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  • Björn Wendt
    Björn Wendt    Premium Member   Group moderator
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    Mit der geplanten Abwertung der dualen Berufsausbildung untergraben die Kultusminister eine Triebfeder für Innovationskraft und Wirtschaftswachstum.

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13827724/Deutsc...

    " Die Einstufung der Ausbildung ist nicht nachvollziehbar. Was bei uns ein Lehrberuf mit theoretischer und praktischer Ausbildung auf höchstem Niveau ist, entspricht im Ausland z.B. einem Bachelor-Abschluss ohne jede fachliche Qualifikation! "
    (Ottofuchs)

    " Erstmal einen Dank an den Autor. Endlich jemand der das Problem anspricht. Meiner Meinung nach liegt das Grundproblem darin, dass unser (sehr gutes) Ausbildungssystem nach angloamerikanischen Massstäben bewertet wird. Nur weil in den USA fast jeder einen Highschool-Abschluss hat, muss bei uns nicht jeder ein Abitur machen. Nur weil in den USA jede Krankenschwester am College studiert hat, muss die deutsche Krankenschwester nicht schlechter sein. Viele Beruf, die man dort studiert sind bei uns klassische Lehrberufe. Und das Ausbildungsniveau ist dabei nicht schlechter. Wer das nicht glaubt sollte sich mal fragen, wieso deutsche Handwerker z.B. in England sehr gefragt sind. Wer jemals in einem normalen amerikanische, französischem oder englischem Haus gewohnt hat, weiss die deutsche Qualität zu schätzen... "
    (Giesing)

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    Visionen der Raumfahrt
    http://www.xing.com/net/raumfahrtvisionen
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  • Ronald Wernecke
    Ronald Wernecke    Premium Member
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    Das ist alles sehr relativ: das amerikanische "Highscool Diploma" entspricht etwa unserem Realschulabschluß, klingt nur viel besser.

    Wir sollten uns gerade NICHT am amerikanischen System der frühen Spezialisierung orientieren, sondern ein breiteres Spektrum als Grundlage legen, um vielfältigere Möglichkeiten zu erlauben.

    Andererseits sind amerikanische Arbeitgeber nicht so Noten, Stempel und Papiergeil, wie die unsrigen.

    Da gibt es noch die Möglichkeit, einfach zu zeigen, was man kann, ob man einen Stempel, ein Zertifikat oder gar einen Doktortitel hat, zählt dort erstmal viel weniger.

    Ein nicht geradlieniger Lebenslauf, wird eher positiv bewertet.
  • Matthias Hofmann
    Matthias Hofmann    Premium Member
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    Ich möchte die sehr guten Ansätze aus dem Beitrag um einige Anmerkungen ergänzen. Unser Bildungssystem ist wohl eines der besten der Welt. Die berufliche Ausbildung ist ein Rückgrad unseres Ausbildungssystems und unserer Wirtschaft. Leider sind es nicht nur anglesächsische Maßstäbe, wo es zwischen 'Akademiker' und ungelerntem Arbeiter nichts gibt,die die Statistiken verzerren, sondern auch unsere europäischen Nachbarn, was zu sinnloser Gleichmacherei aus Brüssel führt. Ich bin fest davon überzeugt, dass die duale Ausbildung in Deutschland den Berufseinstieg erleichtert und solche Verhältnisse wie in spanien verhindert (Jugendarbeitslosigkeit bei fast 50%).
    Auch wende ich mich gegen die ständigen Vergleiche von Akademikerquoten, weil auch hier etwas verglichen wird, was nicht zu vergleichen ist, statt Kompetenzen (schwierig zu erfassen) werden Zettel gezählt (natürlich ganz einfach), die irgendeine 'Hochschule' verteilt hat - leider völlig sinnlos.
    Auch bei der akademischen Ausbildung bin ich für Transparenz, Arbeitgeber und der Student müssen wissen, was Sie bekommen, wenn der Abschluss Bachelor oder Master heißt, das ist leider nicht mehr der Fall, deshalb sehe ich den Bologna-Prozess extrem kritisch.
  • Björn Wendt
    Björn Wendt    Premium Member   Group moderator
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    Hallo Herr Hofmann,

    das sehe ich ganz ähnlich. Mitunter könnte unser sehr gutes und vielschichtiges Ausbildungssystem als internationales Vorbild gelten, was leider nicht passiert. Die Gleichmacherei diesbezüglich in der EU sehe ich als Existenzgefährdent für die Grundlage unseres Bildungssystem. Dies begann mit der Bologna-Reform und könnte mit einer Abschaffung unserer dualen Ausbildung ein weiteres trauriges Tief erreichen.

    Ich hoffe, dazu wird es nicht kommen.

    Viele Grüße
 
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