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    Alexander Brömmelsiek
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    Rummel um Madelaine - genau richtig oder genau falsch?
    Heute mache ich mal einen Post auf.

    Gestern kam im Freundeskreis das Thema Madelaine auf, also das kleine Mädchen daß in Portugal entführt wurde. Da haben sich ein Freund und seine Freundin recht hitzig darüber gestritten ob das Verhalten der Medien und der Öffentlichkeit richtig sei oder falsch. Ich bin hin und her gerissen und frag daher mal die Gemeinde...

    Pro:
    - Irgendwas muss man doch machen!
    - Was soll man sonst machen?
    - Vielleicht erkennt sie jemand so wieder, Öffentlichkeit ist nie verkehrt
    - Wenn der Entführer sie wegen des Drucks töten würde, wäre es zwar schlimm aber er würde sie ja wohl eh früher oder später töten.

    Contra:
    - Das ist nur blinder Aktionismus und Sensationsgier um das Gewissen der Leute zu beruhigen.
    - Setzt den Entführer unter Druck und riskiert ihr Leben (Wohl unstrittig aber noch vertretbar)
    - Die ganzen Berichterstattungen um solche Fälle helfen nicht sondern nähren nur das Verlangen bei noch inaktiven Pädophilen
    Da gabs dann eine recht holprige Analogie zur Förderung des Verlangens nach Wackeldackeln oder ähnlichem durch öffentliche Berichterstattung, also daß eine Sache der man nicht abgeneigt ist, durch massive Werbung/Berichterstattung interessant wird und sich dann immer mehr Leute dafür interessieren.
    Dann war da noch die Aussage daß es noch nie so viel Pädophilie gab wie heute - schuld sei die Presseberichterstattung - ist dem so?

    - Es sei unfair gegenüber den anderen Entführungsopfern und ihren Familien, da die Presse diesen Trubel nur 1 Mal, vielleicht auch ein 5-10 Mal mit machen würde, aber spätestens in 5 Jahren beim 10. Kind würde keine Zeitung darüber im selben Masse berichten.
    - Der Gedanke das Kind im Alltag zu erkennen wäre lächerlich, da die meisten Leute in ihrem Alltagstrott noch nicht mal Udo Lindenberg oder Schumi auf der Strasse erkennen würden.
    - Es hätte bisher noch nie den Fall gegeben, daß ein Entführer mit seinem Opfer nen Monat nach der Entführung durch eine Fussgängerpassage geht - wobei das ja beim Fall Natascha so gewesen ist - andererseits ist der mit ihr wohl nur raus gegangen weil keine Zeitung mehr berichtete und er sich sicher fühlte. Alle Entführungsopfer die überlebt hätten, hätten selbst Hilfe geholt durch Flucht oder Zettel oder Schreien oder so.

    Fazit: Es brächte den Opfern nichts sondern mache nur den potentiellen Tätern den Mund wässerig und beruhigt das Gewissen der Zeitungsleser wenn sie nach ner neuen Geschichte suchen.

    Ich persönlich kann beide Seiten verstehen, mich aber nicht wirklich entscheiden. Wenn beide Seiten Recht haben, sind die Positionen auch nicht vereinbar. Entweder man berichtet gar nicht oder richtig. Aber wird man das in einem Jahr beim nächsten Kind auch wieder machen?

    Wie sehen Sie das?
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    Alexander Brömmelsiek
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    Re^2: Rummel um Madelaine - genau richtig oder genau falsch?
    Hallo Frau Fuhrmann, ich hab auch schon gegrübelt, aber wo solls denn sonst hin?

    Sie haben schon recht, daß es eher Gesellschaft als Politik ist, aber die Greenpeace-Lidl geschichte ists doch auch gewesen, oder?
    This post was modified on 16 Jun 2007 at 05:08 pm.
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    Alexander Brömmelsiek
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