bewusste Realitätsgestaltung

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    Elke Wernig
    (not a XING member)
    Re^4: Was ist "bewusste Realitätsgestaltung"?
    Hallo Margit.

    Deinen ersten Ausführungen kann ich gut folgen. Deine Antwort jetzt, geht für mich jedoch vollkommen am Thema vorbei.

    Margit D. schrieb:
    Wenn du alle deine Gedanken und Gefühle "im Griff" hättest, dann wäre es vollkommen unmöglich, dass es da irgendetwas in dieser Welt gibt, dass dich "stört". Es gibt im "Außen" nichts, was grundsätzlich "störend" ist. Dich "stören" ja nur die Gefühle, die du dir mittels deiner eigenen Gedanken machst. Da könnte z.B. die Realität "ich bin mit allem was passiert vollkommen einverstanden" schon helfen. Wenn ALLE ihre Gedanken und Gefühle im Griff hätten, dann - nur meine Meinung - würden wir diese Debatte gar nicht führen.

    Ein dir notwendig erscheinendes Eingreifen in die Systeme anderer zeugt ja nur davon, dass du deins eben nicht "im Griff" hast. Und wer sagt , das dieses System richtig ist? Wer sagt denn, das meine Überlegungen falsch sind? Klar ... ich lebe, ich denke, ich fühle, ich sehe, das ist einfach menschlich. Ich habe meine Ansichten, meine Werte, meine Grundsätze. Und wenn ich nun nicht total daneben liege, ging es genau darum, wie jeder einzelne, genau diese Dinge für sich Realität werden läßt.

    Als Beispiel.
    Ich stehe vor einer Fabrik, vor einem riesigen Schornstein, der Abgase in die Luft jagt und ich möchte nun, dass damit Schluß ist.
    Da ich ja weiß, wie es geht mache ich mich frisch ans Werk.
     
    Wozu sollte Schluss sein mit den Abgasen? Wenn du dir die Realität gestalten kannst, dass Abgase für dich z.B. völlig gleich oder auch gesundheitsfördernd sind. Wie gesagt, es gibt in meiner "Realität" keine "Fakten" - alles ist Energie und wir "formen" sie durch unsere Gedanken und Gefühle. Und mit "wir" meine ich natürlich nicht nur mich alleine, also den Einzelnen, sondern auch das von dir angesprochene "Massenbewusstsein", also die Überzeugungen, die bei vielen Menschen die gleichen sind und daher dementsprechend "wirksamer" sind. Das ist aber dann ein eigenes Kapitel. Das sind dann all diejenigen Überzeugungen, die die Mehrheit der Menschheit gemeinsam hat und daher meint, dass dies "Tatsachen" und "Fakten" sind. Gottlob gibts das, denn das ist die Basis unserer materiellen Welt, die Basis unseres Verständnisses von Materie, Zeit und Raum und allem, was so rund um uns herum ist.
    Also für mich ist dieser Absatz ein Widerspruch in sich. Wenn ich die Augen zu mache und alles was um mich herum passiert, hinnehme, weils ja Alle machen wird's schon ok sein, ist das für MICH die totale Ignoranz. Dann entfällt auch jeder Grund sich über irgendwas Gedanken zu machen, d.h. Energie in Werte zu geben die MIR wichtig sind. Wenn ich danach lebe, bin ich ein Robotor.
    Wenn ich nun möchte, dass keine Abgase mehr in die Luft gepumpt, Regenwälder abgeholzt und Raubbau an der Natur betrieben wird, dann einfach deshalb, weil ICH für mich glaube, das damit der Ast auf dem wir alle sitzen abgesägt wird.
    Und ich glaube auch, das dies alles nur möglich ist, weil eben ganz viele den Weg der Ignoranz gehen....wird schon richtig sein....und damit einigen Wenigen die Macht über die Gestaltung der Welt geben. Sie unterstützen genau mit diesen Gedanken, das was wir heute auf der Welt haben. Ich für mich empfinde das sehr wohl als falsch und deshalb setzte ICH meine Energie dagegen.

