Politics

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  • Dr. Helfried Schmidt
    Dr. Helfried Schmidt    Premium Member   Group moderator
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    Warum Mutti Merkel Norbert Röttgen wirklich fallen ließ: http://www.pt-magazin.de/newsartikel/archive/2012/may/16/art...

    Was meinen Sie dazu?
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  • Ronald Wernecke
    Ronald Wernecke    Premium Member
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    Eigentlich war Röttgen für Merkel sehr praktisch.
    Er hat immer brav gemacht, was Mutti Merkel vorgekaut hat.
    Sollte er einmal selbst gedacht haben, nahm er es wieder zurück, wenn es Mutti nicht gefiel.
    Nur hier hatte er sich zu sehr wie der trotzige Bub benommen.
    Das durfte Mutti ihm nicht durchgehen lassen.

    Er ist ein rückratloser Schleimer, der jederzeit ersetzbar ist.
    Und genau das ist jetzt passiert.
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  • Dr. Florian Wanoschek
    Dr. Florian Wanoschek
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    Ein neuer Aspekt in dem ganzen Gewirr von Parteistrategie und politischer Taktik, gewiss. Nur, ob es sich um den entscheidenden handelt? Ich denke nicht.

    Hier ist offensichtlich ein Fehler begangen worden. Einen Minister aus Berlin zum Spitzenkandidat in NRW zu machen, dass für die CDU immer schon ein schwieriges Pflaster war, war ein riskanter Schachzug - beim Wähler gilt jemand, der in der Landespolitik aktiv ist, immer als glaubwürdiger. Insofern wäre die Kandidatur eines NRW-CDUlers besser gewesen. Aber da gab es wohl niemand, dem man einen Sieg zugetraut hat.

    Man hätte von Anfang an klar machen müssen, dass Röttgen unbedingt zurück nach NRW will, da er sich für das Wohl des Landes engagieren möchte. Die Diskussion darüber, ob er bei einer Niederlage nach Berlin geht, hat ihm von vorneherein das Genick gebrochen. Der Wähler hatte so den Eindruck, dass sich Röttgen für das Ministerpräsidentenamt interessiert, nicht für NRW an sich.

    Röttgen hat natürlich auch im Wahlkampf alles andere als glücklich agiert. Er hat überzogen und im Übereifer grobe Schnitzer gemacht. Aber alles allein seine Schuld? Damit macht man es sich wohl zu einfach. Da wäre es mal interessant zu wissen, was da hinter den Kulissen lief ...

    Röttgen dürfte letztendlich tatsächlich zumindest teilweise ein Bauernopfer gewesen sein, da Frau Merkel es sich einfach nicht leisten konnte, einen krachenden Wahlverlierer in ihrem Kabinett zu behalten - es wäre ihr als Schwäche ausgelegt worden. Und zusätzlich hätte man sich an eben jene unglückliche Diskussion (Berlin oder NRW, s.o.) erinnert - hätte Merkel Röttgen Minister sein lassen, wäre der Eindruck entstanden, sie hätte von Anfang an hinter gerade der Strategie gestanden, die zu dieser Niederlage wesentlich beigetragen hat. Auch dazu steht - ziemlich einleuchtend - etwas im Artikel.
    This post was modified on 17 May 2012 at 10:39 am.
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