesen Klavierstil und muss feststellen: Der Virus, der mich damals infizierte, blieb bis zum heutigen Tag in mir. Es ist für mich Musik, die von Herzen kommt, egal ob das unter U- oder E- Musik eingestuft wird (das ist eine Erfindung der GEMA...) Entscheiden tut der Hörer. Ich würde sogar behaupten, dass auch Mozart seinerzeit eher unter U-Musik gelaufen wäre, schließlich kam man in die Oper um sich zu unterhalten, zu essen und Spaß zu haben. ´Ernst´ wurde Mozart erst später...
Sei´s wie´s ist, vielleicht sehen und hören wir uns ja mal auf einem Konzert, würd mich freuen.
Schönen Gruß und Let Em Roll.
Matthias Heiligensetzer
- 07 May 2010, 1:03 pm
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Björn Sigurd KlowskiThe company name is only visible to registered members.Re^7: Boogie Woogie
Mozart ist sowieso der Größte !!!
Ein absolutes Genie und seinesgleichen weit voraus. Mit einer spielerischen Leichtigkeit macht er sich
sogar lustig über andere, er schwebt über ihnen ... naja meine pers. Meinung.
Er war abgedreht, schrill und unkonventionell und wäre ein perfekter Jazzer, Blueser, BoogieWoogie-Spieler gewesen ...und hat bestimmt viel improvisiert .... das möchte ich wetten !! :-))
- 07 May 2010, 9:02 pm
