Pop Culture
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Carsten Marmulla Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Volver: Wer braucht schon Männer?
Sollen die Macho-Männer doch in ihrer Gruft bleiben: Mit seinem neuen Film "Volver" feiert der spanische Star-Regisseur Pedro Almodóvar die Auferstehung der Weiblichkeit - und holt die grandiose Penélope Cruz zurück ins europäische Arthouse-Kino.
Das Gespenst liegt im Kofferraum und weint. Vor vielen Jahren ist Irene bei einem Brand gestorben; nun ist sie zu den Lebenden zurückgekehrt, weil noch ein paar Dinge in Ordnung gebracht werden müssen. Die Totgeglaubte hat sich ins Auto ihrer jüngeren Tochter geschmuggelt, auf dass sie niemanden mit ihrer geisterhaften Wiederkehr erschrecke, und jetzt hört sie in ihrem Versteck ihre ältere Tochter herzerweichend zu Flamenco-Gitarren die Liedzeile singen: "Que veinte años no es nada", 20 Jahre sind nichts. Die ganze magische Kraft des Kinos in einer einzigen Szene: Alles ist ewig.
"Volver", zurückkehren, hat Pedro Almodóvar seinen neuen Film genannt. So wie den alten Tango, den der spanische Regisseur hier in einer Flamenco-Version von seiner Hauptdarstellerin Penélope Cruz anstimmen lässt. Nichts vergeht, alles kommt wieder. Auf diese Weise ist das komische Melodram eine Hymne auf den Mut und die Strahlkraft der Frauen geworden, denen männliche Zumutungen ebenso wenig anhaben können wie die Gesetze der Zeit. Es geht um drei Generationen Frauen - lebende, tote oder vermeintlich tote -, die sich von maskulinen Anmaßungen befreien und nun in einem von unnützen Männern gesäuberten Zwischenreich die späte Familienzusammenführung proben.
(Autor: Christian Buß für SpOn; Quelle & kompletter Artikel:
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,429556,00.html )
- 01 Aug 2006, 7:27 pm
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Markus Väth Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re: Volver: Wer braucht schon Männer?
Hi,
ich fand "Volver" ziemlich schlecht. Unabhängig von der Frauen-Männer-Kiste.
Der Film zog sich zu lange, und - bis auf P. Cruz - blieben die Schauspieler zu blass (lag vielleicht auch an der Synchronisation). Ich denke, unter englischer Regie wäre daraus noch eine tolle, rabenschwarze Komödie geworden.
Am besten fand ich noch die Gesangseinlage von Cruz und die Szene, in der sie weint, als ihr Mann sich nebenan einen runterholt. Ernsthaft. Da war glaubhaft Leid und Emotion transportiert. Ansonsten ist der Film an mir vorbeigeflossen.
Gruß,
mv
- 31 Aug 2006, 08:28 am