    Es gibt da nichts "hinzukriegen" (ich persönlich halte es zwar durchaus für möglich, den Schornstein dazu zu bringen, nicht mehr zu rauchen, würde das aber nie versuchen, da ich damit in etwas eingreife, das mir meiner Ansicht nach nicht zusteht, weil es viele andere betrifft, die das vielleicht nicht wollen), der Schornstein raucht, die anderen Menschen denken sich ihren Teil dazu und alles ist deine "gefilterte" Wahrnehmung, sind deine Interpretationen davon, deine Gedanken drüber, die du jederzeit ändern kannst. Warum sollte ich das denn bitte tun? Ich glaube nämlich, das es sich sehr wohl lohnt für meine Werte, für das was mir heilig ist, in das System einzugreifen. Und da ich ja ein Teil davon bin, steht mir das auch zu.
    Das alles, was ich bis hier geschrieben habe, sind ganz klar rein egoistische Gründe. Ich verstehe auch diese Debatte genau so. Wie sieht jeder einzelne die Realitätsgestaltung für sich. Das hat mit Nächstenliebe nix zu tun und die gehört - für mich - auch nicht hier rein.

    Mir ging es auch einzig und allein darum:
    Die Gedanken, die am stärksten gefüttert werden, bilden die Realität.

    Gruß Elke
    This post was changed on 18 Mar 2009 at 10:51 am by ChrisTina Maywald .
  • ChrisTina Maywald
    ChrisTina Maywald    Premium Member   Group moderator
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    Re^6: Was ist "bewusste Realitätsgestaltung"?
    Hi Margit,

    also bei mir und für mich persönlich fällt das nicht drunter - wobei ich mir aber bewusst bin - und auch gut damit leben kann - dass bei manchen Menschen die Traumwelt manchmal sogar realer ist als die, die sie dann wirklich aus-leben.

    Wenn ich träume, dann träume ich - und bin mir meist nicht bewusst, dass ich träume - von daher kann ich zu dieser Thematik nichts sagen. Wenn ich träume und mir gleichzeitig aber schon bewusst bin, dass es eben *nur ein Traum* ist, dann ist es mir eben bewusst, dass es nur ein Traum ist - in den ich auch jederzeit eingreifen und ihn verändern kann - und nicht das, was ich danach wieder real er-leben werde.

    Ist wahrscheinlich auch mit ein Grund, warum ich mit Affirmationen und Suggestionen nicht wirklich was anfangen kann, weil mir immer bewusst ist, dass es eben nur Hilfsmittel sind. Ich entscheide mich für meine Realität bewusst über das Denken - in Verbindung mit meinem Bauchgefühl, welches mir anzeigt, ob ein Gedanke für mich stimmig ist.

    Andererseits nutze ich gerade den Traum - oder das träumen auch sehr gerne, um mir vor zu stellen, wie etwas sein könnte, wenn ich meine Einstellung ver-ändere - so wie Silke nebenan mit ihren inneren Schutzräumen geschrieben hat - aber ich bin mir jederzeit bewusst, dass es eben *nur* meine Spielwiese ist, auf der ich manche Dinge ausprobiere - als erste Stufe - die zweite Stufe ist dann eben, es auch real zu verändern und mit dem Wachbewusstsein aus zu leben - wenn es sich auf der Spielwiese interessant angefühlt hatte - wenn nicht, lass ichs einfach bleiben.r

    Darüber hinaus habe ich keine Lust, mir meine Illusion von Gedanken und Gefühle von anderen Menschen vorgeben zu lassen - oder es bleiben zu lassen, mich mit meiner Realität zu identifizieren, denn wozu sonst sollte ich im Hier und Jetzt inkarniert sein?

    Weißt, ich empfände es als - gelinde gesagt etwas komisch - mir ein Leben im Hier und Jetzt ausgesucht zu haben, wenn ich die Einheit, die ich hätte, wenn ich nicht inkarniert wäre - jetzt auch hier leben wollte. Und wenn ich glauben würde, mich aufgeben zu sollen, um wieder eins zu werden - bereits hier in dieser Inkarnation - wozu geb ich mir dann diese Inkarnation überhaupt?

    Ich gehe davon aus, dass ich mir genau dieses Leben hier ausgesucht habe, um etwas Neues zu erfahren und zu lernen - es darf ruhig auf spielerische Art sein - aber ich möchte nichts, was ich - wahrscheinlich - eh schon kenne - jetzt zwanghaft in dieser Inkarnation auch schon erleben wollen müssen.

    Und für mich wäre allein die Vorstellung, mich selbst auf geben zu müssen, um anderen zu dienen etwas, was sich für mich nicht wirklich stimmig anfühlt. Ich helfe gerne anderen Menschen, aber nicht auf Kosten meines eigenen Da-Seins.

    Und da ich überzeugt davon bin, mir auch selbst ausgesucht zu haben, dass ich eben vorrangig ein Kopfmensch bin - umsonst bin ich sicher kein ziemlich reinrassiger Denktyp in der symbolpsychologischen Geburtsdatenanalyse - habe ich es vor einiger Zeit als Herausforderung angenommen, trotzdem auch einen lebbaren Konsenz zwischen Kopf und Bauch zu leben - und diesen auch im Aussen immer wieder her zu stellen.

