Placeblogger
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Anton Simons Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Placeblogger-Netzwerke im deutschsprachigen Raum
Liebe Mitglieder der Placeblogger-Gruppe,
gibt es im deutschsprachigen Raum eigentlich inzwischen Placeblogger-Netzwerke? Oder hat jemand Interesse, ein solches Netzwerk mit zu entwickeln?
Lokalen Bloggern und Blogger-Netzwerken ist ein Artikel im Dezember-Heft des Medium Magazins gewidmet. Während der Lokaljournalismus in Deutschland noch weitgehend in Verlagshand ist, überziehen Blogs und Blogger-Netzwerke in den USA inzwischen ganze Ballungsräume, schreibt die Autorin Ulrike Langer (
https://www.xing.com/profile/Ulrike_Langer2). In Nordamerika seien „viele kleine Medien mit weniger hohen Gewinnerwartungen entstanden, die kleinräumig Zielgruppen gut bedienen“, wird die Medienberaterin Katja Riefler zitiert.
Allein in Seattle konkurrieren zwölf Stadtteilportale und -blogs mit der angestammten ‚Seattle Times‘ um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Das habe die Zeitung im August 2009 dazu bewogen, mit den sublokalen und teilweise preisgekrönten Wettbewerbern zu kooperieren. Das Kooperationsprojekt werde von der Knight Foundation (
http://www.knightfoundation.org ) unterstützt - gemeinsam mit vier weiteren in anderen US-Metropolen. Diese Stiftung habe die Aufgabe, zu erforschen, „welche Journalismus-Modelle im Post-Print-Zeitalter am erfolgversprechendsten sind.“
Anfang 2008 sei in Chicago das hyperlokale Projekt „Everyblock“ (
http://www.everyblock.com) gestartet worden, das heute in 15 US-Städten zur Verfügung steht. Auch dieses Projekt sei in den ersten zwei Jahren mit 1,1 Millionen Dollar von der Knight-Stiftung gefördert, inzwischen jedoch für einen mehrfachen Betrag an MSNBC verkauft worden.
Andere hyperlokale Modelle in den USA würden von Verlagen unterstützt. Die Chicago Tribune beispielsweise fördere die Plattform Triblocal (
http://www.triblocal.com), die sechs Landkreise im Großraum Chicago mit nutzergenerierter sublokaler Berichterstattung bediene. Wöchentlich werde eine Auswahl von Texten gedruckt.
Bürgermedien und andere verlagsfremde Angebote seien in den USA auch auf dem besten Weg, den (sub)lokalen Anzeigenmarkt von unten aufzurollen. Das habe Justin Carder, den Gründer des Stadtteilblogs CapitolHillSeattle.com und der hyperlokalen Publishing-Lösung Neighborlogs ermutigt, ein automatisiertes Anzeigenbuchungssystem mit dem Namen InstiAds (instiads.com) zu entwickeln, wie Ulrike Langer schreibt. Diesen Trend hat wohl auch Google erkannt: Seit Anfang Oktober werde Werbung von kleinen Geschäften und Unternehmen auf sublokalen Websites mit dem vereinfachten Anzeigensystem „Listing Ads“ unterstützt.
Viele Grüße in die Runde,
Anton Simons
- 07 Dec 2009, 1:14 pm
