Recruiting 2.0 und dessen Bedeutung und Rolle in der heutigen Personalbeschaffung?

Recruiting 2.0 und dessen Bedeutung und Rolle in der heutigen Personalbeschaffung?

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  • Sandra J. Brodt
    Sandra J. Brodt    Premium Member
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    Werden Führungskräfte geboren...?
    Es gibt Menschen, die ein ausgeprägtes Bedürfnis haben, andere Menschen anzuleiten, Tätigkeiten zu delegieren und zu koordinieren. Sie beweisen Stärke, wenn es darum geht, in ein Geschehen einzugreifen und klare Weisungen zu erteilen. Es fällt ihnen leicht, andere zu begeistern und zu gewinnen. Sie stiften Orientierung und sorgen mit Konsequenz und Durchsetzungskraft dafür, dass ihr gewählter Kurs auch von allen eingehalten wird. In dieser dominanten Rolle fühlen Sie sich sehr wohl.

    Unbewusst versuchen solche Menschen sehr oft, eine Führungsposition zu erlangen und nutzen ihre Arbeit als Mittel zum Zweck, um ihr innerstes Bedürfnis zu befriedigen. Sie haben ein so genanntes „Führungsmotiv“. Dieses „Führungsmotiv“ beruht auf einer Kombination von genetischer Grunddisposition und frühkindlichen Prägungen.

    Ist Führung ohne „Führungstrieb“ erlernbar?

    Ein Mensch, der z. B. ausschließlich wegen seiner fachlichen Kompetenz in eine Führungsposition befördert wurde, aber das Führen von Mitarbeitern nicht als motivierend erlebt, wird möglicherweise vermeiden, aktiv zu führen. Er wird nicht durch den Wunsch nach Führung geleitet, sondern übt seine Aufgabe aus anderen Motiven, wie beispielsweise dem Streben nach Leistung oder Wertschätzung aus. Die Führungsposition wird als Mittel zum Zweck „in Kauf genommen“, um die eigentlichen Bedürfnisse auszuleben. Für den Betroffenen kann dies jedoch eine große Kraftanstrengung bedeuten. Steigende Unzufriedenheit, erhöhter Trainings- und Coachingaufwand, Krankheit oder gar Kündigung können die Folge sein.

    Mein Tipp: Prüfen Sie vor der Besetzung von Führungspositionen die eigentliche Motivation Ihrer Bewerber – auch wenn diese vorher schon in einer führenden Stellung tätig waren. Nur so können Sie sicher sein, dass die Kandidaten auch eine echte Voraussetzung für eine Führungsposition besitzen. Wissenschaftliche Instrumente zur Personaldiagnostik (Eignungsdiagnostik, Assessment Center etc.) ermöglichen Ihnen ein Ergebnis mit hoher Treffsicherheit.

    Hier einige Fragen zum Führungsmotiv Ihrer Bewerber:

    • Sind Sie gerne Chef und was gefällt Ihnen an dieser Rolle?
    • Warum streben Sie eine Führungsrolle an?
    • Treffen Sie gerne Entscheidungen und wenn ja wie (alleine oder im Team)?
    • Tragen Sie gerne Verantwortung für wichtige Entscheidungen?
    • Fällt es Ihnen leicht, andere zu kritisieren?
    • Gelingt es Ihnen, andere zu begeistern?
    • Nehmen Sie gerne Einfluss auf die Meinung und Entscheidungen anderer?

    Ich glaube, dass es Personen gibt, die tatsächlich dazu geboren sind, zu führen.
    Was glauben Sie?

    Ich freue mich auf regen kollegialen Austausch!

    Sandra Brodt
    Expertin für Personaldiagnostik
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