    (Ist eben meine aktuelle Überzeugung, dass die Seele eines Menschen, wenn er wieder stirbt, einfach komplett in diese eine grosse Einheit zurück kehrt um von ihren Erfahrungen als inkarniertes Wesen zu berichten - wie bei einem grossen Powwow ums Lagerfeuer.)

    Ich unterstelle jetzt mal, dass wir beide von komplett anderen Voraussetzungen hier in diesen unseren Inkarnationen ausgehen - du willst dich selbst aufgeben um in der Einheit leben zu können - ist jetzt nur (m)eine Vermutung - ich möcht auf diesem Spielplatz des Lebens noch viele Abenteuer erfahren, bevor ich in die Einheit zurück kehre.

    Von daher haben wir einfach (noch) keinen kleinsten gemeinsamen Nenner - doch, wir sind uns bewusst, dass wir uns selbst - jede für sich - für das entscheiden können, was in unserem zur Zeit auf Erden inkarnierten Leben unsere Realität dar stellt.

    In diesem Sinne freue ich mich, weiterhin deine Sicht der Dinge zu lesen ohne sie selbst leben wollen zu müssen.

    Liebe Grüße
    ChrisTina
  • ChrisTina Maywald
    ChrisTina Maywald    Premium Member   Group moderator
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    Re^8: Was ist "bewusste Realitätsgestaltung"?
    Hi Margit,

    nur kurz, weil ich am Abflug in die SCS bin

    Margit D. schrieb:
    Ich glaub, da hast du mich falsch verstanden. Das Beispiel mit dem Traum hab ich deswegen genommen, weil es am Besten verdeutlicht, dass ich einerseits (im Traum selbst) meine, jetzt genau das zu erleben, was ich erlebe - das es im Moment des Erlebens für mich völlig "real" ist, doch andererseits aber, sobald ich aufwache, genau weiss, dass es überhaupt nicht real, sondern eben ein Traum war.
    Glaub nicht, dass ich dich falsch verstanden habe, nur ist es bei mir eben so

    Wenn ich träume, dann träume ich - und bin mir meist nicht bewusst, dass ich träume - von daher kann ich zu dieser Thematik nichts sagen. Wenn ich träume und mir gleichzeitig aber schon bewusst bin, dass es eben *nur ein Traum* ist, dann ist es mir eben bewusst, dass es nur ein Traum ist - in den ich auch jederzeit eingreifen und ihn verändern kann - und nicht das, was ich danach wieder real er-leben werde.
    Ich kann daher nicht definitif behaupten, dass ich im Traum meine, jetzt genau das zu erleben, was ich erlebe, weil ich mir eben beim träumen nicht bewusst bin.

    Und wer sagt mir nun (wie kann ich mit absoluter Gewissheit davon ausgehen), dass das, was ich hier auf dieser Erde mittels meines normalen Tagesbewusstseins erlebe (und mir mehr oder weniger bewusst gestalte), KEIN Traum ist, aus dem ich nicht genauso jeden Moment aufwachen kann um zu erkennen, dass ich die letzten 10 Minuten nur geträumt habe?
    Niemand, ist aber auch kein Problem für mich, wenns so ist, weil ich mich dann eben auf die neue Situation einstelle.

    Und wenn dem so ist, dann kann ich auch gleichzeitig mitten drin sein im Erleben hier und trotzdem wissen, dass ich nur träume und jederzeit aufwachen kann, wenn ich will, oder auch wach bleiben und dennoch "träumen" kann, dass ich grad die Realität hier erlebe? Naja, klingt jetzt vielleicht ein wenig verwirrend, lebt sich aber ganz einfach:-)
    Auch hier - nur, weil die Möglichkeit besteht, dass ich das, was ich hier tue, gar nicht real tue sondern nur träumen könnte, heißt das für mich nicht, dass ich sicher sein muss, dass das, was ich hier tu nur ein Traum ist. Also bleibts so lange für mich Realität, solange mir niemand glaubhaft beweisen kann, dass ich gar nicht real lebe, sondern nur träume, dass ich lebe.

    Ist wahrscheinlich auch mit ein Grund, warum ich mit Affirmationen und Suggestionen nicht wirklich was anfangen kann, weil mir immer bewusst ist, dass es eben nur Hilfsmittel sind. Ich entscheide mich für meine Realität bewusst über das Denken - in Verbindung mit meinem Bauchgefühl, welches mir anzeigt, ob ein Gedanke für mich stimmig ist.
     
