Pop Culture

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  • Carsten Marmulla
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    Tom Reynolds: I Hate Myself And Want To Die
    Was gibt es Schöneres als ein trauriges Lied zu hören, wenn man gerade in einer melancholischen Stimmung ist und der Regen gegen die Fensterscheiben prasselt? Dann fühlt man sich doch gleich gut aufgehoben. Dieses Buch handelt aber nicht nur von traurigen Songs, sondern von deprimierenden, und das ist ein gewaltiger Unterschied. Von Songs, die die Laune in den Keller sacken lassen, egal wie gut man sich gerade noch gefühlt hat. Autor Tom Reynolds hat ein Jahr mit der leidvollen Aufgabe zugebracht, die deprimierendsten Lieder von Bands aus mehreren Jahrzehnten zu durchforsten. Das Ergebnis dieser latent selbstzerstörerischen Tätigkeit heißt "I Hate Myself and Want to Die".

    Hier sind 52 Lieder versammelt, von Pink Floyd bis hin zu Metallica. Manche Songs waren Nummer-1-Hits, wie Mariah Careys pathetische Cover-Version von »Without You«, andere wiederum sind Kulthits, die den Mainstream nie erreicht haben. Ob es um Einsamkeit geht, um Drogen oder kaputte Beziehungen – diese Songs ziehen einen garantiert runter! Gut findet Reynolds das nicht unbedingt. Er unterteilt die ausgewählten Songs in repräsentative Kategorien wie »Teenieleiden«, »Ich hasse sie und sie hasst mich« oder »Noch deprimierendere Remakes von Songs, die vorher schon deprimierend waren«, zu denen er das Mariah-Carey-Lied zählt.

    Bei jedem Lied forscht Reynolds zunächst danach, warum es eine derart deprimierende Wirkung hat. Liegt es an den Umständen ihres Entstehens, an morbiden Moll-Melodien oder herzzerreißenden Texten? Reynolds stützt sich bei seinen Analysen auf prägnante Liedzeilen. Er trifft bei seinen Beobachtungen jedes Mal den Nagel auf den Kopf, und zwar auf eine so gewitzte und urkomische Weise, dass man garantiert laut loslachen muss. Was nicht heißen soll, dass dem Leser das Lachen zwischendurch nicht auch im Halse stecken bleiben kann. Es handelt sich um eine originelle Mischung, die gut ankommt. Die Los Angeles Times schreibt in einer furios-positiven Rezension des Buches: »Reynolds Leiden hat sich gelohnt – für uns Leser!«

    Der Inhalt

    Ich starb als Teenie bei einem Autounfall: Tell Laura I Love Her - Ray Peterson • Last Kiss - J. Frank Wilson and the Cavaliers u.a.

    I Hate Myself and Want to Die: Goodbye to Love - The Carpenters • At Seventeen - Janis Ian • One - Metallica

    Ich versuche, tiefsinnig und rührend zu sein, aber da bin ich echt schlecht drin: Lucky Man - Emerson, Lake and Palmer • Beth - Kiss • In The Year 2525 - Zager and Evans • The Rose - Bette Midler • Mandy -­ Barry Manilow

    Wenn ich über Drogen singe, wird man mich ernst nehmen: Captain Jack - Billy Joel • Sam Stone - John Prine

    Sie hasst mich, ich hasse sie: Love Will Tear Us Apart - Joy Division • You Don’t Bring Me Flowers - Neil Diamond & Barbra Streisand • In The Air Tonight - Phil Collins • Brick Ben Folds - Five

    Remakes deprimierender Lieder: All By Myself - Celine Dion • Without You - Mariah Carey • I Will Always Love You - Whitney Houston • Landslide - Smashing Pumpkins

    Ich erzähle eine Geschichte, die keinen interessiert: The River ­ Bruce Springsteen • Comfortably Numb - Pink Floyd • Strange Fruit - Billie Holiday • Sylvia’s Mother - Dr. Hook and the Medicine Show • The End - The Doors

    Ich hatte keine Ahnung, dass dieser Song so morbide ist: Alone Again (Naturally) - Gilbert O’Sullivan • Artificial Flowers - Bobby Darin

    Ich blase Trübsal, daher bin ich: Prayers For Rain - The Cure • Sister Morphine Marianne - Faithful • Hurt - Nine Inch Nails

    Apokalypse: Seasons In The Sun - Terry Jacks • Honey - Bobby Goldsboro • Total Eclipse of the Heart - Bonnie Tyler

    Der Autor

    Das Phänomen kennt jeder: Gerade noch hat man gut gelaunt einem munteren Popsong gelauscht und die Welt war vollkommen in Ordnung, dann wird das nächste Lied im Radio gespielt und sie war weg, die gute Stimmung. Es gibt Songs, die so deprimierend sind, dass die Laune bereits nach der ersten Zeile in den Keller abrutscht und man unweigerlich tief-trüben Gedanken nachhängt.

    Der Autor Tom Reynolds nimmt nun die 52 dunkelsten unter ihnen aufs Korn und hat mit I HATE MYSELF AND WANT TO DIE einen satirischen Leckerbissen für alle Freunde des schwarzen Humors verfasst. Ganz und gar nicht deprimierend!

    Quelle: http://www.schwarzkopf-schwarzkopf.de/assets/s2dmain.html?ur...
    Bei Amazon: http://www.amazon.de/I-Hate-Myself-Want-Die-Die-52-deprimier...
    Telepolis-Rezension: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23372/1.html
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