Piratenpartei
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Dr. Hartmut Michael Möltgen Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Wo ist das Piratendorf mit freien Bürgern, unabhängig von dem derzeitigen Finanzzirkus?30 Jan 2012, 12:37 pmWo ist das Piratendorf mit freien Bürgern, unabhängig von dem derzeitigen Finanzzirkus?
Ich beobachte die Beiträge der Piraten schon seit einiger Zeit und es scheint mir, dass ich hier bei den Piraten noch am ehesten Partner finden kann, mit denen es sich lohnt Informationen und Ideen auszutauschen.
Die schon lange in Deutschland nicht mehr vorhandene liberale demokratische Kraft, die auch soziale Kompetenz besitzt, die ich seit einiger Zeit suche, die, so meine Hoffnung, könnte ich bei den Piraten gefunden haben und möchte, wenn dem so ist, ganz einfach mitmachen.
Es fällt auf, dass neben der immer weiter um sich greifenden Beschneidung der Bürgerrechte durch Gesetze der mündige Bürger auch durch die sogenannte Finanzwirtschaft immer mehr als Bürger und in den demokratische Institutionen entmündigt wird; diese Entwicklung muß gestoppt werden, schließlich können wir eine freie Mitarbeit am Aufbau und Erhalt einer Demokratie, die diesen Namen verdient, nur von Bürgern erwarten, die frei ihre Meinung sagen können und frei in Verantwortung für die Gemeinschaft in der sie leben und arbeiten handeln können, von mündigen freien Bürgern eben.
Gerade die Finanzkrisen der vergangenen Jahre und die derzeigige noch nicht ausgestandenen Krise sollten jeden vernünftigen Menschen zum Nachdenken bewegen und irgendwann zu der Erkenntnis gelangen lassen, dass die Finanzwelt noch nicht in der Welt der Freiheit und der Demokratie angelangt ist. Denken wir uns doch mal das kleine gallische Dorf, in dem Asterix lebte, in die Realität versetzt, mit kleinen Änderungen auf unsere Zeit eingestimmt natürlich. Könnte es nicht sein, dass dieses Dorf sich loslöst von der ganzen Finanzwirtschaft und den daraus sich ergebenden Abhängigkeiten, indem es zunächst die Geldwirtschaft innerhalb des eigenen Dorfes abschafft, aber wo denke ich da hin, so es dieses Dorf gibt, da hat es nie eine Abhängigkeit vom Geld gegeben! - Jeder hilft dem Anderen, der eine hält Tiere, der Andere sorgt für genug pflanzliche Nahrung und andere sorgen für eine komfortable Unterkunft, wieder andere kümmern sich um die Energieversorgung und wenigstens auch einer um den Informationsaustausch und den Wissenstransfer, so dass eine gewisse Autonomie erreicht wird, eine Freiheit, die den umliegenden Dörfern und den anderen Kommunen fehlt, die am Nabel der Finanzinstitutionen dahinsiechen. Gezahlt wird hier nicht in barer Münze sondern in geleisteten Arbeitseinheiten, verwaltet mitteks EDV im Gemeindezentrum.und über Chipkarten, vergleichbar den heutigen EC-Karten, beim gegenseitigen Leistungsbezug elektronisch abgerechnet. ...........-
Ein Aufruf an die Mitbürger, endlich nicht auf irgendeinen Geldsegen zu warten, sondern gemeinsam die Ärmel aufzukrempeln und eine neue Welt zu schaffen, denn nicht das Geld arbeitet, sondern wir, die wir gewillt sind, die Probleme miteinander und nicht gegeneinander zu lösen, in einem Alltag, der nicht von irgendwelchen Finanztransaktionen abhängig ist. In diesem Dorf gibt es auch wieder in Anlehnung an alte Vorbilder, eine Gemeindeversammlung bei der alle anwesenden volljährigen Bürger Stimmrecht- und Rederecht haben. Die allgemeinen Beschlüsse der gemeindlichen Belange werden in gemeinsamen Sitzungen erarbeitet und beschlossen. Jeder kann einen Antrag einbringen..... Oh, wo gibt es dieses Dorf, .........................................................und so es dieses Dorf nicht gibt, gründen wir es doch endlich, oder.......................................?????????
Kann dieses kleine Dorf unerschrockener freier und mündiger Bürger nicht die Kraft entwickeln diese Welt in ihren schönen Aspekten zu erhalten und auszubauen, falls nötig sogar vollständig umzubauen? Sagt mir, ist es möglich!!