    Entscheidest du dich dabei auch bewusst dafür, dass du manchmal traurig bist, hilflos bist, krank bist, auf andere wütend bist, dich über andere oder irgendwas sonst ärgerst?

    Einerseits bin ich selten wütend und/oder verärgert - und andererseits entscheide ich mich, wenn ich mich mal traufrig oder hilflos fühle jederzeit bewusst dafür, wie lange ich mir dieses Gefühl geben möchte. Und wenn ich krank bin, dann schau ich hin, welches Thema grade ansteht - löse es - und bin wieder gesund.

    Andererseits nutze ich gerade den Traum - oder das träumen auch sehr gerne, um mir vor zu stellen, wie etwas sein könnte, wenn ich meine Einstellung ver-ändere - so wie Silke nebenan mit ihren inneren Schutzräumen geschrieben hat - aber ich bin mir jederzeit bewusst, dass es eben *nur* meine Spielwiese ist, auf der ich manche Dinge ausprobiere - als erste Stufe - die zweite Stufe ist dann eben, es auch real zu verändern und mit dem Wachbewusstsein aus zu leben - wenn es sich auf der Spielwiese interessant angefühlt hatte - wenn nicht, lass ichs einfach bleiben.
     
    Meinst du jetzt damit "luzides Träumen" oder einfach nur die Tagträume, sprich bewusste Gedankenmodelle, die du gemäß deiner Vorstellungen "durchspielst" um zu schaun, wie sich etwas anfühlen könnte?

    Meist Tagträumen.

    Nein, ich will und wollte mich nie selbst aufgeben und es ist auch nicht meine Absicht, in der Einheit oder sonstwo zu leben, sondern 100% im Hier und Jetzt mitten in diesem Leben. So als Spass an der Freud. Nur die völlig logische Folge davon, dass ich mir viele meiner Wünsche erfüllt hab, ist einfach die, dass ich meine Energie und Aufmerksamkeit nicht mehr dahin richte, etwas zu erschaffen oder zu gestalten, sondern dazu, was mir das Leben eh jede Sekunde bringt, einfach ja sage (du nennst auch das Realitätsgestaltung, ich sag Entscheidung dazu, weils ja für mich, wie schon oben beschrieben, eben nicht immer nur "real" ist) und dass es mir daher Spass und Freude macht, die mir zur Verfügung stehende Energie im Sinne eines friedlichen Miteinanders hier einzusetzen, was wiederum nicht heisst, dass ich jetzt auf der Friede/Freude/Eierkuchen-Welle daherschwimme, sondern mit mir und in mir in Frieden bin.
    Für mich persönlich beinhalten diese deine Feststellungen kein entweder/oder, sondern läßt sich für mich sehr gut auch als sowohl/alsauch leben. Ich sage ja zu dem, was mir jede Sekunde bringt - allerdings mit der Einschränkung, dass ich trotzdem immer wieder das für mich stimmigste draus mache - habe aber trotzdem die Neugier, meine Grenzen auch weiterhin aus zu loten.

    Beispiel - vor 3 Jahren bekam ich am 20.12. eine Abmahnung eines Frankfurter Rechtsanwaltes, der über 1000 Euro von mir wollte - momentan war ich nicht wirklich begeistert - dann überlegte ich mir, was soll mir das aufzeigen? Und dann begann ich, mich zu informieren - einerseits, welche Möglichkeiten ich hatte, die Zahlung zu verhindern - und andererseits hab ich mich mal wieder intensivst mit Internetrecht beschäftigt und alle von mir betreuten Seiten dem entsprechend geändert.

    Also mein Konzept - erstmal durchatmen - akzeptieren, dass es so ist, wie es ist - und dann überlegen, wie ichs gerne hätte. Ich hatte mir damals eine Grenze von 100 Euro gesetzt, welche ich freiwillig bereit war, für diese Lernerfahrung zu bezahlen - im Endeffekt hats mich dann aber nur meine Zeit gekostet.

    Entspricht jetzt wahrscheinlich auch nicht dem, was du mit akzeptieren gemeint hast, soll aber auch nur als Gegenbeispiel aus meinem Weltbild angeführt sein. Und jetzt flieg ich wirklich ab.

    Liebe Grüße
    ChrisTina
    This post was modified on 18 Mar 2009 at 10:52 am.
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    Elke Wernig
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    Re^6: Was ist "bewusste Realitätsgestaltung"?
    @ Margit

    netter Versuch <<<kopfschüttel
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