Pressearbeit, PR und Medienkommunikation
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Stefan Kaus Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Werbung wird bezahlt – PR nicht
Für jede Werbeanzeige zahlt Ihr Unternehmen den Platz in den Medien. Pressemitteilung die - von Ihrem Unternehmen verschickt - eine Zeitung dazu bewegt, einen redaktionellen Beitrag über Ihr Unternehmen zu veröffentlichen kostet Sie diesen Werbepreis nicht.
Hier finden Sie Platz für konkrete Fragen, wie Sie Medien dazu bekommen über Ihr Unternehmen zu schreiben. Sicher antworten Ihnen die PR-Experten von OpenBC in diesem Brett. Hier ein paar Anregungen zum Thema PR und die Vorteile dieser Form der Unternehmenskommunikation.
Besonders kleine Unternehmen können durch PR oft mehr erreichen als durch Anzeigen. Vier wichtige Punkte unterscheiden Werbung und PR:
- Kontrolle
- Wiederholung
- Glaubwürdigkeit
- Attraktivität
Mit Anzeigen haben Sie größtmögliche Kontrolle über Format, Inhalt, Erscheinungsdatum und Größe der Veröffentlichung. Auch können Sie eine Anzeige jederzeit Wiederholen. Im Ergebnis sind die Nutzer der Medien heute sehr skeptisch gegenüber Anzeigen, Banner und Radio- bzw. TV-Spots. Der Inhalt einer Werbung ist den Medien fast egal, da Sie für den Platz bezahlen.
Wenn Sie sich für PR entscheiden, geben Sie in gewissen Bereichen die Kontrolle über die Inhalte der veröffentlichten Botschaft ab. Sie bieten den Medien eine Vorlage, eine Sammlung an Informationen an. Was die Medien konkret daraus machen, ob sie die Informationen veröffentlichen (oder auch nicht), in welcher Größe, auf welcher Seite liegt nicht mehr unter Ihrem Einfluss. Eine Pressemitteilung lässt sich auch nicht wiederholen. Werden Ihre Informationen jedoch redaktionell veröffentlicht, dann steigt die Glaubwürdigkeit Ihrer Aussagen. Die Attraktivität von redaktionellen Beiträgen liegt vor allem daran, dass die jeweiligen Medien sehr genau wissen, was interessante Informationen für ihre Leser sind. Wenn Sie vom Redaktionsschreibtisch in das Medium kommen, dann haben Sie auch interessante Informationen.
PR ist verhältnismäßig günstig, aber nicht kostenlos. Sie setzen Ihre Zeit, die Zeit eines Mitarbeiters ein oder bezahlen eine PR-Agentur für diese Dienstleistung. Jedoch können Sie mit einem niedrigeren Budget eine ähnliche, meistens sogar bessere Wirkung erzielen. Werbung bleibt Werbung und jeder erkennt die Information aus einer Anzeige. In einem redaktionellen Beitrag sieben die Mitarbeiter der Medien die wirklich interessanten Informationen für die Nutzer des jeweiligen Mediums heraus.
Noch konkrete Fragen? Schreiben Sie hier!
Mit besten Grüßen
Stefan Kaus
This post was changed on 06 Nov 2007 at 11:46 pm by Roland Panter .- 01 Apr 2005, 2:16 pm
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Stefan Kaus Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Ärzte, Anwälte und Steuerberater statt Werbung - Öffentlichkeitsarbeit
Liebe Forumsbesucher,
neben Werbung und allgemeinen Marketingaktionen wird eine zielgerichtete Kommunikation nach außen für immer mehr Branchen interessant.
Mich erstaunt es auch immer wieder, dass Anwälte, Ärzte und Steuerberater, die doch starken Werbebeschränkungen unterliegen, nicht öfters auf die Möglichkeiten einer zielgerichteten, langfristigen PR setzen.
In Zeiten von Anwälteschwemme und "IGEL"-Leistungen von Ärzten ist PR ein wirklich interessantes Instrument um sich von Mitbewerbern abzusetzen.
