Besser präsentieren!
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Richard Levy Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Verbesserung als Prozeß
Hallo Gruppe!
Ich habe heute die Aufgabe, Präsentation und Angebote für meine Firma zu verbessern. Die Ausgangssituation ist dafür Optimal: heute ist die Zustand ziemlich niedrig und jeder hat verbesserung Potential erkannt. Es kann also Losgehen.
Meine erste Aufgabe und ich hätte gern euer Erfahrungen und Input: wie sieht die Verbesserung als Prozeß aus? Mein erst Entwurf:
1.Sammlung von Beispiele, Literatur und Referenzarbeit
2.Benchmarking (was macht andere Präsentationen so Gut?, mit welchen “tricks” arbeiten die Mitbewerber, wie sieht ein Struktur oder Rahmen aus)
3.Entwurf unsere Struktur(en)
4.Suche nach eine Grafiker/Firma
5.Vorlage Entwurf
6.Herstellung von Blocksteine für Präsentationen und Angebote
7.Interne Review
Hat jemand von euch schon das Prozess durchgemacht? Wie lange hat es gedauert? Wie sahr euer Aktionsplan aus? Wo ist das Prozess gescheitert / hängen geblieben?
Vielen Dank im Voraus für die Tips und Erfahrungen.
Mit freundlichen Grüßen,
Richard Levy
- 26 Mar 2008, 3:42 pm
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Marc Fischer Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Verbesserung als Prozeß
Guten Tag Herr Levy,
diesen Prozess, den Sie beschreiben, haben sicherlich einige von uns schon durch.
Aber: bevor Sie sich an dieses Prozess heranwagen, machen Sie doch erstmal eine Bestandsaufnahme.
Zum Beispiel:
- Welche Unterlagen (und Medien) sollen verbessert werden?
- Was genau ist daran so "ungut", dass verbessert werden soll?
- Welche Wirkung soll mit der Präsentation erreicht werden?
Herzliche Grüße,
Marc Fischer
- 26 Mar 2008, 3:49 pm
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Peter Claus Lamprecht Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Verbesserung als Prozeß
Sehr geehrter Herr Levy,
Ihr Prozess setzt meines Erachtens etwas spät an.
Sie laufen Gefahr, das Pferd von hinten aufzuzäumen.
Zunächst sollten Sie die Aufgaben und Ziele der Präsentation klar definieren,
ergänzt durch eine Bestandsaufnahme:
Warum wurden die Ziele bisher nicht erreicht?
Was genau wurde als Verbesserungspotenzial erkannt und beschrieben?
Wichtige Fragen:
Was soll künftig mit der Präsentation erreicht werden?
Was ist das ideale Präsentationsmedium? (Flyer, Prospekt, PowerPoint, PDF, Video, Newsletter, Internet...)
Wie bzw. in welchem Umfeld wird die Präsentation gehalten? (per E-Mail verschickt, am Notebook präsentiert, auf großer Leinwand vor Publikum, online / Videokonferenz, per Post verschickt...)
Wer soll die Präsentation halten?
Definition: was ist eine Präsentation? Was ist ein Angebot? Was ist ein Baustein (Blockstein)?
(All diese Fragen und ihre Antworten sind später wichtig für das Briefing an einen Dienstleister)
1.Sammlung von Beispiele, Literatur und Referenzarbeit (als Vorbereitung für den project owner ok)
2.Benchmarking (was macht andere Präsentationen so Gut?, mit welchen “tricks” arbeiten die Mitbewerber, wie sieht ein Struktur oder Rahmen aus) (ist in meinen Augen ebenfalls Teil der Vorbereitung für den project owner)
3.Entwurf unsere Struktur(en) 3a Erstellung eines Briefings, klare Zielvorgaben, interne Abstimmung des Briefings.
4.Suche nach eine Grafiker/Firma 4a Angebote einholen
5.Vorlage Entwurf 5a interne Abstimmung, Freigabe des Entwurfs
6.Herstellung von Blocksteine für Präsentationen und Angebote
7.Interne Review (auf Basis von 3a und 5a)
So in etwa habe ich die Prozesse bisher erlebt.
Wichtig ist in jedem Fall, dass der project owner bei längeren internen Abstimmungsprozessen das letzte Wort hat.
Herzliche Grüße,
Peter Claus Lamprecht
- 26 Mar 2008, 5:21 pm
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Dr. Jörg Krenmayr Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^2: Verbesserung als Prozeß
Peter Claus Lamprecht schrieb:
Zunächst sollten Sie die Aufgaben und Ziele der Präsentation klar definieren, ergänzt durch eine Bestandsaufnahme:
Warum wurden die Ziele bisher nicht erreicht?
Was genau wurde als Verbesserungspotenzial erkannt und beschrieben?
Das würde ich hier sofort unterschreiben. Die Medien sind nicht der Ausgangspunkt und auch keine Tricks und selbst Techniken spielen am Anfang keine Rolle.
Am Anfang steht IMMER die Botschaft!
Mit welchem Wissen und mit welchem Gefühl sollen die Leute aus der Präsentation gehen?
Das hängt natürlich von ihrem Produkt und dem Zielsystem der Zielgruppe ab.
Dann muss man sich klar machen wie viel und welcher Input notwendig ist, um das Ziel zu erreichen. Dabei ist klar, dass kürzere Inputs oft die größere Wirkung erreichen.
Der Spannungsbogen ist unheimlich wichtig, damit man die Leute am Anfang sofort aktiviert und ins Thema holt. Etwa mit einer Frage, wenn man weiß, dass sich die Leute diese Frage auch wirklich selbst stellen oder sie ein vorhandenes Bedürfnis weckt. Das gilt auch für Printmaterialien.
Kurz - der Kontakt zum Publikum ist entscheidend. Die Qualität des Kontakts ist der Durchmesser der Informationsleitung und wenn sie nur einen Strohalm erschaffen, dann bekommen Sie auch nicht die Informationen durch, die Sie durchbringen müssten.
Hier steckt doch relativ viel psychologisches Know-how dahinter, das dann auch in die Gestaltung mit einfließt.
Bei den Medien ist verschiedenes wichtig. Der Vortragende (wenns persönlich präsentiert wird) muss auf jeden Fall authentisch wirken und mit dem Inhalt vertraut sein. Er muss darauf achten die verschiedenen Kanäle zu bedienen. Kinästhetisch, Auditiv und Visuell. Oft werden zu viele abstrakte Begriffe verwendet. Die lösen kaum innere Bilder aus und hinterlassen damit nur geringe Wirkung. Versuchen Sie Analogien einzubauen und lebendige Inhalte zu formulieren.
Dazu sollte man sein Zielpublikum halbweg gut einschätzen können. Bei Flyern usw. sollten solche Elemente ebenfalls beachtet werden.
Die Medien und Techniken wählt man dann erst aus. Das sind die Steine die den bereits vorgefertigten Weg optimal befüllen.
Es gibt einige grundlegende Prinzipien, die Sie beachten müssen, wenn Sie wirklich herausragende Präsentationen und dazugehörende Unterlagen erstellen möchten. Es in Kürze zu schildern ist kaum möglich, weil ein gutes Präsentationskonzept wie eine vielstimmige Komposition mit großem Orchester ist. Nur wenn die Teile richtig gut zusammenspielen entsteht eine durchschlagende Wirkung.
Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen alles Gute dabei.
PS: Bei Beispielen von anderen vorsichtig sein. Wenn die besonders gut sind, dann sind sie auch kontextorientiert und damit auf Übertragbarkeit zu prüfen.
- 30 Mar 2008, 11:28 am