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Dr. Hartmut Michael Möltgen Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members."Und was hat die Finanzwirtschaft überhaupt mit Bürgerrechten zu tun?“30 Jan 2012, 10:21 pmRe^5: Wo ist das Piratendorf mit freien Bürgern, unabhängig von dem derzeitigen Finanzzirkus?
Nun ja, wenn man uns die Flatrate streicht weil wir sie nicht mehr bezahlen können und deshalb nicht mehr mit anderen kommunizieren können, wo bleibt denn da das Bürgerrecht auf freie Meinungsäußerung? Nur ein Beispiel, um aufzuzeigen, dass in unserer Welt des Geldes tatsächlich ohne Geld fast nichts geht, auch nicht die Einforderung der einfachsten Bürgerrechte.
In einem idealen Dorf aber kann man sehr wohl füreinander da sein, ohne Geld einzusetzen, einfach so z.B., dass man dem Nachbarn hilft, das Haus aufzubauen und dieser anschließend einem selbst, dann brquchen wir keine Hypothek.... Geld birgt nicht nur Suchtpotential, es erzeugt auch Abhängigkeiten, die schnell aus jedem freien Bürger einen Sklaven schaffen kann.
Auch im Alter geht es doch letztlich darum, dass ich, der ich mein Leben lang für mich und natürlich auch für Andere die zu meiner Jugendzeit alt waren gearbeitet habe, dass nun im Alter die nachwachsende Generation für mich Alten mitarbeitet, so wie ich es früher getan habe. Geld als Tauschmittel kann hier eingesetzt werden dies über Jahre zu vermitteln, Jahre zu überbrücken, Geld hilft mir aber doch nur, wenn ich auch jemenden finde, der mir dafür seine Leistung erbringt.
Eine Gesellschaft kann auch ohne Moralvorstellung nicht frei sein; sollte es nicht auch ein Bürgerrecht sein, in Frieden und geachtet alt werden zu dürfen, im Falle einer schweren Erkrankung der Hilfe seiner Mitmenschen sicher sein zu dürfen. Solidarität auch mit dem Gebrechlichen und Kranken gehört mit zu der Freiheit ein Mensch zu sein (vielleicht könnte das ja ohne Geld auch besser klappen), freier Bürger, der seine Bürgerrechte nicht nur hat, sondern auch ausügt.
Soweit wir in einer Welt mit Geldwirtschaft leben, da sollte es auch mein gutes Recht sein, zu wissen, was mit dem Geld passiert, was ich erarbeitet habe. Wissen wir das wirklich bei den spekulativen Geschäften die immer wieder zu eben diesen Krisensituationen führen. Geld ist, das sei auch vermerkt niemals wirklich sicher, der Kurs schwankt, der Wert verändert sich, Geld ist kein klarer Rechtsanspruch, die selbst für andere erbrachte Arbeitsleistung in irgendeiner Form zurückzuerhalten.
Zum Schluß noch kurz ein paar Worte zu der Mär, Geld könne wachsen und sich vermehren. Ein Baum kann wachsen, ein Welpe kann wachsen, auch eine Firma kann wachsen und sich vergrößern, auch Wissen kann wachsen, manchmal sogar Einsichten, nicht aber Geld. Wird mehr Geld gedruckt, so ist das nicht Ausdruck davon, dass das Geld wächst, sondern eher ein Anzeichen für eine Inflation, bei der am Ende das angesparte Geld nichts mehr wert ist.
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Dr. Hartmut Michael Möltgen Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.M.A. schrieb:01 Feb 2012, 9:04 pmRe^7: Wo ist das Piratendorf mit freien Bürgern, unabhängig von dem derzeitigen Finanzzirkus?
Angelika Reimer schrieb:
Die Bank arbeitet von Anfang an mit fremden Geld und deshalb hat diese eine hohe Verantwortung für Ihr TUN!° Die Unmoral geschiet schon bei der Anlage von Geld, entweder zu sehr niedrigen Zinsen, oder gar Verlustreich. Der Kunde ist immer der Zahlmeister!
Irgendwie ist das doch alles irgendwie verkehrt!
hg Angelika
Sehe ich nicht so. Die Bank ist ihren Mitarbeitern und ihren Eigentümern verpflichtet, hat sich an Recht und Gesetz zu halten und kann, wenn es leistbar ist, moralisch agieren.