Wie sehen Sie dies?
Mit besten Grüßen
Stefan Kaus
http:/
http://www.gutenachrichtdeutschland.de
- 19 Apr 2005, 10:11 am
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Dr. Klaus-Ulrich Moeller Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Ärzte, Anwälte und Steuerberater statt Werbung - Öffentlichkeitsarbeit
Da haben Sie völlig Recht. Unter
http://www.creative-com.de sehen Sie, daß ich mich genau darum kümmere. Alle Branchen, die aus restriktivem Werberecht kommen, befinden sich in einem gewaltigen turnaround. Ich habe 10 Jahre bei PricewaterhouseCoopers gearbeitet als PR-Chef. Da ist man natürlich weiter. Die meisten Mittelständler fangen mit aktivem und systematischem Marketing erst an. Das kann man Ihnen aber nicht zum Vorwurf machen, weil das Werberecht bis vor drei-vier Jahren extrem restriktiv war. Ihre Skepsis gegenüber Werbemassnahmen halte ich gerade für diese Branchen für nicht richtig: Meist sind die Gesellschaften in Ihrem Markenkern kaum positioniert. Das geht nur mit steuerbarer und kontrollierbarer Werbung. Printkampagnen haben bereits viele, die Großen werden die TV-Kampagnen entdecken.
Gruß Dr. Moelelr
Stefan Kaus schrieb am 19.04.2005, 10:11:
Liebe Forumsbesucher,
neben Werbung und allgemeinen Marketingaktionen wird eine zielgerichtete Kommunikation nach außen für immer mehr Branchen interessant.
Mich erstaunt es auch immer wieder, dass Anwälte, Ärzte und Steuerberater, die doch starken Werbebeschränkungen unterliegen, nicht öfters auf die Möglichkeiten einer zielgerichteten, langfristigen PR setzen.
In Zeiten von Anwälteschwemme und "IGEL"-Leistungen von Ärzten ist PR ein wirklich interessantes Instrument um sich von Mitbewerbern abzusetzen.
Wie sehen Sie dies?
Mit besten Grüßen
Stefan Kaus
http:/
http://www.gutenachrichtdeutschland.de
- 24 Apr 2005, 9:18 pm
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Stefan Kaus Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Ärzte, Anwälte und Steuerberater statt Werbung - Öffentlichkeitsarbeit
Willkommen Dr. Moeller,
vielen Dank für Ihren Beitrag. Leider funktioniert die Seite
http://www.creative-com.de gerade nicht. Wenn Sie davor http:// schreiben bauen Sie auch in OpenBC einen aktiven Link (z.B.
http://www.gutenachrichtdeutschland.de), so kann direkt von hier aus Ihre Seite aufgerufen werden..
Meist sind die Gesellschaften in Ihrem Markenkern kaum positioniert. Das
geht nur mit steuerbarer und kontrollierbarer Werbung. Print-Kampagnen haben bereits viele, die Großen werden die TV-Kampagnen entdecken.
Vermutlich werden viele kleinere Beratungsunternehmen, wie Ärzte, Anwälte, Steuerberater und Unternehmensberater Ihren Vorschlag aus Kostengründen nicht wirklich umsetzen können. Meinen Sie nicht auch, dass eine langfristig ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeits-Strategie hierfür eine kostengünstige Alternative ist? Gesundheit, Recht, Steuern und manche Managementthemen sind für eine große Zahl von Menschen interessant und somit auch immer für die Zeitungen. Jeder Freiberufler der sich zu den Medien ein einigermaßen vernünftiges Netzwerk aufbaut, hat die Chance mehrmals im Jahr in die Medien zukommen. Diese Strategie funktioniert regional und überregional, zwar mit unterschiedlichem Aufwand, aber wesentlich kostengünstiger als eine Werbekampagne. Was meinen sie dazu?
