Poesie und Lyrik

Poesie und Lyrik

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  • Rosemai M. Schmidt
    Rosemai M. Schmidt    Premium Member
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    Hallo zusammen
    Ich wurde hierher eingeladen, wobei ich nicht weiß, wie das zustande kam.
    Aber ich bin der Einladung gern gefolgt und jetzt neugierig, wem ich hier begegnen werde.
    Ich habe mir überlegt, womit ich mich hier vorstellen soll, und dachte mir schließlich, dass das am besten mit einigen Texten geht, die allerdings auch nur ein minimaler Ausschnitt sein können.
    Alsdann:

    Humorvoll:

    Der Schelm und die Narren


    "Nein! Ich bring' euch nicht zum Lachen",
    sprach der Schelm mit ernstem Blick,
    "ihr könnt eure Späße selber machen!"
    Sprach’s und zog sich leis' in sich zurück.

    Dort verblieb er, ruhte still in sich,
    warf nur manchmal einen Blick hinaus.
    Was er sah, erschien ihm wunderlich,
    und er brach in lautes Lachen aus:

    "Ich bin Schelm genannt, ganz ohne Trug,
    doch ziehe ich bewusst den Schelmenkarren.
    Die da draußen halten sich für klug
    und sind damit schon die dümm'ren Narren.

    Tier kommentiert:

    Die Küchenschabe


    Eine kleine Kücheschabe
    trabte
    um die Ecke
    zu dem Zwecke
    sich zu laben.
    Das tun Schaben,
    wenn sie Hunger
    auf was ganz Besond’res
    haben.

    In den Ecken
    woll`n sie schlecken,
    doch im Licht
    lieber nicht.
    Weil die armen Küchenschaben
    Angst vor hellem Lichte haben;
    flieh`n das Helle,
    wuseln schnelle
    in das dust`re Dunkelmunkel
    wie der Blitz.
    Kein Witz!


    Philosophisch:

    Entscheidung


    An einer Weggabelung
    fand ich einen verschlossenen Brief.

    'Entscheide dich
    für einen der Wege,
    dann darfst du mich öffnen
    und erfährst das Ziel,
    um das es geht,' stand auf dem Umschlag.

    Ich erschrak,
    denn zurück konnte ich nicht.
    Nach Tagen des Zauderns, Zitterns
    und Zagens, des Haderns und
    Aufbegehrens
    entschied ich mich
    für den Weg zur Rechten.

    Kaum meiner Sinne mächtig
    riß ich den Brief gierig auf
    und las:
    Das Ziel, um das es geht, ist:

    Die Entscheidung.


    'Liebe' (leicht augenzwinkernd):

    Restlos verfallen

    Ich bin ihm verfallen seit jener Nacht,
    als mein Bruder ihn mit nach Hause gebracht.
    Er ist ein ziemlich eckiger Typ,
    doch ich hab' ihn so unglaublich lieb.
    Ich möchte ihn unablässig drücken,
    er läßt sich gern von mir beglücken,
    denn geh' ich zu ihm und bin initiativ,
    wird unsre Beziehung total intensiv:
    Mir flimmert's vor Augen, er beginnt leis' zu summen,
    mein Atem geht rascher; ich liebe das Brummen
    mit dem er Geheimes mir offenbart
    von sich, das er für mich bewahrt.
    Doch auch er braucht mich so, er lebt nur durch mich,
    kaum berühre ich ihn, elektrisiert er sich
    im selben köstlichen Augenblick
    und schaut flimmerselig zu mir zurück.
    Immer wieder spielt er Verstecken mit mir,
    doch das reizt mich erst recht: "Ich laß nicht von dir,
    ich finde, was du verborgen hast."
    Er ist manchmal schwierig, aber süße Last.
    Selbst weiß er nichts anzufangen mit sich,
    doch das ist egal, er hat ja mich.
    Abends zum Date auf der Autobahn
    mach' ich ihn ganz besonders an.
    Zur Zeit lern' ich surfen, was er sicherlich liebt,
    damit es noch weniger Trennendes gibt.
    Er raubt mir den Schlaf, ich komm' nicht von ihm los.
    Was passiert da mit mir. Was ist das bloß?
    Doch jetzt ist es so weit, wir müssen uns trennen,
    es tut mir so leid, meine Augen brennen,
    und ich muß es, ich tu' es – und er läßt es zu.
    "Ich werd' dich vermissen, mein Liebster, du."
    Meine zitternden Finger ergreifen die Maus!
    Ich klicke!
    Er flimmert!
    Er flackert!
    Aus ...


    So, das wars. Viel Spaß damit.