Es ist sicher nicht schön, wohin es zum Teil führte aber noch einmal... ich als Kunde gebe den Auftrag an meine Bank, das beste aus meinem Ersparten heraus zu holen. Wenn ich schwer für mein Geld arbeite sollte ich dann auch genau darüber nachdenken, worin ich investieren will. Komischerweise investieren noch immer die meisten über Sparverträge in Fonds, die letztlich ihr Geld über Aktien verdienen. Selbst wenn sie zu 25% in Solarfirmen und zu 40% in Windparks investieren fordern die Fondsmanger doch zu Recht Kostenminimierung und Gewinnmaximierung dieser Unternehmen, damit die Fonds gewinne machen und auch nächstes Jahr noch von den Bürgern gekauft werden.
Wer von Euch legt sein Sparguthaben denn ökologisch und ethnisch korrekt an? Warum liegen in Deutschland 6 Billionen Euro auf Sparkonten? Das ist doch für die Banken ein echtes Eldorado und hier die Leute an den Pranger zu stellen, die exakt das tun was wir als Kunden, Aktionäre bzw. sogar als Steuerzahler verlangen ist doch etwas kurz gedacht.
Eine echte Veränderung, und da stimme ich dem Thread-Ersteller bei würden wir schaffen, wenn wir zurück dahin kommen nur noch das zu Erstreben, was für uns selber erreichbar ist. Dann schmeißen alle in der Familie in 2012 ihr Geld zusammen damit sich Sohn 1 ein Haus bauen kann, wo natürlich auch alle mit anpacken. In 2015 baut dann die Tochter ein Haus und wieder werfen alle ihr Erspartes in einen Topf, in 2020 die Renovierung des Elternhauses - Familie regelt es. Bei einer gesunden Familie mit 3-4 Einkommen kann man es evtl. ohne Bank schaffen. Etwas größer aufgezogen nennt man es glaub ich Genossenschaft :).
Wie viele von Euch leben in einer solchen Konstellation? Haben Familie oder so enge Freunde, dass sie ohne Bank auskommen? Ich glaube, wir würden uns zurück entwickeln müssen um wieder unabhängiger, freier und menschlicher zu leben.
Was die einfachen Bankgeschäfte angeht, so muss ich Ihnen Recht geben, allerdings ist die Hausbank nicht der Ort, an dem die finanzwirtschaftlichen Probleme entstehen, die uns z.B. den Rettungsschirm bescheren. In der Welt des Geldes wäre es schon gut, den Hausbanken nur die normalen Bankgeschäfte zu erlauben, also keinen Handel mit Wertpapieren. Aktien, Derivate und dergleichen. Die verschiedenen Fonds einschließlich Hedge-Fond kann man auch ohne Bank erwerben, was bei Aktien auch in jedem Fall zu empfehlen ist. Gerade auch bei Aktien sollte man genau wissen was diese Firma denn so macht, von der man Aktien besitzt. Gegen die Beteiligung an einer Firma ist ja auch prinzipiell nichts einzuwenden, funktioniert ja genauso (fast) als ob man mit Partnern zusammen ein Geschäft aufmacht. Um fürs Alter vorzusorgen muss ich nicht auf den DAX setzen, egal in welche Richtung, denn dann kann ich auch zur Spielbank gehen. Dass man in meiner Hausbank Geld in derartige Geschäfte anlegt, das möchte ich nicht, genausowenig wie ich möchte, dass meine Kommune ohne mich zu fragen Geschäfte wie z.B. Transborderleasing durchführt und mich vor die Tatsache stellt, dass vielleicht morgen der gesamte Fuhrpark nicht mehr der Stadt, sondern einem Investor in den USA gehört. In diese Richtung gingen ja auch die zwar nur zeitweise geäußerten Vorschläge, Griechenland möge doch zur Sanierung des Haushalt seine Inseln verkaufen. Wir merken leider zu wenig, wie uns durch die Vielzahl von nicht öffentlichen Geschäften auf Pokerbasis die Handlungsfreiheit genommen wird.
Es wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung und politisch auch forderbar, dass Banken, die unser Gehalt verwalten, nur im Bereich der Privatkredite und der Privatanlage von Geldern arbeiten dürfen. Wer Aktien kaufen will kann das ebenso als Altersvorsorge tun, indem er die entsprechenden Papiere sich übers Internet direkt an der Börse oder über eine speziell auf die Abwicklung solcher Geschäfte beauftragte Bank besorgt und zwar ohne Beratung, aber mit der Einholung entsprechender Informationen z.B. übers Internet. Letztlich geht es dann auch nicht um ökologische Korrektheit, sondern um nachhaltige Bewirtschaftung die mir auch auf Dauer einen Gewinn verspricht.