Freue mich auf eine Antwort, mit besten Grüßen
Stefan Kaus
- 27 Apr 2005, 3:27 pm
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Ralph Meinhold(not a XING member)Re: Werbung wird bezahlt – PR nicht
Lieber Herr Kaus,
auch ich habe versucht, mit einer Pressemitteilung meine neue Idee - Getränke in Tuben - in die Medien zu bringen. Aber leider ging es mir wie meinen "Vorschreiber" das mir wahrscheinlich die nötigen Kontakte gefehlt haben, da ich leider nicht das entsprechende Feedback bekommen habe.
Vielleicht war ja auch meine Mitteilung falsch?
Liebe Grüße
Ralph Meinhold
- 27 Apr 2005, 3:52 pm
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Stefan Kaus Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Antworten zu PR für Anwälte, Finanzdienstleister...
Upps, haben heute alle auf meinen Beitrag gewartet?
Hallo Herr Maurer, Frau Rendschmidt und Herr Meinhold,
sooooo viele Fragen auf ein Mal. Gerne versuche ich sie der Reihe nach zu beantworten.
Zu Herrn Maurer (und für alle die ein ähnliches Problem haben)
Es ist eine Legende, dass Sie entsprechende Kontakte brauchen! Meinen Sie, der Chefredakteur oder ein anderer Redakteur veröffentlichen einen Beitrag über das Unternehmen XY nur weil er mit dem Vorstand Tennis, Golf oder sonst etwas spielt? Vielleicht erhalten Sie so eine kleine Bevorzugung, wenn die wichtigen Punkte stimmen und mehrere gleichwertige Themen zur Auswahl stehen.
Entscheidend ist die Information die Sie bieten. Was ist die Geschichte, betrifft es viele Leser, ist es mehr als Werbung für ein Unternehmen? Das sind die Fragen die interessieren.
• Was macht Ihr Unternehmen?
• Wie unterscheidet es sich von anderen Anbietern?
• Was ist der konkrete Anlass für eine Berichterstattung?
• Welche außergewöhnliche Geschichte bieten Sie heute?
Zur Vorgehensweise:
1. Schreiben Sie sich alle Zeitungen auf, die für Sie in Betracht kommen. Kaufen Sie diese und schneiden Sie sich das Impressum mit der Redaktionsanschrift heraus. Finden Sie heraus, wer für Ihr Thema der Ansprechpartner ist.
2. Machen Sie sich Gedanken über Ihr Unternehmen und Ihr Angebot. Finden sie die Unterschiede heraus, binden Sie Kunden ein, die bereit sind über Ihre gute Arbeit zu sprechen.
3. Schreiben Sie die Radaktion/den Redakteur an oder rufen Sie ihn an. Erzählen Sie welche Geschichte Sie gerade haben und seien Sie nicht böse, wenn diese gerade nicht interessant ist. Probieren Sie dies in regelmäßigen Abständen, geben Sie nicht auf, sondern lernen Sie aus dem Erlebten.
Mehr ist Öffentlichkeitsarbeit eigentlich nicht. Es kann aber lange bis zum Erfolg dauern.
Zu Frau Rendschmidt:
In diesem Forum gibt es den Beitrag:
https://www.openbc.com/cgi-bin/forum.fpl?op=showarticles&...
Das ist z.B. ein Beispiel. Klar dieses Thema war sehr populär und hat viele Menschen betroffen, bzw. die Öffentlichkeit regt sich über so etwas auf (jedoch hat es auch hier externer Hilfe bedurft!). Lese ich die verschiedenen Tages, Wochen und Monatszeitungen, finde ich immer wieder Beiträge zum Thema Recht. Immer wird dazu ein Anwalt befragt. Wie kommt denn die Zeitung auf diesen Anwalt? Sehr wahrscheinlich hat er sich angeboten.
Für Anwälte gibt es zwei Strategien, reine Fachartikel (muss er in der Regel selber schreiben – somit sehr aufwendig, große Kanzleien machen dies über studentische Hilfskräfte, Praktikanten und durch Anwälte die im praktischen Jahr sind) und Stellungsnahmen und Beispiele für das nicht fachliche Publikum, dazu kann ohne Probleme Hilfe in Anspruch genommen werden, solange die fachliche Richtigkeit geprüft wird. Hier bieten sich verschiedenen Medien an, je nach Ausrichtung der Kanzlei in räumlicher und fachlicher Hinsicht. Auch hier zählen die Punkte wie für Herrn Maurer beschrieben.
