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Michael Strogies Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Paramount kündigt Tom Cruise
US-Filmstudios Paramount lassen Tom Cruise fallen
Wegen einiger ungewöhnlicher Auftritte von Hollywood-Star Tom Cruise haben die US-Filmstudios Paramount Pictures nach 14 Jahren die Zusammenarbeit mit dem Schauspieler aufgekündigt.
Der Chef des Mutterhauses Viacom, Sumner Redstone, verkündete die Entscheidung im "Wall Street Journal". "So sehr wir ihn persönlich schätzen, wir hielten es für falsch, den Vertrag zu verlängern", sagte Redstone laut Interview-Auszügen. "Sein Verhalten in letzter Zeit war für Paramount nicht hinnehmbar."
Cruise war vor kurzem in der Sendung von US-Talkmasterin Oprah Winfrey aufs Sofa gesprungen, um seine Liebe für die Schauspielerin Katie Holmes, mit der er seit Aprill eine kleine Tochter hat, zu verkünden. Außerdem wirbt er öffentlich für die umstrittene Scientology-Organisation. Schauspielkollegin Brooke Shields griff er wegen deren Bekenntnissen zu ihrer Wochenbettdepression scharf an und verurteilte alle, die Antidepressiva einnehmen. Laut Paramount hatten diese Begebenheiten negative Auswirkungen auf die vergleichsweise geringen Zuschauerzahlen seines jüngsten Films "Mission Impossible III". Vertreter der Schauspielers bestritten einen Zusammenhang.
Der "Top-Gun"-Star und Ex-Ehemann von Schauspielerin Nicole Kidman war mit seiner Produktionsfirma Cruise/Wagner Productions 14 Jahre lang mit Paramount verbunden. Die Zusammenarbeit brachte zuletzt die Filme "Krieg der Welten" und "Mission Impossible III" hervor, mit denen Cruise zum bestbezahlten Schauspieler Hollywood wurde.
Cruises Geschäftspartnerin Paula Wagner sagte dem "Wall Street Journal", es gebe Pläne, mit Geld aus Hedgefonds eine unabhängige Firma aufzubauen. "Das ist ein Traum von Tom und mir", sagte sie. Der Branchenzeitung "Daily Variety" sagte Wagner, Redstones Äußerungen seien "unerhört und respektlos".
Quelle Gmx
- 23 Aug 2006, 10:25 am
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Carsten Marmulla Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Paramount kündigt Tom Cruise
Da fängt wohl gerade ein Stern an zu verglühen? Eigentlich schade, aber seit seiner Trennung von Nicole Kidman ging es für Tom eigentlich nur noch bergab, beruflich wie privat.
Und vermutlich paßt er bei Paramount einfach nicht mehr zur vermeintlichen Zielgruppe? Nunja, die Zeit der großen Blockbuster dürfte ohnehin so langsam vorbei sein... es segmentiert sich alles immer mehr.
- 23 Aug 2006, 9:29 pm
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Carsten Marmulla Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Paramount kündigt Tom Cruise
"Glanz und Elend des Monomanen"
Von Jenny Hoch (Spiegel Online)
Nachdem das Filmstudio Paramount Pictures Tom Cruise rausgeworfen hat, muss sich der Schauspieler mit einem schlechteren Deal und neuen Geschäftspartnern zufriedengeben. Braucht Hollywood seine Stars nicht mehr?
Hollywood hat ein großes Herz. Großmütig verzeiht es in regelmäßigen Abständen die kleineren und größeren Sünden seiner Stars - zumindest wenn es sich um menschliche Verfehlungen aus dem allgemein abgesegneten Klatschspalten-Kanon handelt: Ehebruch, Alkoholismus, Diebstahl, Drogenmissbrauch. Alles kein Problem, solange der Star reumütig Abbitte leistet und Besserung gelobt. Mel Gibsons jüngste antisemitische Ausfälle unter Alkoholeinfluss, Ben Afflecks Drogengeschichten, Winona Ryders Klaustreifzüge, Charlie Sheens sexuelle Eskapaden - alles vergeben und vergessen.
So etwas kann schließlich jedem passieren. Die Öffentlichkeit darf sich an den Ausfällen delektieren oder darüber echauffieren, ohne dass die Projektionsfläche, die jeder Prominente bietet, in irgendeiner Weise beschädigt würde. Im Gegenteil, er sorgt damit bei seinen Fans für ein gewisses kathartisches Moment und steigt für einen kurzen Moment von seinem Olymp in die Niederungen des Lebens hinab.