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Dr. Hartmut Michael Möltgen Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Angelika Reimer schrieb:02 Feb 2012, 2:48 pmRe^9: Wo ist das Piratendorf mit freien Bürgern, unabhängig von dem derzeitigen Finanzzirkus?
Das geschieht im Großen wie im Kleinen durch die Aktienmärkte. So viel Ahnung davon habe ich nicht, aber ich denke, dieser Aktienhandel hat doch erst die Möglichkeit geboten, dass Konkurrenzunternehmen einfach durch "Strohmänner" aufgekauft werden konnten, oder nicht?
Und wenn solche Geschäfte einfach mal als wirtschaftskrimminelle Machenschaften bestraft würden, dann gebe es den ganzen Sumpf nicht. Staatsanwälte und Richter kümmern sich doch aber lieber um Kleinkrimminelle, dass ist doch einfacher und tut nicht weh.
Oh ich muß jetzt aufhören, dass ist mein wunder Punkt da werd ich unsachlich und wütend
http://file1.npage.de/003809/87/bilder/wuetend__003.jpg.
hg Angelika
Danke für Ihren Beitrag; es ist richtig, dass hier ein großes Potetial an kriminellen Energien sich auftut, jedoch nicht nur am Aktienmarkt, ebenso bei der ganz normalen Geldbeschaffung außerhalb der Banken und bei der Übernahme von Firmen. Der Derivatemarkt im Besonderen weckt allerdings die Spielernatur im Menschen, und das sollte bei ernsthaften Geschäften und wirtschaftlichen Entscheidungen, von denen Millionen von Arbeitnhmern mitbetroffen werden ohne darauf Einfluß nehmen zu können grundsätzlich ausgeschlossen werden. Der freie Handel mit Aktien sollte aber deshalb nicht eingestellt werden, immerhin sind Aktiengesellschaften transparenter als andere Firmen, und in einer freien demokratischen Wirtschaft sollte man soviel Transparenz schaffen wie möglich, ohne die Privatsphäre des Einzelnen zu zerstören, insofern ist die Aktienkultur generell gut zu heißen.
Ich hoffe, dass gerade Piraten für den freien Informationsaustausch auf allen Ebenen eintreten, nicht nur im Internet. Dazu gehört natürlich auch, dass der Mißbrauch von Informationen in abgestufter Weise unter Strafe zu stellen ist, insbesondere auch falsche Informationsmeldungen nicht generell als Kavaliersdelikt aufgefaßt werden. Ein freier Meinungsaustausch kann, denke ich, nur gelingen, wenn auch klare Regeln aufgestellt werden, die vor Falschmeldungen und deren mitunter katastrophalen Auswirkungen schützen. Sicherlich hätten wir viele der derzeitigen Probleme nicht, würden alle Menschen regelmäßig wahrheitsgemäß über alles was sie betrifft informiert. Genau dies aber läßt sich mitunter im direkten Kontakt besser regeln, was den Gedanken bei mir aufkommen ließ, dass die kleine überschaubare Gemeinde mit ihrer personalen Transparenz als Basiseinheit, das Experiment Piratendorf, ein Denkansatz sein könnte auf dem Weg zu einer besseren, humaneren und gerechteren Welt. Ich habe den Verdacht, dass unsere Chefökonomen und unsere derzeitigen Spitzen-Politiker den tatsächlichen Wandel und den Wechsel in den Theorien, letztlich den Paradigmenwechsel der uns bevorsteht noch nicht einmal erahnen.
Dufte das Bild, wie kann man das handeln?
hg Michael
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Dr. Hartmut Michael Möltgen Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Angelika Reimer schrieb:04 Feb 2012, 08:30 amRe^11: Wo ist das Piratendorf mit freien Bürgern, unabhängig von dem derzeitigen Finanzzirkus?
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Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber viel hab ich nicht das sich bald etwas ändern könnte.
hg Angelika
Lieber wäre mir der Ausspruch von Martin Luther King "Ich habe einen Traum-I have a dream) statt Blochs "Die Hoffnung stirbt zuletzt"
Zur Sichtweise: es sollte natürlich händeln heißen und nicht handeln