Zu Herrn Meinhold:
Vermutlich hat es bei Ihnen auch nicht an den Kontakten gemangelt. Eher an der Vorbereitung bzw. an der Art und Weise, wie Sie Ihre Geschichte Angeboten haben.
Getränke in der Tube sind nicht wirklich neu. Go Wodka gibt es seit Anfang 2003 und in der allgemeinen Öffentlichkeit waren zwar wegen der Pfanddiskussion solche Themen auf der einen Seite interessant, aber…
Die Lösung die Sie anbieten ist eigentlich nur für Wiederverkäufer interessant, da Sie den positiven Gedanken des Umweltschutzes (Sinn des Pfands) zu umgehen versuchen. Ist Alkohol dabei noch im Spiel finden Sie sehr wenige Medien die nach der Alkho Pop Geschichte dieses Thema noch anfassen. Insgesamt: Gute Idee zur falschen Zeit! DA müssen Sie sich schon wirklich viel einfallen lassen! Einen großen Partner, Bereitschaft zur negativen Berichterstattung (das ist auch Werbung in Ihrem Sinne die Masse regt sich nur über die Diskussion auf, gekauft werden die Produkte doch) und vieles mehr.
Für die meisten Unternehmen liegt das Thema PR erst an, wenn es wirklich etwas zu berichten gibt. Zu diesem Zeitpunkt fehlen dann die selber erarbeiteten Kontakte. Erfolge mit PR lassen sich zu 99 Prozent wirklich nur über eine langfristige Strategie erzielen.
Soweit erst einmal die Antworten. Gerne können Sie die Diskussion mit mir und anderen Teilnehmern hier vertiefen.
Mit besten Wünschen für Ihre PR
Stefan Kaus
- 27 Apr 2005, 5:22 pm
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Daniela A. CavigliaThe company name is only visible to registered members.Re: Antworten zu PR für Anwälte, Finanzdienstleister...
Lieber Herr Kaus
Danke, dass Sie mir wieder einmal die Arbeit in diesem Forum abgenommen haben, denn bis vor zehn Minuten war ich daran, ein Zweijahres-Konzept für eine staatliche Stelle zu erarbeiten. Und was sehe ich, frisch aus der Denk-Arbeit aufgetaucht: Hier diskutiert man (und frau, sorry, bei meiner Arbeit gings grad um Gleichstellung) über solch langfristige Planungen! :-)))
Liebe Fragestellerinnen und Fragesteller (sorry, siehe Klammer weiter oben)
Ich kann mich Herrn Kaus (wie meistens? Immer?) anschliessen. Es kommt wirklich nicht auf magische Beziehungen zu der hehren Gilde der Redaktorinnen und Redaktoren (sorry!) an. Sondern auf das Handwerk guter Zeitungstexte und auf eine anständige Planung über einen nützlichen Zeitraum.
Ein praktisches Beispiel:
Auch Agenturen können nicht in alle Länder und alle Branchen die absoluten Beziehungsnetze knüpfen. Auch für eine Agentur beginnt oft der KontaktAUFBAU mit einem Auftrag in einer noch wenig bekannten Branche. Ausserdem wechseln die Zeitungsmacher heutzutage oft so schnell, dass Beziehungen fast schneller wieder abbrechen (oder sich umlagern) als man sie aufbauen kann.
Gerade deshalb ist eben eine längerfristige Planung unumgänglich. Wer sich auf die Zeitungen konzentriert, denen er oder sie wirklich relevante Infos liefern kann und dies auch regelmässig tut, wird auch nach einem Chefwechsel (hier die weibliche Form bewusst nicht, weil in der absoluten Minderheit) noch Texte veröffentlichen können.
Viel Erfolg :-)
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Daniela A. Caviglia
- 27 Apr 2005, 6:51 pm
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