Anders Tom Cruise. Er überspannte den Bogen mit seinem bizarren Verhalten und kassierte dafür vergangene Woche prompt die Quittung. Nach 14-jähriger Zusammenarbeit setzte ihn das Filmstudio Paramount Pictures kurzerhand an die Luft. Der greise Chef des Mutterkonzerns Viacom, Sumner Redstone, warf Cruise "kreativen Selbstmord" vor und sprach deutliche Abschiedsworte: "Sein Verhalten in letzter Zeit war für Paramount nicht hinnehmbar."
Auf dem Sprung ins Lächerliche
Was hatte Cruise verbrochen? Zunächst einmal kanzelte er seine Schauspieler-Kollegin Brooke Shields öffentlich dafür ab, dass sie wegen ihrer Wochenbett-Depression Antidepressiva schluckte. Unmoralisch und eine "Naziwissenschaft" nannte der Scientology-Anhänger die Psychologie und warb gleichzeitig immer aggressiver für die umstrittene Sekte. Im SPIEGEL ging er sogar soweit zu behaupten, Scientology biete das einzige erfolgreiche Drogenentziehungsprogramm der Welt an.
Dann begann seine Liaison mit der Jungschauspielerin Katie Holmes und damit Cruises Profilierung als großer Exzentriker des Medienbetriebs. Bei der "Oprah Winfrey Show" hüpfte der sonst so beherrschte Schauspieler wie ein Derwisch auf dem Sofa herum. Er wollte damit seine glühende Liebe zu Katie glaubhaft machen - doch die Darbietung geriet eher zum Beweis seines mangelnden schauspielerischen Talents.
Ausfälle dieser Art hätte man in Hollywood vielleicht sogar als amüsant verbucht, doch Cruise machte sich mit seinen immer extremer werdenden Äußerungen selbst zum Outsider: So stieß seine angebliche Forderung nach einer "stillen Geburt" streng nach den Regeln von Scientology, bei der die Mutter keinen Laut von sich geben darf, auf Befremden. Kurz vor der Geburt servierte Cruise eine delikate Neuigkeit: Er ließ die angeekelte Öffentlichkeit wissen, er werde die Plazenta der Mutter essen. Gerüchte über eine angebliche Gehirnwäsche seiner Verlobten hielten sich nachhaltig, worauf Fans der Schauspielerin die Initiative "Free Katie" ins Leben riefen, um sie aus den Fängen des unheimlichen Stars zu befreien.
Bilder von Tochter Suri gibt es bis heute nicht, was die Spekulationen noch zusätzlich anheizte. Vielleicht existiert das Baby gar nicht und alles entpuppt sich als PR-Gag? Während die Fotografenmeute zähnefletschend auf den ersten Schuss wartete, ließ die Starfotografin Annie Leibovitz, die jetzt als erste und einzige Fotografin doch Zugang zu dem Phantombaby bekam, verlauten, das Shooting mit Cruise habe sie fast in den Wahnsinn getrieben.
Von "Top Gun" zum Flop-Mann?
Das alles ist Gift fürs Image und kann in dieser hohen Dosierung tödlich wirken. Cruise ist für die Öffentlichkeit vom bewunderten Star mit kleineren Macken zum unberechenbaren Querulanten geworden. Noch schlimmer ist - zumindest in den Augen der Studiochefs - die Tatsache, dass der Star durch seine Eskapaden längst nicht mehr das ökonomische Zugpferd ist, als das er so lange gegolten hat. Vorbei die goldenen Zeiten, als Cruise-Filme noch als 100-prozentige Erfolgsgaranten an der Kinokasse galten. Zwar hat der Star im laufe seiner Karriere bislang satte 2,5 Milliarden US-Dollar am Box Office erwirtschaftet, sein letzter Film "Mission Impossible III" aber schnitt vergleichsweise bescheiden ab. Für Paramount scheinbar Grund genug, die Zusammenarbeit zu beenden.
Der Schauspieler und seine Geschäftspartnerin Paula Wagner haben inzwischen Investoren gefunden, die die gemeinsame Produktionsfirma finanziell unterstützen werden. Aber die "Los Angeles Times" bezifferte den Betrag mit "weniger als drei Millionen Dollar" im Jahr. Damit sollen die Bürokosten der Firma gedeckt werden. Im Gegenzug werden die Investoren, unter anderem der Besitzer des US-Footballteams "Washington Redskins", an der Finanzierung von Filmprojekten beteiligt. Ein schaler Deal: Von Paramount hatten sie bisher angeblich jährlich rund zehn Millionen Dollar erhalten. Ein Insider, der nicht namentlich genannt werden möchte, lästert in der "Los Angeles Times": "Das klingt sehr nach Plan C, vielleicht sogar nach Plan D."
Abgelaufene Sternstunden
Ist der Fall Cruise ein Vorzeichen dafür, dass Stars in Hollywood ausgedient haben? Den Studio-Bossen scheint mittlerweile jeder Vorwand recht, um Stars, die nicht mehr profitabel sind, loszuwerden. Im Moment formiert sich in den USA eine immer größer werdende Bewegung aus Ökonomen und Marketingexperten, die dem bis dato uneingeschränkt gültigen Star-System mit wissenschaftlichen Studien zu Leibe rückt. In einem Bericht der "New York Times" kommentiert Jehoshua Eliashberg, Management-Professor an der Universität von Pennsylvania, den Rauswurf von Tom Cruise: "Es ergibt ökonomisch keinen Sinn, ihm so viel Geld zu zahlen."
Außerdem sei Hollywood, heißt es in dem Bericht weiter, gar nicht so abhängig von seinen Stars wie angenommen: Schließlich werde die Liste der kommerziell erfolgreichsten Filme von "Shrek 2", "E.T." und "Star Wars" dominiert - alles Filme ohne Superstars. Abraham Ravis, Betriebswirtschafts-Professor an der Rutgers University, kommt in einer Studie jedenfalls zu dem Ergebnis: "Es gibt keine statistische Korrelation zwischen Stars und Erfolg."
(Quelle:
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,434117,00.html )
- 04 Sep 2006, 4:29 pm
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Michael Strogies Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^3: Paramount kündigt Tom Cruise
Naja, neben den Gagen hat er sich ja auch immer Provisionen an den Filmeinnahmen in den Vertrag schreiben lassen. Bei Scientologie wird trotz der Kündigung die Kasse weiterklingeln.
Und das Stars demnächst durch Computer ersetzt werden......mal schauen, wie weit das geht. Ich glaube, daß das Filmgeschäft gerade von diesen Eskapaden lebt. Die Stories behind the line sind mindestens so wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, als der jeweilige, aktuelle Film.
Was ja Tom Cruise wiederum bewiesen hat.
- 08 Sep 2006, 01:14 am
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Carsten Marmulla Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^4: Paramount kündigt Tom Cruise
Michael Strogies schrieb:
Naja, neben den Gagen hat er sich ja auch immer Provisionen an den Filmeinnahmen in den Vertrag schreiben lassen.
Das ist seit vielen Jahren so üblich, speziell aber nicht ausschließlich dann, wenn derjenige auch Co-Produzent ist und eigenes Geld investiert hat.
Bei Scientologie wird trotz der Kündigung die Kasse weiterklingeln.
Davon ist leider auszugehen! ;-(
Und das Stars demnächst durch Computer ersetzt werden......mal schauen, wie weit das geht.
Also, vor Jahren hat ja bereits "Final Fantasy" Maßstäbe gesetzt und die "schwierigste" Hürde genommen: wehendes und seidig glänzendes Frauenhaar! :-)
Ich glaube, daß das Filmgeschäft gerade von diesen Eskapaden lebt.
Aber auch dort gibt es offenbar Grenzen, die man nicht überschreiten sollte!?
Die Stories behind the line sind mindestens so wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, als der jeweilige, aktuelle Film.
Das ist in der Tat ein wenig traurig, aber wenn ich mir die Drehbücher der letzten Jahre so ansehe, wundert das auch nicht! Vielleicht sollte sich Hollywood wieder mehr auf das konzentrieren, wofür es eigentlich geschaffen wurde: kurzweilige Unterhaltung und den Verkauf von Träumen! Das muß nicht immer in visuellen Orgien enden, eine spannende/interessante Story wäre auch mal wieder hilfreich. Geschichten und Themen gibt es sicherlich reichlich, allerdings müssen sie gut erzählt werden - und das hat Hollywood leider verlernt.
Was ja Tom Cruise wiederum bewiesen hat.
Was mich immer gewundert hat: das schauspielerische Talent von Tom Cruise lag ja so ungefähr auf dem Level von Steven Seagal - der eine wurde allerdings für seine hölzerne Spielweise gefeiert, der andere gesteinigt.
- 11 Sep 2006, 7:01 pm
